Sommerlinde – Tilia platyphyllos

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Deutscher Name: Sommerlinde
Wissensch. Name: Tilia platyphyllos
(Scop.)
Weitere deutsche Namen: Frühlinde, Großblättrige Linde
Großgruppe: holzige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Malvales / Familie Malvaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Status: Archaeophyt

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • behaarte Blattoberseite
  • Blattunterseite in Nervenwinkeln weißlich behaart (ältere Blätter)
  • Blüten mit weißlichem Hochblatt
Die Sommerlinde kann eine Höhe von 40 m erreichen. Die Krone ist hoch und schwach gewölbt mit steil ansteigenden Ästen. Blatt: Die Blätter sind herzförmig bis rundlich und lang zugespitzt. Sie sind zweizeilig angeordnet. Die Blattoberfläche ist behaart. Die Unterseite ist in den Blattnervenwinkeln bräunlich behaart. Der Blattrand ist regelmäßig scharf gesägt und der Blattstiel behaart. Sprossachse: Die Rinde ist dunkelgrau und feinrissig. Blüte: Die hellen Blüten stehen in Trugdolden und duften intensiv. Die Blütenstandsachse ist mit einem schmalen, hellgrünem Hochblatt verwachsen. Frucht: Die Früchte sind kugelige, dünnschalige und deutlich kantige Nüsse.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Blüten sind zwittrig, fünfzählig.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Winterlinde Bei der Winterlinde ist die Blattoberseite kahl und die Blattunterseite bei älteren Blättern in den Nervenwinkeln bräunlich behaart. Die Früchte sind nur schwach gerippt und dünnschalig, sodass sie sich leicht mit den Fingern zerdrücken lassen.

Biologie: Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Insekten, v. a. Bienen und Nachtfalter. Die Früchte werden mit dem Wind ausgebreitet. Die Fruchtreife ist im September. Blütezeit: Mai - Juni Lebensraum: Halbschattige und luftfeuchte Standorte wie Laubmischwälder. Verbreitung: Mittel-, West-, Süd- und Südosteuropa bis Kaukasus

Mensch und Stadt

Die Sommerlinde ist ein sehr häufiger Park- und Straßenbaum. Sie bevorzugt halbschattige und luftfeuchte Standorte.

Der im Sommer aus der Blattkrone herunter tropfende Honigtau der Blattläuse macht Linden teilweise unbeliebt, da Autos und Fahrräder mit einer klebrigen Schicht überzogen werden.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Lindenblüten werden als Tee verwendet. Ihnen wird eine schweißtreibende und blutreinigende Wirkung zugesprochen.
  • Lindenblütenhonig ist eine der beliebtesten Honigsorten. Er wird aus dem Nektar der Blüten gewonnen. Lindenhonig wird im Unterschied aus dem Honigtau von Blattläusen gewonnen.
  • Das Lindenholz ist leicht und weich. Es wird vielfältig verwendet. Aus den Bastfasern werden u. a. Flecht- und Seilerwaren hergestellt.
  • Sie blüht von Mai bis Juni.
  • Die Fruchtreife ist im September.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
  • Amann, G., Richter, P.: Bäume und Sträucher des Waldes. Neumann, 1962.
  • Böhlmann, D.: Laubbäume: temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt. Patzer, 2015.
  • Mitchell, A.: Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch für Dendrologen und Naturfreunde. Parey , 1975.
  • Quartier, A.: Bäume und Sträucher. BLV Buchverlag GmbH & Co., 1989.
  • Roloff, A.: Bäume in der Stadt. Besonderheiten, Funktion, Nutzen, Arten, Risiken. Verlag Eugen Ulmer, 2013.
  • Seite „Sommerlinde“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Mai 2016, 03:29 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Sommerlinde&oldid=154184868 (Abgerufen: 19. Mai 2016, 14:39 UTC)

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht