Geranium columbinum L., der Stein- oder Tauben-Storchschnabel gehört zur Familie der Geraniaceae (Storchschnabelgewächse). Der englische Name ist Long-storked Cranesbill. EPPO-Code GERCO..
Der Stein-Storchschnabel ist in Europa und Asien verbreitet, nach Nordamerika wurde er verschleppt. Er kommt nicht überall in Deutschland vor, so fast gar nicht im Gebiet zwischen Elbe, Weser und Ems. In Skandinavien wächst er bis hoch nach Uppland, also bis zum 60sten Breitengrad, aber nicht in Finnland.
In Österreich wächst er zerstreut im gesamten Land. In Südeuropa ist er selten, da er feuchte, schattige Standorte liebt, wenn sie nicht zu kalt sind! Man findet ihn meistens auf kalkhaltigen und steinigen Böden. Er wächst an Wegen und Heckensäumen, in Gärten und an Ackerrändern.
Die ein- oder zweijährige Pflanze kann bis zu 60 cm hoch werden. Sie bildet eine Rosette aus, die aufgrund der langgestielten Blätter auffällt. Die Blätter sind fast bis zum Grund geschlitzt, drei bis fünflappig. Die Stängel sind leicht und kurz behaart. Die Blütenstiele sind etwa 2 cm lang. Die rosa oder purpurnen Blüten stehen zu zweit. Blütezeit ist Juni bis September.
| Dieser Bestand ist 45 cm hoch. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Am Beginn der Saison liegen die Blätter flach am Boden. Sie sind langgestielt. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Blätter haben einen Durchmesser von bis zu 2 cm. Die Stiele sind häufig rötlich. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Ab Mai treiben die Blütenstängel. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Blätter an den Trieben sind kleiner und die Lappen spitzer als die Grundblätter. Knospen nicken. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| An der Basis der beiden Blüten stehen Nebenblätter. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Stängel und Hüllblätter sind kurz behaart. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Kronblätter der rosa, im Alter eher lila Blüten sind etwas länger als der Kelch. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Nach der Befruchtung fängt der Schnabel an zu wachsen, hier rot innerhalb der Kelchblätter zu erkennen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Der Storchschnabel ist noch am Wachsen. Die Kelchblätter haben eine lange Spitze. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Eine Blüte bildet fünf Samen, hier noch grün und unreif. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Verfärbung der Samen hat begonnen. Die Kelchblätter haben einen pergamentenen Rand. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die reifen Samen in der Hülle. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Nach dem Wegschleudern der Samen bleibt die Hülle zurück. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Keimblätter sind lang gestielt. Stängel und Blattrand und auch die Oberfläche des ersten Blattes tragen Haare. |
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Verfasser: Wohlert Wohlers. Februar 2020.