Gewöhnliche Vogelmiere – Stellaria media

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Gewöhnliche Vogelmiere
Wissensch. Name: Stellaria media
((L.) Vill.)
Weitere deutsche Namen: Vogel-Sternmiere
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Caryophyllales / Familie Caryophyllaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • tief gespaltene Blütenblätter
  • kriechend
Die Stängel der Gewöhnlichen Vogelmiere können bis zu 30 Zentimeter lang werden. Blatt: Die Blätter sind unbehaart oder nur am Rand behaart. Sie sind ganzrandig, eiförmig und haben eine kleine Spitze. Sie stehen sich paarweise gegenüber (gegenständig). Die unteren Blätter haben oft einen haarigen Stiel. Sprossachse: Sie ist niederliegend. Die Stängel sind rund und einreihig behaart. An den Knoten können sich Wurzeln bilden. Blüte: Die fünf Blütenblätter sind weiß und sehr tief gespalten, so dass man sie für zehn Blütenblätter halten könnte. Frucht: Die Frucht ist eine dunkelbraune Kapsel, die bis zum Grund aufspringt.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Blütenkrone ist fünfzählig und die einzelnen Blütenblätter sind tief gespalten. Die Keimung erfolgt aus 1 bis 3 cm Bodentiefe ganzjährig, vorwiegend aber im Frühjahr.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Gewöhnliches Hornkraut Die Blätter sind schmal lanzettlich. Die Blütenblätter sind höchstens bis zur Mitte gespalten.
Dreinervige Nabelmiere Die Blütenblätter sind nicht gespalten. Die Blätter haben drei oder fünf deutliche erkennbare Blattnerven.
Bleiche Vogel-Sternmiere Die weißen Blütenblätter sind winzig oder fehlen ganz.

Biologie: Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder durch Selbstbestäubung. Die Samen werden durch Wind ausgebreitet. Blütezeit: Februar - November Lebensraum: Der bevorzugte Standort ist auf nährstoffreichen, humosen, ausreichend mit Wasser versorgten Böden. Sie gilt als Zeigerpflanze für eine gute Stickstoffversorgung. Die Vogelmiere wächst fast überall, auch im Halbschatten. Verbreitung: Europa, weltweit verschleppt.

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Die Gewöhnliche Vogelmiere wächst fast überall, auch im Halbschatten. In Gärten kann sie dichte Rasen bilden. Sie bevorzugt nährstoffreiche, humose, ausreichend mit Wasser versorgte Böden. Selten findet man sie auf Wegen, da sie nicht trittfest ist. Sie gilt als Zeigerpflanze für eine gute Stickstoffversorgung.

Wissenswertes

  • Name: Die Blätter der Vogel-Sternmiere werden gerne von Hühnern gefressen und auch an Ziervögel verfüttert; daher der Name.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Als Salatgewürz wird sie in der Naturküche wegen ihres hohen Vitamin C-Gehalts verwendet. Sie schmeckt saftig und zart. Aufgrund ihres Saponingehaltes sollte sie jedoch nur in Maßen gegessen werden.
  • Sie ist eine Wirtspflanze für Blattläuse und das Gurkenmosaikvirus, das von Läusen übertragen wird.
  • Sie wird durch Insekten bestäubt. Auch Selbstbestäubung ist möglich.
  • Man sagt die Pflanze soll ihre Blüten am Morgen nur dann öffnen, wenn gutes Wetter und kein Regen zu erwarten sind.
  • Die Samen sind im Boden mehr als fünfzig Jahre überlebensfähig.
  • Sie blüht von Februar bis November.
  • Die Samen werden mit dem Wind ausgebreitet.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Stellaria media – Vogelmiere (JKI-Pflanzenportraits) in: Unkrautgarten Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
  • Seite „Gewöhnliche Vogelmiere“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. Mai 2016, 18:06 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gew%C3%B6hnliche_Vogelmiere&oldid=154553015 (Abgerufen: 13. Juli 2016, 12:20 UTC)
  • Fleischhauer, Steffen G., Guthmann, Jürgen und Spiegelberger, Roland (2007): Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden. Baden und München: AT Verlag.
  • Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
  • Needon, Christoph und Petermann, Johannes (1991): Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig Jena Berlin: Urania-Verlag.
  • Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag.