Senecio leucanthemifolius – Margeritenblättrige Greiskraut (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
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(Bild: W. Wohlers, JKI)

Senecio leucanthemifolius (= Senecio vernalis), das Margeritenblättrige oder Küsten-Greiskraut, zu dem heute auch das Frühlings-Greiskraut als Unterart zählt, gehört zur Familie der Asteraceae oder Compositae (Korbblütengewächse). Die englischen Namen sind Coastel Ragwort, Spring Groundsel. EPPO-Code SENLE, SENVE.

Das Frühlings-Greiskraut kommt ursprünglich aus Osteuropa und ist in den vergangenen zwei Jahrhunderten weit nach Westen gewandert. Es ist heute in Mitteleuropa weit und in fast ganz Deutschland verbreitet. In Nordamerika tritt es nicht auf. Es wächst an Ackerrändern und Böschungen und ist auch auf lückigen Feldern, in Klee und Luzerne, oder in Kieferschonungen zu finden. Vom Wegrand besiedelt es Grünland. Es gedeiht gut auf trockenen, kalkfreien Standorten mit lehmigen Sandböden.

Das Verbreitungsgebiet von Senecio leucanthemifolius muss nach der Änderung der Systematik um die Gebiete erweitert werden, in denen S. vernalis wächst. Die bisherige Verbreitungskarte ist unvollständig und muss neu gezeichnet werden.

Das Frühlings-Greiskraut blüht ab April, sobald es warm wird und dominiert häufig farblich mit seinem leuchtenden Gelb. Die aufrecht stehenden Stängel verzweigen sich im oberen Stängelbereich und bilden dann eine lockere Trugdolde von bis zu 3 cm großen, gelben Blütenkörben. Blätter und Stängel sind schütter, aber lang behaart. Der Flugkörper, der Pappus ist reinweiß.

Wie viele Senecio-Arten ist auch das Frühlings-Greiskraut giftig, aber nicht so stark wie das Jakobs-Greiskraut. Die Pyrrolizidin-Alkaloide werden bei der Heugewinnung und der Silage nicht zerstört, nur ihre Bitterstoffe, sodass das Vieh es frisst.

Verfasser Wohlert Wohlers, JKI. Dezember 2013.