Helichrysum luteoalbum – Gelbweißes Ruhrkraut (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
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(Bild: W. Wohlers)

Helichrysum luteoalbum (= Gnaphalium luteo-album, Pseudognaphalium luteo-album), das Gelbweiße Ruhrkraut oder nur Gelbes Ruhrkraut genannt, gehört zur Familie der Asteraceae früher Compositae (Korbblütler). Der englische Name ist Jersey Cudweed. EPPO-Code GNALA.

Das Gelbweiße Ruhrkraut kommt in ganz Europa vor und ist in alle gemäßigten Zonen der Welt verschleppt worden. Es ist wärmeliebend und wächst auf Brachflächen und in lichten Ackerrändern und gedeiht am besten auf eher trockenen, sandigen Böden.

Die einjährige Pflanze ist wollig weiß, dicht behaart und wird 30 cm hoch. Sie wächst straff aufrecht mit nur wenigen Verzweigungen. Die Blätter sind lanzettlich und am Rand etwas gewellt und nach unten umgebogen. Die Blütenkörbe sitzen in Trauben zusammen und fallen dadurch auf. Es gibt nur Röhrenblüten, die gelblichweiß sind mit roten Narben. Blütezeit ist Juni bis September. Die Samen haben einfache Schirme und werden vom Wind verweht.

Das Gelbweiße Ruhrkraut war früher in der Gattung Gnaphalium, von der es sieben Arten in Mitteleuropa gibt. Sie alle zeichnen sich durch eine filzige Behaarung aus. Der Gattungsname kommt von griechisch Gnaphalon – Filz.

Das Gelbweiße Ruhrkraut tritt längst nicht so häufig auf wie das Sumpf-Ruhrkraut (Gnaphalium uliginosum/palustre).

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. Februar 2009