Sherardia arvensis, die Ackerröte, gehört zur Familie der Rubiaceae (Rötegewächse). Der englische Name ist Blue Field Madder. EPPO-Code SHRAR.
Die Ackerröte kommt aus dem Mittelmeergebiet und wurde von den Römern und Griechen zum Rotfärben verwendet, daher der Name. Sie ist kaum zu verwechseln mit der Echten Färberröte (Rubia tinctorum). Die Ackerröte hat sich weltweit ausgebreitet, so auch nach Nordamerika. In Deutschland ist sie nicht überall zu finden; in der norddeutschen Tiefebene ist sie selten. Sie wuchs früher viel auf Äckern mit kalkhaltigen Böden, ist aber dort kaum noch vorhanden. Sie wächst auf sonnigen Brachflachen und an Wegrändern.
Die einjährige Pflanze wird nicht mehr als 20 cm hoch. Die Stängel wachsen meistens niederliegend. Sie sind vierkantig und rauh behaart und stark verzweigt. Die nur 1 cm langen, schmalen, spitzen Blätter sitzen in Quirlen. Die Blüten sind hellviolett bis blau. Die Frucht zerfällt in zwei Samen, die oben kleine Zähnchen tragen, wohl zum Anheften an vorbeilaufende Tiere.
Mit dem lateinischen Namen ehrte Linaeus den englischen Botaniker und Diplomaten William Sherard (1659–1728), der in Oxford einen Lehrstuhl für Botanik eingerichtet hatte.
| Die Pflanzen werden nicht höher als 20 cm. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Stängel liegen häufig am Boden. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die lanzettförmigen Blätter stehen in Quirlen. (Bild: Arno Littmann, JKI) |
| Die Knospen wachsen in Gruppen aus den Blattquirlen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die hellvioletten bis hellblauen Blüten sind vierzählig. (Bild: Arno Littmann, JKI) |
| Mit zunehmender Reife verfärbt sich die Pflanze häufig rot, hier die Samenstände. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Pro Blüte bilden sich immer zwei Samen, die eng aneinander liegen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Keimblätter sind rund und haben einen Durchmesser von ca 7 mm. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
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Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. Januar 2014.