Rhinanthus alectorolophus - Zottiger Klappertopf (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
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(Bild: W. Wohlers, JKI)

Rhinanthus alectorolophus (= Alectorolophus hirsutus, Fistularia alectorolophus), der Zottige Klappertopf oder auch Rauhaarige Klapper, gehört zur Familie der Orobanchaceae (Sommerwurzgewächse). Der englische Name ist Greater Yellow Rattle. EPPO-Code RHIAL.

Der Zottige Klappertopf ist in Mitteleuropa weit verbreitet, aber nicht überall vorhanden, in Deutschland eher im Süden. Nach Nordamerika wurde er verschleppt, ist dort aber nur an zwei Stellen zu finden. In Skandinavien ist er nicht vorhanden. Er wächst sowohl auf Magerrasen als auch auf bewirtschafteten Wiesen. Im Grünland ist er nicht gern gesehen, weil er giftig ist.

Die einjährige Pflanze kann bis zu 80 cm groß werden. Sie zeichnet sich durch eine gelblich grüne Färbung aus, durch die er in Wiesen auffällt. Wie alle Klappertöpfe ist auch die Rauhaarige Klapper ein Halbparasit, der aus den Wurzeln anderer Pflanzen Nährstoffe entnimmt, vor allem von Gräsern. Aber er verfügt noch über Chlorophyll und kann daher selbst Photosynthese betreiben. Der Stängel wächst gerade in die Höhe, und verzweigt sich wenig, vermehrt bei Blüte im Spätsommer. Die Ober- und Unterlippe der Blüte sind zitronengelb. In den lang behaarten Kelchblätter, daher der deutsche Beiname, klappern bei Reife die Samen.

Verfasser: Wohlert Wohlers. April 2017

Fotos von Pollen: Halbritter H, Svojtka M (2016) Rhinanthus alectorolophus. In: PalDat (2016-12-01) - a palynological database