LSG Hönower Weiherkette (Berlin)

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Hönower Weiherkette

Großgruppe: Naturschutzfläche
Schutzstatus: Landschaftsschutzgebiet
Ortsangabe: Berliner Str., 12627 Berlin

Was gibt es hier zu entdecken?
Die Hönower Weiherkette erstreckt sich im Stadtgebiet Marzahn-Hellersdorf im Norden Berlins. Hier liegen zwölf flache Kleingewässer, die von West nach Ost perlenschnurartig angeordnet sind. Sie liegen in einer abwechslungsreichen Landschaft aus Ufergewächsen, Gebüschen, Wald- und Wiesenflächen. Das feuchte Mikroklima bietet wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Am Gewässerrand kann man Wasservögel wie den Graureiher beobachten.

Im Gebiet vorkommende Farn- und krautige Blütenpflanzen
Gemeiner Wundklee – Anthyllis vulneraria, Feld-Rittersporn – Consolida regalis, Spitzblättriges Laichkraut – Potamogeton acutifolius, Gemeiner Wasser-Hahnenfuß – Ranunculus aquatilis, Moor-Greiskraut – Tephroseris palustris, Sumpf-Teichfaden – Zannichellia palustris
Im Gebiet vorkommende Vogelarten
Stockente – Anas platyrhynchos, Graureiher – Ardea cinerea, Blässhuhn – Fulica atra, Ringeltaube – Columba palumbus, Grünspecht – Picus viridis, Eichelhäher – Garrulus glandarius, Zilpzalp – Phylloscopus collybita, Fitis – Phylloscopus trochilus, Mönchsgrasmücke – Sylvia atricapilla, Nachtigall – Luscinia megarhynchos, Stieglitz – Carduelis carduelis, Grünfink – Chloris chloris, Reiherente – Aythya fuligula, Singdrossel – Turdus philomelos, Gimpel – Pyrrhula pyrrhula, Mauersegler – Apus apus, Mehlschwalbe – Delichon urbicum, Rotkehlchen – Erithacus rubecula
Im Gebiet vorkommende Schmetterlinge
Kleiner Fuchs – Aglais urticae
Im Gebiet vorkommende Reptilien
Ringelnatter – Natrix natrix
Im Gebiet vorkommende Amphibien
Grasfrosch – Rana temporaria
Beschreibung des Gebietes, Naturdenkmales etc.:
Das Landschaftsschutzgebiet wird vom Wuhletal-Wanderweg durchzogen.
Entstehungsgeschichte:
Die Weiherkette entstand zum Ende der letzten Eiszeit durch Abschmelzen der Gletscher. Das Wasser grub sich in den Untergrund und es entstanden viele kleine, kettenförmig zusammenhängende Gewässer (sog. Pfuhle).
Nutzungs- und Kulturgeschichte:Zur Pflege und Erhalt der offenen Landschaftsteile werden schottische Hochlandrinder auf einzelnen Flächen eingesetzt. Hierdurch wird vor allem der Lebensraum heimischer Bodenbrüter wie des Steinschmätzers oder des Braunkehlchens erhalten. Sonstiges:
Auf älteren Karten des 19. Jahrhunderts hieß das Areal "Die kühlen Gründe". Der Name verweist auf die feuchten und kühlen Bedingungen. Weiher unterscheiden sich von Seen durch eine geringere Tiefe. Das Licht gelangt bis an den Gewässergrund. Einschränkung der Zugänglichkeit:
keine Einschränkung Weitere Informationen und Betreuung:
Hunde müssen im Gebiet an der Leine geführt werden. Das Freilandlabor Marzahn bietet unter anderem jahreszeitliche Wanderungen an.

Bilder

Quellen und Weblinks