Bad, Wasserbad: Komfortverhalten vieler Vögel zur Reinigung des Gefieders und Abkühlung bei sonnigem, heißem Wetter. Dazu werden Pfützen, Uferbereiche oder Vogelbäder aufgesucht. Mit Flügelschlagen, schnellen Schüttelbewegungen und kurzes Kopf untertauchen wird so das Gefieder benetzt.
Balzarena, Balzarevier, Lek: Offene Flächen, die zumeist von mehreren Männchen während der
Balz aufgesucht werden, um sich dort zur Schau zu stellen.
Insektenbein: 1 Coxa (Hüfte) ,
2 Trochanter (Schenkelring, grch. trochós Rad, Ring) ,
3 Femur (Schenkel) ,
4 Tibia (Schiene) ,
5a-5e Fußglieder (Tarsus, grch. tarsós die platte Fläche, das Fußblatt) ,
6 Fußklauen mit Hafthaaren (Pulvillen) | Morphologie Insektenbein (s. Text) |
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Beringung: Kennzeichnung von Vögeln durch Ringe mit einer fortlaufenden Zeichenfolge, welche zumeist an den Füßen oder Hälsen befestigt werden.
Sie liefert Erkenntnisse insbesondere über Zugverhalten, Lebensdauer und Sterblichkeit.
Selten kommt es zu Markierungen an den Flügeln, dies betrifft insbesondere Pinguine, deren Füße und Beine zu kurz sind und der Kopf sich nicht vom Hals absetzt. Auffällige große und aus der Ferne gut lesbare Flügelmarkierungen können, vereinzelt bei flugfähigen Vögeln eingesetzt werden, zur leichteren Beobachtung von Wanderbewegungen von Einzeltieren.
Neben der Beringung ist auch eine Ausstattung der Vögel mit diversen Sendern möglich.
Beringung von Vögeln in menschlicher Obhut hat den Sinn der individuellen Identifikation und dem Herkunftsnachweis von Tieren, die im Washingtoner Artenschutzabkommen Anhang I oder II gelistet sind, aber auch zur Vermeidung von Inzucht.
| Pinguine mit Flügelringen |
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Bipedie: (lat. bis „doppelt“, pedis „Fuß“) Zweibeinigkeit; Fortbewegung auf zwei Beinen.
Blesse: Weiße Zeichnung auf Stirn oder an Schnauze.
Bodenbrüter: Vogel, der sein Nest auf dem Boden oder in unmittelbarer Nähe zum Boden baut.
Bürzel: Hintere (caudale) Rückenpartie. Häufig setzt sich das Bürzelgefieder farblich ab und kann damit für die Bestimmung von Relevanz sein. Unter diesem Gefiederbereich liegt die fettspendende
Bürzeldrüse.
| Zeichnung einer Mehlschwalbe. Auffälliges Merkmal ist ihr weißer Bürzel. |
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Bürzeldrüse: Größte und häufig einzige Hautdrüse bei Vögeln. Sie befindet sich unterhalb des
Bürzelgefieders oberhalb der Hüfte.
Sie gibt ein öliges Sekret ab, welches mit Schnabel und Zunge aufgenommen und bei der Gefiederpflege auf die Federn aufgetragen wird.