Spitz-Wegerich (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung

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Stichwort Teil der Pflanze Quellenangaben, Anmerkungen, Weiterführendes
Lungenleiden (Volksheilkunde); Wundmittel (Volksheilkunde)BlätterDaffner (1893), S.300f: »Die Blätter der lanzettlichen Art dienen volkstümlich als Wundmittel, ausserdem der aus ihnen bereitete Saft, Spitzwegerichsaft, als Heilmittel (?) bei Lungenleiden.«
Stichwundenheilung (Volksheilkunde); Wundmittel (Volksheilkunde); gurgeln; Halskrankheiten (Volksheilkunde); Schleimmittel (Volksheilkunde)BlätterWahlenberg u.a. (1825), Nr. 632 in Svensk botanik: »Diese Art wurde von den Alten P. minor oder acuta genannt und wurde in Bezug auf Stärke und Nutzung neben P. major gesetzt. Er hat auch einen nussigen, schleimigen Geschmack und wurde ähnlich wie letztere [Art Plantago media] verwendet; insbesondere wurden die zerkleinerten Blätter zum Erweichen und Zerstreuen auf zahlreichen Wunden, auf Geschwüre, Wunden von Spanier-Fliegen [Bremsen] angewendet. Sein besonderer Einsatz gegen einige Schüttelfrostarten scheint weniger fundiert zu sein als bei der vorherigen Art [Plantago media]. Die Samen sind so viel mehr schleimdurchgiftend wie bei keiner anderen schwedischen Art und können perfekt anstelle von Semen Psyllii [Flohsamen] verwendet werden, um so viel mehr, da sie etwas trockener und von blasser Farbe sind und durch einfaches Einweichen in Wasser von der Oberfläche leicht zerstreut werden können. Klarerer Schleim (Mucilago), nützlich dort, wo schleimige Dinge hingehören, wie bei bestimmten Augenkrankheiten, zum Gurgeln bei Halskrankheiten, zum Einnehmen bei scharfer Galle, scharfer Ruhr etc.. Insbesondere wird angenommen, dass sein Schleim so lange anhält, bis er die Eingänge erfasst und er ist somit von Vorteil in Tröpfchen usw.. Ob er auch zur Stärkung von feiner Leinenkleidung eingesetzt werden kann, hängt von verschiedenen Anforderungen an Weißgrad, Steifigkeit usw. ab.«
Hustenmittel; Wundheilmittel (Volksheilkunde); Insektenstiche und Juckreiz (Volksheilkunde); Prellungen und Schwellungen (Volksheilkunde); antibiotischBlätterDüll & Kutzelnigg (1994), S. 368: »Bewährtes Hustenmittel. Das Aufträufeln des Preßsaftes oder Auflegen gequetschter Blätter auf Insektenstiche beseitigt meist den Juckreiz und wirkt abschwellend; ähnliche Anwendungen auch bei Prellungen und anderen Schwellungen. Der Saft ist (vermutlich wegen des Aucubingehaltes) antibiotisch wirksam und schimmelt daher im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzensäften nicht. […] Vielseitige Anwendung auch in der Homöopathie.«
Katarrhe der Luftwege; Beigabe zu Bronchialtee; Mundraumentzündungen; Hauterkrankungen; Magenleiden und Leberleiden (Volksheilkunde); Wundheilmittel (Volksheilkunde)Blätter; gesamte PflanzeHiller u.a. (1999) siehe https://www.spektrum.de/lexikon/arzneipflanzen-drogen/plantago-arten/11349:
  • Drogen:
    1. Plantaginis lanceolatae folium (syn. Folium Plantaginis, Plantaginis folium); Spitzwegerichblätter, die getrockneten Laubblätter. Inhaltsstoffe und Anwendung s. Plantaginis lanceolatae herba.
    2. Plantaginis lanceolatae herba (syn. Herba Plantaginis angustifoliae, Herba Plantaginis lanceolatae); Spitzwegerichkraut (syn. Plantago-lanceolata-Kraut), das getrocknete Kraut.
      • Inhaltsstoffe: Iridoidglykoside (1,9-2,4 %), besonders Aucubin und Catalpol vgl. Formel, Schleimpolysaccharide (ca. 2 %), überwiegend aus Rhamnogalacturonan mit Arabinogalactan-Seitenkette bestehend, ferner Flavonoide, Kaffeesäureglykoside, Hydroxyzimtsäuren mit Chlorogensäure und Neochlorogensäure sowie Gerbstoffe (ca. 6,5 %) und Kieselsäure.
      • Anwendungen: Katarrhe der Luftwege, oft Bestandteil von Bronchialtees, entzündliche Prozesse im Mund-Rachen-Raum. Äußerlich bei Hauterkrankungen. Volkstümlich auch bei Magen- und Leberleiden sowie äußerlich – meist als Frischdroge – bei Verletzungen als Wundheilmittel.
  • Homöopathie:
    • Plantago lanceolata HAB 34, die frische Pflanze.
Katarrhe der Luftwege; Wundheilmittel (Volksheilkunde)Blätter;Sturm (Abt.1 Bd.2 1800), in Deutschlands Flora in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen »Dieſe Wegerichart ist offizinell; der mit Honig vermischte Saft ist in Brustkrankheites gewöhnlich, und die zerquetſchten Blätter dienen ais Wundmittel; sie zertheilen auch, auf einen Bienen oder Wespenstich gelegt, die Geschwulst, und vertreiben die Schmerzen.«
Futterpflanze für Weidetiere; Blütenbesuch durch BienenBlätter;Sturm (Abt.1 Bd.2 1800), in Deutschlands Flora in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen »Die jungen Pflanzen werden von dem Rindviehe gefressen, und die Blüthen geben den Bienen etwas Nahrung.«
Futterpflanze für Weidetieregesamte PflanzeCurtis u.a., Bd.2-Faszikel 2, 1777, Beschreibung (10) aus Flora Londinensis: »THE Farmers in general conſider this ſpecies of Plantain as a favourite food of ſheep, and other cattle, hence it is frequently recommended in the laying down of meadow and paſture land ; and the feed is for that purpoſe kept in the ſhops. How far the predilection of cattle for this herb is founded in truth we cannot at preſent determine ; nor do we pretend to ſay how far it is oeconomical (ſuppoſing the fact to be ſo) to ſubſtitute this plant in the room of others which produce a much greater crop, and which they ſhew no averſion to. We ſhould be rather inclined to think, that Plantain (or Rib-Graſs as it is called) ſhould be but ſparingly made uſe of, particularly if the Farmers chief aim be a crop.«
(Übersetzt: Die Bauern erachten im Allgemeinen diese Wegerichart als Lieblingsfutter der Schafe und anderer Rinder, weshalb er häufig bei der Verlegung von Wiesen- und Weideland empfohlen wird; und das Futter wird zu diesem Zweck in den Betrieben gehalten. Inwieweit die Vorliebe der Rinder für dieses Kraut in Wahrheit begründet ist, können wir derzeit nicht feststellen; noch tun wir so, als ob wir sagen würden, inwieweit es ökonomisch ist (was die Tatsache voraussetzt, dass dies der Fall ist), diese Pflanze im Raum durch andere zu ersetzen, die eine viel größere Ernte produzieren und gegen die sie keine Abneigung hegen. Wir sollten eher geneigt sein zu denken, dass Wegerich (oder Rippengras, wie es genannt wird) nur spärlich genutzt werden sollte, insbesondere wenn das Hauptziel der Landwirte eine Ernte ist. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com
Futterpflanze für Weidetieregesamte PflanzeDeakin (Bd.1, 1841), Seite 194 aus Florigraphia Britannica: »This species has been cultivated under the name of Rib-Grass, and was thought to possess valuable properties; but it does not appear to be relished by cattle, and has ceased to be esteemed among agriculturists.«
(Übersetzt: Diese Art wurde unter dem Namen Rippengras kultiviert und man dachte, dass sie wertvolle Eigenschaften besitze; jedoch findet es Weidevieh scheinbar nicht genussvoll, und dadurch lässt die Wertschätzung unter Landwirten nach.)«
Katarrhe der Luftwege; Spitzwegerichbonbons; Futterpflanze für Weidetieregesamte PflanzeHegi (Bd. 6.1, 1918), Seite 184 aus Illustrierte Flora von Mitteleuropa: »Der aus den frischen Blättern von Plantago lanceolata ausgepresste Saft ist seit alter Zeit als „Spitzwegerichsaft“ ein beliebtes, harmloses Volksheilmittel gegen katarrhalische Erkrankungen der Atmungsorgane; neuerdings hat Kneipp die Pflanze in seinen Arzneischatz aufgenommen. Andererseits hat sich auch die Industrie des Artikels bemächtigt und vielfach „Spitzwegerichbonbons“ gegen Husten etc. auf den Markt gebracht, von denen gewiss viele nicht eine Spur von Wegerichsaft enthalten. P. lanceolata ist ein sehr verbreiteter und oft gesellig auftretender Bestandteil der fetten und mageren Matten und Weiden, der allerdings ein sehr wässeriges Futter liefert. Grün verfüttert veranlasst er bei Tieren leicht Durchfall. Die Blätter sind schwer zu dörren, zerbröckeln und gehen verloren.«
Katarrhe der Luftwege; Wundheilmittel (Volksheilkunde); Bienenstich; Wespenstich; Futterpflanze für WeidetiereBlätter;Braune (Bd.1, 1797), Seite 130f. aus Salzburgische Flora: »Diese Wegerichart ist ebenfalls offizinell; der mit Honig vermischte Saft ist in Brustkrankheiten gewöhnlich, und die zerquetschten Blätter dienen als Wundmittel (3b. [Krocker, Flora Silesiaca Bd.2 1787]) sie zertheilen auch, auf einen Bienen, oder Wespenstich gelegt, die Geschwulst, und vertreiben die Schmerzen. Die jungen Pflanzen werden von dem Rindviehe gefressen, und die Blüthen geben den Bienen etwas Nahrung.«
Wundheilmittel (Volksheilkunde); Blutreinigung (Tee); Verschleimung (Tee); innerliche Verwundung (Volksheilkunde); Nieren und Blasen (Volksheilkunde); Fieberheilung (Volksheilkunde); Katarrhe der Luftwege; Hämorrhoiden (Volksheilkunde); Brandwunden (Volksheilkunde); Ohrenweh (Volksheilkunde); gurgelnBlätter; WurzelLosch (1903), Seite 147 aus Kräuterbuch. Unsere Heilpflanzen in Wort und Bild: »Man sammelt die Blätter, ehe die Pflanze Samen trägt. Sie sind ohne Geruch und haben einen bittern, salzigen, zusammenziehenden Geschmack.

Anwendung. Früher waren die Spitzwegerichblätter, Herba Plantaginis angustifoliae, offizinell. Sie sind ein kühlendes, trocknendes und zusammenziehendes Mittel und können als Wundkraut und im Absud zum Gurgeln verwandt werden. Der Absud oder der Aufguß wird aus 30 bis 60 gr Blättern aufs Liter Wasser bereitet. Das destillierte Wasser gilt als vorzügliches Augenmittel. Kneipp stimmt der volkstümlichen Verwertung des Spitzwegerichs als Wundkraut zu. Die zerquetschten Blätter werden auf frische Wunden gelegt. Auch innerlich empfiehlt er den Wegerichsaft zur Blutreinigung, den Tee gegen innere Verschleimung. Er sagt noch, daß zum Tee mit diesen Blättern das Lungenkraut, Pulmonaria officinalis L., zu gleichen Teilen vermischt werden könne. Aus Kräuterbüchern: „Wegerich kühlt und trocknet. Wegerichblätter oder der Same gekocht und in der Speise genossen, oder beides zu Pulver gestoßen und eingenommen, desgleichen auch der Saft aus den Blättern oder das gebrannte Wasser getrunken, stillt alle Bauchflüsse, heilt alle innerliche Verwundung, besonders der Nieren und Blase, hilft wider das Blutspeien, Blutharnen und stopft alle Gebrechen, die zu viel fließen. Man mag auch den genannten Samen rohes Ei streuen, dieses darnach braten und essen. Das Wasser getrunken ist gut denen, die sich wegen Schwindsucht Sorge machen. Wegerich-Saft getrunken, ist gut den Keuchenden. Die Wurzel samt den Blättern in süßem Wein getrunken, heilt die Geschwüre der Blase und Nieren. Der Saft aus Wegerich mit Essig vermischt und einige Tage nacheinander frühe warm getrunken, benimmt das drei- und viertägige Fieber. Wegerich ist mit seiner trocknenden und zusammenziehenden Kraft heilsam wider alle bösen, fließenden, unreinen, um sich fressenden, alten Geschwüre und Schäden, wider alle hitzigen Geschwüre, Verbrennungen, Bisse, Ohrengeschwüre, Drüsen, Hämorrhoiden, anhebendes Podagra, wenn man die Blätter zerstößt und auflegt, oder in den Saft, desgleichen das gebrannte Wasser ein Tüchlein netzt und überschlägt. Wegerich stillt das Bluten der Wunden, gestoßen und mit Eiweiß aufgelegt; er heilt auch Brandwunden. Der Saft in die Ohren geträuft, nimmt das Ohrenweh, das von Hitze kommt; in die Augen gebracht, kühlt er die Entzündung derselben. Wegerichsaft und Wegerichwasser stillen das Kopfweh, Umschläge damit gemacht. Den Mund mit Wegerichwasser öfter ausgespült und den Hals damit ausgegurgelt, heilt die Fäule und alle Versehrung darin.“«

Sirup; reizmildernd; Halskrankheiten; Mundraumentzündungen; Hustenmittel; Insektenstiche (Volksheilkunde); Wundheilmittel (Volksheilkunde)Blätter;Ennet u.a. (1990), S. 310f. in Heilpflanzen und Drogen: »Wirkung und Verwendung: die Zubereitungen der Droge (Teeaufguß, Spitzwegerichfluidextrakt, Spitzwegerichsirup) wirken aufgrund des Gehaltes an Schleim- und Gerbstoffen reizmildernd. Sie dienen zur Behandlung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie zur Reizlinderung bei Husten und Heiserkeit. […] In der Volksmedizin wird der Preßsaft aus dem frischen Spitzwegerichkraut zur Wundbehandlung, z. B. auch bei Insektenstichen, verwendet. Dabei werden die Wirkung der Gerbstoffe und die antibakterielle Wirksamkeit des aus dem Aukubin durch Enzymwirkung entstehenden Aukubigenins genutzt. Die Selbstbehandlung schlecht heilender Wunden (z. B. offenes Bein) ohne ärztliche Begutachtung wird nicht empfohlen. Das Kraut des Breitwegerichs (Plantago major) wird zur Herstellung homöopathischer Arzneimittel verwendet. Sie dienen unter anderem zur Behandlung von Kopf-, Zahn- und Ohrenschmerzen. Nebenwirkungen: nicht bekannt.«
Futterpflanze für Weidetieregesamte PflanzeHegi (Bd. 6.1, 1918), Seite 184 aus Illustrierte Flora von Mitteleuropa: »P. lanceolata ist ein sehr verbreiteter und oft gesellig auftretender Bestandteil der fetten und mageren Matten und Weiden, der allerdings ein sehr wässeriges Futter liefert. Grün verfüttert veranlasst er bei Tieren leicht Durchfall. Die Blätter sind schwer zu dörren, zerbröckeln und gehen verloren.«
Futterpflanze für Weidetiere; Samenmischung für die Weidegesamte Pflanze; Früchte;Krafft (Bd. 2, 1876), Seite 210 aus Lehrbuch der Landwirthschaft auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage: »[für] Weide: […] Lanzettlicher Wegerich (Plantago lanceolata L.) […, Ansprüche für Boden und Klima] für dürren Sandboden; […, Saatzeit] ſehr früh [Mai]; 639,400 [Körner in 1 kg reiner Saat]; 20–30 Kilogramm [Samen für Reinsaat auf 1 Hektar], für Weidemiſchungen 1 Kilogramm [Saamen].«
WildgemüseBlätter;Saitner u.a. (2015), Seite 47 aus Pflanzen- geschichten Brauchtum, Sagen und Volksmedizin zu 283 Pflanzen der Alpen: »Gemischt mit milderen Kräutern als Salat, zu Quarkspeisen, gekocht als Gemüse oder für Kräutersuppen.«
Harnsäurereduktion des Blutes (Volksheilkunde); Linderung von Zahnschmerzen (Volksheilkunde); Erfrischung (Volksheilkunde)Blätter;Bonet u.a. (1999), Seite 158 aus Studies on pharmaceutical ethnobotany in the regions of L’Alt Empordà and Les Guilleries (Catalonia, Iberian Peninsula):
  • Part used: Leaf; Popular use: Antiuricemic (Les Guilleries); Preparation: Infusion; Administration: Oral; Frequency of citation: 1
  • Part used: Leaf; Popular use: Refreshing (Les Guilleries); Preparation: Infusion; Administration: Oral; Frequency of citation: 1
  • Part used: Leaf; Popular use: Antiodontalgic (Les Guilleries); Preparation: Infusion; Administration: Oral; Frequency of citation: 1

Übersetzt: Aus „Studien zur Ethnopharmazie in den Regionen der Alt Empordà und der Guilleries (Katalonien, Iberische Halbinsel)“:
  • Verwendeter Teil: Blatt; volkstümlicher Gebrauch: antiurikämisch, Harnsäurereduktion des Blutes (die Guilleries); Aufbereitung: Aufguss; Verabreichung: oral; Zitierhäufigkeit: 1
  • Verwendeter Teil: Blatt; volkstümlicher Gebrauch: Erfrischung (die Guilleries); Aufbereitung: Aufguss; Verabreichung: oral; Zitierhäufigkeit: 1
  • Verwendeter Teil: Blatt; volkstümlicher Gebrauch: Linderung von Zahnschmerzen (Les Guilleries); Aufbereitung: Aufguss; Verabreichung: oral; Zitierhäufigkeit: 1
Durchfallerkrankung bei Kälbern (Volksheilkunde); Nachgeburtbeschwerden bei Kühen (Volksheilkunde)Blätter;Bonet & Vallès (2007), Seite 10 aus Ethnobotany of Montseny biosphere reserve (Catalonia, Iberian Peninsula): Plants used in veterinary medicine:
  • Part used: Leaf; Popular use: Antidiarrhoeal in calves; Preparation: Tisane (with Parietaria officinalis ssp. judaica, Cynodon dactylon, Rubus ulmifolius and Malva sylvestris); Administration: Oral; Frequency of citation: 2
  • Part used: Leaf; Popular use: Post-labour antiseptic in cows; Preparation: Tisane (with bread Triticum aestivum, Lippia triphylla and Tanacetum parthenium); Administration: Oral; Frequency of citation: 1

Übersetzt: Aus „Ethnobotanik des Montseny Biosphärenreservates (Katalonien, Iberische Halbinsel): Tierheilkundliche Pflanzenanwendungen“:
  • Verwendeter Teil: Blätter; volkstümlicher Gebrauch: Antidiarrhoikum (=Durchfallerkrankung) bei Kälbern; Aufbereitung: Kräutertee (mit Parietaria officinalis ssp. judaica, Cynodon dactylon, Rubus ulmifolius und Malva sylvestris); Verabreichung: oral; Zitierhäufigkeit: 2
  • Verwendeter Teil: Blätter; volkstümlicher Gebrauch: Nachgeburtbeschwerden, antiseptisch (keimtötend) bei Kühen; Aufbereitung: Kräutertee (mit Brot Triticum aestivum, Lippia triphylla und Tanacetum parthenium); Verabreichung: oral; Zitierhäufigkeit: 1
Wundhautschließung; antibakteriell; Reizlinderung; adstringierendes MittelBlätter;Bährle-Rapp (2012), Seite 450 aus Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege: »Kosmetische Verwendung des Blätterextraktes; Wirkungen: epithelisierend, antibakteriell, reizmildernd, adstringierend u.a.; «
Wildgemüse; Zubereitungen von SpeisenBlätter;Menendez-Baceta u.a. (2012), Seite 1336 aus Wild edible plants traditionally gathered in Gorbeialdea (Biscay, Basque Country):
  • Food categories: snack vegetables; Parts used and mode of consumtion: Leaves, eaten raw; Use Reports: 1;
  • Food categories: processed vegetables; Parts used and mode of consumtion: Leaves, boiled for preparing omelettes; Use Reports: 1;

Übersetzt: Aus „Essbare Wildpflanzen traditionell gesammelt in Gorbeialdea (Biscay, Baskenland)“:
  • Lebensmittelkategorie: kleine Mahlzeiten, Snacks; Verwedeter Teil und Art der Verwendung: Blätter, roh gegessen; Anzahl Berichte: 1;
  • Lebensmittelkategorie: verarbeitete Pflanzen; Verwedeter Teil und Art der Verwendung: Blätter, gekocht zur Bereitung von Omelettes; Anzahl Berichte: 1;
Wildgemüse; Zubereitungen von SpeisenBlätter;Quave & Pieroni (2015), Anhang Seite 14 aus A reservoir of ethnobotanical knowledge informs resilient food security and health strategies in the Balkans:
  • Preparation: crushed and topically applied; Local use or treated illness: Lacerations (cicatrizing and hemostatic)

Übersetzt: „Ein ethnobotanisches Wissensreservoir informiert über stabile Ernährungssicherheit und Gesundheitsstrategien in Balkanregionen“:
  • Präparation: zerdrückt und oberflächlich angewendet; Lokale Verwendung oder behandelte Krankheit: Verletzungswunden (Narben und Blutstillung)
Wildgemüse; Zubereitungen von SpeisenBlätter;Tiţă et al. (2009), Seite 153 aus Ethnobotanical inventory of medicinal plants from the South-West of Romania:

Leaves: Expectorant, antitussive, emollient, anti-inflammatory, astringent, antimicrobial, cicatrising; bronchitis, laryngotracheal catarrh, diarrhoea, wounds


Übersetzt: Aus „Ethnobotanisches Inventar der Heilpflanzen aus SW-Rumänien“:

Blätter: schleimfördernd, Hustenmittel, Linderungsmittel, entzündungshemmend, zusammenziehendes Mittel (adstringierend), mikrobenhemmend, Bronchitis, Kehlkopf-Luftröhren-Katarr, Durchfall (Diarrhoe), Wunden

Weiterführende Literatur

Bonet, M., Parada, M., Selga, A. & Vallès, J. Dezember 1999: Studies on pharmaceutical ethnobotany in the regions of L’Alt Empordà and Les Guilleries (Catalonia, Iberian Peninsula). In: Journal of Ethnopharmacology. Bd. 68, Nr. 1-3, S. 145–168, doi:10.1016/S0378-8741(99)00083-5.
Bonet, M. À. & Vallès, J. 2007: Ethnobotany of Montseny biosphere reserve (Catalonia, Iberian Peninsula): Plants used in veterinary medicine. In: Journal of Ethnopharmacology. Bd. 110, Nr. 1, ISSN 03788741, S. 130–147, doi:10.1016/j.jep.2006.09.016. (Übersetzung: Ethnobotanik des Biosphärenreservats Montseny (Katalonien, Iberische Halbinsel): Pflanzennutzung in der Veterinärmedizin)
Braune, F. A. v. 1797: Salzburgische Flora, oder Beschreibung der in dem Erzstifte Salzburg wildwachsenden Pflanzen, nebst Angabe ihrer Wohnorte, Blühezeiten, Dauer, Gestalt u. ihrer Anwendbarkeit in der Heilkunde und Haushaltungswissenschaft, und ihrem Nutzen für Mahler, Färber, Gärber, Bienenzieher, Förster und Landwirthe. Bd. 1., Verlag Mayersche Buchhandlung (mit Kupfern – https:/​/​www.​biodiversitylibrary.​org/​item/​217296, abgerufen am 30. Januar 2019).
Bährle-Rapp, M. 2012: Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege. 4. Auflage. Springer, ISBN 978-3-642-24687-6, S. I-VIII, 1–6551 (92 schwarz-weiß Abbildungen, 57 Abbildungen in Farbe).
Curtis, W., Darton, W., Edwards, S., Kilburn, W., Sansom, F., Sowerby, J., White, B. & White, B. 1777: Flora Londinensis. ─ or, Plates and descriptions of such plants as grow wild in the environs of London: with their places of growth, and times of flowering, their several names according to Linnæus and other authors: with a particular description of each plant in Latin and English: to which are added, their several uses in medicine, agriculture, rural œconomy and other arts. Bd. 1, fascicle 2, Printed for and sold by the author (https:/​/​www.​biodiversitylibrary.​org/​item/​210158). (Übersetzung: Flora Londons, oder, Tafeln und Beschreibungen von solchen Pflanzen, die wild im Umland Londons wachsen: mit ihren Wachstumsstandorten, und Blühzeiten, ihren verschiedenen Namen gemäß Linnæus und anderen Autoren: mit einer genauen Beschreibung jeder Pflanze in Latein und Englisch: dazu sind beigefügt, ihr verschiedenen Verwendungen in Medizin, Landwirtschaft, bäuerlicher Wirtschaft und anderen Kunstfertigkeiten)
Daffner, F. 1893: Die Voralpenpflanzen. ─ Bäume, Sträuche [sic], Kräuter, Arzneipflanzen, Pilze, Kulturpflanzen, ihre Beschreibung, Verwertung und Sagen. Verlag von Wilhelm Engelmann, doi:10.5962/bhl.title.9644.
Deakin, R. 1841: Florigraphia Britannica; or, Engravings and descriptions of the flowering plants & ferns of Britain. 2. Auflage. Bd. 1, R. Groombridge, Panyer-Alley, Pater-Noster-Row (https:/​/​www.​biodiversitylibrary.​org/​item/​98010).
Düll, R. & Kutzelnigg, H. 1994: Botanisch-ökologisches Exkursionstaschenbuch. ─ Das Wichtigste zur Biologie ausgewählter und kultivierter Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. 5. Auflage. Quelle & Meyer Verlag, S. 590.
Ennet, D., Hiller, K., Krausch, H., Filtzer, S., Starke, R., Mahler, A., Wigger, G., Fleischer, K. & Kunze, R. 1990: Heipflanzen und Drogen. In: BI-Lexikon. 2. Auflage. Bibliographisches Institut, ISBN 3-323-00191-5, S. 1-368, 1-128 (512 Farbillustrationen).
Hegi, G., Haynek, A. v., Pfenninger, E. & Marzell, H. 1918: Illustrierte Flora von Mitteleuropa: mit besonderer Berücksichtigung von Deutschland, Österreich und der Schweiz: zum Gebrauche in den Schulen und zum Selbstunterricht. ─ Dicotyledones (V. Teil). Bd. 6. 1. Hälfte, J. F. Lehmanns Verlag, S. 1-544 S.: VIII (http:/​/​nbn-resolving.​de/​urn:nbn:de:hbz:061:2-21724, abgerufen am 30. Oktober 2018).
Hiller, K., Melzig, M. F., Bader, G., Bauer, R., Buchbauer, G., Diettrich, B., Franz, C., Harnischfeger, G., Lindquist, U., Wiesenauer, M. & Wolters, B. 1999: Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Spektrum Akademischer Verlag (https:/​/​www.​spektrum.​de/​lexikon/​arzneipflanzen-drogen/​).
Krafft, G. 1876: Lehrbuch der Landwirthschaft auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage. 1. Auflage. Bd. 2, Wiegandt, Hempel & Parey, S. I-VIII, [1-3], 4-252 (http:/​/​www.​deutschestextarchiv.​de/​krafft_​landwirthschaft02_​1876, abgerufen am 20. August 2019).
Krocker, A. J. 1787: Flora Silesiaca. ─ Renovata, Emendata: Continens Plantas Silesiae Indigenas, De Novo Descriptas, Vltra Nongentas, Circa Mille Avctas, Nec In Flora Silesiaca Pristina, Nec In Envmeratione Stirpivm Silesiacarvm Reperivndas. Bd. 2, S. 1-639 (http:/​/​mdz-nbn-resolving.​de/​urn:nbn:de:bvb:12-bsb10302095-3, abgerufen am 9. Oktober 2019).
Losch, F. (Hrsg.) 1903: Kräuterbuch. ─ Unsere Heilpflanzen in Wort und Bild. 2. Auflage. Verlag von J.F. Schreiber, S. I-XVI, 1-209, I-XVII, doi:10.5962/bhl.title.39396 (86 Farbdrucktafeln enthaltend 460 genau nach der Natur gezeichnete Abbildungen und 246 Seiten Text mit 49 Illustrationen; mit Blüten- und Sammelkalender, Krankheitsregister).
Menendez-Baceta, G., Aceituno-Mata, L., Tardı́o, J., Reyes-Garcı́a, V. & Pardo-de-Santayana, M. 2012: Wild edible plants traditionally gathered in Gorbeialdea (Biscay, Basque Country). In: Genet Resour Crop Evol. S. 1329-1347, doi:10.1007/s10722-011-9760-z.
Quave, C. L. & Pieroni, A. 2. Februar 2015: A reservoir of ethnobotanical knowledge informs resilient food security and health strategies in the Balkans. In: Nature Plants. Bd. 1, Nr. 14021, S. 1-6, doi:10.1038/nplants.2014.21.
Saitner, A., Pufahl, M., Witty, S., Steinmetzer, B. & Schmidt-Speer, E.; Deutscher Alpenverein e.V. (Hrsg.) 2015: Pflanzengeschichten. ─ Brauchtum, Sagen und Volksmedizin zu 283 Pflanzen der Alpen. 6. Auflage. S. 1-84, [86] (https:/​/​www.​alpenverein.​de/​chameleon/​public/​15441/​1503-Pflanzengeschichten-Broschuere_​OL_​15441.​pdf, abgerufen am 9. Oktober 2019).
Sturm, J. 1800: Deutschlands Flora in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen. Bd. 2, Nr. Abt. 1 (Mit 64 Kupfertafeln – https:/​/​www.​biodiversitylibrary.​org/​item/​148190, abgerufen am 3. Oktober 2019).
Tiţă, I., Dan Mogoşanu, G. & Gabriela Tiţă, M. 1. März 2009: Ethnobotanical inventory of medicinal plants from the South-West of Romania. In: Farmacia. Bd. 57, Nr. 2, S. 141–156 (http:/​/​www.​revistafarmacia.​ro/​20092/​issue22009art02.​pdf, abgerufen am 4. Juni 2019).
Wahlenberg, G.; K. V. Academien (Hrsg.) 1825: Svensk Botanik. Bd. 9, Palmblad & C. (https:/​/​www.​biodiversitylibrary.​org/​item/​52330, abgerufen am 11. Oktober 2019).