Friedhöfe Bergmannstraße (Berlin)

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Friedhöfe Bergmannstraße

Großgruppe: Grünfläche (wie Parks oder Friedhöfe)
Schutzstatus: Gartendenkmal
Ortsangabe: Tempelhof-Kreuzberg

Was gibt es hier zu entdecken?
Auf den Friedhöfen an der Bergmannstraße hat sich zwischen den eindrucksvollen Grabmälern eine besondere Artenvielfalt etabliert. Die strukturreichen Gehölze bieten wertvolle Lebensräume für brütende Vögel und holzbewohnende Insekten. Neben alten einheimischen Stiel- und Traubeneichen wachsen hier auch gebietsfremde Arten wie die Robinie oder der Götterbaum. Die interessante Wuchsform der Traueresche fällt besonders ins Auge. Zwischen den für diese Friedhöfe typischen Alleen wachsen zahlreiche Frühblüher sowie alte Kulturpflanzen wie die seltene Osterluzei und das Mutterkraut. An nährstoffarmen Flächen findet man gefährdete Arten wie die Grasnelke oder das Frühlingsfingerkraut.

Im Gebiet vorkommende Farn- und krautige Blütenpflanzen
Frühlings-Fingerkraut – Potentilla neumanniana, Frühlings-Krokus – Crocus vernus, Frühlingsknotenblume – Leucojum vernum, Gewöhnliche Sternhyazinthe – Chionodoxa luciliae, Acker-Gelbstern – Gagea villosa, Gewöhnliche Osterluzei – Aristolochia clematitis, Strand-Grasnelke – Armeria maritima, Mutterkraut – Tanacetum parthenium, Wiesen-Glockenblume – Campanula patula, Elwes-Schneeglöckchen – Galanthus elwesii, Mischtschenko-Blaustern – Scilla mischtschenkoana
Im Gebiet vorkommende holzige Blütenpflanzen
Gemeine Esche – Fraxinus excelsior, Drüsiger Götterbaum – Ailanthus altissima, Europäische Eibe – Taxus baccata, Gemeine Robinie – Robinia pseudoacacia
Im Gebiet vorkommende Vogelarten
Waldohreule – Asio otus, Grünspecht – Picus viridis, Heckenbraunelle – Prunella modularis, Grauschnäpper – Muscicapa striata, Trauerschnäpper – Ficedula hypoleuca, Girlitz – Serinus serinus, Zilpzalp – Phylloscopus collybita, Grünfink – Chloris chloris, Mönchsgrasmücke – Sylvia atricapilla, Klappergrasmücke – Sylvia curruca, Amsel – Turdus merula, Gartenrotschwanz – Phoenicurus phoenicurus, Gartenbaumläufer – Certhia brachydactyla, Rotkehlchen – Erithacus rubecula, Zaunkönig – Troglodytes troglodytes, Hausrotschwanz – Phoenicurus ochruros, Ringeltaube – Columba palumbus, Buchfink – Fringilla coelebs, Schwanzmeise – Aegithalos caudatus, Nebelkrähe – Corvus cornix, Eichelhäher – Garrulus glandarius, Kernbeißer – Coccothraustes coccothraustes, Sommergoldhähnchen – Regulus ignicapilla, Singdrossel – Turdus philomelos, Stieglitz – Carduelis carduelis, Kohlmeise – Parus major, Blaumeise – Cyanistes caeruleus, Star – Sturnus vulgaris, Haussperling – Passer domesticus, Kleiber – Sitta europaea, Feldsperling – Passer montanus, Buntspecht – Dendrocopos major, Grünspecht – Picus viridis, Gelbspötter – Hippolais icterina, Mäusebussard – Buteo buteo, Erlenzeisig – Carduelis spinus, Mauersegler – Apus apus, Elster – Pica pica, Wintergoldhähnchen – Regulus regulus, Habicht – Accipiter gentilis, Kolkrabe – Corvus corax, Bachstelze – Motacilla alba, Graureiher – Ardea cinerea, Turmfalke – Falco tinnunculus
Entstehungsgeschichte:
Die historischen Friedhöfe in der Bergmannstr (Dreifaltigkeits-Kirchhof II., Luisenstädtischer Friedhof, Friedhof IV. der Jerusalems- und Neuen Kirche und Friedrichs-Werderscher Kirchhof) wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts auf einem ehemaligen Weinberg angelegt. Dies erklärt auch die für Berliner Friedhöfe ungewöhnliche Schieflage des Geländes. Seit einigen Jahrzehnten sind sie durch Mauerdurchbrüche miteinander verbunden.
Nutzungs- und Kulturgeschichte:Im 20. Jahrhundert wurden Trauereschen als Symbol der eigenen Trauer auf Gräbern gepflanzt. Einschränkung der Zugänglichkeit:
geregelte Öffnungszeiten Weitere Informationen und Betreuung:
Auf dem Gelände werden regelmäßig Schutz- und Pflegemaßnahmen durchgeführt. Um die Entwicklung der besonderen Pflanzen- und Insektenvielfalt zu fördern, werden einige Wiesenflächen nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht.

Bilder

Quellen und Weblinks