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Wald-Schlüsselblume (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Beschreibung |
Beschreibung zu Pflanzen | Vorkommen + |
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Pflanzenbeschreibung auf Seite | Wald-Schlüsselblume (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Beschreibung + |
Portraitbild Pflanze | Datei:Primula elatior (Nr. 35, Hayne vol 03, 1813, BHL-199767-0177) clean, crop, no-descricption.jpg + |
Portraitbild Pflanze Beschriftung |
Wald-Schlüsselblume: '''(1)''' Der Kelch u … Wald-Schlüsselblume: '''(1)''' Der Kelch und '''(2)''' die Blumenkrone, so wie auch '''(3)''' dieselbe der Länge nach aufgeschnitten und ausgebreitet, in natürlicher Größe. '''(4)''' Ein Staubgefäß vergrößert. '''(5)''' Der Stempel in natürlicher Größe. '''(6)''' Die aufgesprungene Kapsel und '''(7)''' der Deckel derselben, an welchem sich noch der verwelkte Griffel befindet, in natürlicher Größe. '''(8)''' Der Deckel vergrößert. '''(9)''' Die Kapsel der Länge nach durchschnitten, '''(10)''' der Samenträger und '''(11)''' die Samen in natürlicher Größe. '''(12)''' Ein Same vergrößert, und sowohl '''(13)''' der Länge, als auch '''(14)''' der Quere nach durchschnitten. — Abbildung nach [[ #Hayne - Getreue Darstellung Arzneykunde Gewächse 03 - 1813|<span style="font-variant:small-caps">Hayne (1813)</span>]], Nr. 35 verändert ne (1813)</span>]], Nr. 35 verändert +
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Portraitbild Pflanze Miniaturbild |
[[Datei:Primula elatior (Nr. 35, Hayne vol … [[Datei:Primula elatior (Nr. 35, Hayne vol 03, 1813, BHL-199767-0177) clean, crop, no-descricption.jpg|x120px|rahmenlos|Wald-Schlüsselblume: '''(1)''' Der Kelch und '''(2)''' die Blumenkrone, so wie auch '''(3)''' dieselbe der Länge nach aufgeschnitten und ausgebreitet, in natürlicher Größe. '''(4)''' Ein Staubgefäß vergrößert. '''(5)''' Der Stempel in natürlicher Größe. '''(6)''' Die aufgesprungene Kapsel und '''(7)''' der Deckel derselben, an welchem sich noch der verwelkte Griffel befindet, in natürlicher Größe. '''(8)''' Der Deckel vergrößert. '''(9)''' Die Kapsel der Länge nach durchschnitten, '''(10)''' der Samenträger und '''(11)''' die Samen in natürlicher Größe. '''(12)''' Ein Same vergrößert, und sowohl '''(13)''' der Länge, als auch '''(14)''' der Quere nach durchschnitten. — Abbildung nach [[ #Hayne - Getreue Darstellung Arzneykunde Gewächse 03 - 1813|<span style="font-variant:small-caps">Hayne (1813)</span>]], Nr. 35 verändert]] (1813)</span>]], Nr. 35 verändert]] +
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Quellenangaben |
[[ #Hegi et al. Bd.5-3 Dicotyledones 1927| … [[ #Hegi et al. Bd.5-3 Dicotyledones 1927|<span style="font-variant:small-caps">Hegi u.a. (Bd. 5.3., 1927)</span>]], S. 1746: »2161. Primula elátior (L.) Schreber. Hohe Schlüsselblume. (…) <br />Ausdauernd, mit kräftigem Wurzelstock. Grüne Pflanzenteile mit gegliederten, langen (<span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">4</sub></span> bis <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">3</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">4</sub></span> mm) Haaren bedeckt; letztere am Kelch und an den Laubblättern auf den Rippen besonders lang und dicht stehend; Blattoberseite später oft verkahlend. Laubblätter in der Knospenlage nach rückwärts eingerollt, ± runzelig, in der Jugend unterseits etwas grau-grün, häutig, eiförmig oder eiförmig-länglich, vorn abgerundet, am Grunde beim Typus rasch in den geflügelten Blattstiel verschmälert, zur Blütezeit 3 bis 6 cm lang, später vergrössert, mit welligem, durch die vortretenden Blattnervenenden unregelmässig spitz gezähntem Rand; Anastomosen zwischen den Seitennerven 1. Ordnung in ihrem ganzen Verlaufe gleich stark, meist einfach oder wenig verzweigt. Blütenschaft 6 bis 30 cm lang, meist länger als die Laubblätter mit einseitswendiger, vielblütiger Dolde. Hüllblätter etwas trockenhäutig, lanzettlich oder aus eiförmigem Grunde pfriemlich, 4 bis 6 mm lang oder die untersten länger, kürzer als die 0,5 bis 2 cm langen Blütenstiele. Kelch walzen-förmig, eng anschliessend, scharfkantig, an den Kanten grün, die übrigen Teile blassgelb, 8 bis 14 mm lang, auf <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">3</sub></span> bis <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">2</sub></span> eingeschnitten, mit lanzettlichen, zugespitzten Zähnen. Krone geruchlos, selten etwas wohlriechend, meist Schwefelgelb, getrocknet oft grünlich; Kronröhre so lang wie der Kelch oder etwas länger; Schlund mit grünlichgelbem bis hellorangefarbenem Ringe; Kronsaum flach oder weit trichterförmig, von 1,5 bis 2,5 cm Durchmesser, mit verkehrt-herzförmigen Zipfeln. Kapsel zylindrisch oder nach oben etwas verschmälert, 11 bis 15 mm lang, den Kelch ± überragend. Samen zirka 1,5 mm lang, dunkelbraun, stark warzig. — III bis V (bis VIII).
Auf frischem Boden in Wiesen, Gebüschen, Laub Wäldern (vor allem Auenwäldern), von der Ebene bis in die alpine Stufe. Im Gebirgsland durch ganz Mitteleuropa häufig, im Tiefland seltener und stellenweise fehlend (z. B. im nordöstlichen Deutschland), vor allem in den Flussauen herabsteigend. Zeigt Vorliebe für feuchte Schattenlagen und Nordhänge.
Deutschland: Fehlt in Ost- und Westpreussen; in Posen nur im Cybinatal (wohl verwildert), in Pommern selten (Köslin [Glötzin], Belgard, Rügen); für Brandenburg zweifelhaft (an den Süd- und Westgrenzen); in der Provinz Sachsen in der Altmark und Magdeburg; in Mecklenburg nur in der Nordwestecke; in Nordwest- und Mitteldeutschland stellenweise verbreitet (in ganz Ostfriesland fehlend); häufig in der Eifel; in Schlesien nur im Bergland. Häufiger in Süddeutschland, besonders in den Gebirgsgegenden (Vogesen, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Bayerische Hochebene, Alpen bis 2200 m steigend, aber im Bayerischen Wald, wie im grösseren Teil des nördlichen Bayerns zerstreut). Selten in der Rheinebene. — In Oesterreich in allen Gebirgsgebieten verbreitet, auch im Bergland, doch im Tiefland fehlend oder selten, besonders in den Flussauen (Donau, March, Mur, Drau). Steigt in Niederösterreich (Schneeberg) bis 1950 m, in Steiermark bis 2200 m, in Nordtirol bis 2250 m (Rofanspitze), in Vorarlberg 2400 m (Tilisuna), in Südtirol (subsp. intricata) bis 2400 m (Schierngebiet). Fehlt im Küstentande; in Krain verbreitet in den Voralpen; in Kärnten zerstreut bis 2200 m. — In der Schweiz im Tessin wenig beobachtet von 205 bis 1600 m; selten im Puschlav; fehlt in der trockenen Talebene des inneren Wallis; bevorzugt in Bünden den Buchenbezirk und ist im Föhrengebiet spärlich und nur subalpin bis alpin; sonst durch das ganze Gebiet verbreitet und meist häufig. Steigt im Wallis bis 2280 m, im Berner Oberland (Lauter, brunnental) bis 2600 m, in St. Gallen bis 2200 m, in Graubünden (Aroser Weisshorn) bis 2645 m (Lägerflur).
Allgemeine Verbreitung: Durch das ganze mittlere Europa vom südlichen England (in der Bretagne fehlend) bis nach Südrussland, nach Norden bis ins südliche Schweden (Schonen), doch die Polargrenze der Buche nicht erreichend, auf den südeuropäischen Gebirgen (subsp. ''intricata''), Kaukasus, Armenien, Nordpersien, Ural, Altai, Sajansk-Gebirge (var. Palläsii [Lehm.] Pax und var. ''cordifólia'' [Rupr.] Pax.).
Eigenartig ist die Verbreitung von ''Primula elatior'' in England, wo sie sich nur in der Umgebung von Cambridge auf Kalkboden in 2 grösseren und einer Anzahl sehr kleiner Distrikte findet und früher als ''P. veris'' × ''P. vulgaris'' betrachtet wurde. Innerhalb des Areals ist die Art in Menge vorhanden in Gehölzen und seltener längs der Flüsse in feuchten Wiesen. Die Grenzen des Kalkbodens werden von ihr nirgends überschritten. Ringsum kommt überall ''Primula vulgaris'' vor, die aber nicht innerhalb des Verbreitungsgebietes von ''Primula elatior'' auftritt. Dagegen finden sich an den Arealgrenzen sehr zahlreich Bastarde der beiden Arten. Nach <span style="font-variant:small-caps">Chr. Miller</span> (Journ. of Ecology 10, 1922), müssen wir im Areal von Primula elatior Reste eines früheren ausgedehnteren Verbreitungsgebietes erblicken, das eingeengt und zerstückelt worden ist durch die später eingewanderte und sich mächtig ausbreitende Primula vulgaris. Die Ursache dazu erblickt er in den Bastardierungsvorgängen. Die Bastarde sind nach <span style="font-variant:small-caps">Miller</span> unfruchtbar (vgl. dagegen pag. 1785). Durch ihre Erzeugung wird längs der Arealgrenzen Primula elatior in der Reproduktionskraft geschwächt, geht schliesslich ein, und da sie dadurch keine Ausbreilungskraft besitzt, so verliert sie den Boden Schritt für Schritt an die vorrückende Primula vulgaris; sie wird „ausbastardiert“. Uebrigens ist ''Primula veris'' im Gebiet der ''P. elatior'' auf Wiesen überall verbreitet, bastardiert aber nur sehr selten mit ihr. Nur in den kleineren Enklaven des ''P. elatior''. Areals finden sich merkwürdigerweise auch diese Bastarde sehr häufig, vor allem in den sumpfigen Ufer wiesen. Ob <span style="font-variant:small-caps">Miller’s</span> Erklärung richtig ist, muss die weitere Beobachtung lehren; wir verweisen namentlich darauf, dass die neuen Untersuchungen von Ernst (vgl. pag. 1727) die Möglichkeit einer hybridogenen und polytopen Entstehung von ''P. elatior'', die auch schon früher behauptet wurde, als möglich erscheinen lassen. (…)
Auch diese Art ist ein ausgesprochener Frühblüher, merklich früher als Primula veris (siehe pag. 1751), und da sie hoch ins Gebirge hinaufsteigt, so verlängert sich die Blühperiode vom März bis in den Juni und Juli hinein, am Weissbirg 2400 bis 2600 m längs Schneeflecken bis in den August (Lüdi, 1926). Anderseits beginnt sie unter günstigen Verhältnissen mit dem Blühen schon viel früher. So blühte sie im Winter 1924/25 in Adelboden (Berner Oberland) in 1400 bis 1500 m Meereshöhe um Neujahr reichlich an Sonnenhängen, die infolge einer längeren Föhnperiode wieder schneefrei geworden waren (Lüdi), und Hegi fand sie am Starnbergersee sogar im Herbst blühend (26. X. 1925). — Die aufrechte Stellung der jungen Blätter, die Einrollung und starke Runzelung werden als Mittel aufgefasst, um die Verdunstung durch die zarte Oberhaut zu vermindern. Später erstarkt das Blatt, breitet sich aus, legt sich wagrecht aus und verliert die Runzelung zum grossen Teil.
Die Standorte von Primula elatior sind sehr mannigfaltig. Stets verlangt sie einen wenigstens im Frühling und Vorsommer frischen Boden, gedeiht sogar im Sumpfboden längs Bächen, in Quellfluren, am Gehänge, solange dieser nicht versauert ist. Im Gegensatz zu ''Primula vulgaris'' ist sie aber nicht thermophil und deshalb viel weiter verbreitet. <span style="font-variant:small-caps">Höck</span> zählt sie zu seinen Buchenbegleitern, was in bezug auf die Uebereinstimmung der Areale im westlichen, mittleren und südlichen Europa annähernd zutrifft. Wie die Buche flieht sie den kontinentalen Osten, bleibt aber im Norden und zum Teil auch im Osten und Süden hinter der Buchengrenze zurück. Dagegen besitzt sie, zwar in neuen Varietäten, in Vorder- und Zentralasien ein zweites Areal. Was die Standorte anbetrifft, so findet sich die Art allerdings in Zentraleuropa häufig in lichten Buchenwäldern (Fig. 2743) mit frischem Boden und krautigem Unterwuchs; aber wie schon angedeutet, ist dies nur ein Standort unter den vielen. Sie ist noch heimischer in Auenwäldern aller Art, in Gebüsch auf etwas feuchtem Boden (z. B. im Weidengebüsch, subalpin vor allem in den Grünerlenbeständen), auch in lichten subalpinen Fichtenwäldern mit krautigem Unterwuchs, ferner in Hochstaudenbeständen (so gibt <span style="font-variant:small-caps">K. Müller</span> [bei Karsten und Sehendes Vegetationsbilder] für den subalpinen Schwarzwald als Begleiter an ''Caltha palustris'', ''Aconitum Lycoctonum'', ''Ranunculus aconitifolius'', ''Aruncus Silvester'', ''Daphne Mezereum'', ''Adenostyles albifrons'', ''Petasites albus'', ''Mulgedium alpinum'', ''Prenanthes purpurea'', und in den Alpen können wir gleiche Listen erhalten) und schliesslich in zahlreichen Rasenbeständen in Sumpfwiesen mit unversauertem Boden (Quellfluren, Bachränder, Gehängesümpfe), in Frischwiesen und Fettwiesen von der Ebene bis weit in die alpine Stufe hinauf.« bene bis weit in die alpine Stufe hinauf.« +
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Teil der Pflanze | gesamte Pflanze + |
Umgangssprachliche Artnamen | Wald-Schlüsselblume, Waldprimel, Hohe Schlüsselblume, Hoher Himmelschlüssel, Bergsanikel + |
Wissenschaftlicher Artname | Primula elatior (L.) Hill + |
Wissenschaftlicher Artname formatiert | ''Pr<u>i</u>mula el<u>a</u>tior'' (L.) Hill + |
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