Mauswiesel – Mustela nivalis
Aus Offene Naturführer
Deutscher Name: | Mauswiesel |
Wissensch. Name: | Mustela nivalis (Linnaeus, 1766) |
Weitere deutsche Namen: | Zwergwiesel, Kleinwiesel, Hermännchen |
Großgruppe: | Säugetiere |
Taxonomie: | Ordnung Carnivora / Familie Mustelidae |
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Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Das Mauswiesel ist klein und schlank mit kurzen Beinen. Die Oberseite ist rotbraun und die Bauchseite weiß. Die kurzen Beine und der Schwanz sind braun. Seine Spuren haben einen länglichen Sohlenballen. Die fünf Zehenballen sind meist gut erkennbar. Das Weibchen ist deutlich schlanker und leichter als das Männchen.
- marderartig, brauner Schwanz ohne schwarze Spitze
Bilder
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Beschreibung
Verwechslungsmöglichkeiten:
Hermelin | Das Hermelin hat eine schwarze Schwanzspitze. Außerdem trägt es im Winter oft ein reinweißes Winterfell. Die Spuren sind größer. | ![]() |
Steinmarder | Der Steinmarder ist größer. Er trägt einen weißen Kehlfleck. Beim Mauswiesel ist der ganze Bauch weiß. |
Mensch und Stadt
Mauswiesel besiedeln vor allem Streuobstwiesen, Weiden und Waldrandgebiete, die genügend Unterschlupf bieten. Schutz bieten ihnen Erd- und Baumlöcher oder Steinhaufen.
Mauswiesel wurden schon früh zur Schädlingsbekämpfung in Haus und Hof eingesetzt. Sie werden weniger stark wegen ihres Felles gejagt oder gezüchtet als andere Marderarten. Man geht in Berlin von einer Gefährdung aus.
Wissenswertes
- Kulturgeschichte: Das Mauswiesel galt früher als Unglücksbote. Auch wurde es mit Hexerei in Verbindung gebracht.
- Ihre Hauptnahrung sind verschiedene Kleinsäugerarten, insbesondere Mäuse. Auf Grund ihres kleinen schmalen Körpers können sie mühelos in unterirdische Mäusegänge eindringen.
- In Deutschland kommt vor allem die Unterart Mustela nivalis vulgaris vor. Diese zeichnet sich durch eine ungerade Grenzlinie zwischen Bauch- und Rückenfell aus. Auch zeigt sie keinen Wechsel zwischen Sommer- und Winterfell.
- Das Mauswiesel erlegt häufig mehr Beutetiere als es fressen kann. Aus den Resten wird ein Nahrungsvorrat angelegt.
Quellen, Literatur, Weblinks
- http://www.iucnredlist.org/details/70207409/0
- http://marder-info.eu/heimische-arten/mauswiesel/
- http://www.bio-gaertner.de/Nuetzling/Marder-Frettchen-Iltis-Wiesel
- https://www.jagdverband.de/content/mauswiesel-mustela-nivalis
- http://www.jagd.it/niederwild/hermelin/index.htm
- http://www.wildtierportal.bayern.de/wildtiere_bayern/101647/index.php
- Spuren/Trittsiegel erkennen (2007). Spurensucherschulung: Europa LIFE, Grand-Duché de Luxembourg Région wallonne, Natura 2000. PDF: http://www.loutres.be/IMG/pdf/Spurensucherschulung.pdf
- Haupt, H., Ludwig, G., Gruttke, H., Binot.Hafke, M., Otto C. & Pauly, A. (RED.) (2009): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 1: Wirbeltiere. Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg
- Klawitter, J. et al (2005): Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere (Mammalia) von Berlin. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Stand: Dezember 2003)