Torilis arvensis – Feld-Klettenkerbel (JKI-Pflanzenportraits)

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Torilis arvensis, der Feld- oder Acker-Klettenkerbel gehört zur Familie der Apiaceae oder Umbelliferae (Doldenblütler). Die englischen Namen sind Hedgeparsley, Spreading Burparsley. EPPO-Code TOIAR.

Der Feld-Klettenkerbel ist in Deutschland nicht weit verbreitet, südlich der Donau und in Norddeutschland kommt er so gut wie gar nicht vor. Heimisch ist er im Mittelmeergebiet einschließlich Afrika und Teilen Asiens. Nach Mitteleuropa kam er wohl mit Beginn des Ackerbaus. In Canada gilt er als heimisch, während er in den USA eingebürgert ist. Im Südwesten Australiens wächst er inzwischen auch. Er bevorzugt kalkreiche Lehm- oder Tonböden und wärmere Standorte, z.B. Weinberge, verursacht dort aber keine Ertragsverluste. Auch auf Äckern spielt er früher wie heute kaum eine Rolle, sondern ist eher an Wegrändern oder auf Ödland zu finden.

Der Feld-Klettenkerbel ist einjährig. Er tritt in mehreren Unterarten auf und kann 1 m hoch werden. Die Blätter sind mehrfach gefiedert und wie die ganze Pflanze mit anliegenden, kurzen, relativ dicken, weißen, aufwärts gerichteten Haaren besetzt. Die Dolde hat mehrere Unterdolden. Die weißen oder rötlichen Blüten selbst sind nur etwa 3 mm groß, tragen aber auch schon an den unreifen, kleinen Früchten Haare und Borsten, an denen die Pflanze zu erkennen ist und mit denen sie später an Tieren kletten, daher der Name.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. Juli 2014.