Veronica persica – Persischer Ehrenpreis (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Veronica persica, der Persische Ehrenpreis gehört zur Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse). Die englischen Namen sind Common Field Speedwell, Creeping Speedwell, Persian Speedwell, Buxbaum's Speedwell. EPPO-Code VERPE.

Der Persische Ehrenpreis kommt, wie der Name bereits erklärt, aus dem vorderen Orient. Er ist in Deutschland fast überall zu finden, Während er in Nordamerika zwar in allen Staaten, dort aber nur in einigen Teilen vorkommt. Er wurde vor zweihundert Jahren nach Mitteleuropa gebracht und wuchs erstmals im botanischen Garten von Karlsruhe. Manchmal ist er als Zierpflanze in Gärten zu sehen. Aber er wächst gerne kriechend im Rasen. Er gehört zu den Kräutern, die sich mit der Intensivierung der Landwirtschaft seit Mitte des vorigen Jahrhunderts stark vermehren konnten. Auch im Gartenbau ist er verbreitet. Er gedeiht gut auf nährstoffreichen, kalkfreien wie auch kalkhaltigen Böden. Er ist wärmeliebend.

Die einjährige Pflanze wird selten höher als 30 cm und kriecht meistens. Sie verzweigt sich mehrfach. Die Blätter sind rundlich, gekerbt und wie die ganze Pflanze behaart. Aufgrund der Blattform und der einzeln stehenden, langgestielten, 8 bis 15 mm großen, manchmal fast weißen, meistens aber himmelblauen, gestreiften Blüten können sie von anderen Veronica-Arten gut unterschieden werden. Auch die flache Frucht ist eindeutig, vor allem zum Unterschied vom Efeublättrigen Ehrenpreis. Blütezeit ist von März bis zum Frost. Die Samen keimen das ganze Jahr, vor allem im Frühjahr.

Verfasser: Wohlert Wohlers, JKI. Januar 2015.