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Graßmann - Deutsche Pflanzennamen 1870 |
Autor | Grassmann, Hermann + |
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Autorenschaft | Grassmann, Hermann; + |
DOI | 10.5962/bhl.title.95544 + |
Formatierte Literaturausgabe (Kapitälchen) |
<div class="hanging-indent cite" style= … <div class="hanging-indent cite" style="" id="Gra.C3.9Fmann_-_Deutsche_Pflanzennamen_1870"><span style="font-variant:small-caps">Grassmann,<span></span> H.</span> <span style="white-space:nowrap;">1870</span>: <em>Deutsche Pflanzennamen.</em> Druck von R. Graßmann, Stettin, [[Digital Object Identifier|doi]]:[http://dx.doi.org/10.5962%2Fbhl.title.95544 <span>10.5962/bhl.title.95544</span>].</div><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rft.genre=book&rfr_id=info%3Asid%2Foffene-naturfuehrer.de%3AGra%C3%9Fmann+-+Deutsche+Pflanzennamen+1870&rft.btitle=Deutsche+Pflanzennamen.&rft.au=Grassmann%2C+Hermann%3B&rft.date=1870&rft.pub=Druck+von+R.+Gra%C3%9Fmann&rft.place=Stettin&rft_id=info:doi/10.5962%2Fbhl.title.95544"> </span> .5962%2Fbhl.title.95544"> </span> +
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Formatierte Literaturausgabe (Standard) |
<div class="hanging-indent cite" style= … <div class="hanging-indent cite" style="" id="Gra.C3.9Fmann_-_Deutsche_Pflanzennamen_1870">Grassmann,<span></span> H. <span style="white-space:nowrap;">1870</span>: <em>Deutsche Pflanzennamen.</em> Druck von R. Graßmann, Stettin, [[Digital Object Identifier|doi]]:[http://dx.doi.org/10.5962%2Fbhl.title.95544 <span>10.5962/bhl.title.95544</span>].</div><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rft.genre=book&rfr_id=info%3Asid%2Foffene-naturfuehrer.de%3AGra%C3%9Fmann+-+Deutsche+Pflanzennamen+1870&rft.btitle=Deutsche+Pflanzennamen.&rft.au=Grassmann%2C+Hermann%3B&rft.date=1870&rft.pub=Druck+von+R.+Gra%C3%9Fmann&rft.place=Stettin&rft_id=info:doi/10.5962%2Fbhl.title.95544"> </span> .5962%2Fbhl.title.95544"> </span> +
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Jahr | 1870 + |
Letzter Zugriff | 19 Oktober 2018 + |
Seitenname | Graßmann - Deutsche Pflanzennamen 1870 + |
Sortierschlüssel | Grassmann,Hermann1870DeutschePflanzennamen + |
Stichwort | Pflanzennamen + , Etymologie + , Wortherkunft + , Deutschland + , Bedeutung + |
Stichwort in Kleinschreibung | pflanzennamen + , etymologie + , wortherkunft + , deutschland + , bedeutung + |
Suchstichwort | Pflanzennamen + , Etymologie + , Wortherkunft + , Deutschland + , Bedeutung + |
Titel | Deutsche Pflanzennamen + |
Verlag | Druck von R. Graßmann + |
Zusammenfassung |
(unrevidierte Fassung der Texterkennung)
… (unrevidierte Fassung der Texterkennung)
'''Vorrede'''
Das vorliegende Werk hat den Zweck, für alle im Gebiete deutscher
Zunge wachsenden Pflanzen deutsche Namen einzuführen, welche den-
selben Grad der Bestimmtheit an sich tragen, wie die lateinischen, und
welche die letzteren, wie wir hoffen, an Durchsichtigkeit und Einfachheit
übertreffen sollen. Der bisherige Mangel brauchbarer deutscher Namen
ist für die Wissenschaft und ihre Verbreitung von unberechenbarem Nach-
theile gewesen. Der Unterricht in der Pflanzenkunde mußte bei allen
Schulen, in welchen keine Kenntniß der lateinischen und griechischen
Sprache vorausgesetzt oder mitgetheilt werden kann, also bei allen Volks-
und Töchterschulen an diesem Mangel scheitern. Und doch ist dieser
Unterricht gerade für diese Schulen besonders empfehlenswerth, und in
vorzüglichem Grade geeignet, das Interesse der Schüler und Schülerin-
nen zu fesseln. Aber auch für die Wissen elriast selbst ist die Einführung
deutscher Namen nothwendig, wenn sie nicht der ausschließliche Besitz
eines kleinen durch Unterricht in jenen beiden Sprachen herangebildeten
Kreises bleiben, und durch diese Vereinzelung nach und nach in todtem
Formalisnius untergehen soll. Um nun diesen Mangel nach Kräften zu »
beseitigen, habe ich mich seit einer Reihe von Jahren mit meinem Bruder-
dem Oberlehrer und Buchdrucker R. Graßmann, und meinem Schwager,
dem Rector E. Heß, hier zu gemeinsamer Arbeit verbunden. Nach den
gehörigen Vorstudien wurde von uns in einer Reihe von Besprechungen
die für jede Gattung, Art, sowie für jede Familie zu wählende deutsche
Benennung festgesetzt, und schließlich die Ausarbeitung mir übertragen.
So sind denn die gewählten Namen mit sehr wenigen Ausnahmen, bei
denen das nähere Studium eine Aenderung nothwendig erscheinen ließ,
aus dieser gemeinschaftlichen Arbeit ljervorgegangen, während die bei
jeder Gattung hinzugefügte Begründung nach Jnhalt und Form mir
allein zusiel, aber von meinen Mitarbeitern gut geheißen wurde.
Um nun den Stoff zusammen zu haben, kam es darauf an, die
Fundgruben deutscher Namen von den ältesten Zeiten an bis auf die
neuesten zu durchsuchen (s. Einl. V· nnd die am Schlusse der Vorrede
angeführten Werke). Damit wurde so lange fortgefahren, bis die Heranziehung
treuer Quellen keine wesentliche Bereicherung des gesammelten
Vorrarhs ergab. Auf Vollständigkeit in »der Sammlung der deutschen
Pflanzennamen konnte es dabei nicht abgesehen sein, da eine solche mehr
als ein Menschenleben ganz in Anspruch nehmen würde, ja der Stoff
wegen der fortgehenden lebendigen Entwickelung im Volke, streng ge-
nommen, unerschöpflich ist; dennoch glaube ich die einfachen Namen (und
auf die kommt es nach den in der Einleitung entwickelten Grundsätzen
vorzugsweise an) in ziemlich erschöpfender Vollständigkeit, abgesehen jedoch
von den vielen Umdeutungen und Verzerrnngen unverstandener Namen,
dem Werke eingefügt zu haben. Jn dieser sammelnden Thätigkeit bin
ich nicht nur durch meine Mitarbeiter, sondern auch durch einige Freunde
auf das Wirksamste unterstützt worden, namentlich durch den während
des Druckes dieses Werkes verstorbenen Professor am hiesigen Gymna-
stum, Dr. Karl Ernst August Schmidt, welcher nicht nur mehrere
Lexika, namentlich das des Dasypodius nach deutschen Pflanzennamen
durchsucht, sondern auch viele volksthümliche Benennungen aus unmittel-
barer Quelle geschöpft und mir mitgetheilt hat, ferner durch den Dr.
Karl Lehmann in Berlin, welcher aus den Wörtcrbüchern von scham-
bacli und Dannejl (s. u. das Verzeichniß) die Pflanzennamen vollständig
ausgezogen hat. Außerdem habe ich manche Pflanzennamen durch ge-
legentliche Mittheilung oder durch Nachfrage an· Ort und Stelle erfahren.
Wo endlich der so gesammelte Vorrath keinen einfachen Namen für eine
Gattung ergab, mußten andere germanische Sprachen, namentlich das
Altnordische, Angelsächsische, Altsächsrsche und deren Töchtersprachen, in
seltenen Ausnahmefällen auch andere (nicht germanische) Sprachen durch-
sucht oder herangezogen werden (s. Einl. l. 9. 10).
- Nach welchen Grundsätzen aus dem so gesammelten Vorrathe deut-
scher Namen die für die einzelne Pflanze oder Pflanzengruppe zu ver-
wendende Benennung ausgewählt wurde, darüber giebt die Einleitung
im Allgemeinen und die jeder Gattung beigefügte Auseinandersetzung im
Einzelnen Auskunft. Einen wichtigen Entscheidungsgrund für diese Aus-
wahl liefert die Untersuchung der ursprünglichen Bedeutung der Namen,
zwischen denen zu wählen ist, indem im Allgemeinen der Name, welcher
die Eigenschaften der zu benennenden Pflanze am treffendsten bezeichnet,
den andern vorzuziehen ist. Dies bedingte eine Arbeit, die, wie mühsam
und zeitraubend sie auch sein mochte, doch für mich eine mannigfach
lohnende war, und deren Ergebnisse, wie ich hoffen darf, vielfach nicht
bloß den Botanikern, sondern auch den Sprachforschern willkommen sein
werden. Um nämlich zu ermitteln, nach welcher Eigenschaft eine Pflanze
durch den zu nntersuchenden Namen benannt sei, war es oft nothwendig,
alle Zweige des indogermanischen Sprachstammes zur Vergleichung heranzuziehen,
ja oft auch bis auf die ursprünglichen Wurzeln dieses Stam-
mes, so weit sie uns zugänglich sind, hindurch zu dringen, und die Er-
gebnisse dieser Untersuchungen in kurzer, übersichtlicher Darstellung vor-
znführen. Wenn ich hier nicht überall das Richtige mag getroffen haben,
so wird die Schwierigkeit des Gegenstandes mich hinreichend entschul-
digen. Denn ich sollte mich mit dieser Untersuchung hineinbegeben in
ein bisher fast unbetretenes Gebiet der Sprachforschung, auf welchem,
wie in einem Urwalde, oft die wunderlichsten Schlingpflanzen seltsamer
Wortgestalten dem Vordringen auf jedem Schritte die größten Schwierig-
keiten entgegenstellen Zu den Schwierigkeiten, die sonst schon bei der
vergleichenden Sprachforschung, namentlich auf einem Gebiete, wo so
leicht die ursprüngliche Bedeutung dem Bewußtsein entschwindet, hervor-
zutreten Pflegen, gesellen sich hier noch die mannigfachsten Entstellungen
und Verzerrnngen des Wortes, die oft in allmählichenr Uebergange bis
zur vollkommenen Unkenntlichkeit fortschreiten, und dazu noch häufig die
phantastischften Umdeutungen, die der unverftandene Name sich muß ge-
fallen lassen, unt sich an Begriffe anzufügen, die dem Bewußtsein näher
lagen. Jch erinnere beispielsweise an die unter Cornus, Hedera, Juni-
perus, Pinus ausgeführten Namen. Ja, bisweilen erscheint es höchst
zweifelhaft, ob ein Name aus einem andern durch Anknüpfung an eine
Eigenschaft der Pflanze umgedeutet, oder diese Eigenschaft ursprünglich
der Benennung zu Grunde liegt. Als Beispiel führe ich an den unter
Arctostathtos behandelten Namen Kran-beere, welchen Port (dessen
Name, Einl. S. 22, dem von J. Grimm hinzuzufügen ist) in Ku. Beitr.
B. 4, S. 90—95 mit gewichtigen Gründen als Kranichbeeredeutet, und der
dennoch nach den unter Arctostaphylos angeführten Formen vielleicht richti-
ger als Umdeutung von Grand-beere aufzufassen ist. Bei solchen Schwie-
rigkeiten wäre es daher sehr erwünscht gewesen, alle von andern gelegentlich
geäußerten Ansichten über die Herleitung der Pflanzennamen zur Hand zu
haben; allein diese finden sich so zerstreut und oft so mit scheinbar ganz
fern liegenden Untersuchungen verwoben, daß diese Aufgabe fast eine
unendliche zu nennen ist; es kann daher nicht fehlen, daß mir manche
wichtige Ansicht auf diesem Gebiete entgangen ist, und ich hier und da
in Jrrthümer verfallen bin. Aber ich habe mich wenigstens überall
ernstlich bemüht, aus festem Boden zu bleiben und mich nicht durch den
Reiz glänzender Hypothesen verlocken zu lassen.
Nur bei entlehnten Wörtern war es bisweilen nöthig, auch aus
dem Gebiete des indogermanischen Sprachkreises hinauszuschreitenz so
namentlich bei den aus denr Arabischen entlehnten Namen, bei deren
Entzifferung mich der Herr Conrector Schenk an der hiesigen Ottofchnle
durch seine Kenntniß des Aratxischen bereitwilligst unterstützt hat. ratxischen bereitwilligst unterstützt hat. +
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