Thlaspi arvense – Acker-Hellerkraut (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers)

Thlaspi arvense L., das Acker-Hellerkraut, auch Acker-Pfennigkraut oder Ackertäschel genannt, gehört zur Familie der Brassicaceae oder Cruciferae (Kreuzblütler). Die englischen Namen sind Field Pennycress, Fanweed. EPPO-Code THLAR.

Das Acker-Hellerkraut ist in Europa und Asien beheimatet, auch im Mittelmeergebiet. In Deutschland ist es fast überall zu finden. Es wurde weltweit verschleppt, nach Nordamerika ebenso wie nach Australien. Im Norden wächst es bis über den Polarkreis hinaus, hier eine Karte von Finnland.

Es wächst gut auf kalkhaltigen oder schwach sauren Böden und ist eine Zeigerpflanze für eine gute Nährstoffversorgung. Das Acker-Hellerkraut ist häufig an Wegen und auf Ödland, in Gärten und auf Brache sowie Feldern mit Zuckerrüben und Raps zu sehen. Bei Winterweizen und –gerste verursacht jeweils eine Pflanze pro m² bis zu 4 kg Ertragsverlust pro Hektar. Auch gibt es Hinweise, dass sich bei hohen Dichten die Zahl der Zuckerrübennematoden im Boden merklich erhöht. Das Acker-Hellerkraut ist mechanisch mit Striegel, Hacke und Bürste gut zu bekämpfen.

Die einjährige Pflanze wird selten höher als 30 cm, bei Konkurrenz mit Kulturpflanzen erreicht sie aber auch 60 cm. Sie bildet eine Rosette mit wenigen Blättern und daraus mehrere Blütentriebe, die sich nicht oder kaum verzweigen. Keimt die Pflanze im Herbst, so werden an dem am Boden liegenden Stängel Seitentriebe gebildet. Das Acker-Hellerkraut hat einen leichten lauch- oder senfartigen Geruch, wenn die Blätter zerrieben werden. Die weißen Blüten sind klein. Blütezeit ist April bis August. Ihren Namen hat die Pflanze von den flachen Schoten, die an kleine Münze erinnern, an Heller oder Pfennige. Die Keimung der Samen wird durch Wechseltemperaturen, wie sie im Herbst und Frühjahr herrschen, besonders gefördert.

Verfasser: Wohlert Wohlers. Juni 2020.

Fotos vom Pollen des Acker-Hellerkrauts siehe bei PalDat, einer palynologischen Datenbank.

Eine detaillierte Beschreibung mit schönen Fotos gibt es beim finnischen NatureGate.

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