Bergahorn – Acer pseudoplatanus
Deutscher Name: | Bergahorn |
Wissensch. Name: | Acer pseudoplatanus (Linnaeus) |
Großgruppe: | holzige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Sapindales / Familie Sapindaceae |
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Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- Blätter sehr tief eingeschnitten, handförmig
- Flügel der Frucht im spitzen Winkel zueinander
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Die Blätter haben einen 10-20 cm im Durchmesser und sind spitz fünflappig. Der Blattrand ist unregelmäßig grob gesägt. Die Einzelblüten sind meist zwittrig, gelbgrün und einhäusig verteilt. Die Fruchtreife ist September - Oktober. Teilfrüchte im spitzen Winkel zueinander
Verwechslungsmöglichkeiten:
Spitzahorn | Beim Spitzahorn sind die Blätter kahl und glänzend und der Blattrand hat nur wenige Zähne. Die Flügel der Frucht stehen im stumpfen Winkel zueinander. | |
Silberahorn | Beim Silberahorn sind die Blätter unterseits silbergrau und sehr tief fünflappig eingeschnitten. Die Flügel der Frucht stehen im stumpfen Winkel zueinander. | |
Feldahorn | Beim Feldahorn sind die Blätter deutlich kleiner. Die Blattlappen sind oft abgerundet und nicht geteilt. Aus dem Blattstiel tritt bei einer Verletzung milchig-trübe Flüssigkeit (Milchsaft) aus. Die Flügel der Frucht stehen waagerecht zueinander. |
Biologie: Die Blüten werden überwiegend von Insekten bestäubt. Die Geschlechterverteilung in Blüten der Ahorn-Arten ist biologisch hoch interesseant. Der Grund für meist zwittrige aber auch häufig auftretende eingeschlechtliche Blüten ist die aktuell voranschreitende Evolution dieser Gattung. Der Trend von der Insektenbestäubung der zwittrigen Blüten zu der Windbestäubung der eingeschlechtlichen Blüten, ist je nach Ahorn-Art unterschiedlich stark ausgeprägt.
Die Ausbreitung der Früchte oder Teilfrüchte erfolgt mit dem Wind, indem auch längere Distanzen durch die Flugfähigkeit der Früchte überbrückt werden können. Blütezeit: April - Mai Lebensraum: Halbschattige Standorte wie Gebirgswälder werden bevorzugt. Verbreitung: Gebirge Europas, Kaukasus
Mensch und Stadt
Die Art wurde früher oft in der Stadt angepflanzt und ist mittlerweile sehr häufig vertreten. Viele Ahorn-Arten produzieren zahlreiche Früchte, sodass die Bäume sich innerhalb der Stadt oft von selbst ausbreiten können. Wegen seiner großen Blätter bietet der Berg-Ahorn an Straßen einen relativ guten Lärmschutz. Auch sein Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung wird diskutiert.
Wissenswertes
- Giftigkeit oder Verwendung: Blätter, Zweige und Sirup werden in der Naturheilkunde verwendet. Ihnen wird eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen.
- Die Blüten der Ahorn-Arten sind meist zwittrig, d.h. eine Blüte enthält weibliche Teile und männliche Teile. Es gibt jedoch auf eingeschlechtliche Blüten, d.h. es sind nur weibliche oder männliche Teile vorhanden. Der Grund dafür ist die Entwicklung von einer Insektenbestäubung der der zwittrigen Blüten zu einer Windbestäubung der der eingeschlechtlichen Blüten.
- Er blüht von April bis Mai.
- Die Fruchtreife ist im September bis Oktober.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
- Amann, G., Richter, P.: Bäume und Sträucher des Waldes. Neumann, 1962.
- Forum DIE GRÜNE STADT (2013): Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub. URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02. August 2018, 10:42 UTC)
- Umweltforschungszentrum Leipzig - Halle GmbH, Sektion Biozönoseforschung: www.ufz.de. BiolFlor homepage: www.ufz.de/biolflor (www.biolflor.de)
- Seite „Berg-Ahorn“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. April 2016, 09:41 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Berg-Ahorn&oldid=153341704 (Abgerufen: 15. April 2016, 10:25 UTC)
An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht