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Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung
Pflanzenverwendung auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung +
Portraitbild Pflanze Datei:Heracleum sphondylium (Thomé Bd.3 1905, BHL-81509, Tafel 451) clean, no-description.jpg +
Portraitbild Pflanze Beschriftung '''A''' Teil der Pflanze, '''1''' Stempel;
'''A''' Teil der Pflanze, '''1''' Stempel; '''2''' halbreife Frucht; '''3''' Fruchtträger mit den Früchtchen; '''4''' Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in [[ #Thomé & Müller Bd.03 1905|<span style="font-variant:small-caps">Thomé & Müller u. a. (1905)</span>]] verändert
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Portraitbild Pflanze Miniaturbild [[Datei:Heracleum sphondylium (Thomé Bd.3
[[Datei:Heracleum sphondylium (Thomé Bd.3 1905, BHL-81509, Tafel 451) clean, no-description.jpg|x120px|rahmenlos|'''A''' Teil der Pflanze, '''1''' Stempel; '''2''' halbreife Frucht; '''3''' Fruchtträger mit den Früchtchen; '''4''' Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in [[ #Thomé & Müller Bd.03 1905|<span style="font-variant:small-caps">Thomé & Müller u. a. (1905)</span>]] verändert]]
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Quellenangaben [[ #Madus - Lehrbuch der biologischen Heil
[[ #Madus - Lehrbuch der biologischen Heilmittel - 01 - 1938|<span style="font-variant:small-caps">Madus (Bd.1, 1938)</span>]], S. 1544ff.: '''Wirkung''' <span style="font-variant:small-caps">Matthiolus</span>[[#anker_Quellen|¹]]) rühmt Kraut und Wurzel bei Leberleiden, Ikterus und beschwerlichem Atem, den Blütensaft äußerlich gegen schwärende und eiternde Ohren. <span style="font-variant:small-caps">Orne</span>[[#anker_Quellen|²]]) sah in drei von fünf Fällen bei Epilepsie, verbunden mit Flatulenz und krankhafter Sensibilität des Magens, gute Erfolge durch Verordnung der Bärenklauwurzel oder -blätter. Nach <span style="font-variant:small-caps">Hecker</span>[[#anker_Quellen|³]]) schrieben die Ärzte früherer Zeit der Wurzel die Kraft zu, die Entstehung des Weichselzopfes zu verhüten, und die Litauer genossen sie deshalb häufig in Suppen. <span style="font-variant:small-caps">Dragendorff</span>[[#anker_Quellen|⁴]]) führt das Kraut als Resolvens an. Nach <span style="font-variant:small-caps">Schulz</span>[[#anker_Quellen|⁵]]) soll die Wurzel bei Dysenterie mit dem Kraut zusammen, innerlich und äußerlich gegen Geschwülste dienlich sein. Auf die Haut gelegt, verursacht die Pflanze Entzündungen. <span style="font-variant:small-caps">Leclerc</span>[[#anker_Quellen|⁶]]) beobachtete gute Erfolge mit der Darbietung des Fluidextraktes bei sexueller Neurasthenie. <span style="font-variant:small-caps">Heinigke</span>[[#anker_Quellen|⁷]]) schreibt von ''Heracleum'': „Es hat eine hervorragende Wirkung auf die Verdauungsorgane, ferner wirkt es auf die Geschlechtsorgane und auf die Haut.“ Als Inhaltsstoffe des Wurzelstockes werden genannt: Glutamin und Arginin, Galactan und Arabana[[#anker_Quellen|⁸]]). Die Früchte enthalten ätherisches Öl[[#anker_Quellen|⁹]]). Verwendung in der Volksmedizin außerhalb des Deutschen Reiches (nach persönlichen Mitteilungen): * Dänemark: Gegen Verdauungsstörungen. * Polen: Als Wildgemüse. '''Anwendung in der Praxis auf Grund der Literatur und einer Rundfrage:''' ''Heracleum sphondylium'' wird nur selten verordnet, so gelegentlich bei Muskelkrämpfen mit gastrischen Störungen, bei Verdauungsbeschwerden, Diarrhöe, Dysenterie und Gastritis und Enteritis mit Durchfällen infolge von Erkältung (hier in Verbindung mit ''Tormentilla''). Weiter hat es sich bei Dermatopathien, auch Seborrhoea capillitia, hysterischen Krämpfen und nervösen Leiden bewährt. Von <span style="font-variant:small-caps">Eisenberg</span>, Würzburg, wird das Mittel bei Kropf und Basedow empfohlen. Auch versuchte er es bei Star der Diabetiker, doch erscheint ihm hier der Dauererfolg fraglich. Bei Husten, Heiserkeit, Zungenlähmung und -geschwüren läßt <span style="font-variant:small-caps">J. Bastian</span> 30 Tropfen der Urtinktur auf 1 Glas stündlich schluckweise nehmen. '''Angewandter Pflanzenteil:''' <span style="letter-spacing:0.5ex">Samen</span>, <span style="letter-spacing:0.5ex">Kraut</span> und <span style="letter-spacing:0.5ex">Wurzel</span> werden von <span style="font-variant:small-caps">Matthiolus</span>, <span style="font-variant:small-caps">Bock</span> und <span style="font-variant:small-caps">v. Haller</span> als gebräuchlich bezeichnet. Auch <span style="font-variant:small-caps">Dinand</span>, <span style="font-variant:small-caps">Dragendorrf</span> und <span style="font-variant:small-caps">Kroeber</span> nennen diese Teile. Das <span style="letter-spacing:0.5ex">Kraut</span> allein nennt Heinigke und die <span style="letter-spacing:0.5ex">Wurzel</span> allein <span style="font-variant:small-caps">Geßner</span>, während <span style="font-variant:small-caps">Schulz</span> <span style="letter-spacing:0.5ex">Kraut</span> und <span style="letter-spacing:0.5ex">Wurzel</span> erwähnt. Für die angeführten Indikationen kommt aber wohl nur das <span style="letter-spacing:0.5ex">Kraut</span> mit der <span style="letter-spacing:0.5ex">Wurzel</span> in Betracht. Das HAB. [Homöopathisches Arzneibuch] läßt das <span style="letter-spacing:0.5ex">frisches Kraut</span> verwenden (§ 1). Zur Bereitung des „Teep“ wird die <span style="letter-spacing:0.5ex">frische Pflanze</span> mit <span style="letter-spacing:0.5ex">Wurzel</span> benutzt. '''Dosierung:''' * Übliche Dosis: 2 g des Fluidextraktes (<span style="font-variant:small-caps">Leclerc</span>). <span class="bruch template-frac" style="line-height:0"><sup style="font-size: 70%; vertical-align: 0.4em;">1</sup>⁄<sub style="font-size: 70%; vertical-align: 0em;">2</sub></span> Teelöffel voll der Frischpflanzenverreibung „Teep“ dreimal täglich. (Die „Teep”-Zubereitung ist auf 50 % Pflanzensubstanz eingestellt.) * In der Homöopathie: Ø [homöopathische Urtinktur] bis dil. D 1. * Maximaldosis: Nicht festgesetzt. '''Rezepte:''' * Bei Epilepsie und Verdauungsbeschwerden: Rp.: Hb. Heraclei sphondylii 30,0 (=Bärenklaukraut) DS.: 3 Teelöffel voll mit 2 Glas Wasser kalt ansetzen, 8 Stunden ziehen lassen und tagsüber schluckweise trinken[[#anker_Teezubereitung|*]]). * Bei Gastritis und Enteritis mit Diarrhöe (nach <span style="font-variant:small-caps">Niebergall</span>): Rp.: Hb. c. rad. Heraclei 30,0 (=Bärenklaukraut mit Wurzel) Rad. Tormentillae 20,0 (=Tormentillwurzel) M.f. species. DS.: 4 Teelöffel auf 2 Glas Wasser, vgl. Zubereitung von Teemischungen S. 291. ---- <span id="anker_Teezubereitung"></span>*) Teezubereitung: Der Extraktgehalt des heiß im Verhältnis 1:10 bereiteten Tees beträgt 2,9% gegenüber 2,8 % bei kalter Zubereitung. Der Aschengehalt der Extrakte beträgt 0,45 % bei heißer und 0,45 % bei kalter Zubereitung. Nur in dem kalten Ansatz ist die Peroxydasereaktion schwach positiv. Geschmacklich ist der heiß bereitete Tee bitterer als der kalt bereitete. Ein Ansatz von 1:50 ist noch trinkbar. 1 Teelöffel voll wiegt 1,2 g. Der Tee kann auf Grund dieser Ergebnisse kalt oder heiß unter Verwendung von 1–2 Teelöffeln voll auf 1 Teeglas angesetzt werden. ---- <span id="anker_Quellen"></span><b>(1)</b> <span style="font-variant:small-caps">Matthiolus</span>, New-Kreuterbuch, 1626 S. 274 D.; <b>(2)</b> <span style="font-variant:small-caps">Orne</span>, zit. b. Hecker, Prakt. Arzneimittell. 1830, S. 84. <b>(3)</b> <span style="font-variant:small-caps">Hecker</span>, vgl. 2). <b>(4)</b> <span style="font-variant:small-caps">Dragendorff</span>, Die Heilpfl. d. versch. Völker u. Zeiten, S. 499. <b>(5)</b> <span style="font-variant:small-caps">Schulz</span>, Wirkg. u. Anwendg. d, dtsch. Arzneipfl., S. 238. <b>(6)</b> <span style="font-variant:small-caps">Leclerc</span>, Précis de Phytothéraie. S. 153. <b>(7)</b> <span style="font-variant:small-caps">Heinigkes</span> Handb. der hom. Arzneiwirkungsl., S. 304. <b>(8)</b> <span style="font-variant:small-caps">Stieger</span>, Z. Physiol. Chem., 89, 245, 1913 (C. C. 1913, II, 1230) <b>(9)</b> <span style="font-variant:small-caps">O. Geßner</span>, Die Gift- und Arzneipflanzen von Mitteleuropa, S. 223, Heidelberg 1931.
von Mitteleuropa, S. 223, Heidelberg 1931.  +
Synonymliste ''Heracleum laciniatum'' Desf.; ''Heracleum australe'' Hartm.  +
Teil der Pflanze Wurzel  +
Umgangssprachliche Artnamen Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut  +
Verwendung von Pflanzen Dysenterie  +
Wissenschaftlicher Artname He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.  +
Wissenschaftlicher Artname formatiert ''He­ra­cl<u>e</u>­um sphon­d<u>y</u>­li­um'' L.  +
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Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung + Hat Unterobjekt
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