Trifolium pratense – Rot-Klee (JKI-Pflanzenportraits)

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Trifolium pratense, der Rot- oder Wiesenklee, gehört zur Familie der Fabaceae oder Leguminosae (Hülsenfrüchtler). Der englische Name ist Red Clover. EPPO-Code TRFPR.

Rotklee ist in mehreren Unterarten in Europa, Nordafrika und im westlichen Asien heimisch, im Norden bis zum Polarkreis und noch etwas darüber hinaus. In Deutschland ist er überall verbreitet. Er wird als Futterpflanze angebaut; so sind beim Deutschen Bundessortenamt zwei Dutzend Sorten eingetragen. Er ist heute weltweit in Gebieten mit gemäßigten Klimaten zu finden, häufig verwildert an Wegrändern oder im Ödland, auch in Nordamerika. Im Rasen, vor allem im Sportrasen, wird er nicht gerne gesehen wird. Er verträgt das Mähen problemlos. Rotklee wächst gut auf humusreichen, kalkhaltigen Lehm- und Tonböden, auf sauren Sand- und Moorböden gedeiht er nicht.

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 80 cm hoch. Sie wurzelt sehr tief, bis zu 2 m. Stängel und Blätter sind mehr oder weniger eng anliegend behaart. Die Blätter sind dreifach gefingert und können einen Durchmesser von 10 cm haben. Am Stängelgrund befinden sich zwei ausgeprägte Nebenblätter mit auffallenden Adern. Der Blütenkopf ist botanisch eine kompakte Traube und hat drei bis vier Dutzend der typisch purpurroten Blüten. Blütezeit ist Mai bis zum Frost.

Da Rotklee wie Weißklee und alle Leguminosen aufgrund der Symbiose mit speziellen Bakterien Stickstoff fixiert, fördert er in Mischbeständen das Wachstum von Gräsern. Er wird auch als Gründüngung angesät und dann untergepflügt. In der Naturmedizin wird er gegen sehr verschiedene Krankheiten eingesetzt, gegen Krebs und selbst gegen Haarausfall. Außerdem wird er zusammen mit 21 weiteren Pflanzen in einem bekannten Gin als Gewürz verwendet, siehe auch Acker-Kratzdistel.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. August 2014.