Abfrage: Wissenswertes zu Pflanzen nachschlagen
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- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Heracleum sphondylium L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Madus (Bd.1, 1938), S. 1542, 1544: »Wiesen-Bärenklau, Unechte Bärenklau, Heilkraut […] Volkstümliche Bezeichnungen: Als Volksname ist Bärenklau oder eine entsprechende Bezeichnung (althochdeutsch lappo = Ruder, dann auch Tatze, Latsche, eigentlich Pantoffel, Schlapp-schuh; Tappe = [weicher] Tierfuß) weit verbreitet, z.B. Bärepot = -pfote (Nahegebiet), Bornklawen, Barnklawe, Bärnklawe (Gotha), Bärlape (Unterfranken), Bärentatz’n (schlesisch, bayrisch-österreichisch) usw. Auf die rauhe Behaarung der Pflanze gehen ferner Ochsenzunge (Eifel, Sachsen), Ruchmül = Rauhmaul (Gotha), Kaumüle (Göttingen). Pferdskümmel (Eifel), Pferdekümmel (Egerland‚ Riesengebirge), Roßkemmich, Gaulkemmisch (Schwaben), Roßchümmi (Schweiz) bezeichnen den Bärenklau als kümmelähnliche Pflanze. Die Pflanze bildet eine Nahrung für Schweine und Kaninchen, daher Säuchrut, Süschärlig, Chüngelichrut (Schweiz).«)
- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Heracleum sphondylium L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Dietrich (Bd. 10, 1842), Tafel 706: »Deutsche Namen: Gemeines Heilkraut, unächte oder gemeine Bärenklad, Bärentatze, Bärenwurzel, Bartsch, Perst, Kuh-Pastinak.«)
- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Heracleum sphondylium L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Hegi 1926, S. 1428: »Der Name Bärenklau (mittelhochdeutsch berenkläwe) bezieht sich auf die Gestalt der rauhhaarigen Blätter. Als Volksname ist diese oder eine entsprechende Bezeichnung (ahd. lappo = Ruder, dann auch Tatze, vgl. Bärlapp Bd. I, pag. 66; Latsche eigentl. Pantoffel, Schlappschuh; Tappe = [weicher] Tierfuss) weit verbreitet, z. B. Bärepot [= -pfote] (Nahegebiet), Bornklawen, Barnklawe, Bärnklawe (Gotha), Bärlappe (Unterfranken), Bärentatz’n (schlesisch, bayerisch-österreichisch), Bärntoutschn (Böhmerwald), Bäratatza (St. Gallen), Bäretope (alemannisch), Bäretalpe (Schweiz), Bäreletsche (Baden), Bärnprotschn, Bärnprouzn (Böhmerwald), Bärenfuss, Wolfsklau (Niederrhein), Bullnklau (Schleswig-Holstein); Säulapp’n (Mittelfranken); Kuhlatsch (sächsisch), Latsche (Baden). Auf die rauhe Behaarung der Pflanze gehen ferner Ochsenzunge (Eifel, Sachsen), Ruchmül [= Rauhmaul] (Gotha), Kaumüle (Göttingen). Pferdskümmel (Eifel), Pferdekümmel (Egerland, Riesengebirg), Rosskemmich, Gaulkemich (Schwaben), Rosschümmi (Schweiz) bezeichnen den Bärenklau als kümmelähnliche Pflanze (vgl, Chaerefolium silvestre, Carum Carvi). Bange(-le) [= Bengel, Stengel] (Schweiz, Baden), Buggele, Erd-Buchla (St. Gallen), Schärta, Schäärlech, Schärlig, Scharling, Schärlicher (Schweiz), Schättele (Schwaben) sind Benennungen, die auch andere hochwachsende Doldenblütler (vgl. Chaerefolium silvestre) sowie Cirsium oleraceum tragen. Auf die hohlen (pfeifenrohrähnlichen) Stengel, die angeschwollenen (tütenähnlichen) Blattscheiden beziehen sich Ruhpiepe, Sprützenholt (Westfalen), Schallpiepen (Elberfeld), Tuten, Wissetäüt (Eifel), Kröpel [zu „Kropf“?] (Göttingen). Die Pflanze bildet eine Nahrung für Schweine und Kaninchen, daher Säuchrut, Süschärlig, Chüngelichrut (Schweiz). Die Pflanze, die sich im „Oehmd“ (Emd = Grummet) unangenehm bemerkbar macht, heisst in der Schweiz auch Emdstengel, -chirbel. Die Bezeichnung Bartsch, die noch ab und zu in Ostpreussen und Schlesien zu hören ist, stammt aus dem Slavischen (russ. bortschewik, poln. barszcz); wohl daraus verderbt ist der Name Porst. Andere Bezeichnungen sind noch Bochele (Baden), (grosse) Stengel (Schwäbische Alb), Snotken (Westfalen, Rheine), Keistrupfen [Küh-] (Egerland), Ueberich, Ibere(ch), Iberi(g) (St. Gallen, Zürich).«)
- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Wolliges Honiggras (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Holcus lanatus L.; Umgangssprachlich: Wolliges Honiggras, Honiggras, Wolliges Rossgras; Quellenangaben: Darrgras: * Wolliges Darrgras (Braune, Bd.2, 1797) Honiggras (Willkomm 1901; Garcke 1922; Braune, Bd.2, 1797; Krafft Bd.2, 1876, S.226) * Wollichtes Honiggras (Sinclair & Friedrich - Hortus Gramineus Woburnensis 1826) * Wolliges Honiggras (Hoffmann 1884; Hegi u.a. 1906; Schwarz 1892; Sturm & Lutz, Bd.3, 1900; Thomé & Müller Bd.1 1886; Hoffmann & Dennert 1911) Pferdgras: * Wolliges Pferdgras (Braune, Bd.2, 1797) Roßgras (Garcke 1922) * Wolliges Roßgras (Braune, Bd.2, 1797))
- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Wolliges Honiggras (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Holcus lanatus L.; Umgangssprachlich: Wolliges Honiggras, Honiggras, Wolliges Rossgras; Quellenangaben: Hegi u.a. (1906, Bd.1) auf Seite 238: »Nach den süssschmeckenden Halmen heisst das Gras Honiggras, in Solothurn (Schweiz) Suessschmale oder Honigschmale. Das stark behaarte, wie mehlbestäubt aussehende Gras wird im nördlichen Hannover Mehlhalm (niederl.: Meelrai), Holcus mollis Homäel genannt. Im unteren Wesergebiet heisst es „Witten [= Weisser] Meddel“ (vgl. Agrostis spica venti, pag. 228!). Nach der Form der Aehrchen heisst H. lanatus in Kärnten Wanzengras (vgl. Briza media!). Da besonders Holcus mollis in höheren Lagen die Rolle der Quecke (Agropyrum repens, s.d.) übernimmt, heisst das Gras Pein (Böhmerwald, in Niederösterreich für H. lanatus), Queke (Wesergebirge). Weitere Bezeichnungen sind noch Zuckerschmale und Sammetschmale. In den östlichen Staaten von Nordamerika heisst das Gras Salomonsgras oder weisses Timothegras.«)
- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Hornklee (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: unbekannt; Art: Lotus corniculatus L.; Umgangssprachlich: Gemeiner Hornklee, Gemeiner Schotenklee, Frauenschühlein; Quellenangaben: Hennertatzel (Braune Bd.2) / Honigklee: Gelber Honigklee (Braune Bd.2) / Hornklee: Kleiner Hornklee (Dietrich 1839; Braune Bd.2) / Gemeiner Hornklee (Boswell u.a. 1864; Garcke 1922; Hegi u.a. 1924; Thomé & Müller, Bd.3, 1905; Willkomm 1901) / Klee: Goldener Klee (Braune Bd.2) / Lotus: Kleiner Lotus Dietrich 1839 / Schotenklee (Hegi u.a. 1924) / Schotenklee: Gehörnter Schotenklee (Dietrich 1839) / Gehörnter Schottenklee (Braune Bd.2) / Gelber Schotenklee (Dietrich 1839) / Gemeiner Schotenklee (Röhling u.a. 1839) / Kleiner Schotenklee Dietrich 1839 / Frauenfingerkraut (Braune Bd.2) / Frauenschühlein (Hegi u.a. 1924; Braune Bd.2: Bayern) / Steinklee (Dietrich 1839; Braune Bd.2) / Vogelwicke: Gelbe Vogelwicke (Dietrich 1839; Braune Bd.2) / Walzenkraut (Dietrich 1839; Braune Bd.2))
- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Hornklee (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: unbekannt; Art: Lotus corniculatus L.; Umgangssprachlich: Gemeiner Hornklee, Gemeiner Schotenklee, Frauenschühlein; Quellenangaben: Hegi u.a. (Bd.4.3, 1924, S.1367): »Der Name Hornklee, der sich auf die Gestalt der Hülsen bezieht, ist kaum volkstümlich. Viel näher liegt dem Volk ein Vergleich mit Schuhen oder den Füssen (Krallen) gewisser Tiere: Schügelchesblume (Hunsrück), (gäle) Bandöffelchen (Gotha), Pantoffel(che)n (bayerisch–österreichisch), Bantöffeli (alemannisch), Frauenschuacherl (bayerisch–österreichisch), Frauaschüali (Schweiz), Jungfernschüherl (bayerisch–österreichisch), Jungfenschühli, Jumpfereschueli (alemannisch), Unserer lieben Frau Schouala (Egerland, Böhmerwald), Himmelmutter–Pantoffeln (Niederbayern), Muttergottesschickelcher (Lothringen), Muettergottesstifeli (Waldstätten), Herreschüeli (Schweiz), Hergottsschüchelchen (Eifel), Herrgottsschühli (Baden), Hergottsschüele, Liebehergottsschüele (Elsass), Hergottaschüali, Ueser Hergotts Strömpf ond Schüali (St. Gallen), Haaneschikelcher (Hunsrück), Hoahna (Niederösterreich), Hennentatze (Osttirol), Engelsfüssle (Gotha), Taubenfüssl (Böhmerwald), Krahnfüsserl (Oberösterreich), Himmelszehe, Herrgottszehe (Niederbayern), Hasepot, Hasepietche (Nahegebiet), Hasenpfoten (Ober–Wallis), laiwe (Frauen) Fingerkes (Mark). Auch Kropf und Schnabel der Taube muss zum Vergleich herhalten: Taubenkröpferl (Oberösterreich), Taubenschnäbel (Böhmerwald). Seltener ist der Vergleich der Blüten mit Schlüsseln (entfernte Ähnlichkeit mit der ebenfalls gelb blühenden Schlüsselblume [Primula]): Schlüsselblume, Himmelsschlüsserl (z. B.Ober–Österreich, bayer. Schwaben), Himmelsschlösseli, Schlösselblüemli, Stadtschlösseli, Chuchischlösseli (St. Gallen). Die gelbe Blütenfarbe allein veranlasst die Benennungen Osterflämmken (Westfalen), Eierblum (fränkisch, lothringisch), Eierkuchen, Eierplatzla, Eierglöckl (Nordböhmen), wilde gäle Veigela (schwäbische Alb). Etwas prosaischer wird (besonders im Niederdeutschen) die Pflanze einfach als eine „Klee“–Art angesprochen: Goldklewer (Braunschweig), Steenklewer, grote Rëenklewer (Untere Weser), geele Rankenklewer, Steinklawer (Westfalen), Steinklee, Zeder(le)klee (Baden), Imbelichlee (Schweiz).«)
- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Meum athamanticum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Hegi u.a. (1926), S. 1301: »Der Name Bärwurz (auch volkstümlich), der schon bei der hl. Hildegard (12. Jahrh.) als „Berwurtz“ erscheint, dürfte seinen Ursprung von der Verwendung der Pflanze bei Frauenkrankheiten (Krankheiten der Gebär- oder Bärmutter) haben. Andererseits verglich man aber auch die vertrockneten, schopfartigen Blattreste am Stengelgrunde mit dem zottigen Felle des Bären; so heisst die Pflanze bei Albertus Magnus „rádix úrsi" (= Bärenwurzel). Auch mit ähnlichen Doldenblütlern (besonders mit Fenchel und Kümmel) wird unsere Art verglichen. Volksnamen sind daher: Barwårzel, Barekümmel (Gotha), Bärnzotten (Niederösterreich), Bärkümmel (Oberösterreich), Bärenfenchel (Tirol), Baern-, Bergpudel (Nieder- Österreich), Bärmutterkrut (Baden). Der Name Köppernickel (Erzgebirge), der irrtümlich ab und zu auch anderen Doldenblütlern (z. B. um Oschatz dem Chaerefollum silvestre) beigelegt wird, ist slawischer Herkunft (tschech. Koprnik, zu Kopr = Dill).«)
- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Kleiner Klappertopf (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Rhinanthus minor L.; Umgangssprachlich: Kleiner Klappertopf, Kleine Klapper, Gemeiner Hahnenkamm; Quellenangaben: Braune (Bd.2, 1797), S.606: »Gebrauch. Die Blumen werden von den Bienen besucht, welche aus selben Stoff zu Wachs und Honig sammeln. Übrigens ist diese Pflanze, welche auch Klapperkraut, Rodel, und Glitsch genennt wird, sehr verhaßt; indem das Brod, wenn sich der Saame dieser Pflanze in grosser Menge unter dem Getreide befindet, blau wird. Der hiesige Landmann jätet diese Pflanze soviel als möglich ist aus den Korn- und Weizen Saaten, wo sie oft in ausserordentlicher Menge im Gebirglande wächst; man nennt diese Arbeit das Klaffen: denn diese Pflanze führet auch hier im Lande, wie um Schönberg (8. y.) die Benennung Klaff, welche von dem Klappern des Saamens herrührt, das nach dem Verblühen bey dessen Reife wahrzunehmen ist.8. y.: Baierisch. flora. a. a. D. p. 153«)
- Wissenswertes: Umgangssprachliche Artnamen (… auf Seite Vogel-Wicke (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: unbekannt; Art: Vicia cracca L.; Umgangssprachlich: Vogel-Wicke, Blaue Wicke, Große Blaue Waldwicke, Vogelheu, Kracka; Quellenangaben: Hegi u.a. (Bd. 4, 3. Teil, Dicotyledones, 1924), S. 1529: »Die Vogelwicke (hie und da auch volkstümlich) wird als für den menschlichen Gebrauch nicht in Betracht kommende Art den Vögeln überlassen; daher auch Vogelzok (Nordthüringen), Vogelheu (Schweiz). Der gleichen Anschauung liegt die Bezeichnung Rossarbeis [Rosserbse, für den menschlichen Genuss nicht geeignete Erbse] (Böhmerwald) zugrunde. Gehören Krokk (Mecklenburg), sowie Krakerlizen, Kracherlitzen [aus kroat. grasica, serb. grachoriza] (Kärnten) zusammen und bestehen Beziehungen zu dem lat. cracca ¹)? Niederdeutsche Benennungen sind Rîwe, Riggen (Westfalen). — Rätoromanische Benennungen Graubündens sind taja d'utschè, arveglia corv. ---- ¹) Italienischer Name der Art, schon von Plinius für eine im Getreide auftretende Wicke gebraucht, die von den Tauben sehr gern gefressen wurde. Die Verwandtschaft des Namens ist unsicher. Entweder aus dem lateinischen Cracca oder aus den slavischen Sprachen (altslavisch grachu, vgl. oben) stammen Namen wie Kracker, Krack; holländisch Krok oder Drachtwicke. Hieronymus Bock führt folgende Namen an: Aphace, S. Christoffelskraut, Os mundi (wohl Prophetenname!), Schwartz Linsen. Dodoens und Thal nennen die Art Galega sylvestris, Tabernæmontan Vogelswicken, Aracus.«)