Hornklee (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung
Stichwort | Teil der Pflanze | Quellenangaben, Anmerkungen, Weiterführendes |
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gesamte Pflanze | Masclef (1891, Tafel 81, S.67): »Le Lotier corniculé est: utile, comme plante fourragère. — Il est très recherché parles animaux. C'est une plante à introduire dans les prairies et les herbages artificiels; elle prospère sur tous les terrains. Malheureusement sa graine est d'un prix trop élevé relativement à celles d'autres bonnes plantes fourragères, car elle est fort difficile à recueillir, les fruits s'ouvrant très facilement à la maturité. (Übersetzt: Der Hornklee wird benutzt als: Futterpflanze und wird von Tieren sehr geschätzt. Er ist eine Pflanze, die in Wiesen und künstliche Graslandschaften eingeführt werden soll; sie gedeiht auf allen Arten von Land. Leider ist ihr Samen im Vergleich zu anderen guten Futterpflanzen zu teuer, da er nur sehr schwer zu sammeln ist, da sich die Frucht bei Reife sehr leicht öffnet. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com)« | |
gesamte Pflanze | Baxter (1839, 249): »This plant has been recommended for cultivation under the erroneous names of Milk-vetch and Astragalus glycyphyllus, by the late Dr. Anderson, in his Agricultural Essays, as very excellent for fodder as well as for hay. Linnaeus says, that cows, goats, and horses eat it, and that sheep and swine are not fond of it. Mr. Sinclair tells us that with regard to sheep, as far as his observations have extended, they eat it in common with the herbage with which it is usually combined ; the flowers, he observes, appeared always untouched, and that, in dry pastures, little of the plant is seen or presented to cattle, except the flowers, on account of its diminutive growth in such situations. This, however, is nearly the case with white or Dutch clover; sheep seldom touch the flowers while any foliage is to be found. (Übersetzt: Diese Pflanze wurde vom verstorbenen Dr. Anderson in seinen landwirtschaftlichen Essays für den Anbau unter den falschen Namen Milk-Vetch und Astragalus Glycyphyllus als sehr gut für Futter und Heu empfohlen. Linnaeus sagt, dass Kühe, Ziegen und Pferde es essen, und dass Schafe und Schweine es nicht mögen. Herr Sinclair sagt uns, dass die Schafe, soweit seine Beobachtungen ausgedehnt haben, sie es gemeinsam mit dem Kraut essen, mit dem es normalerweise kombiniert wird; die Blumen, beobachtet er, erschienen immer unberührt, und dass auf trockenen Weiden wenig von der Pflanze gesehen oder dem Vieh präsentiert wird, außer den Blumen, wegen ihres geringen Wachstums in solchen Situationen. Dies ist jedoch fast der Fall bei Weiß- oder Holländischem Klee; Schafe berühren die Blüten selten, solange Blätter vorhanden sind. www.deepl.com)« | |
gesamte Pflanze | Boswell u.a. 1864, S.66: »It is not to be despised in pasturage for sheep, and in hay it is an improvement; but it has been strongly recommended by Anderson both for fodder and hay in his agricultural essays, under the erroneous name of Milk Vetch. (Übersetzt: Er ist auf der Weide für Schafe nicht zu verachten, und im Heu ist er eine Verbesserung; aber er wurde von Anderson sowohl für Futter als auch Heu in seinen landwirtschaftlichen Essays unter dem falschen Namen Milchwicke dringend empfohlen. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com)« | |
gesamte Pflanze | Curtis u.a. 1777: »Whether this plant be deſerving of the encomiums here beſtowed on it, the practical farmer muſt determine. There appears no reaſon why ſeed might not be obtained from it, as well as from any of the other papilionaceous plants; and it ſhould ſeem, that theſe ſorts of land which are not rich enough to bear Clover and other ſtrong growing plants, might be much improved by the introduction of the birds-foot Trefoil. (Übersetzt: Ob diese Pflanze die ihr hier bescherte Lobesworte verdient, muss praktischerweise der Landwirt entscheiden. Es scheint kein Grund zu geben, warum man nicht Samen von ihr erzielen könnte, wie auch von denen anderen Schmetterlingsblütiger Pflanzen; und es sollte scheinen, das diese Art Land, welches nicht reichhaltig genug ist, Klee und andere starkwachsende Pflanzen zu ertragen, sehr verbessert werden könnte durch Einsatz des Hornklees („Vogelfuß-Dreiblatts“))« | |
Wurzel | Jones & Turkington (1986, S.1188): »Kunelius & Clark (1970) showed that symbiotic nitrogen-fixation was depressed below 12°C. (Übersetzt: Kunelius & Clark (1970) zeigten, dass symbiotische Stickstofffixierung unter 12°C unterdrückt wird)«
Jones & Turkington (1986, S.1188): »Nitrogen fixation by L. corniculatus may lead to enrichment of the soil and changes in the floristic composition of the vegetation. In sand dunes, the plant sometimes forms rings (up to several metres in diameter) with an advancing vegetative front, an annulus where flowering may be prolific and a centre from which the ring presumably arose but from which the plant is now absent. Vigorous Festuca rubra is often found in the centre of the ring, no doubt benefiting from the enhanced nitrogen level shown by soil analyses to be present towards the centre and in the flowering zone of L. corniculatus (Willis 1985 and personal communication). (Übersetzt: Die Stickstofffixierung durch L. corniculatus kann zu einer Anreicherung des Bodens und Veränderungen in der floristischen Zusammensetzung der Vegetation führen. In Sanddünen bildet die Pflanze manchmal Ringe (bis zu mehreren Metern Durchmesser) mit einer vorrückenden vegetativen Front, einem Ringraum, in dem die Blütenbildung produktiv sein kann, und einem Zentrum, aus dem der Ring vermutlich entstanden ist, von dem die Pflanze aber jetzt abwesend ist. Die kräftige Festuca rubra [Rotschwingel] befindet sich oft in der Mitte des Rings und profitiert zweifellos von dem erhöhten Stickstoffgehalt, der durch Bodenanalysen in Richtung Zentrum und in der Blütezone von L. corniculatus nachgewiesen wurde (Willis 1985 und persönliche Kommunikation). Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com)« | |
gesamte Pflanze | Zusammen mit Rotklee und anderen Gräsern empfiehlt Sinclair (1826, S.337) eine Samenmischung, um Wiesen für Weidetiere in geeigneter Weise aufzubereiten. | |
; | Blüte | Bährle-Rapp (2012, S.345): Blütenextrakt aus dem Hornklee („Lotus Corniculatus Extract“) |
; | Blüte | Tiţă u.a. (Ethnobotanische Studie SW-Rumänien, 2009, S.149): »Family/Species: Lotus corniculatus L.; Part used: Flowers. Medical use/Formulation: antispasmodic, sedative; insomnia, nervous disorders. Disease treated: Infusion. (Übersetzt: Familie/Art: Lotus corniculatus L. Verwendeter Teil: Blüten. Medizinische Verwendung/Rezeptur: krampflösend antispastisch, beruhigend; Schlaflosigkeit, nervöse Störungen. Krankheitsbehandlung: Aufguss.)« |
; ; ; ; ; ; ; ; | Osman u.a. (2013, S.444f.): »Many plants that are economically and nutritionally important from a dietary perspective contain cyanogenic glycosides at varying levels and thus pose a potential health risk […]. Among these plants are Prunus spp., bitter almond (amygdalin), prunasin; Trifolium repens, Linum usitatissimum (linseed); Manihot esculenta (Cassava roots), linamarin; Vicia spp. (vicianin); Sorghum species (dhurrin), and Lotus corniculatus (lotaustralin). (Übersetzt: Viele Pflanzen, die aus Ernährungssicht wirtschaftlich und nährwehrtmäßig wichtig sind, enthalten zyanogene [Zucker]Glykoside mit schwankendem Gehalt und stellen somit ein mögliches Gesundheitsrisiko dar. Unter diesen Pflanzen sind es Prunus spp., Bittermandel (Amygdalin), Prunasin; Trifolium repens, Linum usitatissimum (Leinsame); Manihot esculenta (Maniok), Linamarin; Vicia spp. (Vicianin); Sorghum Arten (Dhurrin), und Lotus corniculatus (Lotaustralin).)« | |
; ; | gesamte Pflanze | Jones (1998, S.158f.): »The experiments with Lotus corniculatus and Trifolium repens show that molluscs and insects will eat cyanogenic plants when there were no alternatives, but when given a choice they prefer to eat the acyanogenic form of a polymorphic species [68, 71-74]. Rabbits show the same behaviour when both cyanogenic and acyanogenic Trifolium repens are available together (Ellis Davies, personal letter 22 November 1977 and two photographs, copyright of the Welsh Plant Breeding Station), but not with Lotus corniculatus [80], in spite of strong circumstantial evidence to the contrary [81]. Following further field experiments, we found that cyanogenesis in L. corniculatus and T. repens is remarkably effective against casual herbivores [72]. (Übersetzt: Die Experimente mit Lotus corniculatus und Trifolium repens zeigen, dass Mollusken und Insekten zyanogene Pflanzen essen, wenn es keine Alternativen gibt, gibt man jedoch eine Wahlmöglichkeit, bevorzugen sie die nicht zyanogene Form der polymorphen Arten [68, 71-74]. Hasen zeigen dasselbe Verhalten wenn zyanogener und nicht zyanogener Trifolium repens gleichzeitig verfügbar ist (Ellis Davies, persönlicher Brief 22 November 1977 und zwei Fotografien, Urheberrecht der Walisischen Pflanzenzucht Station), jedoch nicht bei Lotus corniculatus [80], trotz starker Indizienbeweise für das Gegenteil [81]. In der Folge weiterer Feldexperimente, fanden wir heraus, dass Zyanogenese in L. corniculatus und T. repens bemerkenswert effektiv ist gegen Gelegenheits-Herbivore [72].)« |