Abfrage: Wissenswertes zu Pflanzen nachschlagen
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- Wissenswertes: Etymologie des Gattungsnamens (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Heracleum sphondylium L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Hegi 1926, S. 1415f.: »Heracléum1 L. (= Pastináca sect. III. Heracleum Calestani 1905, Sphondýlium2) […] ---- 1) Pflanzenname bei Plinius von unsicherer Bedeutung, abgeleitet von dem Heros (Halbgotte) Herakles oder Herkules, der die Heilkraft der Pflanze entdeckt haben soll (vielleicht bezieht sich ihr Name auch auf ihren kräftigen Wuchs). Bei Theophrast findet sich das Wort in adjektivischer Form: πάνακες ἡράκλειον [pánakes herákleion], ebenso bei Dioskurides; die Pflanze des letzteren entspricht mit grösster Wahrscheinlichkeit dem Opöpanax hispidus (vgl. die Gattung Opopanax, pag. 1359). Das „Panax Heracleum“ von Lobel (1581) und Dalechamps (= Panax herculéum bei Caesalpinus [?] und Tabernaemontanus = Panax sphondilii folio sive Heracleum bei J. Bauhin 1623 = H. Pánaces L. pro parte) ist unser heutiges H. (Sphondylium subsp.) montanum (vgl. pag. 1441, Fussn. 1 und 1443), während das „Pánaces Heracléum“ von Mattioli (1554) anscheinend dem H. (Sphondylium subsp.) Pyrenaicum var. Poilinianum (pag. 1448/9) entspricht. Als substantivischer Gattungsname im heutigen Sinne scheint Heracleum erst von Linné (1735) eingeführt worden zu sein. 2) [zu pag. 1415] Altgriechischer Pflanzenname von unsicherer Bedeutung; σφονδύλιον [sphondýlion] bei Dioskurides, σφονδύλειον [sphondýleion] bei Nikandros. Wird aufgefasst als Verkleinerungsform von griech. σφόνδυλος [sphóndylos] = Wirbel, Knochen, Gelenk, Knauf, wegen der kropfartig angeschwollenen Stengelblattscheiden. Anderseits ist σφονδύλη [sphondýle] oder σπονδύλη [spondýle] der Name eines unter der Erde von Wurzeln lebenden, beim Angreifen stinkenden Insektes (Wanze?), mit dessen Geruch derjenige unserer Pflanze möglicherweise verglichen wurde. — Sprengel hält des σφονδύλιον [sphondýlion] der Alten für unser Heracleum Sphondylium, was jedoch nach der (sehr dürftigen) Beschreibung bei Dioskurides nicht sehr wahrscheinlich ist. Die in den Abbildungen zu Dioskurides (Codex Constantinopolxtanus [um 600] pag. 314r?) als σφονδύλιον dargestellte Pflanze ist bestimmt kein Heracleum, sondern nach der Meinung des Bearbeiters (Thellung) am ehesten Pastinaca sativa. Sicher im Sinne unseres Heracleum Sphondylium wurde der Name sodann von den „Vätern der Botanik“ (C. Gesner 1561, Mattioli [= Matthiolus] 1568, C. Bauhin, J. Bauhin, Morison, auch Tournefort) gebraucht (andere Autoren, wie Lobel 1576, Dodonaeus 1583, Caesalpinus 1583, verwendeten die Schreibweise Spondylium; italienische Form; Spondelio bei Anguillara 1561). Der substantivische Name Heracleum (von Panax [oder Panaces] Heracleum Diosk. entlehnt) im heutigen Sinne scheint auf Linné (1735) zurückzugehen, und zwar verwirft dieser (Hortus Cliffortianus [1737], pag. 103) den zuvor gebräuchlichen Namen Sphondylium zur Vermeidung der Homonymie mit einer Insekten-Gattung, deren Geruch die Pflanze besitzen soll (vgl. oben); tatsächlich hat Linné später (1758) eine Muschel-Gattung Spóndylus, Fabricius (1775) eine Käfer-Gattung Spóndylis aufgestellt.«)
- Wissenswertes: Etymologie des Gattungsnamens (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Heracleum sphondylium L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Madus (Bd.1, 1938), S. 1542: »Namensursprung: Der Gattungsname „Heracleum“, den Plinius gebraucht, ist von unsicherer Bedeutung, er soll von dem Heros Herakles oder Herkules, der die Heilkraft der Pflanze entdeckt haben soll, abgeleitet sein, Sphondylium ist ein altgriechischer Pflanzenname, dessen Herkunft nicht feststeht. Bärenklau und verschiedene andere volkstümliche Bezeichnungen beziehen sich auf die Gestalt der rauhhaarigen Blätter.«)
- Wissenswertes: Etymologie des Gattungsnamens (… auf Seite Wolliges Honiggras (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Holcus lanatus L.; Umgangssprachlich: Wolliges Honiggras, Honiggras, Wolliges Rossgras; Quellenangaben: Literatur: * Graßmann (1870): »776. Holcus der Holk: in Ermangelung eines einfachen deutschen Namens aus dem lateinischen gebildet. Dieser hängt offenbar mit dem griechischen ὁλκός zusammen; doch ist der Grund der Benennung schon den Alten unbekannt gewesen.« * Baxter (Bd.1, 1834): »Holcus: From elko, Gr. to extract, because it was supposed to have the property of drawing out thorns from the flesh. Dr. Hooker.« (Übersetzung: Holcus: von elko, Griechisch extrahieren, weil man vermutete, dass es die Eigenheit besitze, Dornen aus dem Fleisch zu ziehen. Dr. Hooker.) * Schmeil & Heubach (1911): holcus von holkós, das Ziehen, Fortschleppen, das sich lang Hinziehende (Wurzelstock?) * Sturm & Lutz (Bd.3, 1900): Hólcus Vom gr. hélkein, ziehen; Plinius; „zieht Dornen aus dem Fleisch“ * Hegi u.a. (1906): »Name einer langbegrannten Grasart bei Plinius, zu gr. ἔλκειν = ziehen, da nach Plinius die erwähnte Grasart eingedrungene Grannen (aristas) oder Fischgräte ausziehen soll.«)
- Wissenswertes: Etymologie des Gattungsnamens (… auf Seite Hornklee (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: unbekannt; Art: Lotus corniculatus L.; Umgangssprachlich: Gemeiner Hornklee, Gemeiner Schotenklee, Frauenschühlein; Quellenangaben: Kanngiesser (1908): »Lotus, λωτός. Unter λωτός verstanden die Griechen drei verschiedene Pflanzenabteilungen: Krautartige Hülsenfrüchtler, Obstbäume aus der Familie der Kreuzdorngewächse und die Wasserlilien, von denen Herodot II, 92 berichtet, daß die Ägypter sie Lotos nennen: τἀ Αἰγύπτιοι παλἐοισι λωτόν: Nach neuerer Erklärung wird der Name jedoch mit dorisch λάω, wollen in Verbindung gebracht. Hiernach bezeichnete der Speise liefernde Lotus soviel als etwas Erwünschtes, wie Futter und Nahrung. Bemerkt sei an dieser Stelle, daß der homerische Lotos der Lotophagen wohl nicht, wie allgemein angenommen wird, ein Baum, sondern lediglich ein Kraut (vielleicht Lotus edulis) war; dafür spricht auch eine Notiz Strabos im 4. Kapitel des III. Buchs, wo gemeldet wird, daß die Lotophagen Lotos essen sollen, ein gewisses Kraut samt der Wurzel.d. Schüchel, Dimin. von Schuh, wegen der Blüte; vergl. unter Cyropedilium. — Hornklee, wegen der gekrümmten Schote.f. Lotier. — Pied d’alouette: Lärchenfuß und Fourchette: Gabel, wegen der Blätter.e. Bird’s-foot—trefoil : Vogelfußklee. — Lady’s-slipper = Frauenschuh.n. Rolklaver. Warum Rollklee? — Kleine gehoomde klaver — Juffersschoenen = Weiberschuhe. — Schoentjes en laarsjes: Schuhe und Pantoffeln.« Graßmann 1870, S.68: »157. Lotus das Schüchel, nach Lexer u. Holl, welche Frauenschüchel für L. corniculatus haben; ähnlich hat Nemnich „unser lieben Frauen Schühlein,“ und Durheim Frauenschühli, Herrgottsschühli. Der Name deutet die Gestalt der Blüthe an. Holl hat auch den Namen Hennertatzel.« Hegi u.a. (Bd.4.3., 1924 S.1364) Lotus Mit λωτός [sprich lotós] wurden im Altertum verschiedene sehr geschätzte Pflanzen bezeichnet: Bäume und Sträucher mit Beeren- und Steinfrüchten, von denen z.B. Dioskurides mehrere Arten unterschied, vor allem Zizyphus Lotus, der Brustbeerbaum, dessen Früchte, die Jujuben, meist als die Hauptnahrung der homerischen Lotophagen angesehen werden. Playfair und Beccari halten diese jedoch für die dattelessenden Araber. Bei Columella und Plinius heisst ferner Diospyros Lotus L., die Dattelpflaume, lotus, bei letzterem auch der Zürgelbaum, Celtis australis L. (Bd. III, pag. 122), der auch unter diesem Namen im alten Rom kultiviert worden ist. Seerosen: Herodot erwähnt als erster den ägyptischen Lotos, Nymphaea Lotus. Der heilige Lotus der Inder ist Nelumbium speciosum (vgl. Bd. III, pag. 438 und 440). Homer rühmt einen λωτός der griechischen Wiesen als Pferdefutter. Es kann sich wohl nur um eine Kleeart handeln und zwar am ehesten um Trifolium fragiferum oder Lotus corniculatus subsp. tenuifolius, vielleicht auch Melilotus. Der lotos Theophrasts und späterer Autoren ist Melilotus Italicus (pag. 1238). Auf Arten der heutigen, zuerst von Linné schärfer umgrenzten Gattung Lotus wurde der Name zuerst von Camerarius in seinem Hortus medicus 1855 angewandt. Baxter (1839, 249, British Phaenogamous Botany): »From Lotos, Gr. of Theophrastus and Dioscorides; but the true Lotos is Zizyplius Lotos. Lotos was a nymph turned into a tree to avoid the pursuit of Priapus. Ovid. Metam. 97, &c. But the name is perhaps of Egyptian origin. Don. (Übersetzt: Von Lotos, Gr. von Theophrastus and Dioscorides; doch der wahre Lotus heißt Zizyplius Lotos. Lotos war eine Nymphe, die sich in einen Baum verwandelte, um der Verfolgung Priapus’ zu entgehen. Ovid. Metam. 97, etc. Doch der Name ist wahrscheinlich ägyptischen Ursprungs. Don.)«)
- Wissenswertes: Etymologie des Gattungsnamens (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Meum athamanticum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Martin (1851), S. 75: Meum, μῆον, Name einiger Doldenpflanzen, der auch μαῖον lautete. Derselbe ist wahrscheinlich Von μᾶ=μήτηρ Mutter oder von μαῖα Säugamme oder auch Hebamme abgeleitet, und ursprünglich auf einen arzneilichen Gebrauch etwa zur Vermehrung der Milch oder zur Erleichterung der Geburt bezogen.)
- Wissenswertes: Etymologie des Gattungsnamens (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Meum athamanticum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Hegi u.a. (1926), S. 1300: * Méum: Griech. μἦον [méon], μεἶoν [meíon] oder μαἶον [maíon], angeblich von μἇ-μήτηρ [má-méter] = Mutter oder von μαἶα [maia] = Saugamme, ursprünglich vielleicht auf den Gebrauch zur Vermehrung der Milch sich beziehend; oder von μεἶν [meíon] = kleiner, wegen der kleinen Blattzipfel oder wegen der verhältnismässigen Kleinheit der Pflanze. Albertus Magnus (13. Jahrhundert) und andere mittelalterliche Schriftsteller gebrauchen die latinisierte Form „meu“. * athamánticum: Griech. μἦον ἀθαμαντικόν [méon athamanticón], athamantisches Meum, nach dem Berg Athamas in Thessalien benannt)
- Wissenswertes: Etymologie des Gattungsnamens (… auf Seite Wiesen-Rispengras (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Poa pratensis L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Rispengras, Wiesen-Viehgras; Quellenangaben: Graßmann (1870), Seite 249 in Deutsche Pflanzennamen: »784. Poa der Rispel, [Köne 27], aus Rispengras, dem allgemein verbreiteten Namen für diese Gattung. Weniger empfiehlt es sich die Namen Rispen oder Raspen (die wohl als Plurale zu fassen sind) von Avena fatua [N.] hier zu übertragen, da Rispe der botanischen Kunstsprache verbleiben muß. Die Fetsch [Du. für P. annua] scheint sich auf die bis 2 Fuß hohen, dünnen und zum Binden geeigneten Halme der P. annua zu beziehen; denn die Fetsche (lat. fascia) ist nach Grimm eine Wickelschnur für Kinder, und fetschen (lat. fasciare) bedeutet überhaupt einbinden, windeln. Für Sclerochloa, wenn dies als Gattung ausgesondert wird, würde sich dieser Name allenfalls eignen. Sonst könnte man hierfür aus Hartgras [Ga.], was eine Uebersetzung des passend gewählten griechischen Namens ist, etwa der Härtling bilden.«)
- Wissenswertes: Etymologie des Gattungsnamens (… auf Seite Vogel-Wicke (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: unbekannt; Art: Vicia cracca L.; Umgangssprachlich: Vogel-Wicke, Blaue Wicke, Große Blaue Waldwicke, Vogelheu, Kracka; Quellenangaben: Hegi u.a. (Bd. 4, 3. Teil, Dicotyledones, 1924), S. 1506: Vicia »Name einer Hülsenfrucht (wohl Vicia sativa) bei Varro, jedenfalls mit dem gleichfalls Hülsenfrüchte bezeichnenden gr. βικἱον [bikíon] und βἱκος [bíkos] verwandt. Ob vicia mit vincire = binden zusammenhängt (ähnlich wie Wicke mit wickeln), ist zweifelhaft. Als Wicke im engsten Sinn (franz.: Poisette) wird nur V. sativa verstanden. Die Arten der Untergattung Cracca, oft auch solche der Untergattung Ervum, werden meist als Vogelwicken (im Unterwallis Dzarjelya varcéli usw., im Puschlav Arbegliola salvadica) bezeichnet.«)
- Wissenswertes: Etymologie des Gattungsnamens (… auf Seite Vogel-Wicke (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: unbekannt; Art: Vicia cracca L.; Umgangssprachlich: Vogel-Wicke, Blaue Wicke, Große Blaue Waldwicke, Vogelheu, Kracka; Quellenangaben: Graßmann (Deutsche Pflanzennamen, 1870), S. 71 f.: 173. Vicia die Wicke. Das deutsche Wort ist aus dem lateinischen entstanden. Das griechische, erst spät vorkommende βωκἱον sieht ganz wie eine Umdeutung des lateinischen Namens aus, mit Anspielung auf das Diminutiv βικἱον, βικἱδον des schon bei Herodot vorkommenden βῖκος Gefäß. Jm Althochdeutschen findet sich ein ans vic-ia regelmäßig verschobenes, aber mit anderer Ableitendung gebildeter Name wih-unt vor, welcher mit sinonus gleichgefetzt wird, sinonus giebt aber Wicke (wiche) wieder. Wir haben also wih-unt mit vic-ia als urverwandt zu setzen; die Wurzel liegt vielleicht in dem lateinischen vincire umwinden, und konnte aus die Wickelranke einiger Arten hindeuten. Der Name die Kracke oder Krok [N.] fiir Vicia Cracca ist nur zu verwenden, wenn mit Garcke u.a. Cracca als Gattung ausgesondert wird. Er entspricht dem lateinischen Cracca (Plinius), dem slovenischen grah (Erbse), grahoriza (Wicke), böhm. hrach (Erbse), russ. goroch (Erbse, Wicke). Für das Lateinische ergiebt sich als muthtuaßliche Wurzel die altindische karç abmagern, aus welcher das altindische krçá-s mager, dünn, schlank, das altlateinische crac-entes (düun, schlank) stammen. [Curt. Gr. d. Et. 140.] Im klassischen Latein zeigt das zu dieser Wurzel gehörige grac-ilis (schlank) dieselbe Erweichung des Anlautes, wie die slavischen Wörter. Es könnte die Cracca wohl von ihren langen schlanken Blüthentrauben so genannt sein. Wollte man Faba [Mnch.] aussondern, so könnte man etwa die Freise von Phaseolus (n. 178) hier übertragen.)