Papaver argemone – Sand-Mohn (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
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(Bild: W. Wohlers, JKI)

Papaver argemone, der Sand-Mohn, gehört zur Familie der Papaveraceae (Mohngewächse). Der englische Name ist Prickly Poppy. EPPO-Code PAPAR.

Der Sand-Mohn ist nicht so häufig ist wie der Klatsch-Mohn, der ein noch leuchtenderes Rot hat und größer ist. Der Sand-Mohn kommt eigentlich aus dem Mittelmeerraum und hat sich mit dem Ackerbau nach Mitteleuropa verbreitet. In Deutschland tritt er nicht überall auf. In Österreich ist er ziemlich selten. Nach Nordamerika wurde er verschleppt. Sein typischer Standort sind Getreidefelder, aber auch auf Schuttfluren ist er zu finden. Und wie der Name schon sagt, bevorzugt er sandige, möglichst kalkfreie Standorte, etwa die Grundmoränen Skandinaviens und Norddeutschlands.

Die einjährige Pflanze ist mit langen Haaren schütter bedeckt. Aus einer lockeren Rosette erheben sich unverzweigte Stängel, die nur maximal 40 cm hoch werden, meistens jedoch niedriger sind. Die Blütenblätter haben eine kleine, schwarze Basis und überlappen sich nicht. Daran kann der Sand-Mohn sofort erkannt werden. Die Fruchtkapseln sind schlank und haben vier bis acht Kompartments, auch Narbenstrahlen genannt, in denen die vielen ca. 1 mm großen, braunen Samen gebildet werden, die typisch für Mohn wie aus einer Streubüchse oben entlassen werden. Die Samenkapsel ist mit ca. 3 mm langen Borsten bedeckt. Der Samen bleibt Jahrzehnte im Boden keimfähig.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. Juli 2013.