Trifolium repens – Weiß-Klee (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Trifolium repens L., der Weißklee, gehört zur Familie der Fabaceae oder Leguminosae (Hülsenfrüchtler). Die englischen Namen sind White Clover, Dutch Clover. EPPO-Code TRFRE.

Der Weißklee kommt ursprünglich aus Europa, Westasien und Nordafrika. In Deutschland wächst er überall. Im Norden ist er bis weit über den Polarkreis vorhanden. Inzwischen ist er auch in Nordamerika wildwachsend viel zu finden. Er wird als Futterpflanze im Gemisch mit Gräsern und Rotklee angebaut und wurde daher weltweit verbreitet. Selbst im Rasen wurde er angesät, obwohl er dort heute eher als Unkraut gesehen wird, da er von Bienen aufgesucht wird und man barfüßig leicht gestochen werden kann. Weißklee wächst hervorragend auf allen Böden, auch auf Sandböden und bei moderater Trockenheit und gab daher Rasen immer eine grüne Farbe, wenn die Gräser schon braun waren.

Die mehrjährige Pflanze wächst kriechend am Boden. Die Ausläufer bewurzeln sich leicht. Sie können pro Jahr 50 cm lang werden und treiben bei Mahd schnell wieder Blätter. Die Blätter sind dreifach, selten vier- oder sogar fünffach gefingert und haben maximal einen Durchmesser von 5 cm. Sie können lang gestielt sein. Der Blütenkopf hat zwei bis drei Dutzend Blüten. Blütezeit ist Mai bis zum Frost.

Weißklee wird häufig bei Weidenutzung im Gemisch mit Gräsern ausgesät, ebenso bei Wiesenansaaten und im mehrjährigen Kleegrasanbau als Feldfutter. Da Weißklee selbst Stickstofflieferant ist, fördert er in Mischbeständen das Wachstum von Gräsern. Als Gewürz wurde er in einer Gin-Sorte verwendet, als botanical.

Verfasser: Wohlert Wohlers, März 2020.

Eine detaillierte Beschreibung mit schönen Fotos gibt es beim finnischen NatureGate.

Fotos vom Pollen des Weißklees siehe bei PalDat, einer palynologischen Datenbank.