Vicia hirsuta – Rauhaarige Wicke (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Vicia hirsuta, die Rauhaarige oder Rauhaar-Wicke, auch Zitterlinse, gehört zur Familie der Fabaceae oder Leguminosae (Hülsenfrüchtler), Unterfamilie Faboideae (Schmetterlingsblütler). Die englischen Namen sind Hairy Vetch, Hairy Tare, Tiny Vetch. EPPO-Code VICHI.

Die Rauhaarige Wicke ist in ganz Europa verbreitet, so auch in Deutschland, wo sie schon in der Jungsteinzeit auf den Feldern wuchs. Nach Nordamerika wurde sie verschleppt, ebenso nach Australien und Neuseeland. Sie bevorzugt leichte, sandige, nährstoffarme und schwach saure Böden. Man kann sie auf Ödland oder in Wiesen finden. In ökologisch wirtschaftenden Betrieben ist die Rauhaarige Wicke im Wintergetreide ein Problem. Sie tritt massenhaft vorwiegend nach einem feuchten Frühjahr auf. Nicht nur Ertragseinbußen sind die Folge, sie behindert auch die Ernte.

Die einjährige Pflanze kann 60 cm hoch werden und ist kurz und eng anliegend behaart. Die vierkantigen, dünnen Stängel verzweigen sich stark. Die Laubblätter sind gefiedert und enden in mehreren Ranken. Blütezeit ist Mai bis September. Die bläulich-weißen Blüten sind klein und lang gestielt, die Fahne ist an der Spitze meist violett. Die Blütenstände sind drei- bis siebenblütige Trauben. Die Samen keimen im Herbst und im Vorfrühling.

Zur Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln siehe Informationen des BVL (zweikeimblättrige Unkräuter als Schadorganismus eintragen) oder die Seiten des Ökolandbau.de.

Verfasser: W. Wohlers, JKI. Juni 2015.