Gewöhnlicher Löwenzahn – Taraxacum officinale
Aus Offene Naturführer
Deutscher Name: | Gewöhnlicher Löwenzahn |
Wissensch. Name: | Taraxacum officinale ((L.) Weber ex F.H.Wigg) |
Weitere deutsche Namen: | Pusteblume |
Großgruppe: | krautige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Asterales / Familie Asteraceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Der Löwenzahn ist in seiner Größe und Blattform sehr variabel. Er kann eine Höhe von 50 cm erreichen. Aus allen Teilen der Pflanze tritt bei Verletzung weißer Milchsaft aus. Blatt: Die Blätter scheinen direkt aus der Erde zu kommen (grundständig) und stehen in einer Rosette. Sie sind eiförmig bis länglich sowie unregelmäßig stark gelappt, tief eingeschnitten und gezähnt. Einschnitte und Zähne sind von der Basis bis zu etwa zwei Drittel der Länge stark, weiter zur Blattspitze häufig geringer ausgeprägt. Sprossachse: Die Stiele des Blütenkorbs sind in der Mitte hohl. Blüte: Zahlreiche kleine gelbe bis gelborange Blüten stehen zusammen zu einem Blütenkorb, der auf den ersten Blick für die Blüte gehalten werden kann. Die einzelnen Zungenblüten werden zum Rand hin immer länger. Frucht: Der Löwenzahn bildet kleine, nussähnliche Früchte, die sich einzeln unter einem Schirmchen befinden. Das Schirmchen besteht aus weißen, fedrigen Borstenhaaren, die an einem langen Stiel sitzen.
- sehr variabel
- haarige Flugschirme
Bilder
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Beschreibung
Biologie: Bestäubung durch Insekten (Bienen), Fruchtausbreitung durch Wind oder Ameisen. Blütezeit: März - Oktober Lebensraum: Sonnige bis halbschattige, nährstoffreiche Standorte werden bevorzugt. Verbreitung: Europa, Nordafrika, Asien. In Nordamerika eingebürgert.
Mensch und Stadt
Löwenzahn wächst überall. Häufig sieht man ihn auf Wiesen oder am Straßenrand. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige, nährstoffreiche Standorte.
Gärtner stören sich oft an ihm, da er das Gesamtbild eines einheitlichen Rasens unterbricht. Auch wird man ihn nur schwer los, da er sich durch den Wind gut ausbreitet und aus im Boden verbleibenden Wurzelspitzen erneut wächst.
Wissenswertes
- Herkunft: Er kommt wohl ursprünglich aus Europa und Asien. Heute ist er aber überall in den gemäßigten Breiten verbreitet.
- Giftigkeit oder Verwendung: Der Löwenzahn wird und wurde viel gegessen und getrunken. Die Wurzeln kann man rösten, wie Kaffee mahlen und aufbrühen. Er ist eine Heilpflanze gegen Gallenbeschwerden und Verdauungsprobleme.
- Kulturgeschichte: Der Löwenzahn ist im Christentum ein Sonnensymbol.
- Er schmeckt leicht bitter und knackig.
- Die Blüten sind nur bei Sonne geöffnet.
- Das Wegpusten aller Früchte auf einmal soll Glück bringen.
- Die Blütenkopfknospen können als Kapernersatz verwendet werden.
- Er blüht von März bis Oktober.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Seite „Gewöhnlicher Löwenzahn“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Juni 2016, 12:48 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnlicher_L%C3%B6wenzahn&oldid=155128658 (Abgerufen: 10. Juni 2016, 08:28 UTC)
- Taraxacum officinale – Löwenzahn (JKI-Pflanzenportraits) (Abgerufen 10. Juni 2016)
- Fleischhauer, Steffen G., Guthmann, Jürgen und Spiegelberger, Roland (2007): Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden. Baden und München: AT Verlag.
- Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
- Needon, Christoph und Petermann, Johannes (1991): Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig Jena Berlin: Urania-Verlag.
- Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
- Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag.
- http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=7477&