Die Gattung Persicaria (Rolf Wißkirchen): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Offene Naturführer
Wechseln zu: Navigation, Suche
 
(46 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 4: Zeile 4:
 
  | Autor = Rolf Wißkirchen
 
  | Autor = Rolf Wißkirchen
 
  | Originalarbeit = Ja
 
  | Originalarbeit = Ja
  | Zitiervorschlag = Teil von: Wißkirchen, Rolf 2010. Polygonaceae - Bestimmungsschlüssel für die in Deutschland und angrenzenden Regionen wachsenden Knöterichgewächse. {{UmbruchErmöglichen|url=http://www.offene-naturfuehrer.de/wiki/Polygonaceae_-_Bestimmungsschlüssel_für_die_in_Deutschland_und_angrenzenden_Regionen_wachsenden_Knöterichgewächse_(Rolf_Wißkirchen)}}
+
  | Zitiervorschlag = Teil von: Wißkirchen, Rolf 2011. Polygonaceae Bestimmungsschlüssel für die in Deutschland und angrenzenden Regionen wachsenden Knöterichgewächse. {{UmbruchErmöglichen|url=http://offene-naturfuehrer.de/wiki/Polygonaceae_-_Bestimmungsschlüssel_für_die_in_Deutschland_und_angrenzenden_Regionen_wachsenden_Knöterichgewächse_(Rolf_Wißkirchen)}}
 
  | Offene Version =  
 
  | Offene Version =  
 
  | Arbeitsgruppe =
 
  | Arbeitsgruppe =
 
}}{{ZITATFORMAT Kapitälchen}}
 
}}{{ZITATFORMAT Kapitälchen}}
  
'''''Persicaria''''' '''{{Smallcaps|(L.) Hill}} (Knöterich)''', benannt nach dem Pfirsich (''Persica vulgaris)'', dessen Blätter in Form und Farbe eine gewisse Ähnlichkeit mit denen des Flohknöterichs (''Persicaria maculosa'') haben, ist eine relativ große Gattung mit gut 100 Arten in vier Hauptgruppen (Sektionen). Im Gegensatz zu den Arten der Gattungen ''Bistorta'' und ''Aconogonon'' sind ''Persicaria''-Arten eher Flachlandbewohner, und nur wenige Arten schaffen es bis in Bergregionen, so die hier mitbehandelte Art ''Persicaria nepalensis''. Die meisten zeigen – ähnlich wie bei ''Rumex'' – eine Vorliebe für Gewässerufer und frische bis feuchte Substrate. Ihre Hauptverbreitung hat die Gattung in den Tropen und Subtropen aller Kontinente, wo die Pflanzen oft ausdauernde Stauden bilden. Nur in Ost- und Südostasien finden sich alle 4 Sektionen der Gattung. Hier erreicht die Gattung ihre höchste Diversität. In gemäßigten Breiten dagegen können sich die wärmeliebenden Arten fast nur als Einjährige halten. Einzige Ausnahme ist die ausdauernde ''Persicaria amphibia'', eine Wasserpflanze, die aber auch an Land gut wächst. – '''Im Gebiet 9 Arten und 4 zusätzliche Unterarten'''
+
'''''Persicaria''''' '''{{Smallcaps|(L.) Hill}} (Knöterich)''', benannt nach dem Pfirsich (''Persica vulgaris)'', dessen Blätter in Form und Farbe eine gewisse Ähnlichkeit mit denen des Flohknöterichs (''Persicaria maculosa'') haben, ist eine relativ große Gattung mit gut 100 Arten in vier Hauptgruppen (Sektionen). Im Gegensatz zu den Arten der Gattungen ''Bistorta'' und ''Aconogonon'' sind ''Persicaria''-Arten eher Flachlandbewohner, und nur wenige Arten schaffen es bis in Bergregionen, so die hier mitbehandelte Art ''Persicaria nepalensis''. Die meisten zeigen – ähnlich wie bei ''Rumex'' – eine Vorliebe für Gewässerufer und frische bis feuchte Substrate. Ihre Hauptverbreitung hat die Gattung in den Tropen und Subtropen aller Kontinente, wo die Pflanzen oft ausdauernde Stauden bilden. Nur in Ost- und Südostasien finden sich alle 4 Sektionen der Gattung. Hier erreicht die Gattung ihre höchste Diversität. In gemäßigten Breiten dagegen können sich die wärmeliebenden Arten fast nur als Einjährige halten. Einzige Ausnahme ist die ausdauernde ''Persicaria amphibia'', eine Wasserpflanze, die aber auch an Land gut wächst. – '''Im Bezugsgebiet (Deutschland und angrenzende Regionen) 9 Arten und 4 zusätzliche Unterarten'''
  
 
===Literatur===
 
===Literatur===
Zeile 27: Zeile 27:
 
  | taxon rank = Gattung
 
  | taxon rank = Gattung
 
  | parent taxon = Polygonaceae
 
  | parent taxon = Polygonaceae
  | parent key = Bestimmungsschlüssel für die in Deutschland und angrenzenden Regionen wachsenden Polygonaceen (Rolf Wißkirchen)
+
  | parent key = Polygonaceae – Bestimmungsschlüssel der in Deutschland und angrenzenden Regionen wachsenden Knöterichgewächse (Rolf Wißkirchen)‎‎
 
  | parent key text = Polygonaceen
 
  | parent key text = Polygonaceen
  | geoscope = Deutschland und angrenzende Regionen (nördl. Schweiz, nördl. Österreich, Westpolen, Tschechien, Dänemark, Benelux sowie in Ost- und Nordfrankreich (ohne Küsten))
+
  | geoscope = Deutschland und angrenzende Regionen (nördl. Schweiz, nördl. Österreich, Westpolen, Tschechien, Dänemark, Benelux, Nord- und Mittelfrankreich (ohne Küsten))
 
  | category = Flora (Schlüssel)
 
  | category = Flora (Schlüssel)
 
  | source = <!-- Originalarbeit -->
 
  | source = <!-- Originalarbeit -->
Zeile 53: Zeile 53:
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_amphibia
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_amphibia
 
}}
 
}}
{{Lead | 3* | Pflanze einjährig mit Pfahlwurzel. Der Blattstiel scheinbar unterhalb der Mitte der Ochrea abzweigend (in Wirklichkeit die Blattscheide kürzer als die eigentliche Ochrea). Blütenstände mit vielen Ähren | 4}}
+
{{Lead | 3* | Pflanze einjährig mit Pfahlwurzel. Der Blattstiel scheinbar unterhalb der Mitte der Ochrea abzweigend (in Wirklichkeit die Blattscheide kürzer als die eigentliche Ochrea). Blütenstände meist mit vielen Ähren | 4}}
{{Lead | 4 | Die ganze Pflanze stark abstehend behaart. Ochrea oben mit breit abstehendem Kragen, Blätter groß, breit-eiförmig bis eilanzettlich, Pflanze groß, 1–2 (-3)&nbsp;m hoch, Blüten weiß, intensiv rosa oder purpurviolett, Früchte matt, linsenförmig, dicklich
+
{{Lead | 4 | Die ganze Pflanze stark abstehend behaart. Ochrea oben mit breit abstehendem Kragen (Weitere Kennzeichen: Blätter groß, breit-eiförmig bis eilanzettlich, Pflanze groß, 1–2 (-3)&nbsp;m hoch, Blüten weiß, intensiv rosa oder purpurviolett, Nussfrüchte matt, linsenförmig, dicklich)
 
  | common names = Orientalischer Knöterich
 
  | common names = Orientalischer Knöterich
 
  | result text = ''Persicaria orientalis''
 
  | result text = ''Persicaria orientalis''
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_orientalis
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_orientalis
 +
|image a =
 +
|caption a =
 +
|image m = File:Persicaria_orientalis_4_Mannheim_06.09.2009_(Günther_Blaich).jpg
 +
|caption m = ''Persicaria orientalis'': Ochrea mit Kragen (Foto: Günther Blaich)
 +
|image n = File:Persicaria_orientalis_6_Reife_Nussfrüchte_Bot_Gart_Bochum_1995_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption n = ''Persicaria orientalis'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
 
{{Lead | 4* | Pflanze nur auf Blättern und Ochrea behaart, die Haare anliegend, Ochrea oben ohne Kragen | 5}}
 
{{Lead | 4* | Pflanze nur auf Blättern und Ochrea behaart, die Haare anliegend, Ochrea oben ohne Kragen | 5}}
{{Lead | 5 | Ochrea mit 1–2&nbsp;mm langen Wimpern, auf der Fläche behaart. Frucht gewölbt (eine Seite flach, die andere kantig-konvex) oder dreikantig, Blütenstandsstiele nicht drüsig, Blätter unterseits nie mit Drüsen oder Filz, der Blattstiel kürzer als die halbe Breite des zugehörigen Blattes
+
{{Lead | 5 | Ochrea am oberen Rand mit 1–2&nbsp;mm langen Wimpern, auf der Fläche behaart. Nussfrüchte gewölbt (eine Seite flach, die andere kantig-konvex) oder dreikantig, Blütenstandsstiele nicht drüsig, Blätter unterseits nie mit Drüsen oder Filz, der Blattstiel kürzer als die halbe Breite des zugehörigen Blattes
 
  | common names = Floh-Knöterich, Pfirsichblättriger Knöterich
 
  | common names = Floh-Knöterich, Pfirsichblättriger Knöterich
 
  | result text = ''Persicaria maculosa''
 
  | result text = ''Persicaria maculosa''
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_maculosa
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_maculosa
 +
|image a =
 +
|caption a =
 +
|image m = File:Persicaria_maculosa_8_Reife_Nussfrüchte_südl_Niederbachem_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption m = ''Persicaria maculosa'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
}}
 +
{{Lead | 5* | Ochrea am oberen Rand mit 0,2–0,6&nbsp;mm langen Wimpern, auf der Fläche kahl. Nussfrüchte beidseitig flach oder konkav vertieft, selten dreikantig. Blütenstandsstiele mit sitzenden oder gestielten Drüsen. Blätter unterseits mit Drüsenpunkten, mitunter auch filzig, der Blattstiel ungefähr so lang wie die halbe Breite des zugehörigen Blattes | 6
 +
|image a =
 +
|caption a =
 +
|image m = File:Persicaria_lapathifolia_lapathifolia_7_Reife_Nussfrüchte_Siegufer_bei_Brachbach_1988_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption m = ''Persicaria lapathifolia'' (subsp. 'lapathifolia''): Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image n = File:Persicaria_pensylvanica_8_Reife_Nussfrüchte_Neusser_Floßhafen_1991_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption n = ''Persicaria pensylvanica'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
{{Lead | 5* | Ochrea mit 0,2–0,6&nbsp;mm langen Wimpern, auf der Fläche kahl. Frucht beidseitig flach oder konkav vertieft, selten dreikantig. Blütenstandsstiele mit sitzenden oder gestielten Drüsen. Blätter unterseits mit Drüsenpunkten, mitunter auch filzig, der Blattstiel ungefähr so lang wie die halbe Breite des zugehörigen Blattes | 6}}
 
 
{{Lead | 6 | Blütenstandsstiele mit kurz gestielten Drüsen, Scheinähren 0,8–1,2&nbsp;cm im Ø, Blüten intensiv rosa („pink“), die Blütenblätter zur Fruchtzeit ohne deutlich hervortretende Nerven (und diese nicht ankerförmig). die Nussfrucht auf den Schmalseiten gleichmäßig gerundet (das Aneinanderstoßen der Schalenhälften nur als Linie sichtbar)
 
{{Lead | 6 | Blütenstandsstiele mit kurz gestielten Drüsen, Scheinähren 0,8–1,2&nbsp;cm im Ø, Blüten intensiv rosa („pink“), die Blütenblätter zur Fruchtzeit ohne deutlich hervortretende Nerven (und diese nicht ankerförmig). die Nussfrucht auf den Schmalseiten gleichmäßig gerundet (das Aneinanderstoßen der Schalenhälften nur als Linie sichtbar)
 
  | common names = Pennsylvanischer Knöterich
 
  | common names = Pennsylvanischer Knöterich
 
  | result text = ''Persicaria pensylvanica''
 
  | result text = ''Persicaria pensylvanica''
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_pensylvanica
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_pensylvanica
 +
|image a =
 +
|caption a =
 +
|image m = File:Persicaria_pensylvanica_7_Reife_Früchte_Neusser_Floßhafen_1991_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption m = ''Persicaria pensylvanica'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image n = File:Persicaria_pensylvanica_9_Reife_Nussfrüchte_von_der_Seite_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption n = ''Persicaria pensylvanica'': Nussfrucht seitlich (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
 
{{Lead | 6* | Blütenstandsstiele mit sitzenden Drüsen, Scheinähren 0,6–1,0&nbsp;cm im Ø, Blüten, weiß, rosa oder rot, zur Fruchtzeit Blütenhüllblätter oben mit ankerförmigen Nerven, die meist deutlich hervortreten. Die zwei Schalenhälften der Nussfrucht auf den Schmalseiten kantig gewinkelt aneinanderstoßend, einen leichten Grat bildend
 
{{Lead | 6* | Blütenstandsstiele mit sitzenden Drüsen, Scheinähren 0,6–1,0&nbsp;cm im Ø, Blüten, weiß, rosa oder rot, zur Fruchtzeit Blütenhüllblätter oben mit ankerförmigen Nerven, die meist deutlich hervortreten. Die zwei Schalenhälften der Nussfrucht auf den Schmalseiten kantig gewinkelt aneinanderstoßend, einen leichten Grat bildend
Zeile 75: Zeile 98:
 
  | result text = ''Persicaria lapathifolia''
 
  | result text = ''Persicaria lapathifolia''
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia
 +
|image a =
 +
|caption a =
 +
|image m = File:Persicaria_lapathifolia_lapathifolia_6_Reife_Früchte_Siegufer_bei_Brachbach_1988_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption m = ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image n = File:Persicaria_lapathifolia_pallida_7_Reife_Früchte_Rapsfeld_bei_Warpke_1989_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption n = ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image o = File:Persicaria_lapathifolia_lapathifolia_9_Reife Nussfrüchte_von_der_Seite_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption o = ''Persicaria lapathifolia'': Nussfrucht seitlich (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image p = File:Persicaria_pensylvanica_vs_lapathifolia_lapathifolia_Vergleich_Schmalseiten_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption p = Nussfrüchte seitlich von ''P. pensylvanica'' (links) und ''P. lapathifolia'' (subsp. ''lapathifolia'') (rechts) (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | nested = a
 
  | nested = a
 
}}
 
}}
{{Lead | a | parentlead = 6* | Stängel mit vielen (ca. 14–30) Knoten, nur bei kleinen Pflanzen weniger, die Internodien meist kurz, häufig rötlich überlaufen und/oder mit roten Punkten. Blätter rein grün (beim Verwelken oft rötlich), oft mit ± deutlichem dunklem Blattfleck. Blütenstände oberhalb der letzten deutlichen Stängelblätter mit 2–5, meist deutlich gestielten Scheinähren (zuweilen sogar rispig verzweigt). Scheinähren schlank-walzlich, bei der Fruchtreife 6–8&nbsp;mm Ø. Blüten und Blütenstandsstiele etwas feindrüsig, Blütenhüllblätter nach der Blüte weiß, rosa oder rot, die reife Nussfrucht fast immer ganz einhüllend, ihre Nervatur immer deutlich hervortretend, Frucht meist oval, seltener rundlich, mit deutlich gerundeter Basis, klein, 1,7–2,3 (2,5)&nbsp;mm lang | b}}
+
{{Lead | a | parentlead = 6* | Stängel mit vielen (ca. 14–30) Knoten, nur bei kleinen Pflanzen weniger, die Internodien meist kurz, häufig rötlich überlaufen und/oder mit roten Punkten. Blätter rein grün (beim Verwelken oft rötlich), oft mit ± deutlichem dunklem Blattfleck. Blütenstände oberhalb der letzten deutlichen Stängelblätter mit 2–5, meist deutlich gestielten Scheinähren (zuweilen sogar rispig verzweigt). Scheinähren schlank-walzlich, bei der Fruchtreife 6–8&nbsp;mm Ø. Blüten und Blütenstandsstiele etwas feindrüsig, Blütenhüllblätter nach der Blüte weiß, rosa oder rot, die reife Nussfrucht fast immer ganz einhüllend, ihre Nervatur immer deutlich hervortretend, Frucht meist oval, seltener rundlich, mit deutlich gerundeter Basis, klein, 1,7–2,3 (2,5)&nbsp;mm lang | b
{{Lead | a* | parentlead = 6* | Stängel mit wenigen (ca. 6–14) Knoten, die Internodien meist lang, rein grün oder nur schwach rötlich überlaufen, nicht punktiert. Blätter etwas mehr graugrün (beim Verwelken gelblich), ohne oder mit nur undeutlichem Blattfleck. Blütenstände oberhalb der letzten deutlichen Stängelblätter mit 1–2 (-3) Scheinähren, dabei die seitlichen kurz gestielt bis sitzend. Scheinähren dick-walzlich (bei der Fruchtreife 8–10&nbsp;mm Ø), Blüten und Blütenstandsstiele oft stärker grobdrüsig. Blütenhüllblätter nach der Blüte vergrünend (selten etwas trübrot überlaufen), die reife Nussfrucht oben oder seitlich teilweise nicht ganz einhüllend, Perigon-Nervatur nur bei einem Teil der Pflanzen deutlich hervortretend. Nussfrüchte stets rundlich, mit schwach gerundeter bis gerader Basis, meist relativ groß, (2,0) 2,3–3,0&nbsp;mm lang | c}}
+
|image a =
 +
|caption a =
 +
|image m = File:Persicaria_lapathifolia_lapathifolia_6_Reife_Früchte_Siegufer_bei_Brachbach_1988_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption m = ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia'': Reife Früchte mit Blütenhülle (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image n = File:Persicaria_lapathifolia_lapathifolia_7_Reife_Nussfrüchte_Siegufer_bei_Brachbach_1988_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption n = ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
}}
 +
{{Lead | a* | parentlead = 6* | Stängel mit wenigen (ca. 6–14) Knoten, die Internodien meist lang, rein grün oder nur schwach rötlich überlaufen, nicht punktiert. Blätter etwas mehr graugrün (beim Verwelken gelblich), ohne oder mit nur undeutlichem Blattfleck. Blütenstände oberhalb der letzten deutlichen Stängelblätter mit 1–2 (-3) Scheinähren, dabei die seitlichen kurz gestielt bis sitzend. Scheinähren dick-walzlich (bei der Fruchtreife 8–10&nbsp;mm Ø), Blüten und Blütenstandsstiele oft stärker grobdrüsig. Blütenhüllblätter nach der Blüte vergrünend (selten etwas trübrot überlaufen), die reife Nussfrucht oben oder seitlich teilweise nicht ganz einhüllend, Perigon-Nervatur nur bei einem Teil der Pflanzen deutlich hervortretend. Nussfrüchte stets rundlich, mit schwach gerundeter bis gerader Basis, meist relativ groß, (2,0) 2,3–3,0&nbsp;mm lang | c
 +
|image a =
 +
|caption a =
 +
|image m = File:Persicaria_lapathifolia_pallida_7_Reife_Früchte_Rapsfeld_bei_Warpke_1989_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption m = ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'': Reife Früchte mit Blütenhülle (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image n = File:Persicaria_lapathifolia_pallida_8_Reife_Nussfrüchte_Rapsfeld_bei_Warpke_1989_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption n = ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
}}
 
{{Lead | a** | parentlead = 6* | Pflanze mit mehrfacher Kombination typischer Merkmale aus a und a* oder insgesamt intermediär. Stängel mit 10–20 Internodien. Blütenhülle weiß oder rosa, nach der Blüte teilweise vergrünend. Frucht rundlich, mittelgroß, ca. 2,0–2,5&nbsp;mm lang
 
{{Lead | a** | parentlead = 6* | Pflanze mit mehrfacher Kombination typischer Merkmale aus a und a* oder insgesamt intermediär. Stängel mit 10–20 Internodien. Blütenhülle weiß oder rosa, nach der Blüte teilweise vergrünend. Frucht rundlich, mittelgroß, ca. 2,0–2,5&nbsp;mm lang
  | result text = subsp. ''mesomorpha''
+
  | result text = ''P. lapathifolia'' subsp. ''mesomorpha''
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._mesomorpha
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._mesomorpha
 
}}
 
}}
 
{{Lead | b | parentlead = 6* | Blätter linealisch- bis breit lanzettlich, 3–8 mal so lang wie breit. Stängel meist aufsteigend bis aufrecht
 
{{Lead | b | parentlead = 6* | Blätter linealisch- bis breit lanzettlich, 3–8 mal so lang wie breit. Stängel meist aufsteigend bis aufrecht
  | result text = subsp. ''lapathifolia''
+
  | result text = ''P. lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia''
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._lapathifolia
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._lapathifolia
 
}}
 
}}
 
{{Lead | b* | parentlead = 6* | Blätter kurz eilanzettlich bis fast rund, zumindest die untersten nicht mehr als 2-mal so lang wie breit. Stängel meist liegend, höchstens an den Zweigspitzen etwas aufsteigend (in geschlossenen Beständen aber ± aufrecht)
 
{{Lead | b* | parentlead = 6* | Blätter kurz eilanzettlich bis fast rund, zumindest die untersten nicht mehr als 2-mal so lang wie breit. Stängel meist liegend, höchstens an den Zweigspitzen etwas aufsteigend (in geschlossenen Beständen aber ± aufrecht)
  | result text = subsp. ''brittingeri''
+
  | result text = ''P. lapathifolia'' subsp. ''brittingeri''
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._brittingeri
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._brittingeri
 
}}
 
}}
 
{{Lead | c | parentlead = 6* | Pflanze oft sparrig verzweigt, die Internodien mäßig lang und relativ kräftig. Blätter (breit) lanzettlich. Fruchtstiele stets gegliedert und reife Früchte abfallend, die Blütenhülle oben und seitlich die Nussfrucht oft nicht ganz bedeckend. Die Nerven der Blütenhüllblätter entweder hervortretend oder nicht hervortretend, oben in ankerförmigen Bögen endend, teilweise aber mit einigen zusätzlichen Verzweigungen
 
{{Lead | c | parentlead = 6* | Pflanze oft sparrig verzweigt, die Internodien mäßig lang und relativ kräftig. Blätter (breit) lanzettlich. Fruchtstiele stets gegliedert und reife Früchte abfallend, die Blütenhülle oben und seitlich die Nussfrucht oft nicht ganz bedeckend. Die Nerven der Blütenhüllblätter entweder hervortretend oder nicht hervortretend, oben in ankerförmigen Bögen endend, teilweise aber mit einigen zusätzlichen Verzweigungen
  | result text = subsp. ''pallida''
+
  | result text = ''P. lapathifolia'' subsp. ''pallida''
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._pallida
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._pallida
 
}}
 
}}
 
{{Lead | c* | parentlead = 6* | Alle Sprosse der Pflanze steil aufstrebend, die Seitenäste dabei oft länger als der Hauptspross, die Internodien sehr lang und schlank. Blätter schmal lanzettlich. Fruchtstiele entweder nicht gegliedert oder ohne Funktion (die Früchte fallen nicht oder kaum ab). Die Nussfrüchte oben meist deutlich aus der relativ kurzen Blütenhülle herausragend. Die Nerven der Blütenhüllblätter nicht hervortretend, oben nur undeutlich ankerförmig und durch unregelmäßige starke Verzweigungen miteinander verbunden
 
{{Lead | c* | parentlead = 6* | Alle Sprosse der Pflanze steil aufstrebend, die Seitenäste dabei oft länger als der Hauptspross, die Internodien sehr lang und schlank. Blätter schmal lanzettlich. Fruchtstiele entweder nicht gegliedert oder ohne Funktion (die Früchte fallen nicht oder kaum ab). Die Nussfrüchte oben meist deutlich aus der relativ kurzen Blütenhülle herausragend. Die Nerven der Blütenhüllblätter nicht hervortretend, oben nur undeutlich ankerförmig und durch unregelmäßige starke Verzweigungen miteinander verbunden
  | result text = subsp. ''leptoclada''
+
  | result text = ''P. lapathifolia'' subsp. ''leptoclada''
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._leptoclada
 
  | result = Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)#Persicaria_lapathifolia_subsp._leptoclada
 
}}
 
}}
{{Lead | 7 | Ochrea am Rand 1–2&nbsp;mm lang bewimpert, auf der Fläche höchstens schwach behaart. Blätter zerrieben nach Pfeffer riechend, scharf schmeckend. Blütenstände bei der Fruchtreife übergebogen-herabhängend. Blüten mit vielen aufgewölbten, gelblichen bis bräunlichen Drüsen. Nussfrüchte im Ganzen matt, körnig rau
+
{{Lead | 7 | Ochrea am oberen Rand 1–2&nbsp;mm lang bewimpert, auf der Fläche höchstens schwach behaart. Blätter zerrieben nach Pfeffer riechend, scharf schmeckend. Blütenstände bei der Fruchtreife übergebogen-herabhängend. Blüten mit vielen aufgewölbten, gelblichen bis bräunlichen Drüsen. Nussfrüchte im Ganzen matt, körnig rau
 
  | common names = Wasserpfeffer
 
  | common names = Wasserpfeffer
 
  | result text = ''Persicaria hydropiper''
 
  | result text = ''Persicaria hydropiper''
Zeile 105: Zeile 152:
 
  |image a =  
 
  |image a =  
 
  |caption a =  
 
  |caption a =  
  |image m = File:Persicaria_hydropiper_5_Reife_Früchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg
+
  |image m = File:Persicaria_hydropiper_7_Reife_Früchte_Siegufer_bei_Menden_1995_Herbar_Wißkirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 
  |caption m = ''Persicaria hydropiper'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  |caption m = ''Persicaria hydropiper'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
  |image n = File:Persicaria_hydropiper_6_Reife_Früchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg
+
  |image n = File:Persicaria_hydropiper_5_Reife_Früchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 
  |caption n = ''Persicaria hydropiper'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  |caption n = ''Persicaria hydropiper'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image o = File:Persicaria_hydropiper_6_Reife_Früchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption o = ''Persicaria hydropiper'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
{{Lead | 7* | Ochrea am Rand 3–6&nbsp;mm lang bewimpert, auf der Fläche deutlich behaart. Blätter weder scharf riechend noch schmeckend. Blütenstände gerade gesteckt oder etwas übergebogen. Blüten ohne oder nur mit wenigen unauffälligen Drüsen. Nussfrüchte zumindest im unteren Teil glatt und glänzend | 8
+
{{Lead | 7* | Ochrea am oberen Rand 3–6&nbsp;mm lang bewimpert, auf der Fläche deutlich behaart. Blätter weder scharf riechend noch schmeckend. Blütenstände gerade gesteckt oder etwas übergebogen. Blüten ohne oder nur mit wenigen unauffälligen Drüsen. Nussfrüchte zumindest im unteren Teil glatt und glänzend | 8
 
  |image a =  
 
  |image a =  
 
  |caption a =  
 
  |caption a =  
  |image m = File:Persicaria_mitis_6_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg
+
  |image m = File:Persicaria_mitis_7_Reife_Früchte_Gelsenkirchen_Halde_Heppenbruch_1995_Herbar_Rolf_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 
  |caption m = ''Persicaria mitis'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  |caption m = ''Persicaria mitis'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
  |image n = File:Persicaria_minor_5_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg
+
  |image n = File:Persicaria_minor_6_Reife_Früchte_Waldwegrand_bei_Rhöndorf_2010_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 
  |caption n = ''Persicaria minor'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  |caption n = ''Persicaria minor'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image o = File:Persicaria_mitis_6_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption o = ''Persicaria mitis'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
|image p = File:Persicaria_minor_5_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg
 +
|caption p = ''Persicaria minor'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
 
{{Lead | 8 | Nussfrucht in der unteren Hälfte glatt und glänzend, oben (insbesondere an der Spitze) jedoch körnig rau und matt, meist 2,2–3,0&nbsp;mm lang. Blätter lanzettlich, am Grunde lang keilig verjüngt. Scheinähren 2,5–4&nbsp;cm lang, bei der Fruchtreife übergebogen. Blüten drüsenlos oder mit wenigen kleinen Drüsen im unteren Teil
 
{{Lead | 8 | Nussfrucht in der unteren Hälfte glatt und glänzend, oben (insbesondere an der Spitze) jedoch körnig rau und matt, meist 2,2–3,0&nbsp;mm lang. Blätter lanzettlich, am Grunde lang keilig verjüngt. Scheinähren 2,5–4&nbsp;cm lang, bei der Fruchtreife übergebogen. Blüten drüsenlos oder mit wenigen kleinen Drüsen im unteren Teil
Zeile 250: Zeile 303:
 
  | Datei:Persicaria_hydropiper_3_Mittelrhein_Namedyer_Werth_Altwasser_11.09.1992_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria hydropiper'' am Altwasser der Namedyer Werth bei Andernach, 11.09.1992 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_hydropiper_3_Mittelrhein_Namedyer_Werth_Altwasser_11.09.1992_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria hydropiper'' am Altwasser der Namedyer Werth bei Andernach, 11.09.1992 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_hydropiper_4_Vogesen_Lanterne_bei_Ormoich_05.09.1987_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''P. hydropiper'': Ausgedehnte Bestände im sumpfigen Oberlauf der Lanterne (Frankreich, Vogesen), 05.09.1987 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_hydropiper_4_Vogesen_Lanterne_bei_Ormoich_05.09.1987_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''P. hydropiper'': Ausgedehnte Bestände im sumpfigen Oberlauf der Lanterne (Frankreich, Vogesen), 05.09.1987 (Foto: Rolf Wißkirchen)
  | Datei:Persicaria_hydropiper_5_Reife Früchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria hydropiper'': Reife Früchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
+
| Datei:Persicaria_hydropiper_7_Reife_Früchte_Siegufer_bei_Menden_1995_Herbar_Wißkirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria hydropiper'': Reife Früchte mit Blütenhülle (Foto: Rolf Wißkirchen)
  | Datei:Persicaria_hydropiper_6_Reife_Früchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria hydropiper'': Reife Früchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
+
  | Datei:Persicaria_hydropiper_5_Reife Früchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria hydropiper'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
  | Datei:Persicaria_hydropiper_6_Reife_Früchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria hydropiper'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
  
Zeile 263: Zeile 317:
 
* ''Polygonum lapathifolium'' L.
 
* ''Polygonum lapathifolium'' L.
 
'''Ampfer-Knöterich'''
 
'''Ampfer-Knöterich'''
 +
 +
{{Gallery | lines=6
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._lapathifolia_2_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._lapathifolia_3_Siegufer_bei_Röcklingen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._brittingeri_2_Loireufer_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._brittingeri_3_Elbe_bei_Bleckede_28.09.1986_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._pallida_1_Rübenfeld_westl_Birresdorf_04.09.2010_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._pallida_2_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._pallida_5_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._mesomorpha_1_Wesseling_Herbar_Wißkirchen_(Hagedorn_u._BGBM-Berlin).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' (Foto: G. Hagedorn & BGBM-Berlin)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_2_Nussfrüchte_lap_pall_gemischt_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'': Reife Nussfrüchte der Unterarten ''lapathifolia'' und ''pallida'' gemischt (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_3_Früchte_in_Blütenhülle_lap_pall_sortiert_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'': Reife Nussfrüchte der Unterarten ''pallida'' (links) und ''lapathifolia'' (rechts) sortiert (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
}}
 +
 +
'''Taxonomische Behandlung:'''
  
 
Nur wenige Arten verfügen über eine so hohe, auch dem Laien gleich ins Auge fallende Variabilität wie der Ampfer-Knöterich. Das betrifft z.B. die Sprossverzweigung, die Blattform, die Form, Größe und Intensität des Blattfleck, die Stängelfarbe, die Stängelfleckung, die Blütenstandsform, die Blütenfarbe und die Fruchtform - von der modifikativen Ausformung der Genotypen durch den Standort noch nicht zu sprechen. Die Hauptursache für das Entstehen zahlloser Morphotypen liegt in der Selbstbestäubung (Autogamie). Sie verhindert, dass sich die Morphotypen gleich wieder vermischen. Dies schließt Fremdbestäubung aber nicht aus. Sie wird - wenngleich selten - bewirkt durch Bienen und andere Insekten. Letztlich sind diese Morphotypen aber keine dauerhaft stabilen Gebilde und daher taxonomisch irrelevant. Sie zeigen weder eine Standort-Bindung noch sonstige Merkmals-Korrelationen. Hierzu gehören z.B. auch die Sippen "''syringifolia''" und "''oligoclada''", die der Monograph Danser für eigenständige Unterarten hielt, aber nur lokal einmal in Erscheinung treten. Die eigentlichen, d.h. taxonomisch relevanten Sippen entstehen bei ''Persicaria lapathifolia'' allmählich durch Mutation und standörtliche Selektion. Es sind Ökotypen. Das zeigt sich im einfachsten Falle schon bei der Unterart ''brittingeri'' mit ihren auffallend runden Blättform, deren Populationen auf Flussufer (und Talsperren) beschränkt sind. Diese Sippe ist eng mit der Typusunterart ''lapathifolia'' verwandt. Sie bildet mit ihr auch Übergangsformen. Dennoch ist die subsp. ''brittingeri'' in ihrer Eigenart sehr stabil und daher mehr als ein reiner Morphotypus.
 
Nur wenige Arten verfügen über eine so hohe, auch dem Laien gleich ins Auge fallende Variabilität wie der Ampfer-Knöterich. Das betrifft z.B. die Sprossverzweigung, die Blattform, die Form, Größe und Intensität des Blattfleck, die Stängelfarbe, die Stängelfleckung, die Blütenstandsform, die Blütenfarbe und die Fruchtform - von der modifikativen Ausformung der Genotypen durch den Standort noch nicht zu sprechen. Die Hauptursache für das Entstehen zahlloser Morphotypen liegt in der Selbstbestäubung (Autogamie). Sie verhindert, dass sich die Morphotypen gleich wieder vermischen. Dies schließt Fremdbestäubung aber nicht aus. Sie wird - wenngleich selten - bewirkt durch Bienen und andere Insekten. Letztlich sind diese Morphotypen aber keine dauerhaft stabilen Gebilde und daher taxonomisch irrelevant. Sie zeigen weder eine Standort-Bindung noch sonstige Merkmals-Korrelationen. Hierzu gehören z.B. auch die Sippen "''syringifolia''" und "''oligoclada''", die der Monograph Danser für eigenständige Unterarten hielt, aber nur lokal einmal in Erscheinung treten. Die eigentlichen, d.h. taxonomisch relevanten Sippen entstehen bei ''Persicaria lapathifolia'' allmählich durch Mutation und standörtliche Selektion. Es sind Ökotypen. Das zeigt sich im einfachsten Falle schon bei der Unterart ''brittingeri'' mit ihren auffallend runden Blättform, deren Populationen auf Flussufer (und Talsperren) beschränkt sind. Diese Sippe ist eng mit der Typusunterart ''lapathifolia'' verwandt. Sie bildet mit ihr auch Übergangsformen. Dennoch ist die subsp. ''brittingeri'' in ihrer Eigenart sehr stabil und daher mehr als ein reiner Morphotypus.
  
Viel deutlicher und morphologisch ausgeprägter ist die Differenzierung zwischen Ufer- und Acker-Ökotypen. Die großfrüchtigen, grünlichweiß blühenden Ackersippen (subsp. ''pallida'', subsp. ''leptoclada'') lassen sich von den kleinfrüchtigen, meist buntblütigen Ufersippen (subsp. lapathifolia, subsp. brittingeri) gut unterscheiden. Sie sind auch von ihrem Lebensraum her gut getrennt. An intermediären Standorten jedoch, d.h. auf feuchten oder zeitweilig überschwemmten Böden ist diese Trennung gemindert oder ganz aufgehoben, und die Unterarten ssp. ''lapathifolia'' und ssp. ''pallida'' bilden dann "Bastarde" miteinander, d.h. sie rekombinieren zu intermediäre Formen, welche die subsp. ''mesomorphum'' ausmachen. Meist handelt es sich nur um Einzelindividuen oder kleine Populationen. In Auen- und Teichgebieten sowie in Talsperren und Klärteilen wachsen diese jedoch zu großen, eigenständigen Populationen heran. Diese Gegebenheiten sind der Grund, warum eine Trennung der Taxa ''lapathifolia'' und ''pallida'' auf Artebene wenig sinnvoll erscheint - im Gegensatz zu den Verhältnissen in der ''Polygonum aviculare''-Gruppe (siehe dort). Alle Unterarten haben die gleiche Chromosomenzahl und sind fertil miteinander kombinierbar (auch "Rückkreuzungen" und 3-fach-Kombinationen ohne Fertilitätseinbußen lassen sich finden). Doch ist die Kombination aus ''brittingeri'' und ''pallida'' selten (über Rekombinationen unter Beteiligung der subsp. ''leptoclada'' ist nichts bekannt). Die Begrenzung der Neukombinationen liegt letztlich darin, dass sie einen eigenen, intermediären Lebensraum brauchen, um sich auf Dauer gegenüber den Eltern behaupten zu können. Es handelt sich hier also nicht um sterile Primärhybriden, die erst durch Chromosomenverdoppelung zu neuen sog. hybridogenen Arten generieren.
+
Viel deutlicher und morphologisch ausgeprägter ist die Differenzierung zwischen Ufer- und Acker-Ökotypen. Die großfrüchtigen, grünlichweiß blühenden Ackersippen (subsp. ''pallida'', subsp. ''leptoclada'') lassen sich von den kleinfrüchtigen, meist buntblütigen Ufersippen (subsp. lapathifolia, subsp. brittingeri) gut unterscheiden. Sie sind auch von ihrem Lebensraum her gut getrennt. An intermediären Standorten jedoch, d.h. auf feuchten oder zeitweilig überschwemmten Böden ist diese Trennung gemindert oder ganz aufgehoben, und die Unterarten subsp. ''lapathifolia'' und subsp. ''pallida'' bilden dann "Bastarde" miteinander, d.h. sie rekombinieren zu intermediäre Formen, welche die subsp. ''mesomorphum'' ausmachen. Meist handelt es sich nur um Einzelindividuen oder kleine Populationen. In Auen- und Teichgebieten sowie in Talsperren und Klärteilen wachsen diese jedoch zu großen, eigenständigen Populationen heran. Diese Gegebenheiten sind der Grund, warum eine Trennung der Taxa ''lapathifolia'' und ''pallida'' auf Artebene wenig sinnvoll erscheint - im Gegensatz zu den Verhältnissen in der ''Polygonum aviculare''-Gruppe (siehe dort). Alle Unterarten haben die gleiche Chromosomenzahl und sind fertil miteinander kombinierbar (auch "Rückkreuzungen" und 3-fach-Kombinationen ohne Fertilitätseinbußen lassen sich finden). Doch ist die Kombination aus ''brittingeri'' und ''pallida'' selten (über Rekombinationen unter Beteiligung der subsp. ''leptoclada'' ist nichts bekannt). Die Begrenzung der Neukombinationen liegt letztlich darin, dass sie einen eigenen, intermediären Lebensraum brauchen, um sich auf Dauer gegenüber den Eltern behaupten zu können. Es handelt sich hier also nicht um sterile Primärhybriden, die erst durch Chromosomenverdoppelung zu neuen sog. hybridogenen Arten generieren.
  
 
Die seltene Unterart ''leptoclada'' ist ein hoch angepasstes Leinunkraut, das sich aus der gewöhnlichen Ackerunkraut-Form (subsp. ''pallida'') durch "Orthogenese", d.h. durch den Prozeß immer besserer Anpassung entwickelt hat. Es starb mit der Aufgabe des Leinanbaus in Deutschland schon vor längerer Zeit wieder aus. In Russland existiert diese Sippe aber heute noch. In den Herbarien (z.B. in Berlin und Jena) sind Belege dieser Sippe noch zu finden.  Alle Unterarten sind im übrigen sehr variabel, d.h. die Tendenz zur Mikrospezies-Bildung durch vorherrschende Autogamie trifft für alle Unterarten zu. Teilweise entstehen ihre Populationen auch polytop, d.h. an entfernten Orten unabhängig voneinander. Häufig sind im Gebiet nur die Unterarten ''lapathifolia'' und ''pallida''.
 
Die seltene Unterart ''leptoclada'' ist ein hoch angepasstes Leinunkraut, das sich aus der gewöhnlichen Ackerunkraut-Form (subsp. ''pallida'') durch "Orthogenese", d.h. durch den Prozeß immer besserer Anpassung entwickelt hat. Es starb mit der Aufgabe des Leinanbaus in Deutschland schon vor längerer Zeit wieder aus. In Russland existiert diese Sippe aber heute noch. In den Herbarien (z.B. in Berlin und Jena) sind Belege dieser Sippe noch zu finden.  Alle Unterarten sind im übrigen sehr variabel, d.h. die Tendenz zur Mikrospezies-Bildung durch vorherrschende Autogamie trifft für alle Unterarten zu. Teilweise entstehen ihre Populationen auch polytop, d.h. an entfernten Orten unabhängig voneinander. Häufig sind im Gebiet nur die Unterarten ''lapathifolia'' und ''pallida''.
  
Die einheitliche Behandlung der Sippen als Unterarten geht auf einen taxonomischen Vorschlag von Danser zurück. Dieser bewährten Tradition wird hier weiter gefolgt. Eine streng phylogenetische Gliederung wie z.&nbsp;B. in "Flora Nordica" hat den Nachteil, dass ausgeprägte und naturschutzrelevante Sippen wie die ssp. ''brittingeri'' und das Leinunkraut ''leptoclada'' auf der Rangstufe von Varitäten behandelt werden müssten, was dann vielfach zu einem gänzlichen Ausschluss aus Floren, Florenlisten und Roten Listen führen würde. Bewertungsstufung und stammesgeschichtliche Stufung vertragen sich auf Artebene nicht gut.  
+
Die einheitliche Behandlung der Sippen als Unterarten geht auf einen taxonomischen Vorschlag von Danser zurück. Dieser bewährten Tradition wird hier weiter gefolgt. Eine streng phylogenetische Gliederung wie z.&nbsp;B. in "Flora Nordica" hat den Nachteil, dass ausgeprägte und naturschutzrelevante Sippen wie die subsp. ''brittingeri'' und das Leinunkraut ''leptoclada'' auf der Rangstufe von Varitäten behandelt werden müssten, was dann vielfach zu einem gänzlichen Ausschluss aus Floren, Florenlisten und Roten Listen führen würde. Bewertungsstufung und stammesgeschichtliche Stufung vertragen sich auf Artebene nicht gut.  
  
{{Gallery | lines=6
 
| Datei:Persicaria_lapathifolia_1_Früchte_in_Blütenhülle_lap_pall_gemischt_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'': Von der Blütenhülle umgebene reife Früchte der Unterarten lapathifolia und pallida gemischt (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
| Datei:Persicaria_lapathifolia_2_Nussfrüchte_lap_pall_gemischt_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'': Reife Nussfrüchte ohne Blütenhülle der Unterarten lapathifolia und pallida gemischt (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
| Datei:Persicaria_lapathifolia_3_Früchte_in_Blütenhülle_lap_pall_sortiert_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'': Reife Nussfrüchte der Unterarten lapathifolia und pallida sortiert. Die Unterschiede in den Fruchtmerkmalen (Form, Größe) sind deutlich sichtbar (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
  
 
'''Unterarten:'''
 
'''Unterarten:'''
Zeile 300: Zeile 364:
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._lapathifolia_4_Elbufer_Holtorf_26.09.1986_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia'': Große, hochwüchsige Bestände am Elbufer bei Holtorf, die Pflanzen weiß, rosa und rot blühend. 26.09.1986 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._lapathifolia_4_Elbufer_Holtorf_26.09.1986_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia'': Große, hochwüchsige Bestände am Elbufer bei Holtorf, die Pflanzen weiß, rosa und rot blühend. 26.09.1986 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._lapathifolia_5_Ahrmündungsgebiet_28.07.1992_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia'': Bestand der typischen Unterart zusammen mit Pflanzen der subsp. brittingeri auf alljährlich umgelagerten Schottern der Ahr im Mündungsgebiet bei Remagen-Kripp, 28.07.1992 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._lapathifolia_5_Ahrmündungsgebiet_28.07.1992_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia'': Bestand der typischen Unterart zusammen mit Pflanzen der subsp. brittingeri auf alljährlich umgelagerten Schottern der Ahr im Mündungsgebiet bei Remagen-Kripp, 28.07.1992 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_lapathifolia_6_Reife_Früchte_Siegufer_bei_Brachbach_1988_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia'': Reife Früchte mit Blütenhülle. Siegufer bei Brachbach, 1988, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_lapathifolia_7_Reife_Nussfrüchte_Siegufer_bei_Brachbach_1988_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''lapathifolia'': Reife Nussfrüchte. Siegufer bei Brachbach, 1988, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
  
Zeile 338: Zeile 404:
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._pallida_5_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'': Typisch gelbe Blattverfärbung. Früchte teilweise schon reif (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._pallida_5_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'': Typisch gelbe Blattverfärbung. Früchte teilweise schon reif (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._pallida_6_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'' : Dicke Scheinähren, Vergrünung der Blüten und große Nussfrüchte kennzeichnen die Unterart (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._pallida_6_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'' : Dicke Scheinähren, Vergrünung der Blüten und große Nussfrüchte kennzeichnen die Unterart (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_pallida_7_Reife_Früchte_Rapsfeld_bei_Warpke_1989_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'' : Reife Früchte mit Blütenhülle. Rapsfeld bei Warpke, 1989, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_pallida_8_Reife_Nussfrüchte_Rapsfeld_bei_Warpke_1989_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'' : Reife Nussfrüchte. Rapsfeld bei Warpke, 1989, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_pallida_9_Reife_Früchte_Eifel_Acker_bei_Hecken_1999_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'' : Reife Früchte. Acker bei Hecken (Eifel), 1999, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_lapathifolia_pallida_10_Reife_Nussfrüchte_Eifel_Acker_bei_Hecken_1999_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''pallida'' : Reife Nussfrüchte. Acker bei Hecken (Eifel), 1999, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
  
Zeile 353: Zeile 423:
 
{{Gallery | lines=5
 
{{Gallery | lines=5
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._leptoclada_1_Mühlheim-Ruhr_1860_Herbarium_Jena_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''leptoclada'': Mühlheim-Ruhr, leg. Haussknecht 1860 (Herbarium Jena) (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._leptoclada_1_Mühlheim-Ruhr_1860_Herbarium_Jena_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''leptoclada'': Mühlheim-Ruhr, leg. Haussknecht 1860 (Herbarium Jena) (Foto: Rolf Wißkirchen)
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._leptoclada_2_Rotterdam_Danser_1915_Herbarium_Leiden_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''leptoclada'': Rotterdam, leg. Danser 1915 (Herbarium Leiden) (Foto: Rolf Wißkirchen)
+
  | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._leptoclada_3_Mühlheim-Ruhr_1860_Herbarium_Jena_Ausschnitt_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''leptoclada'': Mühlheim-Ruhr, leg. Haussknecht 1860 (Herbarium Jena) (Foto: Rolf Wißkirchen) | Datei:Persicaria_lapathifolia_ssp._leptoclada_2_Rotterdam_Danser_1915_Herbarium_Leiden_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria lapathifolia'' subsp. ''leptoclada'': Rotterdam, leg. Danser 1915 (Herbarium Leiden) (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
  
Zeile 384: Zeile 454:
 
  | Datei:Persicaria_maculosa_4_Elbufer_bei_Alt-Garge_28.09.1986_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria maculosa:'' Niederliegende (prostate) Form am Elbufer bei Alt-Garge (Wendland), 28.09.1986 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_maculosa_4_Elbufer_bei_Alt-Garge_28.09.1986_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria maculosa:'' Niederliegende (prostate) Form am Elbufer bei Alt-Garge (Wendland), 28.09.1986 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_maculosa_5_Röcklingen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria maculosa'': Weißblütige Form am Siegufer bei Röcklingen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_maculosa_5_Röcklingen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria maculosa'': Weißblütige Form am Siegufer bei Röcklingen (Foto: Rolf Wißkirchen)
  | Datei:Persicaria_maculosa_6_Röcklingen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria maculosa'' weißblühend. Siegufer bei Röcklingen (Foto: Rolf Wißkirchen)
+
  | Datei:Persicaria_maculosa_6_Röcklingen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria maculosa'': weißblühend. Siegufer bei Röcklingen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_maculosa_7_Reife_Früchte_südl_Niederbachem_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria maculosa'': Reife Früchte mit Blütenhülle  (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_maculosa_8_Reife_Nussfrüchte_südl_Niederbachem_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria maculosa'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
  
Zeile 400: Zeile 472:
 
  | Datei:Persicaria_minor_2_Frankreich_Vienneufer_bei_Chinon_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria minor'': Niederliegende (prostrate) Wuchsform am Vienne-Ufer bei Chinon, Frankreich (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_minor_2_Frankreich_Vienneufer_bei_Chinon_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria minor'': Niederliegende (prostrate) Wuchsform am Vienne-Ufer bei Chinon, Frankreich (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_minor_3_Rhöndorf_oberh_Waldfriedhof_18.09.2010_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria minor'': Aufsteigende Wuchsform an einem Waldwegrand. Rhöndorf, Oberhalb Waldfriedhof, 18.09.2010 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_minor_3_Rhöndorf_oberh_Waldfriedhof_18.09.2010_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria minor'': Aufsteigende Wuchsform an einem Waldwegrand. Rhöndorf, Oberhalb Waldfriedhof, 18.09.2010 (Foto: Rolf Wißkirchen)
  | Datei:Persicaria_minor_4_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria minor'': Reife Früchte, typischerweise klein und glänzend (Foto: Rolf Wißkirchen)
+
  | Datei:Persicaria_minor_6_Reife_Früchte_Waldwegrand_bei_Rhöndorf_2010_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria minor'': Reife Früchte mit Blütenhülle. Waldwegrand. Rhöndorf, Oberhalb Waldfriedhof, 18.09.2010 (Foto: Rolf Wißkirchen)
  | Datei:Persicaria_minor_5_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria minor'': Reife Früchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
+
| Datei:Persicaria_minor_4_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria minor'': Reife Nussfrüchte, typischerweise klein und glänzend (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
  | Datei:Persicaria_minor_5_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria minor'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
  
Zeile 419: Zeile 492:
 
  | Datei:Persicaria_mitis_3_Siegufer_bei_Röcklingen_30.08.2004_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria mitis'': Blütenstände. Siegufer bei Röcklingen, 30.08.2004 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_mitis_3_Siegufer_bei_Röcklingen_30.08.2004_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria mitis'': Blütenstände. Siegufer bei Röcklingen, 30.08.2004 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_mitis_4_Siegufer_bei_Röcklingen_30.08.2004_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria mitis'': Lockerblütiger Blütenstand von nahem. Siegufer bei Röcklingen, 30.08.2004 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_mitis_4_Siegufer_bei_Röcklingen_30.08.2004_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria mitis'': Lockerblütiger Blütenstand von nahem. Siegufer bei Röcklingen, 30.08.2004 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_mitis_7_Reife_Früchte_Gelsenkirchen_Halde_Heppenbruch_1995_Herbar_Rolf_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria mitis'': Reife Früchte mit Blütenhülle (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_mitis_6_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria mitis'': Reife Nussfrüchte mit charakteristischer Fruchtoberflächen-Struktur: unten glatt, oben rau (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_mitis_6_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria mitis'': Reife Nussfrüchte mit charakteristischer Fruchtoberflächen-Struktur: unten glatt, oben rau (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_mitis_5_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria mitis'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_mitis_5_Reife_Nussfrüchte_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria mitis'': Reife Nussfrüchte (Foto: Rolf Wißkirchen)
Zeile 433: Zeile 507:
 
'''Nepalesischer Knöterich'''
 
'''Nepalesischer Knöterich'''
 
{{Gallery | lines=5
 
{{Gallery | lines=5
 +
| Datei:Persicaria_nepalensis_5_Wahner_Heide_bei_Lohmar_2011_(Schepers).jpg | ''Persicaria nepalensis'': Wahner Heide bei Lohmar, Wildacker, Bestandesausschnitt mit ''Persicaria maculosa'' und ''Galinsoga ciliata'', 2011 (Foto: G. Schepers)
 +
| Datei:Persicaria_nepalensis_4_Wahner_Heide_bei_Lohmar_2011_(Schepers).jpg | ''Persicaria nepalensis'': Wahner Heide bei Lohmar, Wildacker, 2011 (Foto: G. Schepers)
 +
| Datei:Persicaria_nepalensis_3_Wahner_Heide_bei_Lohmar_2011_(Schepers).jpg | ''Persicaria nepalensis'': Wahner Heide bei Lohmar, Wildacker, 2011 (Foto: G. Schepers)
 
  | Datei:Persicaria_nepalensis_1_Bei_Iserlohn_Diekjobst_1999_Herbar_Wißkirchen_(Hagedorn_u._BGBM-Berlin).jpg | ''Persicaria nepalensis'': Iserlohn, Wildacker, leg. Diekjobst 1999 (Herbar Wißkirchen (Foto: G. Hagedorn & BGBM-Berlin)
 
  | Datei:Persicaria_nepalensis_1_Bei_Iserlohn_Diekjobst_1999_Herbar_Wißkirchen_(Hagedorn_u._BGBM-Berlin).jpg | ''Persicaria nepalensis'': Iserlohn, Wildacker, leg. Diekjobst 1999 (Herbar Wißkirchen (Foto: G. Hagedorn & BGBM-Berlin)
  | Datei:Persicaria_nepalensis_2_Bei_Lohmar_2004_Herbar_Wißkirchen_(Hagedorn_u._BGBM-Berlin).jpg | ''Persicaria nepalensis'': Wahner Heide bei Lohmar, Wildacker, leg. Schepers 2004 (Herbar Wißkirchen (Foto: G. Hagedorn & BGBM-Berlin)
+
  | Datei:Persicaria_nepalensis_2_Bei_Lohmar_2004_Herbar_Wißkirchen_(Hagedorn_u._BGBM-Berlin).jpg | ''Persicaria nepalensis'': Wahner Heide bei Lohmar, Wildacker, leg. Schepers 2005 ("2004") (Herbar Wißkirchen (Foto: G. Hagedorn & BGBM-Berlin)
 +
| Datei:Persicaria_nepalensis_6_Reife_Früchte_bei_Iserlohn_Diekjobst_1999_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria nepalensis'': Reife Früchte mit Blütenhülle. Iserlohn, Wildacker, leg. Diekjobst 1999, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_nepalensis_7_Reife_Nussfrüchte_bei_Iserlohn_Diekjobst_1999_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria nepalensis'': Reife Nussfrüchte. Iserlohn, Wildacker, leg. Diekjobst 1999, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
  
Zeile 451: Zeile 530:
 
  | Datei:Persicaria_orientalis_3_Mannheim_06.09.2009_(Günther_Blaich).jpg | ''Persicaria orientalis'': Die Blätter sind im Ganzen abstehend behaart. Mannheim, 06.09.2009 (Foto: Günther Blaich)
 
  | Datei:Persicaria_orientalis_3_Mannheim_06.09.2009_(Günther_Blaich).jpg | ''Persicaria orientalis'': Die Blätter sind im Ganzen abstehend behaart. Mannheim, 06.09.2009 (Foto: Günther Blaich)
 
  | Datei:Persicaria_orientalis_4_Mannheim_06.09.2009_(Günther_Blaich).jpg | ''Persicaria orientalis'': Charakteristisch ist auch der abstehende Kragen am oberen Ende der Ochrea. Mannheim, 06.09.2009 (Foto: Günther Blaich)
 
  | Datei:Persicaria_orientalis_4_Mannheim_06.09.2009_(Günther_Blaich).jpg | ''Persicaria orientalis'': Charakteristisch ist auch der abstehende Kragen am oberen Ende der Ochrea. Mannheim, 06.09.2009 (Foto: Günther Blaich)
 +
| Datei:Persicaria_orientalis_5_Reife_Früchte_Bot_Gart_Bochum_1995_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria orientalis'': Reife Früchte mit Blütenhülle. Bot. Garten Bochum 1995, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_orientalis_6_Reife_Nussfrüchte_Bot_Gart_Bochum_1995_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria orientalis'': Reife Nussfrüchte. Bot. Garten Bochum 1995, Herbar Wißkirchen (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
  
Zeile 469: Zeile 550:
 
  | Datei:Persicaria_pensylvanica_5_Rheinufer_Lausward_25.09.2009_(Ulf_Schmitz).jpg | ''Persicaria pensylvanica'': Unterhalb der Scheinähren sind kurzgestielte Drüsen für die Art charakteristisch. Rheinufer, Lausward, 25.09.2009 (Foto: Ulf Schmitz)
 
  | Datei:Persicaria_pensylvanica_5_Rheinufer_Lausward_25.09.2009_(Ulf_Schmitz).jpg | ''Persicaria pensylvanica'': Unterhalb der Scheinähren sind kurzgestielte Drüsen für die Art charakteristisch. Rheinufer, Lausward, 25.09.2009 (Foto: Ulf Schmitz)
 
  | Datei:Persicaria_pensylvanica_6_Neusser_Floßhafen_1991_Herbar_Wißkirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria pensylvanica'': Industriebrache im Neusser Floßhafen, leg. W. Dietrich 1991 (Herbar Wißkirchen) (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
  | Datei:Persicaria_pensylvanica_6_Neusser_Floßhafen_1991_Herbar_Wißkirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria pensylvanica'': Industriebrache im Neusser Floßhafen, leg. W. Dietrich 1991 (Herbar Wißkirchen) (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_pensylvanica_7_Reife_Früchte_Neusser_Floßhafen_1991_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria pensylvanica'': Reife Früchte mit Blütenhülle. Neusser Floßhafen, leg. W. Dietrich 1991 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 +
| Datei:Persicaria_pensylvanica_8_Reife_Nussfrüchte_Neusser_Floßhafen_1991_Herbar_Wisskirchen_(Rolf_Wißkirchen).jpg | ''Persicaria pensylvanica'': Reife Nussfrüchte. Neusser Floßhafen, leg. W. Dietrich 1991 (Foto: Rolf Wißkirchen)
 
}}
 
}}
 +
[[Kategorie:Tabellarische Bestimmungshilfen (Flora)‎]]

Aktuelle Version vom 26. September 2015, 10:00 Uhr

Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Rolf Wißkirchen beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Zitiervorschlag: Teil von: Wißkirchen, Rolf 2011. Polygonaceae – Bestimmungsschlüssel für die in Deutschland und angrenzenden Regionen wachsenden Knöterichgewächse. http:/​/​offene-naturfuehrer.​de/​wiki/​Polygonaceae_​-_​Bestimmungsschlüssel_​für_​die_​in_​Deutschland_​und_​angrenzenden_​Regionen_​wachsenden_​Knöterichgewächse_​(Rolf_​Wißkirchen)

Persicaria (L.) Hill (Knöterich), benannt nach dem Pfirsich (Persica vulgaris), dessen Blätter in Form und Farbe eine gewisse Ähnlichkeit mit denen des Flohknöterichs (Persicaria maculosa) haben, ist eine relativ große Gattung mit gut 100 Arten in vier Hauptgruppen (Sektionen). Im Gegensatz zu den Arten der Gattungen Bistorta und Aconogonon sind Persicaria-Arten eher Flachlandbewohner, und nur wenige Arten schaffen es bis in Bergregionen, so die hier mitbehandelte Art Persicaria nepalensis. Die meisten zeigen – ähnlich wie bei Rumex – eine Vorliebe für Gewässerufer und frische bis feuchte Substrate. Ihre Hauptverbreitung hat die Gattung in den Tropen und Subtropen aller Kontinente, wo die Pflanzen oft ausdauernde Stauden bilden. Nur in Ost- und Südostasien finden sich alle 4 Sektionen der Gattung. Hier erreicht die Gattung ihre höchste Diversität. In gemäßigten Breiten dagegen können sich die wärmeliebenden Arten fast nur als Einjährige halten. Einzige Ausnahme ist die ausdauernde Persicaria amphibia, eine Wasserpflanze, die aber auch an Land gut wächst. – Im Bezugsgebiet (Deutschland und angrenzende Regionen) 9 Arten und 4 zusätzliche Unterarten

Literatur

  • Diekjobst, H. (1994): Der Nepalesische Knöterich (Polygonum nepalense Meisn.), ein Neufund in Deutschland. – Floristische Rundbriefe 27 (2): 90–93
  • Kubat, K. & Jehlik, V. (2003): Persicaria pensylvanica in der Tschechischen Republik. – Preslia 75: 183–188
  • Steward, A. N. 1930. The Polygoneae of eastern Asia. Contrib. from the Herbarium of Harvard University 88: 1–129.
  • Wisskirchen, R. (1991): Zur Biologie und Variabilität von Polygonum lapathifolium. – Flora 185: 267–295.
  • Wisskirchen, R. (1995): Zur Bestimmung der Unterarten von Polygonum lapathifolium L. s. l. – Floristische Rundbriefe 29 (1): 1–25

Schlüssel

Ochrea-Typen bei Persicaria (Zeichnung Rolf Wißkirchen)


Tabellarische Übersicht der Merkmale lockerblütiger (laxiflorer) Persicaria-Arten

Tabelle 4: Die Merkmale von Persicaria minor sind rot, die von Persicaria hydropiper blau dargestellt. Diese beiden repräsentieren die Merkmals-Pole. Persicaria mitis liegt dazwischen. Es hat aber wenige eigene Merkmale und besteht hauptsächlich aus einer Kombination von P. minor- und P. hydropiper-Merkmalen. Das sicherste Merkmal zur Identifizierung von Persicaria mitis ist die kombinierte Oberflächenstruktur der Nussfrucht. Aber auch große Pflanzen mit lanzettlichen Blättern in Kombination mit lang bewimperten Ochreen gehören mit Sicherheit zu Persicaria mitis.

Merkmale   /   Arten Persicaria minor Persicaria mitis Persicaria hydropiper
Ochrea-Wimpernlänge 3–6 mm 3–6 mm 1–2 mm
Ochrea-Behaarung deutlich deutlich fast kahl
Blüten-Farbe weiß bis intensiv rosa weiß bis intensiv rosa grünlich mit weißer bis rosafarbener Spitze
Oberflächenstruktur der reifen Nuss-Frucht glatt, stark glänzend im unteren Teil ± glatt und glänzend, im oberen Teil warzig rau mit unregelmäßigem Netzleistenwerk im ganzen warzig rau mit unregelmäßigem Netzleistenwerk, matt
Blüten-Drüsigkeit keine Drüsen keine Drüsen oder wenige kleine, flache Drüsen viele große gelbliche bis bräunliche, aufgewölbte Drüsen
Frucht-Länge (ohne Perigon) 1,5–2,0 (–2,3) mm (2,0–) 2,2–3,0 mm (2,3–) 2,5–3,2 mm
Wuchshöhe /Sprosslänge 0,1–0,4 m 0,2–0,7 m 0,2–0,7 m
Blatt-Form linealisch bis linealisch-lanzettlich lanzettlich lanzettlich
Blütenähren-Länge meist 1,5–2,5 cm meist 2,5–4,0 cm meist 3,0–4,5 cm
Blütenähren-Form (bei der Fruchtreife) ± gestreckt übergebogen stark übergebogen




Persicaria amphibia (L.) Delarbre

Synonyme:

  • Polygonum amphibium L.

Wasser-Knöterich




Persicaria hydropiper (L.) Delarbre

Synonyme:

  • Polygonum hydropiper L.

Wasserpfeffer




Persicaria lapathifolia (L.) Delarbre

Synonyme:

  • Polygonum lapathifolium L.

Ampfer-Knöterich

Taxonomische Behandlung:

Nur wenige Arten verfügen über eine so hohe, auch dem Laien gleich ins Auge fallende Variabilität wie der Ampfer-Knöterich. Das betrifft z.B. die Sprossverzweigung, die Blattform, die Form, Größe und Intensität des Blattfleck, die Stängelfarbe, die Stängelfleckung, die Blütenstandsform, die Blütenfarbe und die Fruchtform - von der modifikativen Ausformung der Genotypen durch den Standort noch nicht zu sprechen. Die Hauptursache für das Entstehen zahlloser Morphotypen liegt in der Selbstbestäubung (Autogamie). Sie verhindert, dass sich die Morphotypen gleich wieder vermischen. Dies schließt Fremdbestäubung aber nicht aus. Sie wird - wenngleich selten - bewirkt durch Bienen und andere Insekten. Letztlich sind diese Morphotypen aber keine dauerhaft stabilen Gebilde und daher taxonomisch irrelevant. Sie zeigen weder eine Standort-Bindung noch sonstige Merkmals-Korrelationen. Hierzu gehören z.B. auch die Sippen "syringifolia" und "oligoclada", die der Monograph Danser für eigenständige Unterarten hielt, aber nur lokal einmal in Erscheinung treten. Die eigentlichen, d.h. taxonomisch relevanten Sippen entstehen bei Persicaria lapathifolia allmählich durch Mutation und standörtliche Selektion. Es sind Ökotypen. Das zeigt sich im einfachsten Falle schon bei der Unterart brittingeri mit ihren auffallend runden Blättform, deren Populationen auf Flussufer (und Talsperren) beschränkt sind. Diese Sippe ist eng mit der Typusunterart lapathifolia verwandt. Sie bildet mit ihr auch Übergangsformen. Dennoch ist die subsp. brittingeri in ihrer Eigenart sehr stabil und daher mehr als ein reiner Morphotypus.

Viel deutlicher und morphologisch ausgeprägter ist die Differenzierung zwischen Ufer- und Acker-Ökotypen. Die großfrüchtigen, grünlichweiß blühenden Ackersippen (subsp. pallida, subsp. leptoclada) lassen sich von den kleinfrüchtigen, meist buntblütigen Ufersippen (subsp. lapathifolia, subsp. brittingeri) gut unterscheiden. Sie sind auch von ihrem Lebensraum her gut getrennt. An intermediären Standorten jedoch, d.h. auf feuchten oder zeitweilig überschwemmten Böden ist diese Trennung gemindert oder ganz aufgehoben, und die Unterarten subsp. lapathifolia und subsp. pallida bilden dann "Bastarde" miteinander, d.h. sie rekombinieren zu intermediäre Formen, welche die subsp. mesomorphum ausmachen. Meist handelt es sich nur um Einzelindividuen oder kleine Populationen. In Auen- und Teichgebieten sowie in Talsperren und Klärteilen wachsen diese jedoch zu großen, eigenständigen Populationen heran. Diese Gegebenheiten sind der Grund, warum eine Trennung der Taxa lapathifolia und pallida auf Artebene wenig sinnvoll erscheint - im Gegensatz zu den Verhältnissen in der Polygonum aviculare-Gruppe (siehe dort). Alle Unterarten haben die gleiche Chromosomenzahl und sind fertil miteinander kombinierbar (auch "Rückkreuzungen" und 3-fach-Kombinationen ohne Fertilitätseinbußen lassen sich finden). Doch ist die Kombination aus brittingeri und pallida selten (über Rekombinationen unter Beteiligung der subsp. leptoclada ist nichts bekannt). Die Begrenzung der Neukombinationen liegt letztlich darin, dass sie einen eigenen, intermediären Lebensraum brauchen, um sich auf Dauer gegenüber den Eltern behaupten zu können. Es handelt sich hier also nicht um sterile Primärhybriden, die erst durch Chromosomenverdoppelung zu neuen sog. hybridogenen Arten generieren.

Die seltene Unterart leptoclada ist ein hoch angepasstes Leinunkraut, das sich aus der gewöhnlichen Ackerunkraut-Form (subsp. pallida) durch "Orthogenese", d.h. durch den Prozeß immer besserer Anpassung entwickelt hat. Es starb mit der Aufgabe des Leinanbaus in Deutschland schon vor längerer Zeit wieder aus. In Russland existiert diese Sippe aber heute noch. In den Herbarien (z.B. in Berlin und Jena) sind Belege dieser Sippe noch zu finden. Alle Unterarten sind im übrigen sehr variabel, d.h. die Tendenz zur Mikrospezies-Bildung durch vorherrschende Autogamie trifft für alle Unterarten zu. Teilweise entstehen ihre Populationen auch polytop, d.h. an entfernten Orten unabhängig voneinander. Häufig sind im Gebiet nur die Unterarten lapathifolia und pallida.

Die einheitliche Behandlung der Sippen als Unterarten geht auf einen taxonomischen Vorschlag von Danser zurück. Dieser bewährten Tradition wird hier weiter gefolgt. Eine streng phylogenetische Gliederung wie z. B. in "Flora Nordica" hat den Nachteil, dass ausgeprägte und naturschutzrelevante Sippen wie die subsp. brittingeri und das Leinunkraut leptoclada auf der Rangstufe von Varitäten behandelt werden müssten, was dann vielfach zu einem gänzlichen Ausschluss aus Floren, Florenlisten und Roten Listen führen würde. Bewertungsstufung und stammesgeschichtliche Stufung vertragen sich auf Artebene nicht gut.


Unterarten:

subsp. lapathifolia
subsp. brittingeri
subsp. pallida
subsp. leptoclada
subsp. mesomorpha




Persicaria lapathifolia subsp. lapathifolia

Synonyme:

  • Polygonum nodosum Pers.

Gewöhnlicher Ampferknöterich, Ufer-Ampferknöterich




Persicaria lapathifolia subsp. brittingeri (Opiz) Sojak

Synonyme:

  • Polygonum brittingeri Opiz
  • Polygonum danubiale Kern.

Fluss-Knöterich




Persicaria lapathifolia subsp. pallida (With.) A. Löve

Synonyme:

  • Polygonum pallidum With.
  • Polygonum tomentosum auct.
  • Polygonum incanum auct.

Acker-Ampferknöterich




Persicaria lapathifolia subsp. leptoclada (Danser) Wissk.

Synonyme:

  • Polygonum lapathifolium subsp. leptocladum Danser
  • Polygonum linicola Sutulov
  • Persicaria lapathifolia var. linicola (Sutulov) Ekman & Knutsson

Lein-Ampferknöterich




Persicaria lapathifolia subsp. mesomorpha (Danser) Sojak

Synonyme:

  • Polygonum mesomorphum (Danser) Sojak

Mittlerer Ampferknöterich




Persicaria maculosa Gray

Synonyme:

  • Polygonum persicaria L.

Floh-Knöterich, Pfirsichblättriger Knöterich




Persicaria minor (Huds.) Opiz

Synonyme:

  • Polygonum minus Huds.

Kleiner Knöterich




Persicaria mitis (Schrank) Assenov

Synonyme:

  • Polygonum mite Schrank
  • Persicaria dubia (Stein) Fourr.

Milder Knöterich




Persicaria nepalensis (Meisn.) H. Gross

Synonyme:

  • Polygonum nepalense Meisn.

Nepalesischer Knöterich




Persicaria orientalis (L.) Spach

Synonyme:

  • Polygonum orientale L.

Orientalischer Knöterich




Persicaria pensylvanica (L.) M. Gomez

Synonyme:

  • Polygonum pensylvanicum L.

Pennsylvanischer Knöterich

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Die Gattung Persicaria (Rolf Wißkirchen) (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
26 September 2015 08:00:13). Abgerufen am 4. April 2025, 08:56 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Die_Gattung_Persicaria_(Rolf_Wißkirchen)