Gemeine Robinie – Robinia pseudoacacia

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Deutscher Name: Gemeine Robinie
Wissensch. Name: Robinia pseudoacacia
(Linnaeus)
Weitere deutsche Namen: Falsche Akazie, Scheinakazie
Großgruppe: holzige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Fabales / Familie Fabaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Status: Neophyt

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • zwei Dornen an der Blattbasis
Die Robinie ist ein sommergrüner Baum oder Strauch mit einer rundlichen, lockeren Krone. Sie kann bis zu 30 Meter hoch werden. Blatt: Ein Blatt besteht aus 7-19 Teilblättern, die mit einem einzelnen Endblättchen abschließen (unpaarig gefiedert). Die Teilblätter sind oval und ganzrandig. Charakteristisch sind zwei seitliche Dornen an der Blattbasis. Sprossachse: Die Borke ist graubraun und tiefgefurcht. Blüte: Die Blüten sind weiß und hängen in großen Trauben. Sie duften intensiv süßlich. Frucht: Die Früchte sind lange und flache, braune Hülsen.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Japanischer Schnurbaum Der Japanischen Schnurbaum hat zugespitzte Teilblätter mit einer kleinen Spitze vorne (Granen). Er hat keine Dornen an der Blattbasis.

Biologie: Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem Bienen. Die Fruchtausbreitung erfolgt mit dem Wind. Zusätzlich kann sich die Art auch vegetativ über Wurzelschösslinge vermehren. Die Fruchtreife ist September bis Oktober. Blütezeit: Mai - Juni Lebensraum: Warme und sonnige Standorte wie Hänge und Dämme. Wird häufig zur Bodenbefestigung angepflanzt. Verbreitung: In Europa und Asien verwildert und weit verbreitet.

Mensch und Stadt

Die Robinie wird häufig in der Forstwirtschaft angepflanzt. Meist sieht man sie jedoch verwildert an offenen Standorten wie Brachflächen und Bahngleisen. Sie bevorzugt warme und sonnige Standorte.

Wissenswertes

  • Herkunft: Die Robinie stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie wurde am Anfang des 17. Jahrhunderts als Zierpflanze nach Europa gebracht und breitete sich, aufgrund der für sie günstigen Bedingungen schnell und weitläufig aus. Sie gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
  • Name: Der Gattungsname "Robinia" bezieht sich auf den Hofgärtner am französischen Königshof Jean Robin. Das Artepitheton "pseudoacacia" auf die Ähnlichkeite der Pflanze mit einer Akazie. Die deutschen Namen wie "Robinie" und "Falsche Akazie" leiten sich somit direkt aus dem Lateinischen ab.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Die ganze Pflanze, mit Ausnahme der Blüten, ist stark giftig. Besonders giftig sind die Rinde und die Früchte. Der Pollen wirkt allergen. Sie ist im Frühjahr ein wichtiger Honiglieferant von „Akazienhonig“.
  • Die Blüten werden für die Aromatisierung von Sirup und Tee verwendet oder in Teig ausgebacken gegessen.
  • Sie wird aufgrund der ähnlichen Blätter und Dornen auch als "Falsche Akazie" bezeichnet. Eine Verwechslung ist aber nahezu ausgeschlossen, da Akazien in Mitteleuropa nur an wenigen Orten mit besonders mildem Klima gedeihen.
  • Die Robinie ist eine invasive Pflanze und wird häufig im Rahmen des Naturschutzes bekämpft. Die wissenschaftlichen Meinungen, wie stark diese Pflanze die Biodiversität heimischer Pflanzen bedroht und ob sie in der Stadt bekämpft werden sollte, gehen weit auseinander.
  • Sie blüht von Mai bis Juni.
  • Die Fruchtreife ist von September bis Oktober.
  • Sie kann sich auch vegetativ über Wurzelschösslinge vermehren.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
  • Roth, L., Daunderer, M., Kormann, K.: Giftpflanzen - Pflanzengifte : Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen. Verlag: Hamburg : Nikol 2008.
  • Seite „Gewöhnliche Robinie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 3. März 2016, 22:26 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnliche_Robinie&oldid=152153593 (Abgerufen: 27. April 2016, 19:08 UTC)