Roteiche – Quercus rubra
Aus Offene Naturführer
Deutscher Name: | Roteiche |
Wissensch. Name: | Quercus rubra (Linnaeus, L.) |
Weitere deutsche Namen: | Amerikanische Spitzeiche |
Großgruppe: | holzige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Fagales / Familie Fagaceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Status: | Neophyt |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Die Roteiche ist ein bis zu 50 m hoher Baum mit einer kegelförmigen Krone. Blatt: Die Blätter haben spitze, gezähnte Lappen und eine Stiel. Sie wachsen am Zweig zueinander versetzt (wechselständig). Die Blattfärbung im Herbst ist rötlich bis gelb. Sprossachse: Die Borke ist lange Zeit glatt und grau, später wird sie seicht längsrissig. Blüte: Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind in langen, herabhängenden "Kätzchen" angeordnet und grüngelb. Die weiblichen Blüten sind deutlich unscheinbarer, leicht rötlich und stehen an der Spitze der jungen Triebe. Frucht: Die Nussfrucht ist als Eichel bekannt. Sie sind eiförmig und sitzen in einem flachen Fruchtbecher (Cupula). Mehrere Einzelfrüchte stehen am Zweig in kurzen, dicken Fruchtständen zusammen.
- Blätter mit spitzen Lappen
Bilder
|
Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Die Blütenstände sind getrenntgeschlechtlich und einhäusig verteilt.
Verwechslungsmöglichkeiten:
Stieleiche | Die Stieleiche hat abgerundete und nicht gezähnte Blattlappen. Die Blätter haben einen kurzen Stiel. | |
Traubeneiche | Die Traubeneiche hat abgerundete und ungezähnte Blattlappen. Die Blätter haben einen langen Stiel. |
Biologie: Die Bestäubung der Blüten erfolgt mit dem Wind. Die Früchte werden meist durch kleinere Säugetiere (v. a. Eichelhäher und Eichhörnchen) ausgebreitet. Blütezeit: Mai Lebensraum: Feuchte bis trockene und helle Laubwälder werden bevorzugt. Verbreitung: Nordamerika. Seit Ende des 17. Jahunderts in Europa eingebürgert.
Mensch und Stadt
Die Roteiche ist ein häufiger Park-und Waldbaum, der wegen seiner auffällig bunten Herbstfärbung gerne gepflanzt wird. Sie bevorzugt feuchte bis trockene und helle Laubwälder.
Wissenswertes
- Herkunft: Sie stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika und ist seit Ende des 17. Jahrhunderts in Europa eingebürgert. Sie gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
- Giftigkeit oder Verwendung: Sie wächst sehr rasch und ihr stark gemasertes Holz wird für Möbel und Parkett geschätzt.
- Die Früchte sind erst im zweiten Jahr ausgereift.
- Die Blühtezeit ist von April bis Mai.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
- Amann, G., Richter, P.: Bäume und Sträucher des Waldes. Neumann, 1962.
- Böhlmann, D.: Laubbäume: temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt. Patzer, 2015.
- Mitchell, A.: Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch für Dendrologen und Naturfreunde. Parey , 1975.
- Quartier, A.: Bäume und Sträucher. BLV Buchverlag GmbH & Co., 1989.
- Roloff, A.: Bäume in der Stadt. Besonderheiten, Funktion, Nutzen, Arten, Risiken. Verlag Eugen Ulmer, 2013.
- Seite „Roteiche“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Februar 2016, 16:55 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Roteiche&oldid=151243433 (Abgerufen: 26. Mai 2016, 15:52 UTC)
An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht