Spitzahorn – Acer platanoides

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Deutscher Name: Spitzahorn
Wissensch. Name: Acer platanoides
(Linnaeus)
Wissensch. Synonyme: Spitzblättriger Ahorn
Großgruppe: holzige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Sapindales / Familie Sapindaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • spitz gezahnter Blattrand
  • Blattstiel mit milchig-trübe Flüssigkeit (Milchsaft)
  • Flügel der Frucht im stumpfen Winkel zueinander
Der Spitzahorn ist kann bis zu 35 m hoch werden. Er kommt selten auch als Strauch vor. Blatt: Die Blätter haben lange Stiele und wachsen am Zweig einander gegenüber (gegenständig). Sie sind meist handförmig gelappt, kahl. Der Blattrand ist fein gezähnt. Der Blattstiel enthält eine milchig-trübe Flüssigkeit (Milchsaft). Sprossachse: Die Rinde ist anfangs hellgrau und glatt und wird später dunkelgrau und längsrissig. Blüte: Die Blüten sind gelbgrün und stehen zusammen in nickenden Rispen (den Blütenständen). Frucht: Die Frucht ist eine geflügelte Nussfrucht, die aus zwei Teilfrüchten zusammengesetzt ist. Die Flügel der Frucht stehen im stumpfen Winkel zueinander.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Blüten meist zwittrig und einhäusig, seltener rein männliche oder weibliche Blütenstände und zweihäusig verteilt.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Bergahorn Der Bergahorn hat matte Blätter. Die Blattlappen haben kein langspitzige Zähne und der Blattstiel keinen Milchsaft. Die Flügel der Frucht stehen im spitzen Winkel zueinander.
Silberahorn Beim Silberahorn sind die Blätter unterseits silbergrau und sehr tief eingeschnitten. Die Blattstiele haben keinen Milchsaft. Die Flügel der Frucht stehen im stumpfen Winkel zueinander.
Feldahorn Beim Feldahorn sind die Blätter deutlich kleiner und die Blattlappen oft ungeteilt und abgerundet. Die Flügel der Frucht stehen waagerecht zueinander.

Biologie: Die Blüten werden überwiegend von Insekten bestäubt. Die Geschlechterverteilung in Blüten der Ahorn-Arten ist biologisch hoch interesseant. Der Grund für meist zwittrige aber auch häufig auftretende eingeschlechtliche Blüten ist die aktuell voranschreitende Evolution dieser Gattung. Der Trend von der Insektenbestäubung der zwittrigen Blüten zu der Windbestäubung der eingeschlechtlichen Blüten, ist je nach Ahorn-Art unterschiedlich stark ausgeprägt.

Die Ausbreitung der Früchte oder Teilfrüchte erfolgt mit dem Wind, indem auch längere Distanzen durch die Flugfähigkeit der Früchte überbrückt werden können. Frucht September - Oktober Blütezeit: April - Mai Lebensraum: halbschattige Standorte, Wald Verbreitung: Europa, Kaukasus, Kleinasien

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Der Spitzahorn ist ein geeigneter und häufiger Park- und Straßenbaum. Ahorn-Arten produzieren zahlreiche Früchte, sodass die Bäume sich innerhalb der Stadt gut von selbst ausbreiten können. Als eine wichtige ökologische Leistung des Spitzahornes wird sein Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung diskutiert.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Die Blätter, die Zweige und der Sirup werden in der Naturheilkunde verwendet, da ihnen eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen wird.
  • Vor dem Blattaustrieb sind es die zahlreichen Blüten des Spitzahorns, die den Frühlingsanfang verkünden.
  • Die Blüten der Ahorn-Arten sind meist zwittrig, d.h. eine Blüte enthält weibliche Teile und männliche Teile. Es gibt jedoch auf eingeschlechtliche Blüten, d.h. es sind nur weibliche oder männliche Teile vorhanden. Der Grund dafür ist die Entwicklung von einer Insektenbestäubung der der zwittrigen Blüten zu einer Windbestäubung der der eingeschlechtlichen Blüten.
  • Er blüht von April bis Mai.
  • Die Fruchtreife ist von September bis Oktober.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
  • Amann, G., Richter, P.: Bäume und Sträucher des Waldes. Neumann, 1962.
  • Forum DIE GRÜNE STADT (2013): Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub. URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02. August 2018, 10:42 UTC)
  • Umweltforschungszentrum Leipzig - Halle GmbH, Sektion Biozönoseforschung: www.ufz.de. BiolFlor homepage: www.ufz.de/biolflor (www.biolflor.de)
  • Seite „Acer platanoides“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. März 2009, 14:16 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Acer_platanoides&oldid=58492183 (Abgerufen: 12. April 2016, 11:58 UTC)

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht