Leucanthemum vulgare - Wiesen-Margerite (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Leucanthemum vulgare (= Chrysanthemum leucanthemum L.), die Wiesen-Margerite gehört zur Familie der Asteraceae oder Compositae (Korbblütler). Der englische Name ist Ox-eye Daisy. EPPO-Code CHYLE.

Die Wiesen-Margerite kommt ursprünglich in ganz Europa und bis nach West- und Zentralasien vor, in Deutschland fast überall.. In Nordamerika ist sie jetzt weit verbreitet und selbst auf Hawaii wächst sie. In Neuseeland und im südöstlichen Australien ist sie viel zu finden. In Skandinavien kommt sie noch am Polarkreis vor.

Als typischer Magerkeitsanzeiger gedeiht sie auf nährstoffarmen Böden jeglicher Art, vor allem auf sandigem Ödland. Heute ist sie viel an Autobahnböschungen zu sehen. Früher war sie viel auf Wiesen vertreten. Aber sobald diese gedüngt werden, verschwindet sie, da sie wenig konkurrenzstark ist.

Die mehrjährige Pflanze kann 60 cm hoch werden. Sie ist unbehaart oder nur wenig behaart, die Blätter glänzend. Sie bildet lockere Horste. Die Blütenkörbe sind ca. 6 cm im Durchmesser und sehen mit ihren weißen Zungenblüten und den leuchtend gelben Röhrenblüten sehr dekorativ aus. Deswegen findet man sie heute auch in vielen Samenmischungen für Blumenwiesen. Blütezeit ist Mai bis zum Frost.

Früher wurde die Wiesen-Margerite der Gattung Chrysanthemum zugeordnet. Aber jetzt hat sie eine eigene Gattung bekommen, der sich von ihrem alten Artnamen ableitet und der „weiße Blüte“ bedeutet, nicht mehr die „Goldblüte". Das ist die Bedeutung von Chrysanthemum. Wer Wiesen-Margeriten abpflückt und ins Zimmer stellt, wird schnell einen etwas absonderlichen Geruch feststellen. Die Wiesen-Margerite enthält ätherische Öle und Pyrethrin, Cinerin sowie Jasmolin.

Verfasser: Wohlert Wohlers. Oktober 2020.

Fotos vom Pollen der Wiesen-Margerite siehe bei PalDat, einer palynologischen Datenbank.

Eine detaillierte Beschreibung mit schönen Fotos gibt es beim finnischen NatureGate.