Medicago lupulina – Gelbklee (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Medicago lupulina, der Gelbklee, auch Hopfenklee oder Hopfenluzerne genannt, gehört zur Familie der Hülsenfruchtgewächse (Fabaceae), früher Schmetterlingsblütler (Leguminosae). Die englischen Namen sind Black Medick, Hop Medic. EPPO-Code MEDLU.

Der Gelbklee ist wildwachsend weit verbreitet, in Mitteleuropa flächendeckend, so auch in Deutschland. Nach Nordamerika wurde er verschleppt, wie er überhaupt heute weltweit zu finden ist. Er gedeiht besonders gut auf warmen, kalkhaltigen Böden bei trockenem Klima. Er wird als Futterpflanze geschätzt und als Untersaat im Getreide zur Herbstnutzung als Weide oder zur Gründüngung angebaut, da er als Leguminose in seinen Wurzeln Stickstoff-fixierende Bakterien enthält. In nicht häufig gemähten Rasenflächen kann er sich gut ausbreiten.

Hopfenklee ist ein- oder auch zweijährig. Er bildet bis zu 60 cm lange, kurz behaarte Stängel, die am Boden liegen oder halb aufgerichtet sind. Die Blätter sind dreizählig, daher der Name Klee, mit einer kleinen Spitze oder sogar gezähnt. Seine leuchtend gelben Blüten stehen eng beieinander. Er fängt früh an zu blühen, fast das ganze Jahr hindurch. Die schwarzen Früchte bilden eine dichte Walze. Er keimt in der Regel schnell aus. Hopfenklee hat eine dünne spindelförmige Pfahlwurzel.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. Januar 2013.