Sympodiales Rhizom ([griechisch] sym = zusammen; podós = Fuß): Bei den behandelten [Scheingras-]Arten am häufigsten. Die Triebspitze der
Ausläufer bildet den Tochtertrieb, an dessen Grund werden eine oder mehrere Knospen wieder zu Ausläufern (Abb. 1). Der Querschnitt des Rhizoms weist vor allem in der Ausbildung der
Innenrinde brauchbare Merkmale auf (Abb. 2); der von Außen- und Innenrinde umgebene Zentralzylinder ist meist kompakt mit auf dem Querschnitt diffus verteilten Gefäßbündeln. Er kann auch von einem einfachen oder zuweilen zusammengesetzten zentralen Hohlraum durchzogen sein. Nicht als Ausläufer ausgebildete Rhizome bilden an jedem Knoten Triebe aus. Bei langen Rhizomgliedern (Internodien) ergibt das einen aufgelockert rasenartigen, bei kurzen Rhizomgliedern einen fast horstartigen Wuchs der Pflanzen. Die
Niederblätter am Rhizom können dauerhaft oder hinfällig sein, im letzteren Fall hinterlassen sie entweder
Fasern oder verschwinden ganz. — Quelle:
Foerster (2008); Etymologie:
Hentschel & Wagner (1996),
Sauermost (1994). Siehe auch
monopodiales Rhizom | Abb. 1: Sympodiales Rhizom (Carex flacca). |
| Abb. 2: Rhizomquerschnitte. a: Innenrinde kompakt, b: Innenrinde radial gekammert, c: Außenrinde lose. |
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