Thladiantha dubia – Chinesische Quetschblume (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
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(Bild: W. Wohlers, JKI)

Thladiantha dubia, die Chinesische Quetschblume oder Quetschgurke, gehört zur Familie der Cucurbitaceae (Kürbisgewächse). Die englischen Namen sind Goldencreeper, Manchu Tubergourd, Red Hailstone. EPPO-Code THDDU.

Die Chinesische Quetschblume ist in China und Korea beheimatet. Ihr Samen wird als Zierpflanze und wegen der Knollen als Gemüse verkauft und hat infolge auf dem Balkan und Österreich Ödland besiedelt, aber sich auch Maisäcker erobert. Auch in Nordamerika wächst sie bereits. Sie ist zurzeit auf dem Vormarsch. Sie bevorzugt sonnige Standorte.

Die nicht frostfeste Pflanze überwintert in Knollen, aus denen sie im warmen Frühjahr austreibt und bis 4 m lange, rankende Triebe bilden kann. Im Mais erschwert sie dadurch die Ernte. Die Pflanze ist stark behaart, auch die Ranken. Die herzförmigen Blätter mit dem markanten Stielansatz sind ca 8 cm groß. Die Blüten sind gelb. Blütezeit ist Juli bis September. Der Samen ist leuchtend rot, wie rote Hagelkörner, daher einer der englischen Namen.

Der deutsche Name ist irreführend. Griechisch thlaein bedeutet zwar quetschen, aber thladias war bei der Auswahl des Gattungsnamens als Eunuch übersetzt worden. Anthos ist die Blume. Das weist auf die Zweihäusigkeit der Pflanze hin, deren Blüten entweder keine Narbe oder keine Antheren haben.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. April 2014.