Thlaspi alliaceum L., das Lauch-Hellerkraut, auch Lauch-Täschelkraut, gehört zur Familie der Brassicaceae oder Cruciferae (Kreuzblütler). Der englische Name ist Garlic Pennycress. EPPO-Code THLAL.
Das Lauch-Hellerkraut ist fast gar nicht in Deutschland zu finden. Es kommt nur in Frankreich und einigen Gebieten Afrikas häufiger vor. In der Schweiz breitet es sich zurzeit aus. Nach Nordamerika wurde es zwar verschleppt, aber ist dort mit Ausnahme von Kentucky selten. Es gedeiht manchmal in größeren Mengen in Obstanlagen und Baumschulen, in Frankreich in Weinbergen, auch an Wegrändern.
Die ein- oder zweijährige Pflanze wird bis zu 60 cm hoch und ähnelt dem Acker-Hellerkraut, von dem es an der Form der Schoten unterschieden werden kann. Sie sind verkehrt eiförmig und nur schmal geflügelt. Auch riecht das Lauch-Hellerkraut intensiv nach Knoblauch, wenn die Blätter zerrieben werden. Blütezeit ist April und Mai.
| Die Pflanze kann 0,5 m hoch werden. Sie verzweigt sich hier aus den oberen Blattachseln (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Das Lauch-Hellerkraut bildet eine blattreiche Rosette aus, hier drei Pflanzen zusammen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die eiförmigen Blätter der Rosette sind lang gestielt und leicht gekerbt. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Vor dem Schießen des Stängels sind die Blätter sehr regelmäßig angeordnet. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Blätter gibt es nur im unteren und mittleren Bereich des Stängels, den sie halb umfassen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Stängelblätter haben kleine, gebogene Ohren. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Aus den Blattachseln entsprießen Seitentriebe. Der Stängel ist kahl. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Blüten sind weiß und klein. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Blüten stehen nur knapp über den Knospen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Eine blühende Pflanze, deren Grundblätter aufgrund einer Trockenperiode abgestorben sind. (Bild: W. Wohlers) |
| Die Schwebfliege Sphaerophoria scripta ist ca 1 cm lang. Im Vergleich dazu die kleinen Blüten. Viel besucht werden sie nicht von Insekten. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die grünen Schötchen sind rundlich mit einer auffallenden Naht. Raupe und leere Haut haben nichts miteinander zu tun. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Das Lauch-Hellerkraut wird offensichtlich auch von Rapsglanzkäfern Brassicogethes aeneus aufgesucht. (Bild: W. Wohlers) |
| Die Keimblätter sind langgestielt, ca 1 cm groß, rund mit einer eingezogenen Spitze. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die ersten Blätter sind spatenförmig mit einer stumpfen Basis. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Blätter der jungen Rosette sind lang gestielt und am Blattgrund gebuchtet. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
|
Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. April 2014.