Pachybrachis hieroglyphicus
Pachybrachis hieroglyphicus (Laicharting, 1781)
In ganz Mitteleuropa verbreitet, jedoch nur stellenweise und meist selten.
Funde liegen vor aus Albanien, Belgien, Bosnien-Herzegovina, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Mazedonien, Moldavien, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Russland (zentraler und nördlicher europäischer Teil), Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei (europäischer Teil), Tschechische Republik, Ukraine und Ungarn. Die Art kommt ausserdem in Westsibirien vor.
Horion (1951: 394) gibt Mittel- und Südeuropa, Süd-Finnland, Sibirien, Deutschlands Süden und Mitte an, nördlich in Preussen, alte Meldungen aus Mecklenburg und Hamburg.
Warchalowski (1991: 106-109) zieht die Verbreitungsgrenze vom Osten Spaniens über Frankreich, Italien einschließlich Sardinien, ganz Mittelöeuropa bis Nord-Griechenland im Süden und den europäischen Teil Rußlands weiter nach Osten.
Verbreitung in Mitteleuropa nach Ergebnissen des Arbeitskreis CHRYFAUN siehe rechts.
Die Art kommt an Bach- und Flußufern vor. Nach Koch (1992) lebt sie auch an sonnigen Waldrändern, im Rheinland auf dem Gelände von Ziegeleien, Steinbrüchen und Kiesbrüchen und in Österreich an Sumpfstellen. Fritzlar (1997) nennt für Thüringen auch eine Deponie und die Abraumhalden ehemaliger Braunkohletagebaue. Die Standorte zeichnen sich im allgemeinen durch lückige Vegetation auf Sand oder Schotter aus (Koch, 1992; Fritzlar, 1997). Die Imagines fressen an Weiden, Salix alba (FHL), Salix viminalis (Koch, 1992), Salix purpurea (Schöller, 1992) und Salix caprea (Fritzlar, 1997). Burlini (1968) nennt auch Populus und Betula. Phänologie: (Mai)-Juni-Juli-(Oktober) (Schöller, unpubl. Daten); in Thüringen Juni bis Juli (Fritzlar, 1997). Angaben zur Larvalmorphologie finden sich u.a. in Rosenhauer (1852) und Steinhausen (1994), für eine vollständige Literaturliste siehe Chaboo, Chamorro & Schöller (2016).