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Verwendung 
enthält „Wildgemüse- und Gewürzpflanze“
dazu fand sich 1 Stichwort: Wildgemüse- und Gewürzpflanze
  1. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Gemeine Schafgarbe (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium L.): A blühende Pflanze, natürl. Größe (1-15 vergrößert); 1 Blattabschnitt; 2 ungeöffnetes, 3 geöffnetes Blütenkörbchen; 4 Längsschnitt desselben; 5 Zungenblüte; 6 ungeöffnete Röhrenblüte mit Spreublättchen, 7 geöffnete Röhrenblüte; 8 dieselbe im Längsschnitt; 9 einzelnes Staubgefäß; 10 Pollen; 11 oberer Teil des Griffels mit Narben; 12 Frucht; 13 dieselbe im Querschnitt; 14, 15 dieselbe im Längsschnitt von verschiedenen Seiten—Tafel 70 aus Köhler & Müller (1887); Art: Achillea millefolium L.; Umgangssprachlich: Gemeine Schafgarbe, Gewöhnliche Schafgarbe, Tausendblatt, Achillenkraut, Garbenkraut, Grillenkraut, Heil allen Schaden, Gerbel, Kelken und Schabab)
  2. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Knöterich (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Wiesen-Knöterich. Bistorta officinalis Raf., Tafel 195. [als Persicaria bistorta (L.) Samp.]: A Teil eines Wurzelstockes mit unterem Stengelstück; B blühendes Stengelende; 1 Blütenknospen mi Deckblättern; 2 männliche Blüte; 3 Längsschnitt durch eine Zwitterblüte; 4 Staubblätter; 5 Stempel. 6 Frucht in der zusammenfallenden Blütenhülle; 7 Frucht in natürlicher Grösse und vergrössert; 8 Frucht durchschnitten, um den in der Figur nach unten liegenden Keim und das Eiweiss zu zeigen. 1 bis 7 vergrössert; nach Thomé & Müller (Bd. 2, 1904) verändert; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Bistorta officinalis Raf.; Umgangssprachlich: Wiesen-Knöterich, Schlangen-Knöterich, Schlangenwurz, Natternwurz, Gänseampfer; Quellenangaben: Chaumeton u.a. (1833)?, Nr. LXXI: »Toutes les parties de la bistorte sont utiles à l'économie domestique et rurale ou à la thérapeutique. Les bestiaux broutent avidement cette plante, que les chevaux seuls négligent. Les feuilles tendres se mangent comme celles des épinards ; la graine peut être employée à la nourriture des oiseaux de basse-cour. Mais c'est principalement la racine dont les usages sont plus importans et plus multipliés. Son action, presque nulle sur l'organe de l'odorat, est très marquée sur celui du goût. Peu de végétaux indigènes possèdent la faculté astringente à un degré plus éminent. Aussi contient-elle une grande proportion de tannin et de l'acide gallique: Scheele y a découvert en outre l'acide oxalique. Le résultat de cette analyse suffirait pour indiquer des propriétés médicinales, qui ont d'ailleurs été confirmées par l'expérience clinique. En effet, la racine de bistorte a souvent produit une constriction salutaire, et rétabli la tonicité de divers appareils. On la prescrit avec succès pour diminuer ou même pour tarir les flux chroniques, tels que la leucorrhée, la diarrhée, la dysenterie entretenue par la débilité profonde de la membrane muqueuse intestinale. Dans ces cas, on administre la bistorte en décoction, ou bien pulvérisée à la dose d'un demi-gros. Mais si, à l'exemple de Cullen, on la donne comme fébrifuge, il faut porter la dose à trois gros par jour. Bouillie dans l'eau, et mieux digérée dans le vin, elle forme un gargarisme qui fortifie les gencives, et s'est montré parfois efficace contre les aphthes et le scorbut. Au moyen de quelques lotions, la racine de bistorte perd sa stypticité, et fournit une fécule qui, mêlée en proportion assez considérable à la farine de blé, n'altère point la qualité du pain : elle est fréquemment consacrée à cet usage dans plusieurs pays du Nord, et spécialement en Russie. Les tanneurs ont souvent tiré parti de la racine de bistorte, et le patriote Dambourney n'a point oublié de la ranger parmi les substances tinctoriales de notre sol.«Übersetzung (deepl.com): »Alle Teile der Bistorte sind für die Haus- und Landwirtschaft oder für therapeutische Zwecke nützlich. Das Vieh grast eifrig an dieser Pflanze, die nur von Pferden vernachlässigt wird. Die zarten Blätter werden wie Spinat gegessen und die Samen können an Hühnervögel verfüttert werden. Aber es ist vor allem die Wurzel, deren Verwendung wichtiger und vielfältiger ist. Ihre Wirkung auf den Geruchssinn ist fast gleich null, auf den Geschmackssinn jedoch sehr ausgeprägt. Nur wenige einheimische Pflanzen besitzen die Fähigkeit, adstringierend zu wirken, in einem größeren Ausmaß. Daher enthält die Pflanze einen großen Anteil an Tannin und Gallussäure, und Scheele entdeckte außerdem Oxalsäure. Das Ergebnis dieser Analyse würde ausreichen, um auf medizinische Eigenschaften hinzuweisen, die auch durch klinische Erfahrungen bestätigt wurden. In der Tat hat die Bistortawurzel oft eine heilsame Verengung bewirkt und den Tonus verschiedener Apparate wiederhergestellt. Sie wird erfolgreich verschrieben, um chronische Flüsse wie Leukorrhöe, Diarrhöe und Ruhr, die durch eine tiefe Schwäche der Darmschleimhaut hervorgerufen wird, zu verringern oder sogar zum Versiegen zu bringen. In diesen Fällen verabreicht man Bistorta als Abkochung oder pulverisiert in einer Dosis von einem halben Gramm. Wenn man sie jedoch nach Cullens Beispiel als fiebersenkendes Mittel verabreicht, sollte man die Dosis auf drei Gros (?Gramm) pro Tag erhöhen. In Wasser gekocht und am besten in Wein verdaut, bildet es ein Gurgelmittel, das das Zahnfleisch stärkt und sich manchmal als wirksam gegen Aphthen (Mundfäule) und Skorbut erwiesen hat. Mithilfe einiger Waschungen verliert die Wurzel ihre zusammenziehende Wirkung und liefert eine Stärke, die, wenn sie in einem beträchtlichen Verhältnis mit Weizenmehl vermischt wird, die Qualität des Brotes nicht beeinträchtigt: In mehreren Ländern des Nordens und insbesondere in Russland wird sie häufig zu diesem Zweck verwendet. Die Gerber haben sich die Bistortawurzel oft zu Nutze gemacht, und der Vaterlandsfreund Dambourney vergaß nicht, sie zu den Färbemitteln unseres Bodens zu zählen.«)
  3. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Knöterich (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Wiesen-Knöterich (Bistorta officinalis Raf.): Wiesen-Knöterich. Bistorta officinalis Raf., Tafel 195. [als Persicaria bistorta (L.) Samp.]: A Teil eines Wurzelstockes mit unterem Stengelstück; B blühendes Stengelende; 1 Blütenknospen mi Deckblättern; 2 männliche Blüte; 3 Längsschnitt durch eine Zwitterblüte; 4 Staubblätter; 5 Stempel. 6 Frucht in der zusammenfallenden Blütenhülle; 7 Frucht in natürlicher Grösse und vergrössert; 8 Frucht durchschnitten, um den in der Figur nach unten liegenden Keim und das Eiweiß zu zeigen. 1 bis 7 vergrößert; nach Thomé & Müller (Bd. 2, 1904) verändert.; Art: Bistorta officinalis Raf.; Umgangssprachlich: Wiesen-Knöterich, Schlangen-Knöterich, Schlangenwurz, Natternwurz und Gänseampfer)
  4. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Knöterich (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Wiesen-Knöterich. Bistorta officinalis Raf., Tafel 195. [als Persicaria bistorta (L.) Samp.]: A Teil eines Wurzelstockes mit unterem Stengelstück; B blühendes Stengelende; 1 Blütenknospen mi Deckblättern; 2 männliche Blüte; 3 Längsschnitt durch eine Zwitterblüte; 4 Staubblätter; 5 Stempel. 6 Frucht in der zusammenfallenden Blütenhülle; 7 Frucht in natürlicher Grösse und vergrössert; 8 Frucht durchschnitten, um den in der Figur nach unten liegenden Keim und das Eiweiss zu zeigen. 1 bis 7 vergrössert; nach Thomé & Müller (Bd. 2, 1904) verändert; Teil der Pflanze: junge Blätter; Art: Bistorta officinalis Raf.; Umgangssprachlich: Wiesen-Knöterich, Schlangen-Knöterich, Schlangenwurz, Natternwurz, Gänseampfer; Quellenangaben: Dietrich (1836), Nr. 282: »Die Wurzel dieser Pflanze ist zusammenziehend und kann zur Dinte und zur Gerberei benutzt werden, auch wurde sie ehemal als Radix Bistortae s. Viperinae, Natternwurzel, in der Medizin gabraucht; auch soll das daraus bereitete Mehle ein schmackhaftes Brod liefern. Die jungen Blätter werden in manchen Gegenden als Gemüse genossen. Rindvieh und Schafe fressen die Pflanze gern, die Pferde jedoch nicht.«)
  5. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Alantdistel (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Alantdistel und Verschiedenblättrige Kratzdistel (Cir­si­um he­te­ro­phyl­lum (L.) Hill): a Blume, verkleinert; b Blatt, verkleinert; c Einzelblüte, verkleinert; d Staubgefäß, vergrößert; e Griffel, vergrößert; f Fruchtborste, vergrößert – Abbildung aus Sturm & Sturm (1796); Art: Cir­si­um he­te­ro­phyl­lum (L.) Hill; Umgangssprachlich: Alantdistel und Verschiedenblättrige Kratzdistel)
  6. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Wiesen-Bärenklau (He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.): A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze und Gemeines Heilkraut)
  7. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Wurzel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Hegi 1926, S. 1452f.: »Heracleum Sphondylium, die Gemeine Bärenklau, ist (namentlich in der typischen Unterart austrále) ein verbreitetes, oft lästiges Kraut der Fett-, Wässer- und Frischwiesen (siehe pag. 1429), das allerdings erst nach der Heuernte — vor dem zweiten Schnitt (Grummet, Emd) — zur Blüte gelangt und dann einen bezeichnenden Aspekt erzeugt. Durch einseitige Stickstoffdüngung (Jauche, Stallmist) wird das Wachstum sehr gefördert. Nur in höheren Lagen blüht die Bärenklau bereits im ersten Schnitt, gelegentlich gleichzeitig mit dem Wiesenkerbel, mit welchem — auch mit dem Berg-Kälberkropf — die Art übrigens viel gemeinsames hat. Die Pflanze entwickelt eine enorme Wachstumsenergie. Der dicke, vielköpfige Wurzelstock besitzt ein starkes Ausschlagsvermögen; die grossen, grundständigen Blätter verdrängen durch Beschattung alle guten Wiesengräser und Kräuter und setzen dadurch den Ertrag der Wiesen herab. Bis zum ersten Schnitt bildet die Pflanze ein ordentliches Milch- und Grünfutter; doch schrumpfen die Blätter beim Dörren zusammen und zerbröckeln zu Pulver. Aus diesem Grunde werden die Blätter mancherorts von Kindern aus dem Heu herausgelesen und grün verfüttert. Im zweiten Schnitt werden die kräftigen Stengel holzig und die Blätter grob; sie liefern ein geringes Heu, das zufolge des grossen Wassergehaltes schlecht trocknet und leicht schimmlig wird. Aus diesen Gründen wird die Bärenklau wie andere Doldenpflanzen — sie kann auf gedüngten Wiesen bis 80 % des Bestandes ausmachen — durch verschiedene Massnahmen zu bekämpfen gesucht, so durch öfteres Abschneiden vor der Samenreife und durch Beweiden während des Sommers, durch einen Wechsel in der Düngung (statt Jauche Thomasmehl und Superphosphat), durch Ausstechen der Wurzelstöcke (zu kostspielig) oder durch Begiessen der Schnittstellen mit Petroleum. Stebler erwähnt, dass durch die Sommerweide die Bärenklau auf einer Wiese auf dem Baurenboden-Fischenthal (Zürcher Oberland) beinahe völlig vertrieben wurde. Auf Trocken- und Magerwiesen wird Heracleum Sphondylium durch den Kümmel und die Bibernelle ersetzt. Bekanntlich geben die jungen Blätter ein gutes Futter für Kaninchen oder (gehäckselt) für Hühner; in den Pyrenäen werden die Blätter im Winter zur Schweinemast verwendet. Die Wurzel ist als Gemüse geniessbar; doch kann sie, besonders wenn sie an einem nassen Standort gewachsen ist, unter Umständen gesundheitsschädlich wirken. Verbreitet ist die Verwendung der hohlen Stengel als Spielzeug für Kinder (für Spritzen, Pfeifen u. dgl.). Die Früchte, die bei Zürich in einem Pfahlbau der Bronce-Eisenzeit nachgewiesen wurden, finden sich zuweilen in europäischen Grassaaten. — Die rinnigen Blattstiele dienen der zentripetalen Ableitung des Wassers. Die bauchigen, derben Blattscheiden bieten den in ihnen eingeschlossenen jungen Sprossteilen einen wirksamen Schutz. Die rauhe Behaarung dient im allgemeinen als (nicht sehr wirksames!) Schutzmittel gegen Tierfrass; der Borstenkranz unmittelbar unter den Verzweigungsstellen der Blattspindel und am Grunde der Stengelblattscheiden bildet jedoch nach Briquet einen lokalen Verdunstungsschutz für die „interkalaren“ Wachstumszonen. Auch die flaumig-filzige Behaarung der Laubblatt-Unterseite bei manchen südlichen Formen ist offenbar als Transpirations-Schutzmittel aufzufassen. Die starkduftenden Blüten, deren Auffälligkeit zudem durch die meist strahlende Ausbildung der äusseren Kronblätter erhöht wird, werden von einer sehr grossen Zahl von kurzrüsseligen Insekten besucht. Sie sind in der Hauptdolde meist sämtlich zwitterig und proterandrisch, in den Seitendolden zuweilen männlich oder (durch mangelhafte Ausbildung der Staubbeutel und der Pollenkörner) physiologisch weiblich. Bei Neu-Ruppin tritt die Pflanze (welche Unterart?) nach Warnstorf andromonözisch und gynodiözisch auf. Die Blütendolden erscheinen auf den Wiesen gewöhnlich erst nach dem ersten Schnitt. Die Früchte, vielerorts „Batzen“ geheissen, sind durch ihren dünnen Flügelrand an die Windverbreitung angepasst. — Die schwach-aromatischen und süsslich-schleimigen, dann scharf-bitterlich schmeckenden Blätter und die einen scharfen, gelben Saft führende (und dadurch abführend wirkende) Wurzel waren ehedem als Herba et Radix Bräncae ursinae Germánicae¹) vel Sphondýlii in der Heilkunde gebräuchlich als erweichendes und zerteilendes Mittel; insbesondere wurde die gekochte Wurzel zum Aufweichen von Geschwüren, namentlich der Leber, aufgelegt. Im Osten werden Auszüge aus Kraut und Wurzel zur Bekämpfung des „Weichselzopfes“ (Plica Polonica), bei dem die Haare zu einem unentwirrbaren Knäuel verfilzt und verklebt sind, angewendet. Die Wurzel galt auch als verdauungsfördernd und als Mittel gegen Epilepsie und Dysenterie. Die reifen Früchte, die als krampfstillend angesehen wurden, sind reich (je nach dem Reifegrad 0,9 bis 3 %) an ätherischem Oel; die unreifen Früchte enthalten Methyl- und Aethyl-Alkohol, Paraffin und einen stickstoff-freien Körper „Heraclin“, der in Chloroform, nicht aber in Wasser löslich ist und bei 185 ° schmilzt. Aus den in Wasser gekochten Blättern und Früchten wurde ehedem in slawischen Ländern mit Zusatz von etwas Sauerteig ein alkoholisches Getränk („Bartsch“)²) hergestellt, das von Armen statt Bier getrunken wurde; auch in Nord-Frankreich wird aus der Pflanze ein Likör gewonnen. In Kamtschatka und Persien werden Stengel und Blattstiele von verwandten Arten (in ersterm Lande wohl H. dulce Fischer; s. pag. 1422) entrindet gegessen und auch Zucker (man trocknete die Stengel und klopfte die Zuckereffloreszenz ab) und ein Branntwein daraus hergestellt. In Litauen und Polen soll die Wurzel als Gesundheitszusatz zu Landbieren dienen. ---- : ¹) In vor-linné’scher Zeit führte die Pflanze die Bezeichnung Branca ursina nostras. : ²) Daher auch der Name „Bartsch“ für die Pflanze (siehe pag. 1428). Vgl. Hartwich, C. Ueber alkoholische Getränke aus dem Bärenklau. Apotheker-Zeitung. Bd. XXVI (1911), pag. 703; Referat im Bot. Zentralblatt 1911, II, p. 605. «)
  8. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Stängel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Boswell u.a. (English Botany Bd. 4, 1877), S.154f. »This is one of our common wayside plants, which might really be usefully employed, if our peasantry were better informed as to the nature and properties of the wild vegetation surrounding them. It is generally looked upon merely as a noxious weed, though in some districts where it grows, the leaves are collected and given to pigs, who quickly fatten upon them ; hence the plant is called Hogweed. The stalks tripped of their rind, which is somewhat acrid, are edible, and are used as food in some parts of Asiatic Russia. In Siberia and Russia the stalks are dried in the sun, when a sweet substance exudes from them, which resembles sugar, and is eaten as a great delicacy. A spirit is distilled from the stalks thus prepared, by first fermenting them with water and either mingling bilberries with them or not. Gmelin says this spirit is more agreeable to the taste than spirit distilled from corn. The young shoots and leaves may be boiled and eaten as a green vegetable, and when just sprouting from the ground resemble asparagus in flavour. This experiment is, however, seldom tried, owing to the ignorance of those to whom such an addition to the table would be a benefit and luxury.«(Übersetzt: Dies ist eine unserer üblichen Wegbegleitpflanzen, die wirklich sinnvoll eingesetzt werden könnte, wenn unsere Bauernschaft besser über die Natur und die Eigenschaften der sie umgebenden wilden Vegetation informiert wäre. Im Allgemeinen wird er lediglich als ein schädliches Unkraut betrachtet, obwohl in einigen Gegenden, in denen er wächst, die Blätter gesammelt und den Schweinen gegeben werden, die sich schnell daran mästen; daher wird die Pflanze Schweinskraut genannt. Die von ihrer etwas beißenden Rinde abgelösten Stängel sind essbar und werden in einigen Teilen des asiatischen Russlands als Nahrungsmittel verwendet. In Sibirien und Russland werden die Stängel in der Sonne getrocknet, wenn aus ihnen eine zuckerähnliche süße Substanz austritt, die als große Delikatesse gegessen wird. Aus den so zubereiteten Stängeln wird eine Spirituose destilliert, indem man sie zunächst mit Wasser fermentiert und entweder Heidelbeeren mit ihnen vermischt oder nicht. Gmelin sagt, diese Spirituose sei geschmacklich angenehmer als Maisbranntwein. Die jungen Triebe und Blätter können gekocht und als grünes Gemüse gegessen werden, und wenn sie gerade aus dem Boden sprießen, ähneln sie im Geschmack dem Spargel. Dieses Experiment wird jedoch aufgrund der Unwissenheit derer, für die eine solche Zugabe auf den Tisch ein Vorteil und Luxus wäre, nur selten durchgeführt. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  9. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Blütenknospen; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: © Fleischhauer u.a. (2019), S. 412 ff.)
  10. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Blütensprosse; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Machatschek (2010): : S. 81 »Äußerst bekömmlich sind die Blütensprosse während des Schiebens vom Wiesen-Bärenklau und Wiesen-Kerbel sowie Echt- und Wild-Engelwurz (Heracleum sphondylium, Anthriscus sylvestris, Angelica archangelica, A. sylvestris)«  : S. 92: »Als ausgezeichnetes Kochgemüse galten die Blätter und jungen Stängel von Wiesen-Bärenklau und Wiesen-Kerbel (Heracleum sphondylium sowie alle Unterarten, Anthriscus sylvestris) sowie Pastinak (Pastinaca sativa) und Venuskamm (Scandix pecten-veneris).« : S. 96: »Die ölreichen, blutreinigenden, verdauungs- und leberanregenden Samen (im unreifen, grünen und reifen Zustand) wurden vom Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) in Kärnten, Ost- und Südtirol und anderen Regionen von Kindern gegessen oder für verschiedene Gerichte als Würzmittel in größeren Mengen genossen.« : S. 106: »In Suppen kochte man die Wurzeln von Bärenklau (Heracleum spec.) mit oder genoss sie als Gemüse. In ähnlicher Weise nutze man ebenso den Österreich-Bärenklau (Heracleum austriacum) […]«)
  11. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: junge Triebe; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Schkuhr (Bd.1, 1808), S.202 »Brancae ursi Herba; zu Umſchlägen, Bädern und Klyſtiren ; erweichend, lindernd und reinigend. Die Kamſchadalen ſpeiſen die Stiele der Wurzelblätter, und bereiten einen Zucker daraus; werden auch anderwärts noch weiter und in unſern Gegenden von ärmern Leuten die jungen Blätter als Kohl genützt. Auf Wieſen und unter dem Heu iſt dieſe Pflanze wegen ihrer Härte ein Unkraut.«; Anmerkungen: Ob mit „Kamſchadalen“ die Kamptschdalen (Bewohner der südlichen Teile der Insel Kamtschatka siehe https://archive.org/details/meyerskonversati09meye/page/431/mode/1up Meyers Lexikon 1890, Bd.9, Seite 431) gemeint sind, ist unklar)
  12. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: junge Triebe; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Hegi 1926, S. 1452f.: »Heracleum Sphondylium, die Gemeine Bärenklau, ist (namentlich in der typischen Unterart austrále) ein verbreitetes, oft lästiges Kraut der Fett-, Wässer- und Frischwiesen (siehe pag. 1429), das allerdings erst nach der Heuernte — vor dem zweiten Schnitt (Grummet, Emd) — zur Blüte gelangt und dann einen bezeichnenden Aspekt erzeugt. Durch einseitige Stickstoffdüngung (Jauche, Stallmist) wird das Wachstum sehr gefördert. Nur in höheren Lagen blüht die Bärenklau bereits im ersten Schnitt, gelegentlich gleichzeitig mit dem Wiesenkerbel, mit welchem — auch mit dem Berg-Kälberkropf — die Art übrigens viel gemeinsames hat. Die Pflanze entwickelt eine enorme Wachstumsenergie. Der dicke, vielköpfige Wurzelstock besitzt ein starkes Ausschlagsvermögen; die grossen, grundständigen Blätter verdrängen durch Beschattung alle guten Wiesengräser und Kräuter und setzen dadurch den Ertrag der Wiesen herab. Bis zum ersten Schnitt bildet die Pflanze ein ordentliches Milch- und Grünfutter; doch schrumpfen die Blätter beim Dörren zusammen und zerbröckeln zu Pulver. Aus diesem Grunde werden die Blätter mancherorts von Kindern aus dem Heu herausgelesen und grün verfüttert. Im zweiten Schnitt werden die kräftigen Stengel holzig und die Blätter grob; sie liefern ein geringes Heu, das zufolge des grossen Wassergehaltes schlecht trocknet und leicht schimmlig wird. Aus diesen Gründen wird die Bärenklau wie andere Doldenpflanzen — sie kann auf gedüngten Wiesen bis 80 % des Bestandes ausmachen — durch verschiedene Massnahmen zu bekämpfen gesucht, so durch öfteres Abschneiden vor der Samenreife und durch Beweiden während des Sommers, durch einen Wechsel in der Düngung (statt Jauche Thomasmehl und Superphosphat), durch Ausstechen der Wurzelstöcke (zu kostspielig) oder durch Begiessen der Schnittstellen mit Petroleum. Stebler erwähnt, dass durch die Sommerweide die Bärenklau auf einer Wiese auf dem Baurenboden-Fischenthal (Zürcher Oberland) beinahe völlig vertrieben wurde. Auf Trocken- und Magerwiesen wird Heracleum Sphondylium durch den Kümmel und die Bibernelle ersetzt. Bekanntlich geben die jungen Blätter ein gutes Futter für Kaninchen oder (gehäckselt) für Hühner; in den Pyrenäen werden die Blätter im Winter zur Schweinemast verwendet. Die Wurzel ist als Gemüse geniessbar; doch kann sie, besonders wenn sie an einem nassen Standort gewachsen ist, unter Umständen gesundheitsschädlich wirken. Verbreitet ist die Verwendung der hohlen Stengel als Spielzeug für Kinder (für Spritzen, Pfeifen u. dgl.). Die Früchte, die bei Zürich in einem Pfahlbau der Bronce-Eisenzeit nachgewiesen wurden, finden sich zuweilen in europäischen Grassaaten. — Die rinnigen Blattstiele dienen der zentripetalen Ableitung des Wassers. Die bauchigen, derben Blattscheiden bieten den in ihnen eingeschlossenen jungen Sprossteilen einen wirksamen Schutz. Die rauhe Behaarung dient im allgemeinen als (nicht sehr wirksames!) Schutzmittel gegen Tierfrass; der Borstenkranz unmittelbar unter den Verzweigungsstellen der Blattspindel und am Grunde der Stengelblattscheiden bildet jedoch nach Briquet einen lokalen Verdunstungsschutz für die „interkalaren“ Wachstumszonen. Auch die flaumig-filzige Behaarung der Laubblatt-Unterseite bei manchen südlichen Formen ist offenbar als Transpirations-Schutzmittel aufzufassen. Die starkduftenden Blüten, deren Auffälligkeit zudem durch die meist strahlende Ausbildung der äusseren Kronblätter erhöht wird, werden von einer sehr grossen Zahl von kurzrüsseligen Insekten besucht. Sie sind in der Hauptdolde meist sämtlich zwitterig und proterandrisch, in den Seitendolden zuweilen männlich oder (durch mangelhafte Ausbildung der Staubbeutel und der Pollenkörner) physiologisch weiblich. Bei Neu-Ruppin tritt die Pflanze (welche Unterart?) nach Warnstorf andromonözisch und gynodiözisch auf. Die Blütendolden erscheinen auf den Wiesen gewöhnlich erst nach dem ersten Schnitt. Die Früchte, vielerorts „Batzen“ geheissen, sind durch ihren dünnen Flügelrand an die Windverbreitung angepasst. — Die schwach-aromatischen und süsslich-schleimigen, dann scharf-bitterlich schmeckenden Blätter und die einen scharfen, gelben Saft führende (und dadurch abführend wirkende) Wurzel waren ehedem als Herba et Radix Bräncae ursinae Germánicae¹) vel Sphondýlii in der Heilkunde gebräuchlich als erweichendes und zerteilendes Mittel; insbesondere wurde die gekochte Wurzel zum Aufweichen von Geschwüren, namentlich der Leber, aufgelegt. Im Osten werden Auszüge aus Kraut und Wurzel zur Bekämpfung des „Weichselzopfes“ (Plica Polonica), bei dem die Haare zu einem unentwirrbaren Knäuel verfilzt und verklebt sind, angewendet. Die Wurzel galt auch als verdauungsfördernd und als Mittel gegen Epilepsie und Dysenterie. Die reifen Früchte, die als krampfstillend angesehen wurden, sind reich (je nach dem Reifegrad 0,9 bis 3 %) an ätherischem Oel; die unreifen Früchte enthalten Methyl- und Aethyl-Alkohol, Paraffin und einen stickstoff-freien Körper „Heraclin“, der in Chloroform, nicht aber in Wasser löslich ist und bei 185 ° schmilzt. Aus den in Wasser gekochten Blättern und Früchten wurde ehedem in slawischen Ländern mit Zusatz von etwas Sauerteig ein alkoholisches Getränk („Bartsch“)²) hergestellt, das von Armen statt Bier getrunken wurde; auch in Nord-Frankreich wird aus der Pflanze ein Likör gewonnen. In Kamtschatka und Persien werden Stengel und Blattstiele von verwandten Arten (in ersterm Lande wohl H. dulce Fischer; s. pag. 1422) entrindet gegessen und auch Zucker (man trocknete die Stengel und klopfte die Zuckereffloreszenz ab) und ein Branntwein daraus hergestellt. In Litauen und Polen soll die Wurzel als Gesundheitszusatz zu Landbieren dienen. ---- : ¹) In vor-linné’scher Zeit führte die Pflanze die Bezeichnung Branca ursina nostras. : ²) Daher auch der Name „Bartsch“ für die Pflanze (siehe pag. 1428). Vgl. Hartwich, C. Ueber alkoholische Getränke aus dem Bärenklau. Apotheker-Zeitung. Bd. XXVI (1911), pag. 703; Referat im Bot. Zentralblatt 1911, II, p. 605. «)
  13. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: junge Triebe; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Boswell u.a. (English Botany Bd. 4, 1877), S.154f. »This is one of our common wayside plants, which might really be usefully employed, if our peasantry were better informed as to the nature and properties of the wild vegetation surrounding them. It is generally looked upon merely as a noxious weed, though in some districts where it grows, the leaves are collected and given to pigs, who quickly fatten upon them ; hence the plant is called Hogweed. The stalks tripped of their rind, which is somewhat acrid, are edible, and are used as food in some parts of Asiatic Russia. In Siberia and Russia the stalks are dried in the sun, when a sweet substance exudes from them, which resembles sugar, and is eaten as a great delicacy. A spirit is distilled from the stalks thus prepared, by first fermenting them with water and either mingling bilberries with them or not. Gmelin says this spirit is more agreeable to the taste than spirit distilled from corn. The young shoots and leaves may be boiled and eaten as a green vegetable, and when just sprouting from the ground resemble asparagus in flavour. This experiment is, however, seldom tried, owing to the ignorance of those to whom such an addition to the table would be a benefit and luxury.«(Übersetzt: Dies ist eine unserer üblichen Wegbegleitpflanzen, die wirklich sinnvoll eingesetzt werden könnte, wenn unsere Bauernschaft besser über die Natur und die Eigenschaften der sie umgebenden wilden Vegetation informiert wäre. Im Allgemeinen wird er lediglich als ein schädliches Unkraut betrachtet, obwohl in einigen Gegenden, in denen er wächst, die Blätter gesammelt und den Schweinen gegeben werden, die sich schnell daran mästen; daher wird die Pflanze Schweinskraut genannt. Die von ihrer etwas beißenden Rinde abgelösten Stängel sind essbar und werden in einigen Teilen des asiatischen Russlands als Nahrungsmittel verwendet. In Sibirien und Russland werden die Stängel in der Sonne getrocknet, wenn aus ihnen eine zuckerähnliche süße Substanz austritt, die als große Delikatesse gegessen wird. Aus den so zubereiteten Stängeln wird eine Spirituose destilliert, indem man sie zunächst mit Wasser fermentiert und entweder Heidelbeeren mit ihnen vermischt oder nicht. Gmelin sagt, diese Spirituose sei geschmacklich angenehmer als Maisbranntwein. Die jungen Triebe und Blätter können gekocht und als grünes Gemüse gegessen werden, und wenn sie gerade aus dem Boden sprießen, ähneln sie im Geschmack dem Spargel. Dieses Experiment wird jedoch aufgrund der Unwissenheit derer, für die eine solche Zugabe auf den Tisch ein Vorteil und Luxus wäre, nur selten durchgeführt. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  14. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Blüten; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: © Fleischhauer u.a. (2019), S. 412 ff.)
  15. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Blätter; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Baxter (British Phaenogamous Botany, Bd.2, 1835), Nr. 130 »Heracleum sphondylium is considered a very nutritious plant, and a wholesome and nourishing food for cattle. Mr. COBBETT says he has fed working-horses, six or eight in number, upon this plant for weeks together. It is gathered in Sussex for fattening hogs, being known there by the name of Hog-weed. Cows, goats, sheep, and rabbits, are also fond of it. // GEMLIN informs us, (in his Flora Siberica) that the inhabitants of Kamtschatka, about the beginning of July, collect the footstalks of the radical leaves, and after peeling off the rind, (which is very acrid,) dry them separately in the sun, and then tying them in bundles they lay them up carefully in the shade; during the process of drying they become covered with a saccharine efflorescence, which is considered a great delicacy. In Poland and Lithuania a kind of beer is brewed from the stalks thus prepared, and when mixed with bilberries (Vaccinium uliyinosum) and fermented, the Russians distil a spirit f om them, which GEMLIN in says is more agreeable to the taste than that procured from corn. The young shoots, when boiled, form a delicate vegetable resembling asparagus. // Attempts have been made to manufacture sugar from this plant, which the Kamschatkans call Ratsch (sweet herb), but 40 pounds of the dried stalks only yielded a quarter of a pound of sugar.«(Übersetzt: Heracleum sphondylium gilt als sehr nahrhafte Pflanze und als gesundes und nahrhaftes Nahrungsmittel für Rinder. Herr COBBETT sagt, er habe sechs oder acht Arbeitspferde, sechs oder acht an der Zahl, wochenlang gemeinsam mit dieser Pflanze gefüttert. Sie wird in Sussex gesammelt, um Schweine zu mästen, und ist dort unter dem Namen Hog-weed bekannt. Kühe, Ziegen, Schafe und Kaninchen mögen sie ebenfalls. // GEMLIN informiert uns (in seiner Flora Siberica), dass die Einwohner von Kamtschatka etwa Anfang Juli die Stiele der radikalen Blätter sammeln und sie nach dem Abschälen der Rinde (die sehr beißend ist) einzeln in der Sonne trocknen und dann in Bündeln zusammenbinden und vorsichtig im Schatten aufstellen; während des Trocknungsprozesses werden sie mit einer zuckerhaltigen Ausblühung bedeckt, die als große Delikatesse gilt. In Polen und Litauen wird aus den so zubereiteten Stängeln eine Biersorte gebraut, und wenn sie mit Heidelbeeren (Vaccinium uliyinosum) vermischt und vergoren werden, destillieren die Russen daraus eine Spirituose, die laut GEMLIN geschmacklich angenehmer ist als die aus Mais gewonnene. Die jungen Triebe bilden, wenn sie gekocht werden, ein zartes, spargelähnliches Gemüse. // Man hat versucht, aus dieser Pflanze, die die Kamschatker Ratsch (süßes Kraut) nennen, Zucker herzustellen, aber 40 Pfund der getrockneten Stängel brachten nur ein Viertelpfund Zucker hervor. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  16. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Wurzeln; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Machatschek (2010): : S. 81 »Äußerst bekömmlich sind die Blütensprosse während des Schiebens vom Wiesen-Bärenklau und Wiesen-Kerbel sowie Echt- und Wild-Engelwurz (Heracleum sphondylium, Anthriscus sylvestris, Angelica archangelica, A. sylvestris)«  : S. 92: »Als ausgezeichnetes Kochgemüse galten die Blätter und jungen Stängel von Wiesen-Bärenklau und Wiesen-Kerbel (Heracleum sphondylium sowie alle Unterarten, Anthriscus sylvestris) sowie Pastinak (Pastinaca sativa) und Venuskamm (Scandix pecten-veneris).« : S. 96: »Die ölreichen, blutreinigenden, verdauungs- und leberanregenden Samen (im unreifen, grünen und reifen Zustand) wurden vom Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) in Kärnten, Ost- und Südtirol und anderen Regionen von Kindern gegessen oder für verschiedene Gerichte als Würzmittel in größeren Mengen genossen.« : S. 106: »In Suppen kochte man die Wurzeln von Bärenklau (Heracleum spec.) mit oder genoss sie als Gemüse. In ähnlicher Weise nutze man ebenso den Österreich-Bärenklau (Heracleum austriacum) […]«)
  17. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Früchte; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Hegi 1926, S. 1452f.: »Heracleum Sphondylium, die Gemeine Bärenklau, ist (namentlich in der typischen Unterart austrále) ein verbreitetes, oft lästiges Kraut der Fett-, Wässer- und Frischwiesen (siehe pag. 1429), das allerdings erst nach der Heuernte — vor dem zweiten Schnitt (Grummet, Emd) — zur Blüte gelangt und dann einen bezeichnenden Aspekt erzeugt. Durch einseitige Stickstoffdüngung (Jauche, Stallmist) wird das Wachstum sehr gefördert. Nur in höheren Lagen blüht die Bärenklau bereits im ersten Schnitt, gelegentlich gleichzeitig mit dem Wiesenkerbel, mit welchem — auch mit dem Berg-Kälberkropf — die Art übrigens viel gemeinsames hat. Die Pflanze entwickelt eine enorme Wachstumsenergie. Der dicke, vielköpfige Wurzelstock besitzt ein starkes Ausschlagsvermögen; die grossen, grundständigen Blätter verdrängen durch Beschattung alle guten Wiesengräser und Kräuter und setzen dadurch den Ertrag der Wiesen herab. Bis zum ersten Schnitt bildet die Pflanze ein ordentliches Milch- und Grünfutter; doch schrumpfen die Blätter beim Dörren zusammen und zerbröckeln zu Pulver. Aus diesem Grunde werden die Blätter mancherorts von Kindern aus dem Heu herausgelesen und grün verfüttert. Im zweiten Schnitt werden die kräftigen Stengel holzig und die Blätter grob; sie liefern ein geringes Heu, das zufolge des grossen Wassergehaltes schlecht trocknet und leicht schimmlig wird. Aus diesen Gründen wird die Bärenklau wie andere Doldenpflanzen — sie kann auf gedüngten Wiesen bis 80 % des Bestandes ausmachen — durch verschiedene Massnahmen zu bekämpfen gesucht, so durch öfteres Abschneiden vor der Samenreife und durch Beweiden während des Sommers, durch einen Wechsel in der Düngung (statt Jauche Thomasmehl und Superphosphat), durch Ausstechen der Wurzelstöcke (zu kostspielig) oder durch Begiessen der Schnittstellen mit Petroleum. Stebler erwähnt, dass durch die Sommerweide die Bärenklau auf einer Wiese auf dem Baurenboden-Fischenthal (Zürcher Oberland) beinahe völlig vertrieben wurde. Auf Trocken- und Magerwiesen wird Heracleum Sphondylium durch den Kümmel und die Bibernelle ersetzt. Bekanntlich geben die jungen Blätter ein gutes Futter für Kaninchen oder (gehäckselt) für Hühner; in den Pyrenäen werden die Blätter im Winter zur Schweinemast verwendet. Die Wurzel ist als Gemüse geniessbar; doch kann sie, besonders wenn sie an einem nassen Standort gewachsen ist, unter Umständen gesundheitsschädlich wirken. Verbreitet ist die Verwendung der hohlen Stengel als Spielzeug für Kinder (für Spritzen, Pfeifen u. dgl.). Die Früchte, die bei Zürich in einem Pfahlbau der Bronce-Eisenzeit nachgewiesen wurden, finden sich zuweilen in europäischen Grassaaten. — Die rinnigen Blattstiele dienen der zentripetalen Ableitung des Wassers. Die bauchigen, derben Blattscheiden bieten den in ihnen eingeschlossenen jungen Sprossteilen einen wirksamen Schutz. Die rauhe Behaarung dient im allgemeinen als (nicht sehr wirksames!) Schutzmittel gegen Tierfrass; der Borstenkranz unmittelbar unter den Verzweigungsstellen der Blattspindel und am Grunde der Stengelblattscheiden bildet jedoch nach Briquet einen lokalen Verdunstungsschutz für die „interkalaren“ Wachstumszonen. Auch die flaumig-filzige Behaarung der Laubblatt-Unterseite bei manchen südlichen Formen ist offenbar als Transpirations-Schutzmittel aufzufassen. Die starkduftenden Blüten, deren Auffälligkeit zudem durch die meist strahlende Ausbildung der äusseren Kronblätter erhöht wird, werden von einer sehr grossen Zahl von kurzrüsseligen Insekten besucht. Sie sind in der Hauptdolde meist sämtlich zwitterig und proterandrisch, in den Seitendolden zuweilen männlich oder (durch mangelhafte Ausbildung der Staubbeutel und der Pollenkörner) physiologisch weiblich. Bei Neu-Ruppin tritt die Pflanze (welche Unterart?) nach Warnstorf andromonözisch und gynodiözisch auf. Die Blütendolden erscheinen auf den Wiesen gewöhnlich erst nach dem ersten Schnitt. Die Früchte, vielerorts „Batzen“ geheissen, sind durch ihren dünnen Flügelrand an die Windverbreitung angepasst. — Die schwach-aromatischen und süsslich-schleimigen, dann scharf-bitterlich schmeckenden Blätter und die einen scharfen, gelben Saft führende (und dadurch abführend wirkende) Wurzel waren ehedem als Herba et Radix Bräncae ursinae Germánicae¹) vel Sphondýlii in der Heilkunde gebräuchlich als erweichendes und zerteilendes Mittel; insbesondere wurde die gekochte Wurzel zum Aufweichen von Geschwüren, namentlich der Leber, aufgelegt. Im Osten werden Auszüge aus Kraut und Wurzel zur Bekämpfung des „Weichselzopfes“ (Plica Polonica), bei dem die Haare zu einem unentwirrbaren Knäuel verfilzt und verklebt sind, angewendet. Die Wurzel galt auch als verdauungsfördernd und als Mittel gegen Epilepsie und Dysenterie. Die reifen Früchte, die als krampfstillend angesehen wurden, sind reich (je nach dem Reifegrad 0,9 bis 3 %) an ätherischem Oel; die unreifen Früchte enthalten Methyl- und Aethyl-Alkohol, Paraffin und einen stickstoff-freien Körper „Heraclin“, der in Chloroform, nicht aber in Wasser löslich ist und bei 185 ° schmilzt. Aus den in Wasser gekochten Blättern und Früchten wurde ehedem in slawischen Ländern mit Zusatz von etwas Sauerteig ein alkoholisches Getränk („Bartsch“)²) hergestellt, das von Armen statt Bier getrunken wurde; auch in Nord-Frankreich wird aus der Pflanze ein Likör gewonnen. In Kamtschatka und Persien werden Stengel und Blattstiele von verwandten Arten (in ersterm Lande wohl H. dulce Fischer; s. pag. 1422) entrindet gegessen und auch Zucker (man trocknete die Stengel und klopfte die Zuckereffloreszenz ab) und ein Branntwein daraus hergestellt. In Litauen und Polen soll die Wurzel als Gesundheitszusatz zu Landbieren dienen. ---- : ¹) In vor-linné’scher Zeit führte die Pflanze die Bezeichnung Branca ursina nostras. : ²) Daher auch der Name „Bartsch“ für die Pflanze (siehe pag. 1428). Vgl. Hartwich, C. Ueber alkoholische Getränke aus dem Bärenklau. Apotheker-Zeitung. Bd. XXVI (1911), pag. 703; Referat im Bot. Zentralblatt 1911, II, p. 605. «)
  18. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: junge Triebe; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Masclef (Bd.1, 1891), S.113 »La Berce Branc-ursine est: utile. — Elle est recherchée par les bestiaux quand elle est jeune, mais il faut la faire consommer sur place de bonne heure ou la couper avant la fenaison, car elle durcit très promptement et devient presque ligneuse. // La tige, dépouillée de son écorce âcre, renferme du sucre et peut donner de l'alcool par fermentation; en Pologne et en Lithuanie on en fabrique une sorte de bière (parst) consommée par les classes pauvres. // La racine très acre est employée dans la médecine populaire pour guérir les durillons et les callosités de la peau. // Les fruits aromatiques remplacent quelquefois ceux de l'Angélique.«(Übersetzt: Der Wiesen-Bärenklau ist: nutzbar – Er ist bei jungen Rindern sehr begehrt, muss aber früh an Ort und Stelle gefressen oder vor der Heuernte geschnitten werden, da er sehr schnell aushärtet und fast verholzt. // Der von seiner scharfen Rinde befreite Stängel enthält Zucker und kann durch Gärung Alkohol ergeben; in Polen und Litauen wird daraus eine Art Bier (parst) hergestellt, das von den armen Bevölkerungsschichten konsumiert wird. // Die sehr scharfe Wurzel wird in der Volksmedizin zur Heilung von Schwielen und Hornhaut verwendet. // Aromatische Früchte ersetzen manchmal die von Angelika. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  19. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Blätter; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Spach (Bd. 10, 1839), S.172: »Cette espèce, nommée vulgairement Berce, Fausse Branc-ursine, ou Branc-ursine bâtarde, est commune dans toute l'Europe, ainsi qu'en Sibérie. Elle croît dans les prairies et les bois un peu humides; la floraison a lieu en été. L'écorce et la racine de la Berce sont très-âcres; on assure qu'étant appliquées fraîches sur la peau, elles y produisent des ulcérations. La substance cellulaire de la tige et les jeunes pousses au contraire ont une saveur sucrée; dans le Nord on s'en sert en guise de légumes verts, et les habitants du Kamtchatka ont coutume d'en extraire, parla distillation, une boisson alcoolique.«(Übersetzt: Die Rinde und die Wurzel des Bärenklau sind sehr blass; es ist sichergestellt, dass sie, wenn sie frisch auf die Haut aufgetragen werden, Geschwürbildungen verursachen. Die Zellsubstanz des Stammes und der jungen Triebe hat dagegen einen süßen Geschmack; im Norden wird sie als grünes Gemüse verwendet, und die Einwohner Kamtschatkas sind es gewohnt, daraus ein alkoholisches Getränk zu destillieren. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  20. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Wurzeln; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: © Fleischhauer u.a. (2019), S. 412 ff.)
  21. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Stängel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Baxter (British Phaenogamous Botany, Bd.2, 1835), Nr. 130 »Heracleum sphondylium is considered a very nutritious plant, and a wholesome and nourishing food for cattle. Mr. COBBETT says he has fed working-horses, six or eight in number, upon this plant for weeks together. It is gathered in Sussex for fattening hogs, being known there by the name of Hog-weed. Cows, goats, sheep, and rabbits, are also fond of it. // GEMLIN informs us, (in his Flora Siberica) that the inhabitants of Kamtschatka, about the beginning of July, collect the footstalks of the radical leaves, and after peeling off the rind, (which is very acrid,) dry them separately in the sun, and then tying them in bundles they lay them up carefully in the shade; during the process of drying they become covered with a saccharine efflorescence, which is considered a great delicacy. In Poland and Lithuania a kind of beer is brewed from the stalks thus prepared, and when mixed with bilberries (Vaccinium uliyinosum) and fermented, the Russians distil a spirit f om them, which GEMLIN in says is more agreeable to the taste than that procured from corn. The young shoots, when boiled, form a delicate vegetable resembling asparagus. // Attempts have been made to manufacture sugar from this plant, which the Kamschatkans call Ratsch (sweet herb), but 40 pounds of the dried stalks only yielded a quarter of a pound of sugar.«(Übersetzt: Heracleum sphondylium gilt als sehr nahrhafte Pflanze und als gesundes und nahrhaftes Nahrungsmittel für Rinder. Herr COBBETT sagt, er habe sechs oder acht Arbeitspferde, sechs oder acht an der Zahl, wochenlang gemeinsam mit dieser Pflanze gefüttert. Sie wird in Sussex gesammelt, um Schweine zu mästen, und ist dort unter dem Namen Hog-weed bekannt. Kühe, Ziegen, Schafe und Kaninchen mögen sie ebenfalls. // GEMLIN informiert uns (in seiner Flora Siberica), dass die Einwohner von Kamtschatka etwa Anfang Juli die Stiele der radikalen Blätter sammeln und sie nach dem Abschälen der Rinde (die sehr beißend ist) einzeln in der Sonne trocknen und dann in Bündeln zusammenbinden und vorsichtig im Schatten aufstellen; während des Trocknungsprozesses werden sie mit einer zuckerhaltigen Ausblühung bedeckt, die als große Delikatesse gilt. In Polen und Litauen wird aus den so zubereiteten Stängeln eine Biersorte gebraut, und wenn sie mit Heidelbeeren (Vaccinium uliyinosum) vermischt und vergoren werden, destillieren die Russen daraus eine Spirituose, die laut GEMLIN geschmacklich angenehmer ist als die aus Mais gewonnene. Die jungen Triebe bilden, wenn sie gekocht werden, ein zartes, spargelähnliches Gemüse. // Man hat versucht, aus dieser Pflanze, die die Kamschatker Ratsch (süßes Kraut) nennen, Zucker herzustellen, aber 40 Pfund der getrockneten Stängel brachten nur ein Viertelpfund Zucker hervor. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  22. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: junge Triebe; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: © Fleischhauer u.a. (2019), S. 412 ff.)
  23. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Hegi 1926, S. 1452f.: »Heracleum Sphondylium, die Gemeine Bärenklau, ist (namentlich in der typischen Unterart austrále) ein verbreitetes, oft lästiges Kraut der Fett-, Wässer- und Frischwiesen (siehe pag. 1429), das allerdings erst nach der Heuernte — vor dem zweiten Schnitt (Grummet, Emd) — zur Blüte gelangt und dann einen bezeichnenden Aspekt erzeugt. Durch einseitige Stickstoffdüngung (Jauche, Stallmist) wird das Wachstum sehr gefördert. Nur in höheren Lagen blüht die Bärenklau bereits im ersten Schnitt, gelegentlich gleichzeitig mit dem Wiesenkerbel, mit welchem — auch mit dem Berg-Kälberkropf — die Art übrigens viel gemeinsames hat. Die Pflanze entwickelt eine enorme Wachstumsenergie. Der dicke, vielköpfige Wurzelstock besitzt ein starkes Ausschlagsvermögen; die grossen, grundständigen Blätter verdrängen durch Beschattung alle guten Wiesengräser und Kräuter und setzen dadurch den Ertrag der Wiesen herab. Bis zum ersten Schnitt bildet die Pflanze ein ordentliches Milch- und Grünfutter; doch schrumpfen die Blätter beim Dörren zusammen und zerbröckeln zu Pulver. Aus diesem Grunde werden die Blätter mancherorts von Kindern aus dem Heu herausgelesen und grün verfüttert. Im zweiten Schnitt werden die kräftigen Stengel holzig und die Blätter grob; sie liefern ein geringes Heu, das zufolge des grossen Wassergehaltes schlecht trocknet und leicht schimmlig wird. Aus diesen Gründen wird die Bärenklau wie andere Doldenpflanzen — sie kann auf gedüngten Wiesen bis 80 % des Bestandes ausmachen — durch verschiedene Massnahmen zu bekämpfen gesucht, so durch öfteres Abschneiden vor der Samenreife und durch Beweiden während des Sommers, durch einen Wechsel in der Düngung (statt Jauche Thomasmehl und Superphosphat), durch Ausstechen der Wurzelstöcke (zu kostspielig) oder durch Begiessen der Schnittstellen mit Petroleum. Stebler erwähnt, dass durch die Sommerweide die Bärenklau auf einer Wiese auf dem Baurenboden-Fischenthal (Zürcher Oberland) beinahe völlig vertrieben wurde. Auf Trocken- und Magerwiesen wird Heracleum Sphondylium durch den Kümmel und die Bibernelle ersetzt. Bekanntlich geben die jungen Blätter ein gutes Futter für Kaninchen oder (gehäckselt) für Hühner; in den Pyrenäen werden die Blätter im Winter zur Schweinemast verwendet. Die Wurzel ist als Gemüse geniessbar; doch kann sie, besonders wenn sie an einem nassen Standort gewachsen ist, unter Umständen gesundheitsschädlich wirken. Verbreitet ist die Verwendung der hohlen Stengel als Spielzeug für Kinder (für Spritzen, Pfeifen u. dgl.). Die Früchte, die bei Zürich in einem Pfahlbau der Bronce-Eisenzeit nachgewiesen wurden, finden sich zuweilen in europäischen Grassaaten. — Die rinnigen Blattstiele dienen der zentripetalen Ableitung des Wassers. Die bauchigen, derben Blattscheiden bieten den in ihnen eingeschlossenen jungen Sprossteilen einen wirksamen Schutz. Die rauhe Behaarung dient im allgemeinen als (nicht sehr wirksames!) Schutzmittel gegen Tierfrass; der Borstenkranz unmittelbar unter den Verzweigungsstellen der Blattspindel und am Grunde der Stengelblattscheiden bildet jedoch nach Briquet einen lokalen Verdunstungsschutz für die „interkalaren“ Wachstumszonen. Auch die flaumig-filzige Behaarung der Laubblatt-Unterseite bei manchen südlichen Formen ist offenbar als Transpirations-Schutzmittel aufzufassen. Die starkduftenden Blüten, deren Auffälligkeit zudem durch die meist strahlende Ausbildung der äusseren Kronblätter erhöht wird, werden von einer sehr grossen Zahl von kurzrüsseligen Insekten besucht. Sie sind in der Hauptdolde meist sämtlich zwitterig und proterandrisch, in den Seitendolden zuweilen männlich oder (durch mangelhafte Ausbildung der Staubbeutel und der Pollenkörner) physiologisch weiblich. Bei Neu-Ruppin tritt die Pflanze (welche Unterart?) nach Warnstorf andromonözisch und gynodiözisch auf. Die Blütendolden erscheinen auf den Wiesen gewöhnlich erst nach dem ersten Schnitt. Die Früchte, vielerorts „Batzen“ geheissen, sind durch ihren dünnen Flügelrand an die Windverbreitung angepasst. — Die schwach-aromatischen und süsslich-schleimigen, dann scharf-bitterlich schmeckenden Blätter und die einen scharfen, gelben Saft führende (und dadurch abführend wirkende) Wurzel waren ehedem als Herba et Radix Bräncae ursinae Germánicae¹) vel Sphondýlii in der Heilkunde gebräuchlich als erweichendes und zerteilendes Mittel; insbesondere wurde die gekochte Wurzel zum Aufweichen von Geschwüren, namentlich der Leber, aufgelegt. Im Osten werden Auszüge aus Kraut und Wurzel zur Bekämpfung des „Weichselzopfes“ (Plica Polonica), bei dem die Haare zu einem unentwirrbaren Knäuel verfilzt und verklebt sind, angewendet. Die Wurzel galt auch als verdauungsfördernd und als Mittel gegen Epilepsie und Dysenterie. Die reifen Früchte, die als krampfstillend angesehen wurden, sind reich (je nach dem Reifegrad 0,9 bis 3 %) an ätherischem Oel; die unreifen Früchte enthalten Methyl- und Aethyl-Alkohol, Paraffin und einen stickstoff-freien Körper „Heraclin“, der in Chloroform, nicht aber in Wasser löslich ist und bei 185 ° schmilzt. Aus den in Wasser gekochten Blättern und Früchten wurde ehedem in slawischen Ländern mit Zusatz von etwas Sauerteig ein alkoholisches Getränk („Bartsch“)²) hergestellt, das von Armen statt Bier getrunken wurde; auch in Nord-Frankreich wird aus der Pflanze ein Likör gewonnen. In Kamtschatka und Persien werden Stengel und Blattstiele von verwandten Arten (in ersterm Lande wohl H. dulce Fischer; s. pag. 1422) entrindet gegessen und auch Zucker (man trocknete die Stengel und klopfte die Zuckereffloreszenz ab) und ein Branntwein daraus hergestellt. In Litauen und Polen soll die Wurzel als Gesundheitszusatz zu Landbieren dienen. ---- : ¹) In vor-linné’scher Zeit führte die Pflanze die Bezeichnung Branca ursina nostras. : ²) Daher auch der Name „Bartsch“ für die Pflanze (siehe pag. 1428). Vgl. Hartwich, C. Ueber alkoholische Getränke aus dem Bärenklau. Apotheker-Zeitung. Bd. XXVI (1911), pag. 703; Referat im Bot. Zentralblatt 1911, II, p. 605. «)
  24. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Wurzel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Masclef (Bd.1, 1891), S.113 »La Berce Branc-ursine est: utile. — Elle est recherchée par les bestiaux quand elle est jeune, mais il faut la faire consommer sur place de bonne heure ou la couper avant la fenaison, car elle durcit très promptement et devient presque ligneuse. // La tige, dépouillée de son écorce âcre, renferme du sucre et peut donner de l'alcool par fermentation; en Pologne et en Lithuanie on en fabrique une sorte de bière (parst) consommée par les classes pauvres. // La racine très acre est employée dans la médecine populaire pour guérir les durillons et les callosités de la peau. // Les fruits aromatiques remplacent quelquefois ceux de l'Angélique.«(Übersetzt: Der Wiesen-Bärenklau ist: nutzbar – Er ist bei jungen Rindern sehr begehrt, muss aber früh an Ort und Stelle gefressen oder vor der Heuernte geschnitten werden, da er sehr schnell aushärtet und fast verholzt. // Der von seiner scharfen Rinde befreite Stängel enthält Zucker und kann durch Gärung Alkohol ergeben; in Polen und Litauen wird daraus eine Art Bier (parst) hergestellt, das von den armen Bevölkerungsschichten konsumiert wird. // Die sehr scharfe Wurzel wird in der Volksmedizin zur Heilung von Schwielen und Hornhaut verwendet. // Aromatische Früchte ersetzen manchmal die von Angelika. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  25. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Wurzel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Spach (Bd. 10, 1839), S.172: »Cette espèce, nommée vulgairement Berce, Fausse Branc-ursine, ou Branc-ursine bâtarde, est commune dans toute l'Europe, ainsi qu'en Sibérie. Elle croît dans les prairies et les bois un peu humides; la floraison a lieu en été. L'écorce et la racine de la Berce sont très-âcres; on assure qu'étant appliquées fraîches sur la peau, elles y produisent des ulcérations. La substance cellulaire de la tige et les jeunes pousses au contraire ont une saveur sucrée; dans le Nord on s'en sert en guise de légumes verts, et les habitants du Kamtchatka ont coutume d'en extraire, parla distillation, une boisson alcoolique.«(Übersetzt: Die Rinde und die Wurzel des Bärenklau sind sehr blass; es ist sichergestellt, dass sie, wenn sie frisch auf die Haut aufgetragen werden, Geschwürbildungen verursachen. Die Zellsubstanz des Stammes und der jungen Triebe hat dagegen einen süßen Geschmack; im Norden wird sie als grünes Gemüse verwendet, und die Einwohner Kamtschatkas sind es gewohnt, daraus ein alkoholisches Getränk zu destillieren. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  26. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Stängel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: © Fleischhauer u.a. (2019), S. 412 ff.)
  27. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: junge Triebe; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Baxter (British Phaenogamous Botany, Bd.2, 1835), Nr. 130 »Heracleum sphondylium is considered a very nutritious plant, and a wholesome and nourishing food for cattle. Mr. COBBETT says he has fed working-horses, six or eight in number, upon this plant for weeks together. It is gathered in Sussex for fattening hogs, being known there by the name of Hog-weed. Cows, goats, sheep, and rabbits, are also fond of it. // GEMLIN informs us, (in his Flora Siberica) that the inhabitants of Kamtschatka, about the beginning of July, collect the footstalks of the radical leaves, and after peeling off the rind, (which is very acrid,) dry them separately in the sun, and then tying them in bundles they lay them up carefully in the shade; during the process of drying they become covered with a saccharine efflorescence, which is considered a great delicacy. In Poland and Lithuania a kind of beer is brewed from the stalks thus prepared, and when mixed with bilberries (Vaccinium uliyinosum) and fermented, the Russians distil a spirit f om them, which GEMLIN in says is more agreeable to the taste than that procured from corn. The young shoots, when boiled, form a delicate vegetable resembling asparagus. // Attempts have been made to manufacture sugar from this plant, which the Kamschatkans call Ratsch (sweet herb), but 40 pounds of the dried stalks only yielded a quarter of a pound of sugar.«(Übersetzt: Heracleum sphondylium gilt als sehr nahrhafte Pflanze und als gesundes und nahrhaftes Nahrungsmittel für Rinder. Herr COBBETT sagt, er habe sechs oder acht Arbeitspferde, sechs oder acht an der Zahl, wochenlang gemeinsam mit dieser Pflanze gefüttert. Sie wird in Sussex gesammelt, um Schweine zu mästen, und ist dort unter dem Namen Hog-weed bekannt. Kühe, Ziegen, Schafe und Kaninchen mögen sie ebenfalls. // GEMLIN informiert uns (in seiner Flora Siberica), dass die Einwohner von Kamtschatka etwa Anfang Juli die Stiele der radikalen Blätter sammeln und sie nach dem Abschälen der Rinde (die sehr beißend ist) einzeln in der Sonne trocknen und dann in Bündeln zusammenbinden und vorsichtig im Schatten aufstellen; während des Trocknungsprozesses werden sie mit einer zuckerhaltigen Ausblühung bedeckt, die als große Delikatesse gilt. In Polen und Litauen wird aus den so zubereiteten Stängeln eine Biersorte gebraut, und wenn sie mit Heidelbeeren (Vaccinium uliyinosum) vermischt und vergoren werden, destillieren die Russen daraus eine Spirituose, die laut GEMLIN geschmacklich angenehmer ist als die aus Mais gewonnene. Die jungen Triebe bilden, wenn sie gekocht werden, ein zartes, spargelähnliches Gemüse. // Man hat versucht, aus dieser Pflanze, die die Kamschatker Ratsch (süßes Kraut) nennen, Zucker herzustellen, aber 40 Pfund der getrockneten Stängel brachten nur ein Viertelpfund Zucker hervor. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  28. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: junge Blätter; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: © Fleischhauer u.a. (2019), S. 412 ff.)
  29. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Stängel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Machatschek (2010): : S. 81 »Äußerst bekömmlich sind die Blütensprosse während des Schiebens vom Wiesen-Bärenklau und Wiesen-Kerbel sowie Echt- und Wild-Engelwurz (Heracleum sphondylium, Anthriscus sylvestris, Angelica archangelica, A. sylvestris)«  : S. 92: »Als ausgezeichnetes Kochgemüse galten die Blätter und jungen Stängel von Wiesen-Bärenklau und Wiesen-Kerbel (Heracleum sphondylium sowie alle Unterarten, Anthriscus sylvestris) sowie Pastinak (Pastinaca sativa) und Venuskamm (Scandix pecten-veneris).« : S. 96: »Die ölreichen, blutreinigenden, verdauungs- und leberanregenden Samen (im unreifen, grünen und reifen Zustand) wurden vom Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) in Kärnten, Ost- und Südtirol und anderen Regionen von Kindern gegessen oder für verschiedene Gerichte als Würzmittel in größeren Mengen genossen.« : S. 106: »In Suppen kochte man die Wurzeln von Bärenklau (Heracleum spec.) mit oder genoss sie als Gemüse. In ähnlicher Weise nutze man ebenso den Österreich-Bärenklau (Heracleum austriacum) […]«)
  30. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Blätter; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Schkuhr (Bd.1, 1808), S.202 »Brancae ursi Herba; zu Umſchlägen, Bädern und Klyſtiren ; erweichend, lindernd und reinigend. Die Kamſchadalen ſpeiſen die Stiele der Wurzelblätter, und bereiten einen Zucker daraus; werden auch anderwärts noch weiter und in unſern Gegenden von ärmern Leuten die jungen Blätter als Kohl genützt. Auf Wieſen und unter dem Heu iſt dieſe Pflanze wegen ihrer Härte ein Unkraut.«; Anmerkungen: Ob mit „Kamſchadalen“ die Kamptschdalen (Bewohner der südlichen Teile der Insel Kamtschatka siehe https://archive.org/details/meyerskonversati09meye/page/431/mode/1up Meyers Lexikon 1890, Bd.9, Seite 431) gemeint sind, ist unklar)
  31. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Blätter; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Hegi 1926, S. 1452f.: »Heracleum Sphondylium, die Gemeine Bärenklau, ist (namentlich in der typischen Unterart austrále) ein verbreitetes, oft lästiges Kraut der Fett-, Wässer- und Frischwiesen (siehe pag. 1429), das allerdings erst nach der Heuernte — vor dem zweiten Schnitt (Grummet, Emd) — zur Blüte gelangt und dann einen bezeichnenden Aspekt erzeugt. Durch einseitige Stickstoffdüngung (Jauche, Stallmist) wird das Wachstum sehr gefördert. Nur in höheren Lagen blüht die Bärenklau bereits im ersten Schnitt, gelegentlich gleichzeitig mit dem Wiesenkerbel, mit welchem — auch mit dem Berg-Kälberkropf — die Art übrigens viel gemeinsames hat. Die Pflanze entwickelt eine enorme Wachstumsenergie. Der dicke, vielköpfige Wurzelstock besitzt ein starkes Ausschlagsvermögen; die grossen, grundständigen Blätter verdrängen durch Beschattung alle guten Wiesengräser und Kräuter und setzen dadurch den Ertrag der Wiesen herab. Bis zum ersten Schnitt bildet die Pflanze ein ordentliches Milch- und Grünfutter; doch schrumpfen die Blätter beim Dörren zusammen und zerbröckeln zu Pulver. Aus diesem Grunde werden die Blätter mancherorts von Kindern aus dem Heu herausgelesen und grün verfüttert. Im zweiten Schnitt werden die kräftigen Stengel holzig und die Blätter grob; sie liefern ein geringes Heu, das zufolge des grossen Wassergehaltes schlecht trocknet und leicht schimmlig wird. Aus diesen Gründen wird die Bärenklau wie andere Doldenpflanzen — sie kann auf gedüngten Wiesen bis 80 % des Bestandes ausmachen — durch verschiedene Massnahmen zu bekämpfen gesucht, so durch öfteres Abschneiden vor der Samenreife und durch Beweiden während des Sommers, durch einen Wechsel in der Düngung (statt Jauche Thomasmehl und Superphosphat), durch Ausstechen der Wurzelstöcke (zu kostspielig) oder durch Begiessen der Schnittstellen mit Petroleum. Stebler erwähnt, dass durch die Sommerweide die Bärenklau auf einer Wiese auf dem Baurenboden-Fischenthal (Zürcher Oberland) beinahe völlig vertrieben wurde. Auf Trocken- und Magerwiesen wird Heracleum Sphondylium durch den Kümmel und die Bibernelle ersetzt. Bekanntlich geben die jungen Blätter ein gutes Futter für Kaninchen oder (gehäckselt) für Hühner; in den Pyrenäen werden die Blätter im Winter zur Schweinemast verwendet. Die Wurzel ist als Gemüse geniessbar; doch kann sie, besonders wenn sie an einem nassen Standort gewachsen ist, unter Umständen gesundheitsschädlich wirken. Verbreitet ist die Verwendung der hohlen Stengel als Spielzeug für Kinder (für Spritzen, Pfeifen u. dgl.). Die Früchte, die bei Zürich in einem Pfahlbau der Bronce-Eisenzeit nachgewiesen wurden, finden sich zuweilen in europäischen Grassaaten. — Die rinnigen Blattstiele dienen der zentripetalen Ableitung des Wassers. Die bauchigen, derben Blattscheiden bieten den in ihnen eingeschlossenen jungen Sprossteilen einen wirksamen Schutz. Die rauhe Behaarung dient im allgemeinen als (nicht sehr wirksames!) Schutzmittel gegen Tierfrass; der Borstenkranz unmittelbar unter den Verzweigungsstellen der Blattspindel und am Grunde der Stengelblattscheiden bildet jedoch nach Briquet einen lokalen Verdunstungsschutz für die „interkalaren“ Wachstumszonen. Auch die flaumig-filzige Behaarung der Laubblatt-Unterseite bei manchen südlichen Formen ist offenbar als Transpirations-Schutzmittel aufzufassen. Die starkduftenden Blüten, deren Auffälligkeit zudem durch die meist strahlende Ausbildung der äusseren Kronblätter erhöht wird, werden von einer sehr grossen Zahl von kurzrüsseligen Insekten besucht. Sie sind in der Hauptdolde meist sämtlich zwitterig und proterandrisch, in den Seitendolden zuweilen männlich oder (durch mangelhafte Ausbildung der Staubbeutel und der Pollenkörner) physiologisch weiblich. Bei Neu-Ruppin tritt die Pflanze (welche Unterart?) nach Warnstorf andromonözisch und gynodiözisch auf. Die Blütendolden erscheinen auf den Wiesen gewöhnlich erst nach dem ersten Schnitt. Die Früchte, vielerorts „Batzen“ geheissen, sind durch ihren dünnen Flügelrand an die Windverbreitung angepasst. — Die schwach-aromatischen und süsslich-schleimigen, dann scharf-bitterlich schmeckenden Blätter und die einen scharfen, gelben Saft führende (und dadurch abführend wirkende) Wurzel waren ehedem als Herba et Radix Bräncae ursinae Germánicae¹) vel Sphondýlii in der Heilkunde gebräuchlich als erweichendes und zerteilendes Mittel; insbesondere wurde die gekochte Wurzel zum Aufweichen von Geschwüren, namentlich der Leber, aufgelegt. Im Osten werden Auszüge aus Kraut und Wurzel zur Bekämpfung des „Weichselzopfes“ (Plica Polonica), bei dem die Haare zu einem unentwirrbaren Knäuel verfilzt und verklebt sind, angewendet. Die Wurzel galt auch als verdauungsfördernd und als Mittel gegen Epilepsie und Dysenterie. Die reifen Früchte, die als krampfstillend angesehen wurden, sind reich (je nach dem Reifegrad 0,9 bis 3 %) an ätherischem Oel; die unreifen Früchte enthalten Methyl- und Aethyl-Alkohol, Paraffin und einen stickstoff-freien Körper „Heraclin“, der in Chloroform, nicht aber in Wasser löslich ist und bei 185 ° schmilzt. Aus den in Wasser gekochten Blättern und Früchten wurde ehedem in slawischen Ländern mit Zusatz von etwas Sauerteig ein alkoholisches Getränk („Bartsch“)²) hergestellt, das von Armen statt Bier getrunken wurde; auch in Nord-Frankreich wird aus der Pflanze ein Likör gewonnen. In Kamtschatka und Persien werden Stengel und Blattstiele von verwandten Arten (in ersterm Lande wohl H. dulce Fischer; s. pag. 1422) entrindet gegessen und auch Zucker (man trocknete die Stengel und klopfte die Zuckereffloreszenz ab) und ein Branntwein daraus hergestellt. In Litauen und Polen soll die Wurzel als Gesundheitszusatz zu Landbieren dienen. ---- : ¹) In vor-linné’scher Zeit führte die Pflanze die Bezeichnung Branca ursina nostras. : ²) Daher auch der Name „Bartsch“ für die Pflanze (siehe pag. 1428). Vgl. Hartwich, C. Ueber alkoholische Getränke aus dem Bärenklau. Apotheker-Zeitung. Bd. XXVI (1911), pag. 703; Referat im Bot. Zentralblatt 1911, II, p. 605. «)
  32. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Blätter; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Boswell u.a. (English Botany Bd. 4, 1877), S.154f. »This is one of our common wayside plants, which might really be usefully employed, if our peasantry were better informed as to the nature and properties of the wild vegetation surrounding them. It is generally looked upon merely as a noxious weed, though in some districts where it grows, the leaves are collected and given to pigs, who quickly fatten upon them ; hence the plant is called Hogweed. The stalks tripped of their rind, which is somewhat acrid, are edible, and are used as food in some parts of Asiatic Russia. In Siberia and Russia the stalks are dried in the sun, when a sweet substance exudes from them, which resembles sugar, and is eaten as a great delicacy. A spirit is distilled from the stalks thus prepared, by first fermenting them with water and either mingling bilberries with them or not. Gmelin says this spirit is more agreeable to the taste than spirit distilled from corn. The young shoots and leaves may be boiled and eaten as a green vegetable, and when just sprouting from the ground resemble asparagus in flavour. This experiment is, however, seldom tried, owing to the ignorance of those to whom such an addition to the table would be a benefit and luxury.«(Übersetzt: Dies ist eine unserer üblichen Wegbegleitpflanzen, die wirklich sinnvoll eingesetzt werden könnte, wenn unsere Bauernschaft besser über die Natur und die Eigenschaften der sie umgebenden wilden Vegetation informiert wäre. Im Allgemeinen wird er lediglich als ein schädliches Unkraut betrachtet, obwohl in einigen Gegenden, in denen er wächst, die Blätter gesammelt und den Schweinen gegeben werden, die sich schnell daran mästen; daher wird die Pflanze Schweinskraut genannt. Die von ihrer etwas beißenden Rinde abgelösten Stängel sind essbar und werden in einigen Teilen des asiatischen Russlands als Nahrungsmittel verwendet. In Sibirien und Russland werden die Stängel in der Sonne getrocknet, wenn aus ihnen eine zuckerähnliche süße Substanz austritt, die als große Delikatesse gegessen wird. Aus den so zubereiteten Stängeln wird eine Spirituose destilliert, indem man sie zunächst mit Wasser fermentiert und entweder Heidelbeeren mit ihnen vermischt oder nicht. Gmelin sagt, diese Spirituose sei geschmacklich angenehmer als Maisbranntwein. Die jungen Triebe und Blätter können gekocht und als grünes Gemüse gegessen werden, und wenn sie gerade aus dem Boden sprießen, ähneln sie im Geschmack dem Spargel. Dieses Experiment wird jedoch aufgrund der Unwissenheit derer, für die eine solche Zugabe auf den Tisch ein Vorteil und Luxus wäre, nur selten durchgeführt. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  33. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Samen; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: © Fleischhauer u.a. (2019), S. 412 ff.)
  34. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Samen; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Machatschek (2010): : S. 81 »Äußerst bekömmlich sind die Blütensprosse während des Schiebens vom Wiesen-Bärenklau und Wiesen-Kerbel sowie Echt- und Wild-Engelwurz (Heracleum sphondylium, Anthriscus sylvestris, Angelica archangelica, A. sylvestris)«  : S. 92: »Als ausgezeichnetes Kochgemüse galten die Blätter und jungen Stängel von Wiesen-Bärenklau und Wiesen-Kerbel (Heracleum sphondylium sowie alle Unterarten, Anthriscus sylvestris) sowie Pastinak (Pastinaca sativa) und Venuskamm (Scandix pecten-veneris).« : S. 96: »Die ölreichen, blutreinigenden, verdauungs- und leberanregenden Samen (im unreifen, grünen und reifen Zustand) wurden vom Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium) in Kärnten, Ost- und Südtirol und anderen Regionen von Kindern gegessen oder für verschiedene Gerichte als Würzmittel in größeren Mengen genossen.« : S. 106: »In Suppen kochte man die Wurzeln von Bärenklau (Heracleum spec.) mit oder genoss sie als Gemüse. In ähnlicher Weise nutze man ebenso den Österreich-Bärenklau (Heracleum austriacum) […]«)
  35. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wiesen-Bärenklau (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A Teil der Pflanze, 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung nach Tafel 451 in Thomé & Müller u. a. (1905) verändert; Teil der Pflanze: Stängel; Art: He­ra­cle­um sphon­dy­li­um L.; Umgangssprachlich: Wiesen-Bärenklau, Gemeiner Bärenklau, Bärentatze, Gemeines Heilkraut; Quellenangaben: Schkuhr (Bd.1, 1808), S.202 »Brancae ursi Herba; zu Umſchlägen, Bädern und Klyſtiren ; erweichend, lindernd und reinigend. Die Kamſchadalen ſpeiſen die Stiele der Wurzelblätter, und bereiten einen Zucker daraus; werden auch anderwärts noch weiter und in unſern Gegenden von ärmern Leuten die jungen Blätter als Kohl genützt. Auf Wieſen und unter dem Heu iſt dieſe Pflanze wegen ihrer Härte ein Unkraut.«; Anmerkungen: Ob mit „Kamſchadalen“ die Kamptschdalen (Bewohner der südlichen Teile der Insel Kamtschatka siehe https://archive.org/details/meyerskonversati09meye/page/431/mode/1up Meyers Lexikon 1890, Bd.9, Seite 431) gemeint sind, ist unklar)
  36. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A) Pflanze unterer Teil; B) Blütenstiel; 1) ungeöffnete Körbchen-Hülle; 2) Hüllblatt der Körbchen; 3) Blüte am Rand, weiblich; 4) Scheiben- oder Röhrenblüte (im Zentrum der Blume) mit Staubgefäßen und Stempeln; 5) Schnitt davon; 6) Staubgefäße; 7) Griffel; 8) Frucht, nat. Größe und vergrößert — Abbildung nach Masclef (Bd. 2, 1891), Tafel 181 verändert; Teil der Pflanze: Blütenknospen; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume, Große Maßliebe; Quellenangaben: Fleischhauer u.a. (2019) S. 344)
  37. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Margerite (Leucanthemum vulgare Lam.): A) Pflanze unterer Teil; B) Blütenstiel; 1) ungeöffnete Körbchen-Hülle; 2) Hüllblatt der Körbchen; 3) Blüte am Rand, weiblich; 4) Scheiben- oder Röhrenblüte (im Zentrum der Blume) mit Staubgefäßen und Stempeln; 5) Schnitt davon; 6) Staubgefäße; 7) Griffel; 8) Frucht, nat. Größe und vergrößert — Abbildung nach Masclef (Bd. 2, 1891), Tafel 181 verändert; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume und Große Maßliebe)
  38. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A) Pflanze unterer Teil; B) Blütenstiel; 1) ungeöffnete Körbchen-Hülle; 2) Hüllblatt der Körbchen; 3) Blüte am Rand, weiblich; 4) Scheiben- oder Röhrenblüte (im Zentrum der Blume) mit Staubgefäßen und Stempeln; 5) Schnitt davon; 6) Staubgefäße; 7) Griffel; 8) Frucht, nat. Größe und vergrößert — Abbildung nach Masclef (Bd. 2, 1891), Tafel 181 verändert; Teil der Pflanze: Blätter; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume, Große Maßliebe; Quellenangaben: Fleischhauer u.a. (2019) S. 344)
  39. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A) Pflanze unterer Teil; B) Blütenstiel; 1) ungeöffnete Körbchen-Hülle; 2) Hüllblatt der Körbchen; 3) Blüte am Rand, weiblich; 4) Scheiben- oder Röhrenblüte (im Zentrum der Blume) mit Staubgefäßen und Stempeln; 5) Schnitt davon; 6) Staubgefäße; 7) Griffel; 8) Frucht, nat. Größe und vergrößert — Abbildung nach Masclef (Bd. 2, 1891), Tafel 181 verändert; Teil der Pflanze: Blüten; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume, Große Maßliebe; Quellenangaben: Łuczaj u.a. (2012), S. 367: »Plant taxa, whose flowers are used by ten selected top-chefs in Italy: Allium sativum L.; Begonia sp.; Bellis perennis L.; Borago officinalis L.; Capparis spinosa L.; Citrus sinensis Osbeck; Cucurbita pepo L.; Dahlia sp.; Jasminum sp.; Hibiscus sp.; Lathyrus odoratus L.; Lavandula angustifolia Moench; Malva sylvestris L.; Leucanthemum vulgare Lam.; Papaver rhoeas L.; Petunia sp.; Pelargonium sp.; Primula acaulis Hill; Prunus avium (L.) L.; Robinia pseudoacacia L.; Rorippa nasturtium-aquaticum Schinz & Thell.; Rosa spp.; Rosmarinus officinalis L.; Salvia pratensis L.; Sambucus nigra L.; Taraxacum officinale Weber; Thymus serpyllum L.; Trifolium repens L.; Viola odorata L.«(Übersetzt: Pflanzenarten deren Blüten in Italien von 10 ausgesuchten Chefköchen verwendet wedrden: [Zwiebel] Allium sativum L.; Begonia sp.; [Gänseblümchen] Bellis perennis L.; [Boretsch] Borago officinalis L.; [Echter Kapernstrauch] Capparis spinosa L.; [Zitrone] Citrus sinensis Osbeck; [Gartenkürbis] Cucurbita pepo L.; Dahlia sp.; Jasminum sp.; Hibiscus sp.; [Duftende Platterbse] Lathyrus odoratus L.; [Lavendel] Lavandula angustifolia Moench; [Waldmalve] Malva sylvestris L.; [Margerite] Leucanthemum vulgare Lam.; [Mohn] Papaver rhoeas L.; Petunia sp.; Pelargonium sp.; [Stengellose Schlüsselblume] Primula acaulis Hill; [Vogel-Kirsche] Prunus avium (L.) L.; [Robinie] Robinia pseudoacacia L.; [Echte Brunnenkresse] Rorippa nasturtium-aquaticum Schinz & Thell.; Rosa spp.; [Rosmarin] Rosmarinus officinalis L.; [Wiesensalbei] Salvia pratensis L.; [Schwarzer Holunder] Sambucus nigra L.; [Löwenzahn] Taraxacum officinale Weber; [Sand-Thymian] Thymus serpyllum L.; [Kriechender Klee] Trifolium repens L.; [Duftendes Veilchen] Viola odorata L. ))
  40. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A) Pflanze unterer Teil; B) Blütenstiel; 1) ungeöffnete Körbchen-Hülle; 2) Hüllblatt der Körbchen; 3) Blüte am Rand, weiblich; 4) Scheiben- oder Röhrenblüte (im Zentrum der Blume) mit Staubgefäßen und Stempeln; 5) Schnitt davon; 6) Staubgefäße; 7) Griffel; 8) Frucht, nat. Größe und vergrößert — Abbildung nach Masclef (Bd. 2, 1891), Tafel 181 verändert; Teil der Pflanze: Blüten; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume, Große Maßliebe; Quellenangaben: Fleischhauer u.a. (2019) S. 344)
  41. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A) Pflanze unterer Teil; B) Blütenstiel; 1) ungeöffnete Körbchen-Hülle; 2) Hüllblatt der Körbchen; 3) Blüte am Rand, weiblich; 4) Scheiben- oder Röhrenblüte (im Zentrum der Blume) mit Staubgefäßen und Stempeln; 5) Schnitt davon; 6) Staubgefäße; 7) Griffel; 8) Frucht, nat. Größe und vergrößert — Abbildung nach Masclef (Bd. 2, 1891), Tafel 181 verändert; Teil der Pflanze: junge Blätter; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume, Große Maßliebe; Quellenangaben: Redzic (2006), S. 204: traditionell in Bosnia‐Herzegovina werden junge Blätter für Salate verwendet)
  42. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A) Pflanze unterer Teil; B) Blütenstiel; 1) ungeöffnete Körbchen-Hülle; 2) Hüllblatt der Körbchen; 3) Blüte am Rand, weiblich; 4) Scheiben- oder Röhrenblüte (im Zentrum der Blume) mit Staubgefäßen und Stempeln; 5) Schnitt davon; 6) Staubgefäße; 7) Griffel; 8) Frucht, nat. Größe und vergrößert — Abbildung nach Masclef (Bd. 2, 1891), Tafel 181 verändert; Teil der Pflanze: Wurzel; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume, Große Maßliebe; Quellenangaben: Fleischhauer u.a. (2019) S. 344)
  43. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A) Pflanze unterer Teil; B) Blütenstiel; 1) ungeöffnete Körbchen-Hülle; 2) Hüllblatt der Körbchen; 3) Blüte am Rand, weiblich; 4) Scheiben- oder Röhrenblüte (im Zentrum der Blume) mit Staubgefäßen und Stempeln; 5) Schnitt davon; 6) Staubgefäße; 7) Griffel; 8) Frucht, nat. Größe und vergrößert — Abbildung nach Masclef (Bd. 2, 1891), Tafel 181 verändert; Teil der Pflanze: junge Blätter; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume, Große Maßliebe; Quellenangaben: Boswell u.a. (Bd. 5, 1878), S. 42 (Boswell u.a. beschreiben die Wiesen-Margerite im Englischen als Ox-eye, also Ochsenauge): »The young leaves of our native Ox-eye may be eaten as a salad. Gerarde tells us that “Dioscorides saith, that the floures of Oxeie made up in a seare cloth doe asswage and waste away cold hard swellings; and it is reported that if they be drunke by and by after bathing, they make them in a short time well coloured that have beene troubled with the yellow jaundice.”«(Übersetzt: Die jungen Blätter unseres einheimischen Ochsenauges können als Salat gegessen werden. Gerarde erzählt uns, dass „Dioscorides sagt, dass die Blumen des Ochsenauges, die in einem seetüchtigen Tuch zusammengetan werden, die kalten, harten Schwellungen verdrängen; und es wird berichtet, dass sie, wenn sie nach dem Baden nach und nach getrunken werden, in kurzer Zeit gute Farbe geben, die von der gelben Gelbsucht geplagt wurden.“ Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  44. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A) Pflanze unterer Teil; B) Blütenstiel; 1) ungeöffnete Körbchen-Hülle; 2) Hüllblatt der Körbchen; 3) Blüte am Rand, weiblich; 4) Scheiben- oder Röhrenblüte (im Zentrum der Blume) mit Staubgefäßen und Stempeln; 5) Schnitt davon; 6) Staubgefäße; 7) Griffel; 8) Frucht, nat. Größe und vergrößert — Abbildung nach Masclef (Bd. 2, 1891), Tafel 181 verändert; Teil der Pflanze: junge Blätter; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume, Große Maßliebe; Quellenangaben: Curtis u.a. (Bd. 5 1777) Tafel-Nr. 348f.: «As it is ſo prevalent in paſtures, it is of no ſmall conſequence to aſeertain how far it is agreeable to cattle, and, on ſuch occaſions, the only guide we have at preſent to conſult, are the experiments of Linnæus; from thoſe it appears that kine and ſwine refuſe it, but that horſes, ſheep, and goats feed on it. The freſh leaves chewed, diſcover a ſweetiſh, unpleaſant, ſlightly aromatic taſte, ſomewhat like Parſly, but not hot or biting; they have been recommended in diſorders of the breaſt, both aſthmatical and pthifical, and as diuretics, but are now ſeldom called for. As ſuch a number of beautiful double varieties of the Common Daiſy are met with in almoſt every garden, it has often been matter of wonder to us, that we never ſee this plant in a fimilar ſtate: I have indeed been very credibly informed, that two double varieties of this plant exiſt in a garden near Air in Scotland, but never yet ſaw them.»(Übersetzt: Da sie auf den Weiden so weit verbreitet ist, ist es von nicht geringer Bedeutung, festzustellen, inwieweit sie für das Vieh angenehm ist, und bei solchen Gelegenheiten sind die Experimente von Linnæus der einzige Anhaltspunkt, den wir zur Zeit zu Rate ziehen können; aus diesen geht hervor, dass Kühe und Schweine sie ablehnen, aber Pferde, Schafe und Ziegen sie fressen. Die frischen Blätter, die gekaut werden, entfalten einen süßlichen, unangenehmen, leicht aromatischen Geschmack, ein wenig wie Petersilie, aber nicht scharf oder bissig; sie wurden bei Erkrankungen der Brust, sowohl asthmatischen als auch phthisischen [= Schwindsuchterkrankungen], und als Diuretika empfohlen, werden aber heute nur noch selten nachgefragt. Da eine solche Anzahl schöner doppelter Sorten der Gewöhnlichen Gänseblume in fast jedem Garten anzutreffen ist, hat es uns oft gewundert, dass wir diese Pflanze nie in einem ähnlichen Zustand sehen: Ich bin zwar sehr glaubhaft informiert worden, daß zwei doppelte Sorten dieser Pflanze in einem Garten bei Air in Schottland existieren, habe sie aber noch nie gesehen. Übersetzt mit Hilfe www.deepl.com))
  45. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Bärwurz (Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.): A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel und Mutterwurz)
  46. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Teil der Pflanze: Wurzel; Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Losch (1903, Kräuterbuch. Unsere Heilpflanzen in Wort und Bild), S. 103: Die Samen sammelt man im August, das Kraut in der Blüte, die Wurzel im Herbst. Die ganze Pflanze riecht, besonders getreten und gerieben, sehr stark, angenehm balsamisch; der Geschmack von Wurzel, Kraut und Samen ist gewürzhaft scharf. Anwendung. Früher war die Bärwurzel, Radix Mei, officinell. Sie wirkt reizend und blähung-treibend, und kam [sic], für giftwidrig geltend, zum Theriak; hat dieselben Eigenschaften, wie die Engelwurz. Der Name Bärwurz rührt von ihrer Wirkung auf die Gebärmutter her. Aus Kräuterbüchern: „Bärdillen, die Wurzel in Wein oder Wasser gesotten und getrunken, treibt den verstandenen Harn aus den verstopften Nieren und Blase. Desgleichen wirkt sie gepulvert eingenommen. Sie verteilt die Blähungen des Magens, stillt das Bauchgrimmen, heilt alle Gebrechen der Mutter. Die Wurzel wird in den edlen Theriak auch andere Arzneien, welche dem Gift Widerstand tun, gemischt. Den Weibern wird ihre Zeit gefördert, wenn sie von der abgesottenen Wurzel Dämpfe nehmen oder darin baden. Den jungen Kindern, welche den Harn beschwerlich lassen, hilft diese Wurzel, mit weißem Wein und Baumöl einmal aufgesotten und pflastersweise warm über die Blase geschlagen.“)
  47. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Teil der Pflanze: Samen; Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Losch (1903, Kräuterbuch. Unsere Heilpflanzen in Wort und Bild), S. 103: Die Samen sammelt man im August, das Kraut in der Blüte, die Wurzel im Herbst. Die ganze Pflanze riecht, besonders getreten und gerieben, sehr stark, angenehm balsamisch; der Geschmack von Wurzel, Kraut und Samen ist gewürzhaft scharf. Anwendung. Früher war die Bärwurzel, Radix Mei, officinell. Sie wirkt reizend und blähung-treibend, und kam [sic], für giftwidrig geltend, zum Theriak; hat dieselben Eigenschaften, wie die Engelwurz. Der Name Bärwurz rührt von ihrer Wirkung auf die Gebärmutter her. Aus Kräuterbüchern: „Bärdillen, die Wurzel in Wein oder Wasser gesotten und getrunken, treibt den verstandenen Harn aus den verstopften Nieren und Blase. Desgleichen wirkt sie gepulvert eingenommen. Sie verteilt die Blähungen des Magens, stillt das Bauchgrimmen, heilt alle Gebrechen der Mutter. Die Wurzel wird in den edlen Theriak auch andere Arzneien, welche dem Gift Widerstand tun, gemischt. Den Weibern wird ihre Zeit gefördert, wenn sie von der abgesottenen Wurzel Dämpfe nehmen oder darin baden. Den jungen Kindern, welche den Harn beschwerlich lassen, hilft diese Wurzel, mit weißem Wein und Baumöl einmal aufgesotten und pflastersweise warm über die Blase geschlagen.“)
  48. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Teil der Pflanze: Blätter; Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Losch (1903, Kräuterbuch. Unsere Heilpflanzen in Wort und Bild), S. 103: Die Samen sammelt man im August, das Kraut in der Blüte, die Wurzel im Herbst. Die ganze Pflanze riecht, besonders getreten und gerieben, sehr stark, angenehm balsamisch; der Geschmack von Wurzel, Kraut und Samen ist gewürzhaft scharf. Anwendung. Früher war die Bärwurzel, Radix Mei, officinell. Sie wirkt reizend und blähung-treibend, und kam [sic], für giftwidrig geltend, zum Theriak; hat dieselben Eigenschaften, wie die Engelwurz. Der Name Bärwurz rührt von ihrer Wirkung auf die Gebärmutter her. Aus Kräuterbüchern: „Bärdillen, die Wurzel in Wein oder Wasser gesotten und getrunken, treibt den verstandenen Harn aus den verstopften Nieren und Blase. Desgleichen wirkt sie gepulvert eingenommen. Sie verteilt die Blähungen des Magens, stillt das Bauchgrimmen, heilt alle Gebrechen der Mutter. Die Wurzel wird in den edlen Theriak auch andere Arzneien, welche dem Gift Widerstand tun, gemischt. Den Weibern wird ihre Zeit gefördert, wenn sie von der abgesottenen Wurzel Dämpfe nehmen oder darin baden. Den jungen Kindern, welche den Harn beschwerlich lassen, hilft diese Wurzel, mit weißem Wein und Baumöl einmal aufgesotten und pflastersweise warm über die Blase geschlagen.“)
  49. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Teil der Pflanze: Wurzel; Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Losch (1903, Kräuterbuch. Unsere Heilpflanzen in Wort und Bild), S. 103: »Gebrauch. Die Wurzel ist in den Apotheken unter den Namen Meum, Meo, oder Meu, gebräuchlich; (8 e.) der Saame hat einen scharfen Geschmack, und Geruch; er wird als harntreibend gerühmt; und in England bedienet man sich des Jnfusum bey Wechselfiebern; (8 f.) ferner in Mutterzuständen, dergleichen Krankheiten. (8 g.)«; Anmerkungen: (8 e.) Linnè mat. med. 96.; (8 f.) Haller Hist a.a.O; (8 g.) Kroker. flor. fil. n. 415.)
  50. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Teil der Pflanze: Samen; Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Losch (1903, Kräuterbuch. Unsere Heilpflanzen in Wort und Bild), S. 103: »Gebrauch. Die Wurzel ist in den Apotheken unter den Namen Meum, Meo, oder Meu, gebräuchlich; (8 e.) der Saame hat einen scharfen Geschmack, und Geruch; er wird als harntreibend gerühmt; und in England bedienet man sich des Jnfusum bey Wechselfiebern; (8 f.) ferner in Mutterzuständen, dergleichen Krankheiten. (8 g.)«; Anmerkungen: (8 e.) Linnè mat. med. 96.; (8 f.) Haller Hist a.a.O; (8 g.) Kroker. flor. fil. n. 415.)
  51. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Teil der Pflanze: Wurzel; Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Vietz u. a. (Bd.3 1806), S. 123 f. »Der Nutzen dieses Gewächses erstreckt sich eigentlich nur auf die Heilkunst. Man weiß zwar, daß die Wurzel desselben von den Holländern begierig gegessen wird; allein diese Gewohnheit wird sonst in keinem Lande nachgeahmt, folglich kommt sie als wirkliches Nahrungsmittel nicht in Betrachtung. Von den Aerzten wird vorzüglich die Wurzel, wegen ihrer würzhaften, harzigen, öhlichten und flüchtigen Bestandtheilen, als ein reizendes, stärkendes, den zähen Schleim zertheilendes, den Auswurf, die Blähungen, die monatliche Reinigung, den Schweiß und Harn befördendes Arzneymittel gerühmt. Man gebraucht sie daher gegen die schleimige Engbrüstigkeit, gegen dreytägige kalte Fieber-, Mutterbeschwerungen, gegen die Bleichsucht, Windkolik, Harnverhaltung u.d.gl. Die alten Aerzte pflegten sich derselben zu diesem Endzwecke nicht allein in Pulver, mit Wasser angerührt, oder in Wein und anderem Getränke eingeweicht, öfters zu bedienen, sondern sie wußten sie auch bey vielen zusammengesestzten Arzneyen, als beym Theriak und bey der Theriakessenz, zu gebrauchen. Ohne Vorschrift eines Arzneyverständigen will ich jedoch den Gebrauch derselben Niemanden anrathen, weil sie als ein stark wirksames reizendes und erhitzendes Mittel, wenn nicht eine wahre Anzeige zu ihrer Verordnung vorhanden ist, leicht schädlich werden könnte, was aber nur Aerzte zu unterscheiden und zu bestimmen im Stande sind. — Einige wollen auch von dieser Wurzel, wenn sie den Kindern äußerlich auf das Schambein aufgelegt wird, den nützlichen Erfolg gesehen haben, daß dadurch das Tröpfeln des Harns (incontinentia urinæ) geheilt worden wäre; allein ob sich diese gepriesene Wirkung wirklich bestättiget, kann ich wegen Mangel an zuverläßigen Erfahrungen nicht bestimmen. Auch in der Thierarzneykunst wird die Bärwurzel zuweilen verwendet; so pflegen z.B. die Landwirthe in Mähren ihren Kühen einen Trank von dieser Wurzel zu geben, um ihnen die Milch zu vermehren, und sie überhaupt vor Krankheiten zu verwahren. Auch unter das sogenannte große und kleine Bienenpulver wird sie als ein Bestandtheil genommen. Will man dieses Gewächs durch Kultur vermehren, so geschieht es entweder durch die Wurzel, welche man zu Ende des Septembers theilet, oder durch den Saamen, der gleich, nachdem er reif geworden ist, ausgesäet werden muß. Sonst hat die Bärwurzel keine sonderliche Pflege nothwendig, nur ist zu bemerken, daß sie das Zertheilen der Wurzeln nicht am besten verträgt, sondern ungleich leichter und vortheilhafter von Saamen gezogen wird.«)
  52. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Bärwurz (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; A B blühende Pflanze. 1 Blüte; 2 reife Frucht; 3 Teilfrüchtchen vom Rücken; 4 Fruchtquerschnitt. 1 bis 4 vergrößert — Abbildung aus Thomé & Müller (1888); Teil der Pflanze: Blätter; Art: Me­um a­tha­man­ti­cum Jacq.; Umgangssprachlich: Bärwurz, Haarblättrige Bärwurz, Bärenfenchel, Mutterwurz; Quellenangaben: Hegi u.a. (1926), S. 1303: »Die Pflanze besitzt (besonders in der Wurzel und in der Frucht) einen durchdringenden, auch im getrockneten Zustande (im Herbarium) sich lange Zeit erhaltenden, gewürzhaften Geruch nach Fenchel (Foeniculum vulgare) und Bocksklee (Trigonella Fœnum Graecum) oder Schabziegerklee (Trigonella caerulea) und einen scharfen, fast brennenden Geschmack. Die getrocknete Wurzel war ehedem als Rádix Méi (athamántini) s. Radix Meu, r. Antéthi ursini, r. Foeniculi ursini, gleich der Frucht (Frúctus Méi [athamántini]) gebräuchlich. Beide haben einen balsamischen Geruch und einen scharf aromatischen Geschmack. Die Wurzel enthält 0,67 % ätherisches Oel (vom Geruch des Liebstöckelöles), Harz, Gummi, viel Stärke (28 %), Zucker, etwas fettes Oel, Wachs, Pektin usw., jedoch kein Umbelliferon. Sie wurde ehedem als Aromaticum, Stomachicum, Tonicum, bei Uteruskrankheiten, gegen Hysterie, Katarrh, Menostase, Fluor albus usw. angewendet; heute hat sie höchstens in der Tierarzneikünde noch einige Bedeutung. Die Früchte dienen gelegentlich zur Verfälschung der Fenchelfrüchte. Auch finden sie sich ab und zu in europäischen Grassaaten. Im Erzgebirge wird das Kraut als Einlage bei der Bereitung der „Köppernickelsuppe“ benützt, während die kräftig würzige Wurzel vielerorts zum Ansetzen eines magenstärkenden Schnapses verwendet wird. Vom Weidevieh wird die frische Pflanze gemieden, nicht aber die getrocknete, welche ihr würziges Aroma dem Heu mitteilt und deshalb in erster Linie den Charakter einer Futterwürze besitzt. Als solche übernimmt sie in den Mittelgebirgen öfters die Rolle der Muttern (Ligusticum Mutellina), ähnlich wie Angelica Pyrenaea in den Pyrenäen. Immerhin kann sie bei massenhaftem Auftreten den Heuertrag einer Wiese beeinträchtigen. In der Landschaftsgärtnerei wird die Bärwurz als Zierpflanze für Rasenflächen verwendet; als Deutsche Gartenpflanze (wohl zu Arzneizwecken?) wird sie bereits von Conrad Gesner (1561) erwähnt. Thal kennt sie für den Harz (1577) als wilde Pflanze unter dem Namen Libanotis narthekoeides maior. Im Herbarium von Rostius in Lund (1610) ist sie als Daucus Creticus, beren wurtzell, vertreten. Die Aussaat der Früchte geschieht nach der Samenreife; die Keimkraft hält 1 Jahr an, die Keimung erfolgt sehr unregelmässig.«; Anmerkungen:  ; Fluor albus : s. Leukorrhöe (grch.), = Weißer Fluß, übermäßige Schleimabsonderung aus den weiblichen Geschlechtsteilen ; Katarrh : ‘Schleimhautentzündung (besonders der Atmungsorgane) mit vermehrter Flüssigkeitsabsonderung’, in den Arzneibüchern zu Anfang des 16. Jhs. (wie umgangssprachlich vielfach noch heute) ‘Schnupfen’. Es ist aus lat. catarrhus, griech. katárrhūs (κατάρρους) ‘Schnupfen’, eigentlich ‘das Herabfließen’, entlehnt, zu griech. katarrhé͞in (καταρρεῖν) ‘herab-, herunterfließen’ ; Menostase : (grch.), krankhafte Unterdrückung der Menstruation (Regelblutung) ; Stomachicum : (Medizin) Mittel, das den Appetit anregt u. die Verdauung fördert ; Tonicum : (v. lat. tonus) stärkend, spannend; tonische Mittel (Tonica) )
  53. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wald-Schlüsselblume (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Wald-Schlüsselblume: (1) Der Kelch und (2) die Blumenkrone, so wie auch (3) dieselbe der Länge nach aufgeschnitten und ausgebreitet, in natürlicher Größe. (4) Ein Staubgefäß vergrößert. (5) Der Stempel in natürlicher Größe. (6) Die aufgesprungene Kapsel und (7) der Deckel derselben, an welchem sich noch der verwelkte Griffel befindet, in natürlicher Größe. (8) Der Deckel vergrößert. (9) Die Kapsel der Länge nach durchschnitten, (10) der Samenträger und (11) die Samen in natürlicher Größe. (12) Ein Same vergrößert, und sowohl (13) der Länge, als auch (14) der Quere nach durchschnitten. — Abbildung nach Hayne (1813), Nr. 35 verändert; Teil der Pflanze: Blätter; Art: Primula elatior (L.) Hill; Umgangssprachlich: Wald-Schlüsselblume, Waldprimel, Hohe Schlüsselblume, Hoher Himmelschlüssel, Bergsanikel; Quellenangaben: Braune, Bd. 1, 1797 »162 Höhere Schlüſſelblume. Primula elatiorGebrauch. Sie iſt ebenbenfalls ſehr brauchbar, die Blätter dieſer, und auch der vorigen Art können als Salat geseſſen werdan in England werden ſie als Gemüſe gekocht, oder in Eſſig eingemacht; ſie ſind auch nicht allein weich und nährend, ſondern ſtärken vorzüglich die Nerven. Die Wurzel hat einen angenehmen Geruch, welchen ſie auch dem Biere mittheilet, und an einigen Orten dazu gebraucht wird; die Wurzel getrocknet, und zu Pulver zerſtoſſen, erreget das Nieſſen, wenn man von dem Pulver ſchnupfet (4 f.)«; Anmerkungen: (4 f.) Koroker. flor. files. n. 299. p. 301. Pflanzen, die wild wachsen, sind in Deutschland gesetzlich „besonders“ geschützt nach Bundesartenschutzverordnung (Floraweb 2021), daher nur Pflanzen verwenden, die man aus Samen im Garten hat wachsen lassen.)
  54. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wald-Schlüsselblume (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Wald-Schlüsselblume: (1) Der Kelch und (2) die Blumenkrone, so wie auch (3) dieselbe der Länge nach aufgeschnitten und ausgebreitet, in natürlicher Größe. (4) Ein Staubgefäß vergrößert. (5) Der Stempel in natürlicher Größe. (6) Die aufgesprungene Kapsel und (7) der Deckel derselben, an welchem sich noch der verwelkte Griffel befindet, in natürlicher Größe. (8) Der Deckel vergrößert. (9) Die Kapsel der Länge nach durchschnitten, (10) der Samenträger und (11) die Samen in natürlicher Größe. (12) Ein Same vergrößert, und sowohl (13) der Länge, als auch (14) der Quere nach durchschnitten. — Abbildung nach Hayne (1813), Nr. 35 verändert; Teil der Pflanze: Blätter; Art: Primula elatior (L.) Hill; Umgangssprachlich: Wald-Schlüsselblume, Waldprimel, Hohe Schlüsselblume, Hoher Himmelschlüssel, Bergsanikel; Quellenangaben: Machatschek (2010), S. 79: »Mit den Blättern von Erd-, Arznei-, Wald- oder Hoher Schlüsselblume, Clusius-Primel und Aurikel (Primula vulgaris, P. veris, P. elatior, P. clusiana, P. auricula) genauso wie von jenen des Gänse- und Silber-Fingerkrauts (Potentilla anserina, P. argentea) stellte man Püree, Salate und Suppen her.«; Anmerkungen: Pflanzen, die wild wachsen, sind in Deutschland gesetzlich „besonders“ geschützt nach Bundesartenschutzverordnung (Floraweb 2021), daher nur Pflanzen verwenden, die man aus Samen im Garten hat wachsen lassen.)
  55. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Wald-Schlüsselblume (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Wald-Schlüsselblume (Primula elatior (L.) Hill): Wald-Schlüsselblume: (1) Der Kelch und (2) die Blumenkrone, so wie auch (3) dieselbe der Länge nach aufgeschnitten und ausgebreitet, in natürlicher Größe. (4) Ein Staubgefäß vergrößert. (5) Der Stempel in natürlicher Größe. (6) Die aufgesprungene Kapsel und (7) der Deckel derselben, an welchem sich noch der verwelkte Griffel befindet, in natürlicher Größe. (8) Der Deckel vergrößert. (9) Die Kapsel der Länge nach durchschnitten, (10) der Samenträger und (11) die Samen in natürlicher Größe. (12) Ein Same vergrößert, und sowohl (13) der Länge, als auch (14) der Quere nach durchschnitten. — Abbildung nach Hayne (1813), Nr. 35 verändert; Art: Primula elatior (L.) Hill; Umgangssprachlich: Wald-Schlüsselblume, Waldprimel, Hohe Schlüsselblume, Hoher Himmelschlüssel und Bergsanikel)
  56. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: oberirdische Pflanzenteile; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Łuczaj u.a. (2012): S. 251 (übersetzt) »Das einzig weit verbreitete Grüngemüse, das noch häufig in der Ernährung verwendet wird, ist Rumex acetosa (Blätter, die zur Zubereitung von Suppen verwendet werden).«)
  57. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: Blätter; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Deakin (Florigraphia Britannica, Bd. 2, 1845), S. 527: »This, the common Sorrel or “green sauce,” contains a pleasant degree of acidity in its leaves, on account of which it is cultivated for the making of sauces, and entering into the composition of sallads ; but it is not now so much used as formerly, though it is more esteemed on the Continent than with us. It is thought to be a useful refrigerent and antiscorbutic, and taken with advantage in some diseases of the skin.«Übersetzung (deepl.com): »Der gemeine Sauerampfer oder die „Grüne Soße“ enthält in seinen Blättern einen angenehmen Säuregehalt, weshalb er zur Herstellung von Soßen angebaut wird und in die Zusammensetzung von Salaten eingeht; er wird jedoch heute nicht mehr so häufig verwendet wie früher, obwohl er auf dem Kontinent mehr geschätzt wird als bei uns. Man hält sie für ein nützliches Kühlmittel und Antiskorbutikum, und sie wird mit Vorteil bei einigen Hautkrankheiten eingesetzt.«)
  58. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: oberirdische Pflanzenteile; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Menendez-Baceta u.a. (2012): S. 1341 (übersetzt) »Im Untersuchungsgebiet [Nordspanien, Baskenland] waren die wichtigsten Arten in dieser Kategorie … Rumex acetosa … Geschälte junge Triebe von Rubus ulmifolius sowie junge Triebe und Blätter von Rumex acetosa wurden im im Frühjahr roh verzehrt.«)
  59. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: Blätter; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Vietz u. a. (Bd. 1, 1800), Tafel VI: »[…] In den Apotheken wird die Wurzel davon aufbewahret. Sie ist sehr lang, auswandig gelbligt, von innen aber weiß und faserig; ihr Geschmack ist säuerlich und zusammenziehend.Die Arzneykräfte des Sauerampfers sind antiscorbutisch, kühlend, und etwas zusammenziehend.Die Blätter werden in der Küche zur Verbesserung des Geschmacks der Brühen und Zugemüse gebrauchet. Sie besitzen ein eigenes Salz von angenehmen Geschmacke, welches dem Weinstein- und Sauerkleeſalze ähnlich ist. Die Franzosen bedienen sich des ausgepreßten und verdickten Saftes bey ihren Seereisen als Mittel wider den Scorbut. Man trinkt das Decokt einer Handvoll Sauerampferblätter in einem Pfunde Molken gekochet, als einen blutreinigenden Trank. Eine halbe Unze von der Wurzel in einem Pfunde Wasser abgesotten, wird als stärkendes der Fäulniß widerstehendes Mittel angewendet, und bekommt von ihr eine rothe Farbe.«)
  60. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: oberirdische Pflanzenteile; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Tiţă u.a. (2009): S. 146 (übersetzt) »Rumex acetosa L.; benutzte Teile: Wurzel, oberirdische Teile; Medizinische Anwendung/Behandelte Krankheit: vitaminisierend, harntreibend, abführend, zusammenziehend (adstringierend); bei Skorbut, Lähmung, Durchfall, Pilzerkrankungen der Haut sowie von Kopf- und Barthaare (Trichophytie); Rezeptur: Abkochung, Aufguss«)
  61. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Madus (Lehrbuch der biologischen Heilmittel, Bd. 1, 1938), S. 151f. »[S. 151:] Von Heilpflanzen erwiesen sich u. a. Viscum album, Rheum, Prunus padus und Rumex acetosa (untersucht wurde die Frischpflanzenverreibung „Teep“) als Vitamin C-haltig**) […] ---- ***) Nach eigenen Untersuchungen. […, S. 414ff.] Er [der Giersch, Aegopodium podagraria] gehört also zu den sog. „Neunerleikräutern“. neben 2. Rumex acetosa, 3. Taraxacum officinale oder Cichorium Intybus, 4. Lamium album und L. purpureum oder Urtica dioica, 5. Pimpinella saxifraga (bzw. Sanguisorba minor oder S. officinalis), 6. Veronica Beccabunga oder Bellis perennis, 7. Sedum rupestre. 8. Achillea millefolium oder A. ptarmica und 9. Oxalis acetosella. […]«)
  62. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Sauerampfer (Rumex acetosa L.): Bild 1: Wurzelstock und unterer Teil des Stiels; 2: männlicher Blütenstand; 3: weiblicher Blütenstand; 4: ein Teil des Fruchtstands; 5: männliche Blüte (5-fach vergrößert); 6: weibliche Blüte (5-fach vergrößert) 7 die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte; 8: Nüsschen, quer durchbrochen (5-fach vergrößert) — Abbildung nach Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.) verändert; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer, Gemeiner Ampfer, Wiesen-Sauerampfer, Großer Sauerampfer und Sauersenf)
  63. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: oberirdische Pflanzenteile; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Machatschek (2010): S. 66 »In Frankreich bestehen heute noch großwüchsige und mild schmeckende Löwenzahn- und Sauerampfer-Züchtungen (Taraxacum officinale subsp., Rumex acetosa subsp.), welche auf den Märkten als Gemüse gehandelt werden.«  S. 73 »Viele eigentliche Wildsalatpflanzen, in großen Mengen und regelmäßig genossen, besitzen ein hohes Maß an Heilwirkung. Löwenzahn und Wegwarte für Leber, Galle und Bauchspeichel, Sauerampfer (Rumex acetosa) und Wald-Sauerklee (Oxalis acetocella) zur Abführung; […]«  S. 77 »… Die jungen Blätter und Sprosse von Sauerampfer und beinahe aller Ampferarten (rund um Rumex acetosa, R. acetosella, […] …) wie auch der Säuerling (Oxyria digyna) dienten als Salat oder, zumeist als Suppe gekocht, mit Fett oder eingerollt in Glut gebraten, als Speise. Die sich entfaltenden Blätter der großblättrigen Arten sind wegen der Bitterstoffe nicht genießbar. Wegen ihres Gehalts größerer Mengen Oxalsäure war der Verzehr der Ampferarten allerdings begrenzt.«)
  64. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Madus (Lehrbuch der biologischen Heilmittel, Bd. 3, 1938), S. 2365, 2368f.: »Rumex acetosa und Rumex crispusSauerampfer und Krauser Ampfer, Polygonaceae. [S. 2368] Die Blätter werden vielfach frisch als Gemüse zubereitet. […] [S. 2369] Wirkung Die Ampfer-Arten werden schon von Hippokrates¹) erwähnt; Lonicerus²), Bock³) und Matthiolus⁴), die nur den Sauerampfer besonders hervorheben, schreiben ihren Wurzeln wund-, insbesondere grind- und geschwürheilende, erweichende, leicht abführende, leber- und gallenreinigende, steintreibende, zahn- und ohrenschmerzstillende Wirkung zu, während der Samen stopfend wirken soll. Das Kraut vom Sauerampfer gilt als kühlendes, fieber- und durstwidriges Mittel und wird lokal zur Stärkung der Augen wie zur Beseitigung fressender Schenkelgeschwüre verwandt. Osiander⁵) rechnet den Sauerampfer unter die mild purgierenden. gallensteintreibenden, antiarthritischen Volksmittel. Das aus den Samen von Rumex crispus bereitete Infus soll, wie Schulz⁶) berichtet, von der Volksmedizin gegen chronisches Ekzem, Diarrhöe und Dysenterie, dasjenige von Rumex acetosa bei Askariden angewandt werden, während ein Dekokt des Sauerampfer-Krautes gegen Ikterus, chronische Obstipation und Struma Verwendung findet. Von der Homöopathie wird Rumex crispus besonders bei Grippekatarrhen, asthmatischen Zuständen, Trachealhusten und Morgendiarrhöen gelobt⁷). Die Rumex-Arten gehören in die Reihe der Emodin-Drogen, die infolge Anregung der Dickdarmtätigkeit Darmentleerungen bewirken⁸). Die Wurzeln von Rumex crispus sollen, wie Versuche von Gilbert und Lereboullet⁹) ergaben, fähig sein, im Boden enthaltenes Eisen in relativ großen Mengen aufzunehmen und in organische Eisenverbindungen umzuwandeln, so daß man bei Begießen der Pflanzen mit Ferrumcarbonatlösungen Wurzeln mit einem Gehalte von etwa 1,5 % Eisen erzielen kann, die den Untersuchenden gute Ergebnisse bei Verabreichung an anämische und chlorotischen Patienten lieferten. Sie halten den Gebrauch des Ampfers für um so empfehlenswerter, als die verstopfende Wirkung des Eisens durch die abführende des Emodins und der Chrysophansäure korrigiert wird. Rumex gehört zu den oxalsäurehaltigen Pflanzen, bei denen durch häufigen und reichlichen Genuß Schädigung der Gesundheit eintritt. Akute Vergiftungen gehören zu den größten Seltenheiten. Der 1886 von Sueklin beschriebene Vergiftungsfall durch Sauerampferstiele ist nach Kobert¹⁰) mehr als zweifelhaft. Eine chronische Intoxikation kann sich nach Kobert dadurch zeigen, daß wochen— und monatelang Zucker und Calciumoxalat im Harn auftreten. Nach O. Geßner¹¹) ist die Oxalsäure ein Ätzmittel, das durch Verminderung oder Aufhebung der Kalziumionenkonzentration mit Bildung von_unlöslichem‚ nicht ionisiertem Kalziumoxalat zu schweren Schädigungen besonders des Herzens und des Zentralnervensystems, weiter zur Abnahme und zum Verschwinden der Gerinnbarkeit des Blutes führt. Es kommt zur Anhäufung von Kristallmassen von Kalziumoxalat und anderen Oxalaten, zur mechanischen Verstopfung der Harnkanälchen, wodurch eine bis zur Anurie gehende und dann zur Urämie führende Schädigung der Nierentätigkeit erfolgt. Im Gegensatz zu der Vergiftung mit reinen Kleesalzen der Oxalsäure kommen beim Sauerampfer Verletzungen der Verdauungsschleimhäute nicht in Betracht. Es stellen sich nur schwache Reizerscheinungen ein in Form von Erbrechen. Im Vordergrund steht eine schwere Herzschädigung, der Puls wird klein und unregelmäßig, der Blutdruck sinkt, es folgen tonische Krämpfe mit Trismus und allgemeinem Tetanus und unter zunehmender zentraler Lähmung Kreislaufschwäche, schließlich Tod im Koma. Wenn es nicht über den Weg des Nervensystems zum Tode kommt, so droht die in jedem Falle auftretende Nierenschädigung immer noch zur Anurie und damit zur tödlichen Urämie zu führen. Die Behandlung der Vergiftung erfolgt durch innerliche Darreichung von Kalkwasser mit Milch, zur Not Kreide, Eierschalen oder gelöschtem Kalk in Wasser, Magenspülung, Darmentleerung, auch Kalziumpräparate subkutan oder noch besser intravenös; symptomatisch: reichliche Flüssigkeitszufuhr, subkutane Infusionen mit Ringerlösung; sehr empfohlen wird Traubenzucker subkutan oder intravenös. Gegen die Kreislaufschwäche und Lähmung Analeptika und Herzmittel, weiter gibt man salinische Diuretika. Als Inhaltsstoffe von Rumex crispus werden außer dem Emodin u. a. angegeben: Emodinmonomethyläther. Chrysophansäure. Harz, Phytosterol (= Rhamnol?), ätherisches Öl¹²). Im Kraut von Rumex acetosa wurden u. a. prim. K-Oxalat, freie Oxalsäure und Fett nachgewiesen¹³), ferner Vitamin C¹⁴). Anwendung in der Volksmedizin außerhalb des Deutschen Reiches (nach persönlichen Mitteilungen):Dänemark: Innerlich bei Magenleiden, Leber- und Gallenleiden, GelbsuchtNorwegen: Der große Sauerampfer bei Brustkrankheiten, Magenkrankheiten und Skorbut, der Saft als blutstillendes Mittel bei Wunden (I. R-K.).Steiermark: Blutreinigend.Ungarn: Bei Gelbsucht, äußerlich gegen Kropf. Anwendung in der Praxis auf Grund der Literatur und einer Rundfrage:Die beiden Rumexarten, die in ihrer Wirkung wohl gleich sein dürften. gehören zu den Pflanzen, die in größeren Mengen Vitamin C enthalten. Sie sind daher auch auf Grund der Erfahrungen in der Praxis ein Hauptmittel gegen Skorbut und die sonstigen Erkrankungen der C-Avitaminose, wie z. B. Blutungen und Neigung zu Blutungen. Sonstige Einzelindikationen sind: Hautausschläge, Pruritus, schlechtes Blutbild (Anämie und Chlorose). Das Kraut von Rumex crispus wird mehrfach als abführendes Mittel genannt, die Samen dagegen als Stopfmittel. ¹) Fuchs, Hippokrates Sämtl. Werke, Bd. 1, S. 328, Bd. 2, S. 329, 368, 374, Bd. 3, S. 51, 573.²) Lonicerus, Kreuterbuch, 1564, S. 164.³) Bock, Kreutterbuch, 1565, S. 116.⁴) Matthiolus, New-Kreuterbuch, 1626, S. 132.⁵) Osiander, Volksarzneymittel, S. 95, 114, 234, 256, 258.⁶) Schulz, Wirkg. u. Anwendg. d, dtsch. Arzneipfl., S. 80.⁷) Stauffer, Homöopathisches Taschenbuch, S. 279; Hughes-Donner, Einf. i. d. hom, Arzneimittell., S. 187.⁸) Wasicky, Lehrb. d. Physiopharm., S. 302.⁹) Gilbert et Lereboullet, Nouveaux remèdes 1906, Nr. 16, S. 361.¹⁰) R. Kobert, Lehrb. d. Intoxik., S. 220, Stuttgart 1893; siehe auch Lewin, Gifte u. Vergiftungen.¹¹) O. Geßner, Gift- und Arzneipflanzen: von Mitteleuropa, S. 302, Heidelberg 1931.¹²) Beal and Okey, J. Amer. Chem. Soc., 41, 693, 1919 (C. C. 1919, III, 1016).¹³) Wehmer, Pflanzenstoffe, I, 1929, 276.¹⁴) Nach eigenen Untersuchungen. Nach homöopathischen Gesichtspunkten gibt man Rumex crispus bei Kitzelhusten, Reizhusten mit Verschlimmerung in der Kälte, Pharyngitis, Laryngitis‚ Kehlkopf- und Lungentuberkulose, Diarrhöe. Auch bei Diabetes mellitus wäre Rumex acetosa zu versuchen. Angewandter Pflanzenteil: Hippokrates spricht an einer Stelle von „halb rohem Ampfer“, meint also wohl das Kraut. Lonicerus führt von Ampferarten die Verwendung von Kraut, Wurzel und Samen an. Junges Kraut und Wurzel erwähnt auch Osiander. Hager kennt nur die Wurzel von R. crispus zu arzneilichem Gebrauch, R. acetosa nennt er nur als Gemüsepflanze. Heinigke empfiehlt von R. crispus die Wurzel und von R. acetosa das Kraut. Bei Thoms finden sich die gleichen Angaben. Das HAB. schreibt vor; die frische. im Frühjahr gegrabene Wurzel von Rumex crispus (§ 1). Das „Teep“ wird aus den frischen Blättern von Rumex acetosa hergestellt. Dosierung:Übliche Dosis: 1—2 g des Wurzelpulvers von Rumex crispus (Leclerc).1 Teelöffel voll der Frischpflanzenverreibung „Teep“zwei- bis dreimal täglich.(Die „Teep“—Zubereitung ist auf 50% Pflanzensubstanz eingestellt.) In der Homöopathie: ∅ bis dil. D 1. Maximaldosis: Nicht festgesetzt. «)
  65. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Vietz u. a. (Bd. 1, 1800), S. 8: »[…] Es wächſt auf abhangenden Weiden und gebürgigen Gegenden Oeſterreichs und Europens. Durch Pflege in den Gärten wird er viel angenehmer und größer gezogen. Er blühet vom May bis zum Julius, und iſt ansdaurend. In den Apotheken wird die Wurzel davon aufbewahret. Sie iſt ſehr lang, auswandig gelbligt, von innen aber weiß und faſerig; ihr Geschmack iſt ſäuerlich und zuſammenziehend. Die Arzneykräfte des Sauerampfers ſind antiſcorbutisch, kühlend, und etwas zuſammenziehend. Die Blätter werden in der Küche zur Verbeſſerung des Geschmacks der Brühen und Zugemüſe gebrauchet. Sie beſitzen ein eigenes Salz von angenehmen Geschmacke, welches dein Weinstein- und Sauerkleeſalze ähnlich iſt. Die Franzoſen bedienen ſich des ausgepreßten und verdickten Saftes bey ihren Seereisen als Mittel wider den Scorbut. Man trinkt das Decokt einer Handvoll Sauerampferblätter in einem Pfunde Molken gekochet, als einen blutreinigenden Trank. Eine halbe Unze von der Wurzel in einem Pfunde Waſſer abgeſotten, wird als ſtärkendes der Fäulmß widerſtehendes Mittel angewendet, und bekommt von ihr eine rothe Farbe.«)
  66. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: Blätter; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Braune (Bd. 1, 1797) S. 334 »Wohnort. Allentbalben auf Feldern. ✻.Blütbezeit. May, Junius. ♃. Gebrauch. Dieſe allgemein bekannte, und allenthalben vorhandene Pflanze, welche auch die Benennungen: wilder- oder Wieſenampfer führet, ist in der Medizin gewöhnlich, und in den Apotheken sind Acetoſæ noſtratis radix, herba, ſemina bekannt. (100.) Die Blätter werden zu den Kräuterſupen genommen. Mit Waſſer gekocht, oder was noch beſſer iſt, mit einem Infuſum von Molke, ſind ſie in Gall-, und Faulungsfiebern ſehr dienlich; nicht minder ſind ſie gegen den Scorbut, Diarrhoe, und Dyſenterie wirkſam. (10 p.) Die im Frühlinge auskeimenden Wurzeln geben eine Gerberlohe; ſie Färben auch, angenehm roth. Uebrigens wird dieſe Pflanze auch von dem Viehe gerne gefreſſen. (10 n.) Haller. a.a. O.     (100.) Lin. mat. med. n. 529.     (10 p.) Kroker. flor files. n. 572.«)
  67. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Sauerampfer (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Verwendung; Sauerampfer. Rumex acetosa, Taf. 359 aus Mentz & Ostenfeld (Bd. 2, 1917ff.). Bild 1. Wurzelstock und unterer Teil des Stiels. Bild 2. Männlicher Blütenstand. Bild 3. Weiblicher Blütenstand. Bild 4. Ein Teil des Fruchtstands. Bild 5. Männliche Blüte (5/1). Bild 6. Weibliche Blüte (5/1) Bild. 7. Die Blüte kurz vor der Reifung der Früchte. Bild 8. Nüsschen, quer durchbrochen (5/1).; Teil der Pflanze: Blätter; Art: Rumex acetosa L.; Umgangssprachlich: Sauerampfer; Quellenangaben: Boswell u.a. (Bd. 8, 1873), S. 54f.: »This plant is also known by the name of Greensauce, and is so common in all fields and waysides, that few people are unfamiliar with its appearance or pleasant acid taste. The leaves of the sorrel contain a considerable quantity of binoxalate of potash, which gives them their acid flavour and medicinal and dietetic properties. They have been employed from the most distant time as a salad, and on the Continent are still cultivated for that purpose. In the markets of Paris sorrel is nearly as abundant during the season as peas are in London. In this country the leaves are rarely eaten, unless by children and rustics, though in Ireland they are still largely consumed by the peasantry with fish and milk. Though the acid principle of the sorrel is in a large amount poisonous, the herb does not appear to be at all unwholesome, unless when eaten in very large quantities, as in some few recorded cases, when it has acted injuriously on children. In Scandinavia, according to Dr. Clarke, the plant has been used in times of scarcity to put in bread. The leaves contain a little starch and mucilage and the root is rather farinaceous. When dried, the roots, boiled in water, yield a fine red colour, which may be used as a dye. The juice of the leaves also will curdle milk, as well as rennet, and in some countries is used instead of it for that purpose The salt of sorrel, binoxalate of potash, is much used for bleaching straw and removing ink stains from linen, and is often sold in the shops under the name of “essential salt of lemons.” Its poisonous qualities are not commonly known, or doubtless it would often be substituted for oxalic acid. Dr. Taylor, in his work on Poisons, relates three cases of poisoning with this substance, two of which proved fatal. In one of the latter, a lady took by mistake half an ounce of the salts of sorrel, instead of cream of tartar. She had scarcely swallowed the draught, when she was seized with violent pain and convulsions, and died in eight minutes. The substance for which this poisonous salt is most likely to be mistaken is the bitartrate of potash, or cream of tartar. Lime water furnishes a ready means of distinguishing these two salts. It precipitates both of them white, but the precipitate from the bitartrate of potash is redissolved on adding to it a small quantity of a solution of tartaric acid, while that from the binoxalate is not redissolved. It may be as well to mention another simple means of distinction-the colour of ink is immediately discharged by warming it with a few grains of binoxalate, but is unaffected by the bitartrate of potash.«Übersetzung (deepl.com): »Diese Pflanze ist auch unter dem Namen Grüne Soße bekannt und so häufig auf allen Feldern und an Wegrändern zu finden, daß kaum jemand ihr Aussehen oder ihren angenehm sauren Geschmack kennt. Die Blätter des Sauerampfers enthalten eine beträchtliche Menge an Kaliumbinoxalat (Kleesalz), das ihnen ihren sauren Geschmack und ihre medizinischen und gesundheitsernährenden Eigenschaften verleiht. Seit jeher werden sie als Salat verwendet, und auf dem Kontinent werden sie immer noch zu diesem Zweck angebaut. Auf den Pariser Märkten ist Sauerampfer während der Saison fast so reichlich vorhanden wie Erbsen in London. Hierzulande werden die Blätter nur selten gegessen, es sei denn von Kindern und Landbewohnern, während sie in Irland von der Landbevölkerung noch immer in großem Umfang mit Fisch und Milch verzehrt werden. Obwohl das saure Prinzip des Sauerampfers in großen Mengen giftig ist, scheint das Kraut überhaupt nicht ungesund zu sein, es sei denn, es wird in sehr großen Mengen verzehrt, wie in einigen wenigen dokumentierten Fällen, in denen es schädlich auf Kinder gewirkt hat. In Skandinavien, so Dr. Clarke, wurde die Pflanze in Zeiten der Knappheit als Brotaufstrich verwendet. Die Blätter enthalten etwas Stärke und Schleim, und die Wurzel ist eher mehlartig. Die getrockneten Wurzeln ergeben, in Wasser gekocht, eine schöne rote Farbe, die als Färbemittel verwendet werden kann. Der Saft der Blätter läßt auch Milch gerinnen, ebenso wie Lab, und wird in manchen Ländern anstelle von Lab verwendet. Das Salz des Sauerampfers, Binoxalat der Pottasche, wird häufig zum Bleichen von Stroh und zum Entfernen von Tintenflecken aus Leinen verwendet und wird in den Geschäften oft unter dem Namen „ätherisches Zitronensalz“ verkauft. Seine giftigen Eigenschaften sind nicht allgemein bekannt, sonst würde es zweifellos oft durch Oxalsäure ersetzt werden. Dr. Taylor berichtet in seinem Werk über Gifte von drei Vergiftungsfällen mit dieser Substanz, von denen zwei tödlich verliefen. In einem dieser Fälle nahm eine Dame versehentlich eine halbe Unze [≈ 15 g] Sauerampfer-Salz anstelle von Weinsteincreme ein. Kaum hatte sie den Zug geschluckt, wurde sie von heftigen Schmerzen und Krämpfen geplagt und starb innerhalb von acht Minuten. Die Substanz, mit der dieses giftige Salz am ehesten verwechselt werden kann, ist das Kaliumhydrogenbitartrat oder der Weinstein. Mit Kalkwasser lassen sich diese beiden Salze leicht unterscheiden. Beides fällt weiß aus, aber der Niederschlag des Kaliumbitrats löst sich wieder auf, wenn man ihm eine kleine Menge einer Weinsäurelösung hinzufügt, während sich der des Binoxalats nicht wieder auflöst. Ein weiteres einfaches Unterscheidungsmerkmal sei hier erwähnt: Die Farbe der Tinte wird beim Erwärmen mit einigen Körnchen Binoxalat sofort gelöscht, während sie vom Kaliumhydroxid nicht beeinträchtigt wird.«)
  68. Verwendung: Wildgemüse- und Gewürzpflanze (… auf Seite Vogel-Wicke (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.); Vogel-Wicke (Vi­ci­a crac­ca L.): Fig. I von Vicia Cracca L. f. linearis Peterm. Teil blühende Pflanze. 1. Blüte. 2. Fahne. 3. Flügel (verschmälerter Teil links: Nagel). 4. Schiffchen. 5. Stempel. 6. Kelch. 7. Frucht. 8. Same. 9. Blättchen. — Fig. II. Blatt von Vicia Cracca L. f. latifoliae Neilr. — Abbildung nach Tafel 230 Reichenbach u.a. (1903) verändert; Art: Vi­ci­a crac­ca L.; Umgangssprachlich: Vogel-Wicke, Blaue Wicke, Große Blaue Waldwicke, Vogelheu und Kracka)

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