1 | | Rispe einfach, Blüten an den Ästen einzeln, selten zu 2, Blüte ungleich lang gestielt, nicht geknäuelt, Rispe etwa 5–30-blütig, Samen mit deutlichem, weißem Anhängsel von 0,6–1,5(–3) mm Länge, das den Samen in Längsrichtung um 0,7–2,0 mm überragt | ► 2 |
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1 | * | Rispe zusammengesetzt, Blüten an den Ästen in mehrblütigen Ährchen oder gedrängt und einen kopfigen Blütenstand bildend oder in (2–)3–8(–20)-blütigen Büscheln, Blüte kurz gestielt, weitgehend geknäuelt oder, wenn Blüte gestielt, dann Rispe mehr als 50-blütig, Samen am Grund mit kleinem oder mittelgroßem, 0,1–0,8 mm langem weißem Anhängsel (an der Spitze zuweilen mit sehr kurzer, anhängselartiger Vorwölbung) | ► 4 |
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2 | | Grundblätter 5–10 mm breit, an der Spitze ohne feine, aufgesetzte, gelbliche Stachelspitze, Samenanhängsel so lang wie der 1,2–1,8 mm langen Samen. | | Bewimperte Hainsimse (Frühlings-Hainsimse) – Luzula pilosa (L.) Willd. | |
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2 | * | Grundblätter 1,5–4 mm breit, an der Spitze mit feiner, aufgesetzter, 0,1–0,2 mm langer, gelblicher Stachelspitze, Samenanhängsel höchstens so lang wie der 1,3–1,6 mm lang Samen | ► 3 |
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3 | | Pflanze mit 3–10 cm langen, dünnen unterirdischen Ausläufern, lockerrasig, Perigonblätter gelblich, mit breitem weißem Hautrand, untere Blattscheiden gelblich bis braun, Blütenstand weitgehend ausgebreitet, Samenanhängsel so lang wie der Samen, 1,3–1,5 mm lang. | | Gelbliche Hainsimse – Luzula luzulina (Vill.) Racib. | |
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3 | * | Pflanze ohne (oder höchstens 1 cm langen) Ausläufer, horstbildend, Perigonblätter braun, schmal hautrandig, untere Blattscheiden purpurrot bis braunviolett, Blütenstandszweige auch zur Fruchtzeit aufrecht oder nickend, Samenanhängsel viel kürzer als (oder höchstens 2/3 so lang wie) der 1,3–1,6 mm lange Samen. | | Forster-Hainsimse (Eichenwald-Hainsimse) – Luzula forsteri (Sm.) DC. | |
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4 | (1) | Blütenstand meist 2–3-fach traubig (oder rispig) zusammengesetzt, Blütenstand aus (2–)3–8(–20)-blütigen Köpfchen (Büscheln) zusammengesetzt, Samen mit sehr kleinem oder fast fehlendem Anhängsel, wenn Anhängsel 0,1–0,2 mm lang, dann Perigonblätter schneeweiß oder weißlich | ► 5 |
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4 | * | Blütenstand aus 6- bis vielblütigen, kurz walzlichen bis kugeligen Ährchen (Köpfchen) traubig zusammengesetzt oder Ährchen meist fast ungestielt und zusammengedrängt, Samen mit deutlichem, 0,1–0,8 mm langem, weißlichem Anhängsel, Perigonblätter gelblichbraun oder hellbraun bis schwarzbraun, nie weiß | ► 11 |
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5 | * | Perigonblätter nicht gelb, höchstens gelblichweiß | ► 6 |
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6 | | Perigonblätter weiß bis schwach gelblich, schmutzigweiß oder kupferrötlich, unterstes Tragblatt der Spirre so lang wie diese oder (meist) länger, Pflanze lockerrasig, mit Ausläufern, diese meist länger als 2–3 cm, Blätter stark (anliegend) bewimpert, Grundblätter 3–6(9) mm breit | ► 7 |
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6 | * | Perigonblätter (schwarz-)braun, unterstes Tragblatt der Spirre kürzer als diese, Pflanze ziemlich dichtrasig, Ausläufer fehlend oder kurz, Blätter spärlich bewimpert bis fast kahl, Grundblätter auch weniger als 3 mm oder bis über 9 mm breit | ► 8 |
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7 | | Perigonblätter rein weiß, 5 mm lang, doppelt so lang wie die Kapsel, Blütenbüschel 6–20-blütig. Samen rotbraun, 1,5 mm lang, Ausläufer 5–12 cm lang. | | Schneeweiße Hainsimse – Luzula nivea (L.) DC. | |
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7 | * | Perigonblätter gelblichweiß oder kupferrosa, 2,5–3,5 mm lang, etwa so lang wie die Kapsel, Blütenbüschel 2–10-blütig, Samen braun bis schwarz, 1,2 mm lang, Ausläufer bis 5 cm lang. | | ▼▼ a – Schmalblättrige Hainsimse (Gewöhnliche Hainsimse, Weißliche Hainsimse) – Luzula luzuloides (Lam.) Dandy & Wilmott | |
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a | * | | |
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8 | (6) | Blätter spärlich, aber lang gewimpert, Grundblätter (3–)10–15(–20) mm breit, starr, glänzend dunkelgrün, Perigonblätter hellbraun bis kastanienbraun, die inneren wenig länger als die äußeren. | | ▼▼ a – Wald-Hainsimse (Große Hainsimse) – Luzula sylvatica (Huds.) Gaudin | |
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a | | Grundblätter meist (6–)10–15(–20) mm breit, Stängel hoch, bis 80(–100) cm lang, dick, Blütenstand groß und ausladend, mehrfach zusammengesetzt, reife Kapsel etwa so lang wie die inneren Perigonblätter, Samen 1,4–1,7 mm lang. | | Gewöhnliche Wald-Hainsimse – Luzula sylvatica (Huds.) Gaudin subsp. sylvatica | |
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a | * | Grundblätter meist 3–6(–8) mm breit, Stängel niedrig, höchstens 50(–60) cm lang, ziemlich dünn, sehr locker, Blütenstand klein, sehr locker, reife Kapsel höchstens so lang wie die inneren Perigonblätter, oft kürzer, Samen 1,2–1,3 mm lang. | | Westliche Wald-Hainsimse (Sieber-Waldhainsimse) – Luzula sylvatica subsp. sieberi (Tausch) K. Richt. | |
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8 | * | Blätter am Rand fast kahl, oft nur an der Scheidenmündung bewimpert, Grundblätter bis 10 mm breit, oft deutlich schmäler, schlaff, mattgrün, Perigonblätter zuletzt schwarzbraun, etwa gleich lang | ► 9 |
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9 | | Untere Stängelblätter (6–)7–10 mm breit, Perigonblätter 3–3,5 mm lang, Kapsel kugelig, plötzlich deutlich zugespitzt, Samen 1,2–1,8 mm lang, nur an der Spitze mit einem winzigen, 0,1 mm langen Anhängsel. | | Kahle Hainsimse – Luzula glabrata (Hoppe) Desv. | |
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9 | * | Untere Stängelblätter 1,5–6(–8) mm breit, Perigonblätter 1,5–2,5 mm lang, Kapsel 3-seitig eiförmig, kurz zugespitzt bis stachelspitzig, Samen 1–1,3 mm lang, an der Spitze und am Grund mit je 1 kleinem Anhängsel. | ►► 10 | Artengruppe Braune Hainsimse – Luzula alpinopilosa agg. |
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10 | | Stängelblätter (4–)5–6(–8) mm breit, kahl oder nur an der Scheidenmündung mit einzelnen Haaren, den Blütenstand erreichend, Griffel so lang wie der Fruchtknoten, Samen ca. 1 mm lang. | | Desvaux-Hainsimse – Luzula desvauxii Kunth | |
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10 | * | Stängelblätter 1,5–3(–5) mm breit, am Rand spärlich bewimpert, den Blütenstand nicht erreichend, Griffel kürzer als der Fruchtknoten, Samen ca. 1,3 mm lang. | | Braune Hainsimse (Braunsimse) – Luzula alpinopilosa (Chaix) Breistr. | |
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11 | (4) | Blütenstand meist nickend, ährenförmig oder am Grund gelappt, sein Tragblatt deutlich gewimpert, kürzer als der Blütenstand, Stängelblätter rinnenförmig, Grundblätter 1–2(–4) mm breit, Perigonblätter (2–)2,5–3 mm lang, grannig-stachelspitzig, etwa so lang wie die Kapsel. | | ▼▼ a – Ähren-Hainsimse – Luzula spicata (L.) DC. | |
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a | * | Pflanzen meist über 15 cm hoch, Blütenstand am Grund gelappt, Staubfäden (0,4–)0,5–0,7(–0,8) mm lang, reife Kapsel (1,9–)2,1–2,5(–2,6) mm lang. | | Gelappte Ähren-Hainsimse – Luzula spicata (L.) DC. subsp. spicata | |
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11 | * | Blütenstand aufrecht, aus gestielten oder fast sitzenden Ährchen zusammengesetzt (selten einige Ährchen auf zurückgebogenem Stiel oder Fruchtstand etwas gebogen), sein Tragblatt fast kahl, kürzer bis länger als der Blütenstand, Stängelblätter weitgehend flach. (Artengruppe Gewöhnliche Hainsimse – Luzula campestris agg.) | ► 12 |
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12 | | Pflanze mit unterirdischen Ausläufern und kriechenden Rhizomen, sehr lockerrasig (kleine Bestände mitunter auch etwas dichtrasig erscheinend, aber nie horstig), Blütenstand aus 2–6 Ährchen, wenigstens ein Ährchenstiel während oder am Ende der Blütezeit zurückgebogen. | | Feld-Hainsimse (Gewöhnliche Hainsimse, Hasenbrot) – Luzula campestris (L.) DC. | |
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12 | * | Pflanze ohne Ausläufern und kriechende Rhizome, meist dichtrasig bis horstig, Blütenstand aus 2–20 Ährchen, alle Ährchenstiele gerade oder geschlängelt, aber während der Blüte nicht zurückgebogen | ► 13 |
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13 | | Staubbeutel 3–6-mal so lang wie die Staubfäden, Griffel über 1,3 mm lang, Narben 2,5–4,5 mm lang, an unreifen Kapseln noch vorhanden, Samen breit eiförmig, Pflanze dicht horstig. | | Trockenwald-Hainsimse (Schlanke Hainsimse) – Luzula divulgata Kirschner | |
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13 | * | Staubbeutel 1–2(–2,5)-mal so lang wie die Staubfäden, Griffel unter 1,1 mm lang, Narben 1,8–2(–3) mm lang, an unreifen Kapseln meist abgefallen, Samen (schmal) eiförmig, Pflanze rasig oder horstig | ► 14 |
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14 | | Äußere Perigonblätter deutlich (um 0,5 mm) länger als die inneren, Griffel 0,1–0,3 mm lang, Kapsel 1,7–2,1 mm lang | ► 15 |
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14 | * | Äußere Perigonblätter etwa so lang wie die inneren oder höchstens um 0,3 mm länger, Griffel weniger als 0,5(–0,8) mm lang, Kapsel über (2–)2,3 mm lang | ► 16 |
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15 | | Perigon schwarzbraun, Samen etwa 1 mm lang, 5–10-mal so lang wie das frische Anhängsel, schmal ellipsoidisch, Anhängsel (auf der Rückseite gemessen) etwa 0,1 mm lang, Ährchenstiel (bei über 100-facher Vergrößerung) weitgehend glatt, nicht papillös, Ährchen 3–6, alle gestielt, mit je (3–)5–10(–15) Blüten, Kapsel schwarzbraun, Pflanze grasgrün, lockerrasig, mit unterirdischen Ausläufern, sommerblühend. | | Sudeten-Hainsimse – Luzula sudetica (Willd.) Schult. | |
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15 | * | Perigon blass gelblichgrün bis hellbraun, Samen 0,7–0,8 mm lang, 2–3-mal so lang wie das frische Anhängsel, eiförmig, Anhängsel 0,2–0,3 mm lang, Ährchenstiel (bei über 100-facher Vergrößerung) dicht papillös, Ährchen (5–)7–18(–20), mittlere Ährchen (fast) sitzend, die anderen gestielt, mit je (5–)9–20 Blüten, Kapsel hellbraun, Pflanze hellgrün, dichtrasig, frühjahrsblühend. | | Bleiche Hainsimse (Blasse Hainsimse) – Luzula pallescens Sw. | |
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16 | | Samen (ohne Anhängsel) 1,2–1,5 mm lang, 0,9–1 mm breit, Anhängsel 0,4–0,6 mm lang, Ährchen meist alle ungestielt, daher einen kopfigen Blütenstand bildend, Perigonblätter gelblich- oder hellbraun, über 3 mm lang. | | Gedrängte Hainsimse – Luzula congesta (Thuill.) Lej. | |
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16 | * | Samen (ohne Anhängsel) 0,9–1,1(–1,2) mm lang, 0,6–0,9 mm breit, Anhängsel 0,3–0,5 mm lang, Ährchen fast alle lang gestielt oder alle ungestielt, Perigonblätter blass gelblichbraun, braun oder schwarzbraun, 2,5–3,9 mm lang | ► 17 |
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17 | | Blütenstand meist aus (fast) sitzenden Ährchen zusammengesetzt, dicht zusammengezogen, Perigon dunkel- bis schwarzbraun, Grundblätter (4–)5–7 mm breit, äußere Perigonblätter 2,7–3,5 mm lang, schmal hautrandig, Samenanhängsel 0,3(–0,4) mm lang, Pflanze dichthorstig. | | Alpen-Hainsimse – Luzula alpina Hoppe | |
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17 | * | Blütenstand meist aus deutlich gestielten Ährchen zusammengesetzt (höchstens ein einzelnes sitzend), Perigon blass (gelblich)braun bis blass grünlich, Grundblätter 3–4(–5) mm breit, äußere Perigonblätter 2,5–3,9 mm lang, schmal bis breit hautrandig, Samenanhängsel (0,3)0,4–0,5 mm lang, Pflanze dichtrasig (in Wiesen) bis dichthorstig (in Schlagfluren). | | Vielblütige Hainsimse – Luzula multiflora (Ehrh.) Lej. | |
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