Zur Unterscheidung des Leontodon saxatilis von ähnlichen Arten (Ekkehard Foerster 1970)

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Quelle: Foerster, E. 1970: Zur Unterscheidung des Leontodon saxatilis von ähnlichen Arten. Flor. Rundbr. 4,51. (Die Arbeit liegt auch als PDF-Datei vor.) (Autorisierte Zweitpublikation)
Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf E. Foerster beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Hinweis: Der vorliegende Artikel wird unverändert bereit gestellt. Bei älteren Arbeiten ist zu beachten, dass unter Umständen neuere Erkenntnisse zum Thema vorliegen!

Zwei Leontodon-Arten, L. autumnalis und L. hispidus, sind allgemein verbreitet, in den Alpen mit Vorland und in einigen höheren Mittelgebirgen kommen weitere Arten vor. Eine andere Art, L. saxatilis (= Thrincia hirta) kommt in Nordwestdeutschland ziemlich verbreitet vor; ihr sollte bei der Kartierung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, da sie offenbar mit L. hispidus verwechselt werden kann, mit dem sie sich standörtlich mehr oder weniger auszuschließen scheint. Der folgende Schlüssel, der besonderen Wert auf die Unterscheidung im blütenlosen Zustand legt, soll eine Handhabe dafür bieten.

Alle Arten haben eine ausgeprägte Blattrosette und blattlose Stengel, sie kommen in Grasrasen i.w. Sinne vor. Der Schlüssel enthält auch die ähnliche und häufige Hypochoeris radicata; auf weitere Verwechslungsmöglichkeiten im nichtblühenden Zustand, z.B. mit Picris hieracioides oder manchen Formen von Hieracium lachenalii kann nicht eingegangen werden.

By: Ekkehard Foerster
(Geographic scope not specified) — Source: E. Foerster Flor. Rundbr. 4,51Collaboration limited to: Ekkehard Foerster
1
Pflanzen kahl oder mit einfachen Haaren (Lupe!)   ► 2
1
Pflanzen mit an der Spitze gegabelten 2-3-spitzigen Haaren   ► 4
2 (1)
Blätter mit linealischen Lappen, selten linealisch, ungelappt; meist kahl; Blütenstand verzweigt, nur bei Kümmerpflanzen einfach 
  Leontodon autumalis
2
Blätter ± schwach buchtig gelappt oder gezähnt, selten spatelig, ± ungelappt   ► 3
3 (2’)
Blätter mit einfachen, fast borstigen Haaren; in einer dem Boden angepreßten Rosette; Blütenstand verzweigt 
  Hypochoeris radicata
3
Blätter kahl, Rosette nicht besonders fest dem Boden aufliegend; Blütenstand einfach. Nasse Wiesen, Kalkflachmoore; Verbreitung ungenügend bekannt 
  Leontodon hispidus ssp. hastilis
4 (1’)
Blattrippen grün oder meist diffus rot überlaufen; Rhizom kurz kriechend; äußere Blüten außen rot gestreift (selten auch grauviolett gestreift?); alle Früchte mit Pappus 
  Leontodon hispidus ssp. hispidus
4
Blattrippen durch gefärbte Haarbasen rot punktiert, selten Haarbasen farblos (mit Lupe oft schwache Färbung erkennbar); Pflanzen ohne kriechendes Rhizom, doch gelegentlich mit mehreren dicht gedrängten Rosetten; äußere Blüten außen grauviolett gestreift; randständige Früchte ohne Pappus, mit einem schuppigen Krönchen (flZinnensaat"), bei Fruchtreife in die Hüllblätter gerollt und zunächst bleibend, daher einerseits leicht zu übersehen, andererseits noch aufzufinden, nachdem die pappustragenden Früchte längst fortgeweht sind. Vor allem in Küstengebiet und Geest verbreitet; salzertragend. 
  Leontodon saxati1is