Kleine Brennnessel – Urtica urens

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Deutscher Name: Kleine Brennnessel
Wissensch. Name: Urtica urens
(L.)
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Rosales / Familie Urticaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • rundliche Blätter
  • Brennhaare
Die Kleine Brennnessel kann bis zu 60 cm hoch werden. Sie hat an den Stängeln, Blättern und Kelchblättern viele Brennhaare, deren Spitze bei Berührung abbricht und das typische Gefühl des Brennens hervorrufen. Blatt: Die Blätter sind rundlich bis eiförmig. Der Blattrand ist grob gesägt. Sprossachse: Der grüne bis bräunliche Stängel wächst aufrecht und meist unverzweigt. Er hat häufig vier Kanten. Blüte: Männliche und weibliche Blüten sitzen auf den gleichen Rispen. Sie sind klein, grünlich und unscheinbar. Frucht: Die Pflanze bildet kleine, einsamige Nüsse.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Sie verzweigt sich nur unten etwas mit langen Trieben, oben sind die Seitentriebe sehr kurz.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Große Brennnessel Die Große Brennnessel ist deutlich größer und hat scharf zugespitzte Blätter. Sie ist zweihäusig, d.h. die Geschlechter der Pflanze sind getrennt und es gibt weibliche sowie männliche Individuen. Sie wächst mehrjährig.

Biologie: Die Bestäubung erfolgt mit dem Wind. Die Ausbreitung der Früchte erfolgt meist ebenfalls mit dem Wind. Blütezeit: Mai - November Lebensraum: Sie wächst gut auf humosen, stickstoffreichen Böden, die nicht zu sauer sein dürfen. Verbreitung: Die Kleine Brennnessel ist in Europa und Asien heimisch. Nach Nordamerika und nach Australien wurde sie verschleppt.

Mensch und Stadt

In Gärten, Obstanlagen, Weinbergen, aber auch auf Gemüsefeldern kann man die Kleine Brennnessel finden. Sie wächst gut auf humosen, stickstoffreichen Böden, die nicht zu sauer sein dürfen.

Der Mensch sorgt unter anderem für stickstoffreiche Böden in dem an Straßenrändern uriniert wird. Hier breitet sich die Brennnessel besonders gut aus.

Wissenswertes

  • Name: Der Gattungsname "Urtica" lässt sich von dem lateinischen Wort "urere" = "brennen" ableiten.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Man kann sie spinatähnlich, als Salat oder als Tee zubereiten. Sie schmeckt nussig.
  • Das bekannte Brennen entsteht, wenn die Spitze der Brennhaare bei Berührung abbricht und in die kleine Hautwunde ein Gemisch von Stoffen entlässt.
  • Nass oder verarbeitet als Spinat brennt sie nicht mehr.
  • Die Bestäubung erfolgt mit dem Wind.
  • Sie blüht von Mai bis November.
  • Sie ist eine einjährige Pflanze. Das bedeutet die Pflanze wird ein Jahre alt, blüht und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

Quellen, Literatur, Weblinks