Jüdischer Friedhof Weißensee (Berlin)

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Jüdischer Friedhof Weißensee

Großgruppe: Grünfläche (wie Parks oder Friedhöfe)
Schutzstatus: Gartendenkmal
Ortsangabe: Weißensee (Pankow)

Was gibt es hier zu entdecken?
Der Jüdische Friedhof Weißensee ist in seiner Erscheinung stark von Natur- und Wildniselementen geprägt. Die teilweise von Efeu und Wildpflanzen bewachsenen Grabfelder und baumreichen Alleen bieten wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In den naturbelassenen Teilbereichen konnten 20 seltene und gefährdete Arten wie der Goldschopf-Hahnenfuß nachgewiesen werden. Seit den 1970er Jahren steht er als Gartendenkmal unter Schutz.

Im Gebiet vorkommende Farn- und krautige Blütenpflanzen
Ackerkratzdistel – Cirsium arvense, Ackerwinde – Convolvulus arvensis, Breitwegerich – Plantago major, Buschwindröschen – Anemone nemorosa, Echtes Johanniskraut – Hypericum perforatum, Gänseblümchen – Bellis perennis, Gemeine Wegwarte – Cichorium intybus, Gemeiner Beifuß – Artemisia vulgaris, Echter Beinwell – Symphytum officinale, Gewöhnliche Kratzdistel – Cirsium vulgare, Gewöhnlicher Löwenzahn – Taraxacum officinale, Gemeines Hirtentäschel – Capsella bursa-pastoris, Große Brennnessel – Urtica dioica, Kleine Brennnessel – Urtica urens, Knoblauchsrauke – Alliaria petiolata, Maiglöckchen – Convallaria majalis, Gewöhnlicher Scharfer Hahnenfuß – Ranunculus acris, Großes Schöllkraut – Chelidonium majus, Rotklee – Trifolium pratense, Spitzwegerich – Plantago lanceolata, Scharfer Mauerpfeffer – Sedum acre, Spreizende Melde – Atriplex patula, Gewöhnliche Vogelmiere – Stellaria media, Weiße Taubnessel – Lamium album, Wiesenbärenklau – Heracleum sphondylium, Wiesenglockenblume – Campanula patula, Wiesenkerbel – Anthriscus sylvestris, Wilde Möhre – Daucus carota, Blaustern – Scilla mischtschenkoana, Sibirischer Blaustern – Scilla siberica, Goldschopf-Hahnenfuß – Ranunculus auricomus
Im Gebiet vorkommende holzige Blütenpflanzen
Spitzahorn – Acer platanoides, Sandbirke – Betula pendula, Baumhasel – Corylus colurna, Eingriffeliger Weißdorn – Crataegus monogyna, Rotbuche – Fagus sylvatica, Gemeine Esche – Fraxinus excelsior, Zitterpappel – Populus tremula, Vogelkirsche – Prunus avium, Stieleiche – Quercus robur, Traubeneiche – Quercus petraea, Gemeine Robinie – Robinia pseudoacacia, Vogelbeere – Sorbus aucuparia, Abendländischer Lebensbaum – Thuja occidentalis, Sommerlinde – Tilia platyphyllos, Winterlinde – Tilia cordata, Bergulme – Ulmus glabra, Flatterulme – Ulmus laevis, Gemeine Rosskastanie – Aesculus hippocastanum, Gemeine Hainbuche – Carpinus betulus, Roteiche – Quercus rubra, Traueresche – Fraxinus excelsior pendula, Europäische Eibe – Taxus baccata, Gemeine Rosskastanie – Aesculus hippocastanum
Im Gebiet vorkommende Vogelarten
Amsel – Turdus merula, Blaumeise – Cyanistes caeruleus, Buchfink – Fringilla coelebs, Buntspecht – Dendrocopos major, Eichelhäher – Garrulus glandarius, Gartenbaumläufer – Certhia brachydactyla, Gartenrotschwanz – Phoenicurus phoenicurus, Gelbspötter – Hippolais icterina, Girlitz – Serinus serinus, Grauschnäpper – Muscicapa striata, Grünfink – Chloris chloris, Grünspecht – Picus viridis, Habicht – Accipiter gentilis, Hausrotschwanz – Phoenicurus ochruros, Heckenbraunelle – Prunella modularis, Kernbeißer – Coccothraustes coccothraustes, Kleiber – Sitta europaea, Kohlmeise – Parus major, Mäusebussard – Buteo buteo, Mönchsgrasmücke – Sylvia atricapilla, Ringeltaube – Columba palumbus, Rotkehlchen – Erithacus rubecula, Schwanzmeise – Aegithalos caudatus, Singdrossel – Turdus philomelos, Sommergoldhähnchen – Regulus ignicapillus, Star – Sturnus vulgaris, Stieglitz – Carduelis carduelis, Zaunkönig – Troglodytes troglodytes, Zilpzalp – Phylloscopus collybita
Im Gebiet vorkommende Säugetiere
Großer Abendsegler – Nyctalus noctula, Zwergfledermaus – Pipistrellus pipistrellus, Rauhautfledermaus – Pipistrellus nathusii, Breitflügelfledermaus – Eptesicus serotinus, Wasserfledermaus – Myotis daubentonii
Beschreibung des Gebietes, Naturdenkmales etc.:
Die Grabfelder sind in geometrischen Anordnungen ausgelegt. Für jüdische Friedhöfe ungewöhnlich sind die aufwendig gestalteten Prachtmale. Entsprechend der jüdischen Tradition werden Gräber unbepflanzt und ohne Blumenschmuck belassen.
Entstehungsgeschichte:
Der Friedhof wurde 1880 angelegt. Er wurde in Folge eines Architekturwettbewerbes von Hugo Licht entworfen. Mit rund 40 Hektar zählt er als größter, aktuell noch belegte jüdische Friedhof in Europa. Seit den 1970er Jahren steht er unter Denkmalschutz.

Sonstiges:
Eine Hänge-Buche am Weg rechts vom Verwaltungsgebäude wurde wegen ihrer Seltenheit und Schönheit als Naturdenkmal bestätigt. Einschränkung der Zugänglichkeit:
geregelte Öffnungszeiten

Bilder

Quellen und Weblinks

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Jüdischer Friedhof Weißensee (Berlin) (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
30 Dezember 2016 14:09:03). Abgerufen am 4. April 2025, 15:28 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Jüdischer_Friedhof_Weißensee_(Berlin)