Micropterix paykullella

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search

Tinea paykullella Fabricius, 1794

Diagnose

♂: Frankreich, Hautes Alpes, Briançon Umgebung, Val des Prés, Clarée, 1400 m, 1984.07.21, leg. Gibeaux, coll. Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
♀ (zeichnungslose Form): Frankreich, Alpes Maritimes, Marguareis, 2000.07.22, leg. Renate Hausenblas und Christof Zeller, coll. Christof Zeller
♂-Genitalapparat (zeichnungslose Form), Präp.-Nr. 741, M.Kurz: Frankreich, Alpes Maritimes, Marguareis, 2000.07.22, leg. Hausenblas und Zeller, coll. Michael Kurz

Innerhalb ihres Verbreitungsgebietes kann M. paykullella am ehesten mit Micropterix aglaella (Duponchel, 1840) und Micropterix aureoviridella (Höfner, 1898) verwechselt werden. Von M. aureoviridella kann die Art am besten durch die breitere, bronzegoldene Binde bei 1/4, die meist schmälere Mittelbinde und die im Allgemeinen dunkler purpurne Grundfärbung unterschieden werden. M. aglaella ist in der Grundfarbe oft noch stärker purpurviolett, hat gelegentlich einen kleinen Costalfleck bei 2/3 und der äußere Rand der basalen, bronzegoldenen Bestäubung ist fast parallel zur Mittelbinde, während er bei M. paykuellella schräg gegen den Innenrand fast bis zu Mittelbinde verläuft. In Südeuropa (Süditalien und Sizilien) kommt mit Micropterix sicanella Zeller 1847 noch eine weitere sehr ähnliche Art vor, die aber nicht das Verbreitungsgebiet von M. paykullella erreicht. Zeichnungslose Formen der Art sind von Micropterix isobasella Staudinger, 1871 und den Weibchen von Micropterix aruncella (Scopoli, 1763) nur durch Genitaluntersuchung zu unterscheiden.

Verbreitung

M. paykullella scheint ein Endemit des Alpengebietes zu sein, kommt hier aber von den Südwestalpen bei Cuneo bis zum Schneeberg in Niederösterreich weit verbreitet, wenn auch sehr lokal vor (Zeller et al. 2007). Angaben für Dalmatien (Kroatien, Montenegro) sind ziemlich sicher Fehlbestimmungen, genauso wie sich die Angaben für Süditalien und Sizilien auf M. sicanella beziehen. Die Höhenverbreitung reicht von zumindest 1400 - 2300 m (Kurz et al. 2010).

Weiterführende Informationen

Siehe auch die Gattung Micropterix.

Allgemeine Informationen und Hilfe:

Naturkundliche Gesellschaft
Fundpunkte melden

Logo nkis.jpg


Literatur

  • Kurz, M. A., M. E. Kurz & H. C. Zeller-Lukashort 2000–2010. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 01 März 2010].
  • Zeller-Lukashort, H. C., M. E. Kurz, D. C. Lees & M. A. Kurz 2007: A review of Micropterix Hübner, 1825 from northern and central Europe (Micropterigidae); Nota lepidopterologica 30 (2): 235 – 298