Große Brennnessel – Urtica dioica
Deutscher Name: | Große Brennnessel |
Wissensch. Name: | Urtica dioica (Linnaeus) |
Großgruppe: | krautige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Rosales / Familie Urticaceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- zugespitzte Blätter
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Die männlichen Blütenrispen sind gelblichgrün und schräg nach oben gerichtet, die weiblichen graugrün und oft hängend.
Verwechslungsmöglichkeiten:
Kleine Brennnessel | Die Kleine Brennnessel ist deutlich kleiner. Sie ist gut an den abgerundeten Blättern zu unterscheiden. |
Biologie: Die Bestäubung erfolgt mit dem Wind. Die Ausbreitung der Früchte erfolgt mit dem Wind (Ballon- oder Flügelflieger), Wasser (Schwimmer) oder auch als Anhafter im Tierfell. Die Fruchtreife erfolgt von September bis Oktober. Blütezeit: Juli - Oktober Lebensraum: Eigentlich eine Halbschattenpflanze, wächst sie auch in der prallen Sonne an Wegrändern und auf Ödland, außerdem in Weinbergen und Obstanlagen, im Grünland und im wenig gemähten Rasen, da sie sehr schnittfest ist. Sie braucht aber genügend Wasser. Verbreitung: Sie ist nicht nur in Europa und Asien, sondern auch in Nordamerika zu finden. In Deutschland ist sie weit verbreitet.
Mensch und Stadt
Die Große Brennnessel ist eigentlich eine Halbschattenpflanze. Sie wächst jedoch auch in der prallen Sonne an Wegrändern und in wenig gemähten Rasen. Sie braucht aber genügend Wasser.
Der Mensch sorgt unter anderem für stickstoffreiche Böden. indem an Straßenrändern uriniert wird. Hier breitet sich die Brennnessel besonders gut aus.
Wissenswertes
- Name: Der wissenschftliche Name setzt sich aus "Urtica", was vom lateinischen Wort "urere" = "brennen" abgeleitet wird, und "dioica" = "zweihäusig" zusammen.
- Giftigkeit oder Verwendung: Früher wurden abgekochte und in Salz eingelegte Brennnesselblätter zur Käseherstellung als Milchgerinnungsmittel verwendet. Die Brennhaare werden zur Behandlung von Rheuma eingesetzt.
- Das bekannte Brennen entsteht, wenn die Spitze der Brennhaare bei Berührung abbricht und in die kleine Hautwunde ein Gemisch von Stoffen entlässt. Es gibt Unterarten ohne Brennhaare.
- Man kann sie spinatähnlich als Salat oder als Tee zubereiten. Sie schmeckt nussig. Geröstet oder getrocknet können die Samen als Gewürz verwendet werden.
- Nass oder verarbeitet als Spinat brennt sie nicht mehr.
- Die Bestäubung erfolgt mit dem Wind.
- In Europa wurde sie früher häufig zur Fasergewinnung angebaut. Mit dem Import von Baumwolle im 18. Jahrhundert nahm dies ab.
- Sie blüht von Juli bis Oktober. Sie ist eine mehrjährige Pflanze. Das bedeutet die Pflanze wird mehr als zwei Jahre alt, blüht jedoch nur einmal und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Wohlert Wohlers(2014): Urtica dioica – Große Brenn-Nessel (JKI-Pflanzenportraits) in: Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes (Abgerufen 12. Mai 2016)
- Seite „Große Brennnessel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. Mai 2016, 20:22 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gro%C3%9Fe_Brennnessel&oldid=154810727 (Abgerufen: 13. Juli 2016, 13:03 UTC)
- Fleischhauer, Steffen G., Guthmann, Jürgen und Spiegelberger, Roland (2007): Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden. Baden und München: AT Verlag.
- Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
- Needon, Christoph und Petermann, Johannes (1991): Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig Jena Berlin: Urania-Verlag.
- Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag.
- http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=6145&