Centaurea jacea – Wiesen-Flockenblume (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Centaurea jacea L., die Wiesen-Flockenblume, gehört zur Familie der Asteraceae oder Compositae (Korbblütler). Die englischen Namen sind Brown Knapweed, Meadow Knapweed und French Hardheads. EPPO-Code CENJA. Es gibt viele Unterarten, die lokal vorkommen und sich durch die Blattform etc. unterscheiden. Sie kreuzen sich aber alle und sind daher definitionsgemäß nur eine Art, obwohl sie manchmal als eigene Arten gelistet werden. Auch mit der Schwarzen Flockenblume Centaurea nigra gibt es Hybride und wohl auch mit der Skabiosen-Flockenblume C. scabiosa.

In Deutschland kommt sie überall vor, im nordwestlichen Niedersachsen etwas weniger. Sie ist in Europa und Asien heimisch. Nach Nordamerika wurde sie verschleppt, hat sich aber nicht weit ausgebreitet. Auch in Australien und Neuseeland wächst sie, aber nur wenig. Im Norden kommt sie bis zum Polarkreis vor, kaum darüber hinaus. Sie gedeiht gut auf eher trockenen Standorten mit lehmigen Böden.

Die Wiesen-Flockenblume ist eine ausdauernde Pflanze von bis zu 1 m Höhe, die auf Wiesen wächst, wie der Name schon sagt, und von Landwirten nicht gerne gesehen wird, aber sich selten stark und nur bei zu spätem Schnitt vermehrt. Trittfest ist sie kaum und daher auf Weiden weniger zu sehen. Die großen Pflanzen mit vielen Grundblättern und den leuchtend rot violetten Blüten fallen gleich auf, können aber aus der Ferne mit der Skabiosen-Flockenblume verwechselt werden. Blütezeit ist Juni mit vielen Blüten bis zum Herbst. Bei früher Mahd treibt sie wieder durch und kann auch noch aussamen.

In der Naturheilkunde wird sie als Tee bei Verdauungsstörungen eingesetzt. Früher wurde sie als Hopfenersatz beim Bierbrauen verwendet; Bier wurde dadurch zur Medizin. Auch eignet sie sich zum Gelbfärben,siehe Anbautelegramm aus Thüringen. Der lateinische Artname jacea wurde ursprünglich im Italienischen für Viola tricolor verwendet, für die Wiesen-Flockenblume aber das erste Mal von dem Botaniker Otto Brunfels (1488 – 1534), einem der drei Väter der Botanik, siehe Wikipedia.

Verfasser: Wohlert Wohlers. Mai 2019.

Eine detaillierte Beschreibung mit schönen Fotos gibt es beim finnischen NatureGate.

Fotos vom Pollen der Wiesen-Flockenblume siehe bei PalDat, einer palynologischen Datenbank.