Winterlinde – Tilia cordata
Deutscher Name: | Winterlinde |
Wissensch. Name: | Tilia cordata (Mill.) |
Weitere deutsche Namen: | Spätlinde, Steinlinde |
Großgruppe: | holzige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Malvales / Familie Malvaceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Status: | Archaeophyt |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- kahle Blätteroberseite
- Blattunterseite in Nervenwinkeln bräunlich behaart (ältere Blätter)
- Blüten mit weißlichem oder hellgrünem Hochblatt
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Die einzelnen, zweizeilig angeordneten Blätter sind bis 10 cm lang. Die Blütenstandsachse ist mit einem schmalen hellgrünem Hochblatt verwachsen. Die hellen Blüten stehen in Trugdolden, sind zwittrig, fünfzählig und duften intensiv. Frucht die bis zu 0,8 cm im Durchmesser sein können.
Verwechslungsmöglichkeiten:
Sommerlinde | Bei der Sommerlinde sind die Blätter oberseits behaart und die Blattunterseiten bei älteren Blättern in den Nervenwinkeln weißlich behaart. Die Früchte sind deutlich gerippt und hartschalig, so dass sie sich nicht mit den Fingern zerdrücken lassen. |
Biologie: Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Insekten, v. a. Bienen und Nachtfalter. Die Früchte werden mit dem Wind ausgebreitet.Die Fruchtreife ist im September. Die Fruchtreife ist Mai bis Juni. Blütezeit: Juni - Juli Lebensraum: Frische bis mäßig trockene Standorte wie Laubmischwälder werden bevorzugt. Verbreitung: Südeuropa, Kaukasus, Sibirien.
Mensch und Stadt
Die Winterlinde ist ein sehr häufiger Park- und Straßenbaum. Sie bevorzugt frische bis mäßig trockene Standorte.
Der im Sommer aus der Blattkrone herunter tropfende Honigtau der Blattläuse macht Linden teilweise unbeliebt, da Autos und Fahrräder mit einer klebrigen Schicht überzogen werden.
Wissenswertes
- Giftigkeit oder Verwendung: Die Lindenblüten werden als Tee verwendet. Ihnen wird eine schweißtreibende und blutreinigende Wirkung zugesprochen.
- Aus den Bastfasern werden u. a. Flecht- und Seilerwaren hergestellt.
- Das Lindenholz ist leicht und weich und wird vielfältig verwendet.
- Lindenblütenhonig ist eine der beliebtesten Honigsorten. Er wird aus dem Nektar der Blüten gewonnen. Lindenhonig wird im Unterschied aus dem Honigtau von Blattläusen gewonnen.
- Sie blüht von Juni bis Juli.
- Die Fruchtreife erfolgt im September.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
- Amann, G., Richter, P.: Bäume und Sträucher des Waldes. Neumann, 1962.
- Böhlmann, D.: Laubbäume: temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt. Patzer, 2015.
- Mitchell, A.: Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch für Dendrologen und Naturfreunde. Parey , 1975.
- Quartier, A.: Bäume und Sträucher. BLV Buchverlag GmbH & Co., 1989.
- Roloff, A.: Bäume in der Stadt. Besonderheiten, Funktion, Nutzen, Arten, Risiken. Verlag Eugen Ulmer, 2013.
- Seite „Winterlinde“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Mai 2016, 08:45 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Winterlinde&oldid=154274403 (Abgerufen: 19. Mai 2016, 14:38 UTC)
An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht